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GregMic
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Beitragvon GregMic » 26.05.2010 11:31 Uhr

Liebe Forenmitglieder
Es lebe das Internet, denn nur im Internet gibt es für fast alle Bereiche des Lebens die speziellen Foren. So habe ich mich auch hier in diesem Forum angemeldet, um am Ende nicht den Fehler meines Lebens zu machen. Ich denke, daß ich hier ein paar nützliche Tips und Anregungen erhalte.
Nun zu meinem Problem:
Mein Elternhaus will ich modernisieren. Neue Elektrik, neues Dach mit der heute entsprechenden Wärmedämmung mit Solar fürs Warmwasser und neue Heizung. Als Alternative zur klassischen Gastherme ist mir eine LW-Wärmepumpe angeboten worden (System Mitsubishi) von Zubatherm. Das klingt schon mal interessant. Zum Haus sei angemerkt, daß schon zur vorletzten Jahrhundertwende zum Thema Wärmedämmung nachgedacht wurde und die Außenmauern doppelwandig mit entsprechenden Hohl- oder Luftraum zwischen der Außenseite und der Innenseite der Außenwände ausgeführt wurden, daher eine Wandstärke von fast 40cm! Im gesamten Haus, in Parterre wie im 1. Stock sind die Fußböden mit Dielen ausgelegt. Der Zustand der Dielen kann mit hervorragend bezeichnet werden. Aus diesem Grund und auch mit der Tatsache, daß bei Fußbodenheizung erheblich mehr Arbeitsaufwand und Kosten auf uns zukommen, würden wir gerne Wandheizung installieren. Ist der Unterschied in den Heizkosten zwischen Fußboden- und Wandheizung so gravierend, daß man bei Verwendung einer LW-Wärmepumpe von der Wandheizung abraten sollte, wie es der Heizungsmonteur behauptet, oder sieht der Monteur bei der Installation einer Fußbodenheizung einen höheren Auftragsposten, an dem mehr Geld verdient wird? Nebenbei, im ersten Stock ist eine Holzdecke. Da kann ohnehin nur mit erhöhten Aufwand eine in Estrich verlegte Fußbodenheizung installiert werden.
Jetzt meine Frage an die Experten:
Rechtfertigt die eventuelle Einsparung an Heizungskosten bei einer Fußbodenheizung die Mehrkosten bei Installation gegenüber einer Wandheizung? Anmerkung nebenbei: Die Deckenhöhe in den Zimmern liegt bei 3,40m. Aufgrund der hohen Fenster (die sind schon neu und mit Wärmedämmung) kann die Decke nicht heruntergezogen werden.

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Beitragvon oakgast » 26.05.2010 13:56 Uhr

Kommentar von "Seppie" erstellt am 26.05.2010,14:55
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Also, was meine Erfahrung ist, sollte das Haus gut genug bei den Wänden isoliert sein. Wichtig ist auch die Isolierung der obersten Geschossdecke (Dachboden) und der untersten (Keller). Eine Wandheizung ist vielleicht Bautechnisch ein höherer Aufwand (Spannungen im Putz, vielleicht beschäftigst du dich einmal mit Lehmputz) ansonst bietet sie aber eher höheren Komfort als Fußboden.
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Beitragvon transformer » 26.05.2010 17:29 Uhr

Zur Dämmung: bei einem zweischaligen Mauerwerk können in den Luftspalt Perlite eingeblasen werden. Das bringt schon mal was.

Im Prinzip ist es egal ob FBH oder Wandheizung verwendet wird. Bei einer für eine WP optimierten Niedrigsttemperaturheizung <30 °C bleibt nur Strahlungswärme übrig. Die kommt zwar am besten von allen Flächen rundum, die Wand eignet sich aber genauso wie der Boden. Als Alternative könnten sich auch Gebläsekonvektoren anbieten, jedenfalls dann, wenn es bereits Heizkörper gibt.

Ob eine Luft-WP das richtige System ist, sollte auch ein Thema sein. Genauso ob eine thermische Solaranlage, speziell in Verbindung mit einer Luft-WP Sinn macht.

:idea: Infos gibt es bei http://www.klima-innovativ.de oder aberauch auf der http://www.jahresarbeitszahlen.info
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Beitragvon Thomas Heufers » 27.05.2010 13:39 Uhr

Die vorgenannten Ratschläge solltest Du in Deine Planungen einfließen lassen. Die optimalen Bedingungen für den Betrieb einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe sind aber eigentlich nicht gegeben. Ein niedrige Heizlast ist eine Grundvoraussetzung für den Einsatz einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe, ein passabler Wert ist eine Heizlast von < 35 Watt pro m².

Folgender Beitrag mit dem Titel "Klimakiller im Schafspelz" geht auf den häufig falschen Einsatz der Wärmepumpe ein.
http://energienetz.de/de/Zuhause/Heizen ... ail__6395/
Fazit aus dem Beitrag des Bundes der Energieverbraucher: Eine Wärmepumpe lässt sich nur dann kostengünstig und umweltschonend betreiben, wenn das Gebäude gut gedämmt ist. Weitere Voraussetzungen sind relativ gute Wärmequellen (Erdreich oder Grundwasser) und Flächenheizungen mit niedrigem Temperaturniveau.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Hausexperten » 02.06.2010 07:55 Uhr

Hier mal ein paar Vor- und Nachteile der Wandheizung:

Wandheizung Nachteile:

Die Fläche darf weder mit Möbeln…Bilder usw. verstellt, noch mit Nägeln versehen werden. Im Schadensfall ist die Reparatur kompliziert.

Vorteile Wandheizung :

- Bei Kapillarrohrmatten reichen normaldicke 15-20 mm Putz: relativ flinke Regelung möglich
- Generell flexiblere Regelung als Fußbodenheizung
- Behagliche Strahlungswärme
- Keine (sehr geringe) Staubaufwirbelung
- Warme Innenseite der Außenwände vermindert Schimmelrisiko und Hausmilben
- Im Sommer auch Verwendung als Raumkühlung möglich
- Kostengünstigerer Einbau als nass verlegte Fußbodenheizung
- Kombinierbar mit zusätzlichen Radiatoren – Fläche fällt dann geringer aus.

Zur Wärmepumpe:

Ob die Zubatherm Luft Wärmepumpe gut ist, kann ich nicht beurteilen. Die Außengeräte der Mitsubishi Zubadan Wärmepumpe sind technisch gesehen eigentlich ganz gut.

Wie die Kollegen oben schon gesagt haben…..Haus gut Dämmen, ein gutes Niedrigtemperatur Heizsystem auswählen und dann steht eine Luft Wärmepumpe nichts im Wege.
--------------------------------------------------------------------------------------

Den Link des Beitrags mit dem Titel "Klimakiller im Schafspelz" sehe ich nicht ganz so. Hierzu hat ja auch bestimmt jeder seine Meinung.

Für mich ist ja entscheidend der Primärenergiefaktor: z.B. für Strom 2,6 (z. B. für Wärmepumpen) oder für Gas oder Öl einen Faktor von 1,1.
Hier ist ja wichtig, mit welchem Aufwand (Energieeinsatz) ich möglichst viel Wärmeenergie gewinnen kann.
Aufgrund des Einsatzes von immer mehr Erneuerbaren Energien wird auch die Nutzung von Strom immer sauberer.

Momentan würde ich z.B. eine Ölheizung aufgrund der Situation in der USA komplett ausschließen. Zurzeit ist das auch nicht sehr Umweltfreundlich. ;-) Und ich gehe davon aus, dass die Preise bestimmt bald wieder sehr stark ansteigen werden.

Mein Fazit ist:
Jedes System hat seine Vor- und Nachteile und auch eine Berechtigung.
--------------------------------------------------------------------------------------
Hinweis:
Das o.g. ist meine persönliche Meinung…ich möchte euch bitten dieses nicht persönlich zu nehmen. DANKE! :lol:

Schöne Grüße
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.06.2010 10:48 Uhr

@ Die Hausexperten - Der Hinweis auf die fatalen Folgen der Ölpest an Amerikas Ostküste und die Nebenwirkungen der Ölindustrie hinkt. Wer so denkt, sollte kein Auto fahren und keine Flugreisen unternehmen. Man kann ja viel Positives über die Wärmepumpe sagen, aber die Wärmepumpe benötigt für ihren Betrieb auch fossile Energien.
Bild
Den CO2-Ausstoß der Kraftwerksindustrie (Braunkohle, Steinkohle etc.) kann man nicht schön reden. Die Problematik der Entsorgung von Brennstäben etc. der Kernkraftwerke ist nicht geklärt.

Gruß

Thomas Heufers


Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 02.06.2010 11:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Hausexperten » 02.06.2010 11:07 Uhr

Ja ok...da muss ich Recht geben :wink:

Wie schon gesagt, dass jeder halt seine eigene Meinung hierzu hat. Und mit der Kombi Ökostrom finde ich es halt nicht mehr so schlimm.
So die 100%ige Lösung gibts halt noch nicht wirklich.

Schöne Grüße
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