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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: Heizung für KfW70 Haus

mauer
*
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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Ich habe mir heute noch mal alle verschiedenen Alternativen durchgerechnet und werde wohl oder übel an einigen Stellen sparen müssen. Sonst wird die ganze Sache einfach viel zu teuer. Manchmal frage ich mich schon wie manch' andere Familien sich das alles leisten können.

Was haltet ihr von der folgenden Kombination:
- Luft/Wasser WP
- wassergeführter Kaminofen
- Fußbodenheizung in EG/OG und Niedrigenergieheizkörper im KG

Die Solaranlage habe ich jetzt herausgenommen, da bei schönen Wetter die WP ja eigentlich ausreichend sein sollte, oder? Im Winter kann ich dann bequem über den Kaminofen zu heizen, habe aber dennoch die WP als Unterstützung.

Macht das eurer Meinung nach Sinn oder sollte eine Solaranlage unbedingt Pflicht sein?

Um noch etwas Geld zu sparen dachte ich eventuell anstatt der Dreifachverglasung nur eine Zweifachverglasung zu nehmen. Dadurch würde ich mir immerhin über 2.000 € sparen.

Auch eine Absenkung der Dämmung von 20 cm WLG 035 (U-Wert 0,167) auf 16 cm WLG 035 (U-Wert 0,206) ist angedacht. Sinnvoll, oder spare ich hier an der falschen Stelle?

Für eure Meinungen wäre ich sehr dankbar.

Gruß
Marco

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

mauer hat Folgendes geschrieben:
Auch eine Absenkung der Dämmung von 20 cm WLG 035 (U-Wert 0,167) auf 16 cm WLG 035 (U-Wert 0,206) ist angedacht. Sinnvoll, oder spare ich hier an der falschen Stelle?
Beim Neubau macht das am wenigsten Sinn, da sämtliche Montage-, Einbau- und Rüstkosten per se anfallen und es eigentlich nur um den Mehrpreis für das zusätzliche Material geht. Das bedeutet, dass stärkere Dämmung in der Regel immer unterproportional teurer ist. Dann sind beispielsweise 1.500 € für 4 cm dickere Dämmung bei einem Haus mit 150 m² Wohn-/Nutzfläche gut angelegt. Mittelfristig wird sich dieser Mehrpreis immer bezahlt machen. Abgesehen davon, kann man mit dem energiesparenden Gebäudeparameter (Verbesserung des U-Werts) unter Umständen auch ein KfW Effizienzhaus mit entsprechend gutem Gebäudeenergiestandard umsetzen, mit dem schlechteren U-wert wird es dann vielleicht nur ein EnEV-Standard. Mit dem Effizienzhaus-Standard kann man dann auch auf bessere Kreditkonditionen der KfW zugreifen.

Wir haben in 2004 ein Energiesparhaus KfW 40 (U-Wert der Außenwand 0,129 W/m²K) gebaut und sind rundum zufrieden mit dieser Entscheidung. Aus heutiger Sicht würden wir noch mehr dämmen. Der Grund ist, dass wir so weit möglich, unabhängig von Energie sein wollen.
http://ecotec-energiesparhaus.de/galerie.php?kategorie=Detmold...
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Gruß

Thomas Heufers

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KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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klausamsee
****
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mauer hat Folgendes geschrieben:
Ich habe mir heute noch mal alle verschiedenen Alternativen durchgerechnet und werde wohl oder übel an einigen Stellen sparen müssen.
(...)
Was haltet ihr von der folgenden Kombination:
- Luft/Wasser WP
- wassergeführter Kaminofen
- Fußbodenheizung in EG/OG und Niedrigenergieheizkörper im KG
(...)
Gruß
Marco

Hallo Marco,

lasse Dir mal aufstellen, was so ein wassergeführter Kaminofen zusätzlich kostst. Ich bin der Meinung, daß man hier gut sparen kann. Für die zusätzlichen Wärmetauscher, Pumpe, Sicherheitsbaugruppe etc. kann die Wärmepumpe einiges an Warmwasser bringen, zumal Holz auflegen mit der Zeit lästig wird und das Holz selbst auch irgendwoher kommen muß.
Investiere lieber in ein KWL als in einen Ofen (den Ofen kannst du auch noch 2 Jahre später hinsetzen).
Warum im Keller Heizkörper? Eine Fußbodenheizung kostet heute nicht mehr als Heizkörper, bringt aber eine angenehmere Wärme und hält die Vorlauftemperatur niedrig. Unter den Estrich gehört eh eine gescheite Dämmung.
An der Dämmung würde ich auch auf keinen Fall sparen.

Klaus

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oakgast
*****
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Kommentar von "Thomas Nürnberger" erstellt am 01.09.2010,10:24
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Herr Heufers: Sie schreiben weiter obne, dass die Kosten für Wanddurchbrüche etc. bei der KWL entfallen. Wir planen gerade ebenfalls ein KfW70-EFH, mit LWP. Mal sehen, was die KWL zusätzlich nach Angebot kostet. Vielleicht können Sie Ihren Preisansatz von oben bitte nochmals erläutern. Wäre super. Vielen Dank.
Mail an Thomas Nürnberger


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Es gibt die folgenden Varianten für Wohnraumlüftungen, die Unterschiede sind hier beschrieben.

1. Dezentrale Wohnungslüftunganlage - Hierbei wird die Zuluft mittels Unterdruckfunktion über Wanddurchbrüche (je Raum mindestens ein Zuluftventil) angesaugt. Es gibt keine effiziente Wärmerückgewinnung. Die Kosten bei einem Wohnhaus mit 150 m² liegen überschlägig bei 2.500 - 3.500 €; es ist ein geringerer Material- und Installationswaufwand; das System ist nicht in lärmkritischen Zonen einsatzbar.

2. Zentrale, kontrollierte Raumlüftung - Über Rohrsystem wird die Zu- und Abluft in die Räume zugeführt und abgesaugt. Der Luftwechsel geht über einen Wärmetauscher, in diesem übergibt die Abluft der Zuluft die Wärme (Wärmerückgewinnungsgrad bis zu 94 %). Dies System ist sehr energiesparend und ermöglicht auch mit entsprechenden technischen Komponenten die Funktion der Feuchterückgewinnung zur Regelung der idealen Raumluftfeuchte. Da ein größerer Material- und Installationsaufwand anfällt, liegen die Kosten bei einem Wohnhaus mit 150 m² überschlägig bei 5.500 - 7.000 €, das System auch in lärmkritischen Zonen einsetzbar
------------------------------------------------------------------
Es gibt dezentrale Wohnungslüftungsanlagen, bei denen eine Luft-/Wasser- oder Luft-/Luft-Wärmepumpe mit der Abluft gespeist wird. Diese Systeme sind weniger effizient und nur selten zu empfehlen. Es handelt sich häufig um eine Low-Budget-Variante, hierbei wird häufig bei niedrigen Außentemperaturen eine direkte Nachheizung mit Strom zugeschaltet! Für einen effizienten Betrieb der Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist ein hoher Luftdurchsatz über den Verdichter unerlässlich. Die bessere ist eine reine Außenluft-Wärmepumpe, die es als Innen- oder Außenaufstellung gibt.

Gruß

Thomas Heufers

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