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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Gabriele Mühle

Beitragvon Gabriele Mühle » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo brauche dringend Hilfe bei einer Entscheidung-
wir sind inzwischen recht verwirrt, was Erdwärme betrifft.
Eine Ölheizung wollen wir in unserem neuen Heim - Baubeginn schon im August 2004 nicht gerne haben. Da überlegen wir uns gerade die Alternativen Erdwärme/oder Holzpellets. Natürlich fällt uns da Entscheidung wegen der hohen Kosten nicht gerade leicht- erschwerend kommen noch die unterschiedlichen Aussagen der Fachleute.

Gerne wollen wir das Brauchwasser damit heizen.
Wie ist das mit den Stromkosten - diese sollen ja auch in ferner Zukunft vielleicht sogar nicht unerheblich steigen.

Mit ca. 20 000 Euro käme man da nicht hin - da hat die Firma aber nicht die Kosten der Elektrik miteingerechnet. Oder Angebote, wo die Bohrungen nicht enthalten, da die Heizungsfirma die ja auch selbst natürlich nicht macht.

Frage: Wer hat Erfahrung- in unserem Haus sollen auf ca. 160 qm Heizschleifen gelegt werden. Wie teuer ist in etwa alles komplett?
Wann amortisiert sich das in etwa?
Welches sind gute Erdwärmepumpenherstellerfirmen + welchen sollte man nicht trauen (aufgrund der Leistung des Systems?)

Problem zusätzlich: auf den Holzboden im Wohn/Esszimmer und auf Korkboden in dem Dachgeschoss wollen wir nicht verzichten.

Burckhard H. Adam

Beitragvon Burckhard H. Adam » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo Frau Mühle,

Sie sollten sich über innovative Heizungstechnik auf jeden Fall Rat bei einen zugelassenen Energieberater oder bei einer Fachfirma in Ihrer Nähe einholen. Bei einer Fachfirma ist zu bedenken, daß diese nicht anbieterunabhängig berät! Das ist natürlich legal, doch dann sollten Sie sich mindestens von drei Firmen Kosten-Angebote einholen!
Weitere Infos:
[link]http://www.moderne-heizung.de/index_frame.html[/link]

Holzheizungen haben z. Z. die höchsten Invest-Kosten und benötigen den meisten Platz (Pufferspeicher, Lagerung Brennstoff usw.). Falls Sie kostenlos oder sehr preiswert diesen Brennstoff erhalten können, müßten Sie sich das mit einem Kosten-Nutzen-Vergleich der Investitionen/Betriebskosten auf die Nennnutzungs-Dauer der Anlage berechnen lassen!
Weitere Infos:
[link]http://www.biomasse-info.net/[/link]

Falls Sie auch noch an eine Solaranlage für die heizfreie Zeit denken, erhalten Sie hier weitere Infos:
[link]http://www.solarfoerderung.de[/link]


Mit sonnigen Grüßen

Burckhard H. A d a m
Dipl.-Ing.(FH) für Energieanwendung


Energie- und Bauberatung
koepena@web.de



Besuchen Sie den Solarboot-Pavillon in Berlin-Köpenick!
Das alternative Wassersport-Erlebnis!

Infos:
[link]http://www.solarwaterworld.de[/link]
abE-GbR Energieberatung

Beitragvon abE-GbR Energieberatung » 31.08.2005 16:38 Uhr

» Wie ist das mit den Stromkosten - diese sollen ja auch in ferner Zukunft vielleicht sogar nicht unerheblich steigen.

Hallo Gabriele Mühle,

die Ressourcen fossiler Brennstoffe sind sehr knapp und werden daher, gleichgültig wo die Energieerzeugung stattfindet, zukünftig sehr drastisch ansteigen.

Ob also damit in einem Kraftwerk Strom, oder einfach im Heizungskeller Wärme erzeugt wird, ist demzufolge nebensächlich.

Nachwachsendes Holz haben wir zwar genug auf der Welt, aber sowohl die häusliche Lagerung, als auch die Heizungsanlage selbst stehen (noch) in keinem vernünftigen wirtschaftlichen Verhältnis zu allen anderen Heizsystemen.

Betrachtet man den Heizenergiebedarf eines Neubaus (Niedrigenergiestandard, oder besser sogar K40-Haus), dann zeigt sich noch deutlicher, dass man für den sehr geringen Heizwärmebedarf ungeheuer hohe Anlagekosten investieren müsste.

Um sowohl die baulichen Kosten (z.B. Lagerraum, Schornstein usw.), als auch den niedrigen Heizwärmebedarf (Betriebskosten) dauerhaft lösen zu können, bleibt nur der elektr. Strom übrig. Keine Lagerhaltung, kommt zu 100% aus der Steckdose und wird stets im Verhältnis zu den anderen Energieträgern sehr kostengünstig bleiben.

Warum werden die Stromkosten günstig bleiben, weil Strom unverzichtbar ist, also auch dem Umwelt-Grünen seine häusliche Beleuchtung, seinen Fernseher usw. betreiben wird. Mit dem Strom ist das so eine Sache wie mit dem Brot - die Kosten steigen zwar, aber immer nur so hoch, dass ihn sich jeder irgendwie leisten kann.

Mit Gas sieht das Ganze ähnlich aus, denn allein schon die Bereitstellungsgebühren sind schon so hoch, dass mit diesem Geld schon fast das halbe Haus beheizt werden könnte.

Fazit:
Entscheide dich für ein sehr gut gedämmtes Gebäude (K40-Haus) und beheize es mit solarer und elektrischer Energie (Wärmepumpe).

Mit dieser Entscheidung hast du vergleichbar geringe Investitions- und Betriebskosten - alles andere ist überwiegend nur Schönrederei derer die dir etwas verkaufen möchten, oder es einfach nicht besser wissen.

Für ein K40-Haus ist es noch nicht zu spät, selbst dann, wenn schon im August gebaut werden soll. Aber auch dann, wenn sich das Ganze um ein paar Tage verschieben würde, sind 50.000 €/Wohneinheit (Fördergeld vom Staat) ein deutliches Argument noch etwas warten zu müssen.

Mit freundlichen Grüßen
H.A. Bauer
www.EnEV-Check.de
Roland

Beitragvon Roland » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo,

wir haben unser Haus vor einem Jahr gebaut ! Wir haben uns
für eine Wärmepumpe entschlossen.

Die Entscheidung wurde nicht bereut ! Die Stromkosten für
unser Haus ca. 160 qm Wohnfläche , welche zu 100 % geheizt
wurden, wegen der Austrockung des Estrich incl. Warmwasser
und Lüftungsanlage lagen bei knapp 800 Euro.

Wichtig nicht zuviel kw-Wärmepumpe installieren, besonders
wichtig beim Neubau, da dieser gut gedämmt werden muß.

Durch die Fußbodenheizung im ganzen Haus ist angenehmes
Klima vorhanden.

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