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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: Heizung für KfW70 Haus

mauer
*
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo zusammen,

ich plane gerade den Neubau eines KfW70 EFH und bin richtig am verzweifeln was die Heizungstechnik betrifft. Jeder Bauträger empfielt mir etwas anderes und am Ende ist man dadurch auch nicht gerade schlauer.

Zuerst einmal zu den Hausdaten:
- Einfamilienwohnhaus mit Keller. Wohnfläche 115 m² + 35 m² Bürofläche in KG
- Liapor-Leichtbetonwände mit Thermomantel, 20 cm, WLG 035 (U-Wert 0,17 W/m² K)
- Dreischeibenverglasung in den Wohngeschossen und im Büro (U-Wert 0,7 W/m² K)
- Dachsolaranlage (Südausrichtung), ca 5 m² Kollektorfläche zur Brauchwasserunterstützung, Solarspeicher 300 Liter

Ursprünglich wollte ich lediglich einen wassergeführten Kaminofen einbauen. Doch der Bauträger hat mir davon abgeraten einen Kaminofen als alleiniges Heizungssystem zu verwenden. Dieser sollte nur als Zusatzoption verwendet werden.

Um den KfW70 Standard einzuhalten, stehen mir laut Bauträger die folgenden Heizungsoptionen zur Verfügung:
- Wärmepumpe Luft/Wasser mit Pufferspeicher und Elektroheizstab zur Unterstützung
- Pelletsheizung mit Pelletstank als Gewebesilo

Zusatzoptionen:
- wassergeführter Kaminofen zur Heizungsunterstützung für 5.500 Euro
- Zentrale, kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für 9.500 Euro

Eine Wärmepumpe Erd/Wasser wäre natürlich auch eine Möglichkeit, da es sich aber um ein Hanggrundstück handelt könnte die Bohrung kompliziert und dadurch wahrscheinlich auch teuer sein.

Die Kosten werden langsam ziemlich hoch. Fast 10.000 Euro für die Be- und Entlüftung, welche mir dringend angeraten wurde. Ist die wirklich notwendig bzw. wie läßt sie sich vermeiden?

Welche Heizungstechnik könnt und würdet Ihr mir für mein Haus empfehlen?

Ist eine Pelletsheizung noch zeitgemäß? Die Technik an sich gefällt mir sehr gut. Ich mache mir nur Sorgen bezüglich der Pelletspreisentwicklung.

Vielen Dank und schöne Grüße
Marco

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mauer hat Folgendes geschrieben:
Um den KfW70 Standard einzuhalten, stehen mir laut Bauträger die folgenden Heizungsoptionen zur Verfügung:
- Wärmepumpe Luft/Wasser mit Pufferspeicher und Elektroheizstab zur Unterstützung
- Pelletsheizung mit Pelletstank als Gewebesilo


Für Luft-WP eine Auslegung der WP ohne Heizstab durchführen lassen. Ebenfalls Solar raunehmen und stattdesen kontrollierte Belüftung.

Bei Pellets kannst du Solar drin lassen da es im Gegensatz zu Luft-WP einiges an Kostenersparnis bringt. Sinnvoll aber dann mehr qm und Heizungsunterstützung.

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klausamsee
****
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Meine persönliche Meinung als Neu-Eigenheim-Besitzer, der sich selbst schlau gemacht hat:
KFW 70 ist nicht so dolle. Wer neu baut, sollte eine bessere Wärmedämmung erreichen.
Ich selbst habe eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Trotz Hanggrundstück war die Erdwärmebohrung (bei mir großzügig dimensionierte 1x190m) problemlos. Ich habe noch einen Flachkollektor mit 200m Rohr im Garten verbuddelt, der brachte bei weitem nicht die geplante Entzugsleistung und ist momentan schon mit der Kühlung der Zuluft (KWL) überfordert. Will damit sagen, das ein Flachkollektor extrem von den Bodenverhältnissen abhängig ist. Auf Luft-Wärmepumpen stehe ich wegen der Schallemission nicht so, aber das ist meine persönliche Meinung.
Die meisten Wärmepumpen werden überdimensioniert und laufen deswegen nicht effektiv. Eine ordentliche Heizlastberechnung ist absolut notwendig, bevor die Heizung ausgesucht wird.
Eine Solaranlage, insbesondere wenn sie nur Brauchwasser erwärmt, ist gut fürs Gewissen und um den Primärenergiebedarf schönzurechnen, macht aber finanziell keinen Sinn. Wenn, dann nur heizungsunterstützend, und auch dann mit großem Fragezeichen, wenn die Anlage nicht gefördert wird und die Wärmepumpe ohnehin effizient läuft.
Auf ein KWL würde ich nicht mehr verzichten wollen, allerdings finde ich 10k€ für das System ziemlich übertrieben.
Den Kaminofen würde ich nicht in das Heizsystem einbeziehen, weil der Aufwand (zusätzliche Kreisläufe, Steuerung, Sicherheitsbaugruppen) recht hoch ist. Das KWL wird zudem dafür sorgen, daß sich die Wärme im Haus verteilt.
So viel von einem Bauherrn. Nun dürfen sich die richtigen Fachleute austoben.

Klaus

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mauer hat Folgendes geschrieben:
Ursprünglich wollte ich lediglich einen wassergeführten Kaminofen einbauen. Doch der Bauträger hat mir davon abgeraten einen Kaminofen als alleiniges Heizungssystem zu verwenden. Dieser sollte nur als Zusatzoption verwendet werden.
Dein Bauträger hat Dich in diesem Punkt richtig beraten. An mindesten 150 Tagen im Jahr muss man sich dann um die Feuerstelle kümmern. Will man das? Kann man das? Wohl kaum!
mauer hat Folgendes geschrieben:
Um den KfW70 Standard einzuhalten, stehen mir laut Bauträger die folgenden Heizungsoptionen zur Verfügung:
- Wärmepumpe Luft/Wasser mit Pufferspeicher und Elektroheizstab zur Unterstützung
Das ist unter den angegebenen Vorausetzungen eine gute Lösung. Auf jeden Fall sollte so eine System immer mit einer Fußbodenheizung geplant werden.
mauer hat Folgendes geschrieben:
- Pelletsheizung mit Pelletstank als Gewebesilo
Auch eine gute Alternative. Man sollte sich aber preislich hierbei nicht so weit hinauslehnen. Hierbei kann man auch konventionelle Heizkörper einplanen, Kostenersparnis zwischen 2.500 - 3.500 € inkl. Mwst..
mauer hat Folgendes geschrieben:
- wassergeführter Kaminofen zur Heizungsunterstützung für 5.500 Euro
Bei guter Qualität muss man so viel Geld ausgeben.
mauer hat Folgendes geschrieben:
- Zentrale, kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für 9.500 Euro
Um die 5.500 - 7.000 € inkl. Mwst. ist marktüblich.
mauer hat Folgendes geschrieben:
Eine Wärmepumpe Erd/Wasser wäre natürlich auch eine Möglichkeit, da es sich aber um ein Hanggrundstück handelt könnte die Bohrung kompliziert und dadurch wahrscheinlich auch teuer sein.
Wenn der Holzofen mit Wasserschleife ultimativ angedacht ist, dann macht eine Wärmepumpe mit Erdsonde weniger Sinn.
mauer hat Folgendes geschrieben:
Welche Heizungstechnik könnt und würdet Ihr mir für mein Haus empfehlen?
Wo setzt Du Deine Prioritäten an? Unabhängig von Öl, Gas und Pellet!
Niedriger Primärenergiefaktor!
mauer hat Folgendes geschrieben:
Ist eine Pelletsheizung noch zeitgemäß? Die Technik an sich gefällt mir sehr gut. Ich mache mir nur Sorgen bezüglich der Pelletspreisentwicklung.
Die Preisentwicklung gilt für alle Energieträger, Strom ist davon nicht ausgenommen.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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mauer
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Hallo,

vielen Dank für die vielen Antworten. Hätte nicht gedacht das so schnell jemand auf meinen Beitrag antwortet Smile

Ich kann mehr oder weniger Preisgleich zwischen der Luft/Wasser WP inkl. Fussbodenheizung oder Pelletsheizung mit normalen Heizkörpern entscheiden.

Generell wäre ich schon gerne von Öl/Gas/Pellets unabhängig. Ich habe nur Sorgen ob eine Luft/Wasser WP das Haus und Brauchwasser auch im harten bayerischen Winter warmhalten kann?

Macht eurer Meinung nach eine Solaranlage überhaupt Sinn? Es wurde ja angesprochen das diese eventl. nicht effektiv genug ist.

Der Bauträger lässt in Sachen KWL nicht mit sich verhandeln. Der Preis ist und bleibt bei 9.450,-- Euro. Die Anlage ist von der Firma "pluggit".

KWL - Ja/Nein - was meinen die Experten?

Gruss
Marco

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mauer
*
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Noch eine Anmerkung: eine dezentrale Be- und Entlüftung könnte ich für knapp 6.000 Euro haben.

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mauer hat Folgendes geschrieben:
Noch eine Anmerkung: eine dezentrale Be- und Entlüftung könnte ich für knapp 6.000 Euro haben.
Zu teuer!

Gruß

Thomas Heufers

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mauer
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Wieviel dürfte die maximal Kosten?

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Da der komplette Verrohrungsaufwand (Material und Montage) wegfällt und nur Außenwanddurchbrüche in den einzelnen Räumen anfallen, grob geschätzt zwischen 2.500 - 3.000 € inkl. Mwst.. Der Wärmerückgewinnungsgrad liegt bei dezentralen Lüftungsanlagen bei unter 50 %. Je höher die Wärmerückgewinnung, desto niedriger ist der Energieverbrauch. Zentrale Wohnraumlüftungen können eine Wärmerückgewinnungsgrad von über 85 % realisieren. Dezentrale Systeme sind in lärmreicher Umgebung (Straßen-, Schienenverkehr etc.) nicht empfehlenswert, da über die Zuluftdurchlässe der Schall ins Haus geführt wird.

Gruß

Thomas Heufers

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roro
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Zitat:
Zentrale Wohnraumlüftungen können eine Wärmerückgewinnungsgrad von über 85 % realisieren.


Da kenne ich nicht viele, die das nur annähernd schaffen.
Ohne einen Enthalpietauscher ist das eigentlich gar nicht möglich, da ca 50% der Energie im abgeführten Wasserdampf liegen. Normale gute Gegenstrom-Wärmetauscher schaffen ca. 50% an Energierückgewinnung. Wenn man den elektrischen Aufwand noch dazu rechnet, geht der energetische Vorteil gegen null.
Mein Haus hat einen Lüftungswärmeverlust von ca. 5000 kWh/a bei einer Rückgewinnung von 50% sind das 2500 kWh an Energie pro Jahr. Dafür braucht meine WP ca. 800 kWh an Strom. Viel weniger verbrauch eine kontrollierte Wohnraumbelüftung pro Jahr aber auch nicht.

Der Komfortgewinn ist aber nicht zu unterschätzen.

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mauer hat Folgendes geschrieben:
- Zentrale, kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für 9.500 Euro

Sag mal. Hast du schon irgendwas unterschrieben? Falls ja würde das manchen Preisaufschlag bei Änderungswünschen erklären.

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mauer
*
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Unterschrieben habe ich noch nichts. Befinde mich im Moment noch in der Angebotsphase.

Es handelt sich hier um einen Massivhausanbieter in Systembauweise. Vielleicht sollte ich doch lieber mit einem Fertighausanbieter gehen? Dort scheint zumindest die Haustechnik preiswerter zu sein. Wahrscheinlich haben die einfach mehr Erfahrung damit.

Wirklich schade, da ich mir fast sicher war "meine" Baufirma gefunden zu haben.

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bob
***
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mauer hat Folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

ich plane gerade den Neubau eines KfW70 EFH und bin richtig am verzweifeln was die Heizungstechnik betrifft. Jeder Bauträger empfielt mir etwas anderes und am Ende ist man dadurch auch nicht gerade schlauer.

Zuerst einmal zu den Hausdaten:
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- Liapor-Leichtbetonwände mit Thermomantel, 20 cm, WLG 035 (U-Wert 0,17 W/m² K)
- Dreischeibenverglasung in den Wohngeschossen und im Büro (U-Wert 0,7 W/m² K)
- Dachsolaranlage (Südausrichtung), ca 5 m² Kollektorfläche zur Brauchwasserunterstützung, Solarspeicher 300 Liter

Ursprünglich wollte ich lediglich einen wassergeführten Kaminofen einbauen. Doch der Bauträger hat mir davon abgeraten einen Kaminofen als alleiniges Heizungssystem zu verwenden. Dieser sollte nur als Zusatzoption verwendet werden.

Um den KfW70 Standard einzuhalten, stehen mir laut Bauträger die folgenden Heizungsoptionen zur Verfügung:
- Wärmepumpe Luft/Wasser mit Pufferspeicher und Elektroheizstab zur Unterstützung
- Pelletsheizung mit Pelletstank als Gewebesilo

Zusatzoptionen:
- wassergeführter Kaminofen zur Heizungsunterstützung für 5.500 Euro
- Zentrale, kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für 9.500 Euro

Eine Wärmepumpe Erd/Wasser wäre natürlich auch eine Möglichkeit, da es sich aber um ein Hanggrundstück handelt könnte die Bohrung kompliziert und dadurch wahrscheinlich auch teuer sein.

Die Kosten werden langsam ziemlich hoch. Fast 10.000 Euro für die Be- und Entlüftung, welche mir dringend angeraten wurde. Ist die wirklich notwendig bzw. wie läßt sie sich vermeiden?

Welche Heizungstechnik könnt und würdet Ihr mir für mein Haus empfehlen?

Ist eine Pelletsheizung noch zeitgemäß? Die Technik an sich gefällt mir sehr gut. Ich mache mir nur Sorgen bezüglich der Pelletspreisentwicklung.

Vielen Dank und schöne Grüße
Marco

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bob
***
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Pellets sind eindeutig noch zeitgemäß! Und die finanzielle Förderung aus dem Marktanreizprogramm der Bundesregierung wird in den nächsten Tagen auch wieder freigegeben werden. Pellets sind, was die Heizkosten angeht - allen Turbulenzen der letzten Jahre zum Trotz - kaum zu schlagen. Der Mehrpreis bei der Anschaffung kann darüber hinaus durch öffentliche Fördergelder wettgemacht werden. Mittlerweile erreichen die erhobenen Pelletskessel zudem einen Wirkungsgrad zwischen 90,5 und 102,8 Prozent. Was Nachhaltigkeit und Klimaschutz angeht, punktet die Pelletheizung am besten, da sie als 100 % klimaneutral gilt. Weitere wertvolle Infos dazu siehe http://www.mall.info/produkte/neue-energien/pelletspeicher.html...

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mauer hat Folgendes geschrieben:
Es handelt sich hier um einen Massivhausanbieter in Systembauweise. Vielleicht sollte ich doch lieber mit einem Fertighausanbieter gehen?
Schau mal in Deine pn - Private Nachricht!

Gruß

Thomas Heufers

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