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Peppfred
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Beitragvon Peppfred » 03.05.2010 10:50 Uhr

hallo
ich will mir nächste woche ein haus kaufen und da soll eine neue heizung rein.

hier die daten zum haus:
das haus steht in schleswig-holstein
bungalow bj 1994 anbau 2001
fläche 160m²
grundstück 4000m²
aufgeteil in 2 whg zu je ca 80m²
wird später von 4 pers bewohnt
derzeit wird das haus mit strom geheizt
es soll eine fußbodenheizung eingebaut werden
es ist eine solaranlage zur warmwasserbereitung vorhanden

ich bin am überlegen mir ne wärmepumpe anzuschaffen.
zur zeit tendiere ich zur luft/wasser-wärmepumpe.
ich habe mich auch schon viel im internet über wp informiert aber es gibt ca. gefühlte 1000000 hersteller von wp und ich blick da echt nicht mehr durch. ich hab das gefühl das um so mehr ich mich informiere ich immer weniger durchblicke.

kann mir mal jemand sagen welches denn so die "guten" hersteller sind?
macht es sinn die vorhandene solaranlage mit einzubinden?
wie groß sollte so ca die lw-wp sein.
ich habe schon mit einigen heizungbauern aus unserer gegend gesprochen und jeder sagt was anderes.

wäre schön wenn mir jemand mal ein paar tips geben könnte.

roro
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Beitragvon roro » 03.05.2010 11:35 Uhr

Die Wahl des WP-Herstellers ist eher zweitrangig. Die Planung des Gesamtsystems ist wichtig.

1.) Bestimmung der Heizlast
2.) Welche VL-Temperatur ist notwendig.
3.) Hydraulischer Aufbau. Es sollte auf Buffer, Mischer, hydraulische Weichen und ähnliches verzichtet werden können.
4.) WW-Speicher: Wie viel WW mit welcher Temperatur wird benötigt.
WW und Heizung gehören in getrennte Kreise können aber über die selbe WP laufen. Eine zus. WP für WW ist meistens sinnlos.
5.) Da Du zus. eine Solaranlage hast, muss hier speziell geplant werden. Solar rein für WW ist wenig effizient. Hier sollte eine Einbindung für die Heizung mit geplant werden.

Wenn das alles geklärt ist, dann kannst Du die WP auswählen und ein guter HZB sollte das auch wissen.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 03.05.2010 14:55 Uhr

4.000 m² Grundstück - da bietet sich ausreichend Platz für einen Erdkollektor, aus dem die Wärmepumpe Ihre Energie speist. Das sind beste Ausgangsbedingungen!
Eine Solaranlage kann man einbinden, aber bringt nicht den Vorteil, zumal mit heutigem Datum (03.05.2010) das Marktanreizprogramm der Haushaltssperre zum Opfer gefallen ist, hiervon ist auch die Förderung für Solarthermie betroffen.
Gut ist es, ein System so einfach wie möglich zu gestalten, also nur die Wärmepumpe als Wärmegeber für Heizung und Warmwasser.
- kleiner Warmwasserspeicher mit Direktentnahme
- alternativ einen größeren Speicher (400 l) mit Frischwasserstation
- kein Pufferspeicher für den Heizkreis, Pufferung über Estrich
Je einfacher die Anlage, desto höher die Arbeitszahl
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... posium.pdf

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 16.05.2010 17:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon transformer » 03.05.2010 17:59 Uhr

Alles richtig! Weitere Tips bekommst Du jede Menge bei http://www.klima-innovativ.de. Und eine individuelle Beratung auch.
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Beitragvon Hausexperten » 16.05.2010 15:07 Uhr

Warum ratet ihr alle von einer Wärmepumpe mit Speicher ab???
Nachts ist der Strom billiger als Tagsüber und somit sollte der Speicher nachts auf Temperatur gefahren werden. Die Bereitschaftsverluste sind bei modernen Speichern aus ziemlich gering.

Wenn ich eine Wärmepumpe ohne Speicher fahre, dann kann es dazu führen, dass diese tackten und dass die Lebensdauer der WP sehr stark senkt. Eine alternative währe dort eine modulierende Wärmepumpe wie z. B. 4 – 13 KW….damit könnte man das System ohne Speicher gestalten…kann aber den Nachtstrom nicht wirklich nutzen. Solche eine modulierende Wärmepumpe kommen jetzt nach und nach erst auf den Markt….obwohl es diese schon ewig gibt.

Und die Wärme im „ESTRICH SPEICHERN“ halte ich für eine ganz schlechte Idee….dafür würde es zu großen Temperaturschwankungen im Estrich (Bodenbelag) kommen und der wird sich irgendwann bedanken….naja, bei Teppich ist das nicht so schlimm. Außerdem kann es auch zu Schwankungen in der Raumtemperatur kommen und man kommt aus dem Behaglichkeitsbereich raus.

Schöne Grüße www.Die-Hausexperten.de
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Beitragvon roro » 16.05.2010 15:52 Uhr

@hausexperten: Viel Ahnung scheint Ihr aber von WP nicht zu haben wenn man Eure bisherigen 3 Beiträge liest. Das ist kein Werbeforum, sondern hier sollten Probleme besprochen werden.

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Beitragvon Hausexperten » 16.05.2010 16:03 Uhr

@roro:
Wenn ich keine Ahnung haben soll, dann bitte ich um sachliche Aufklärung, ob und warum ich irgendwo falsch liege und nicht auf diese Art. Sonst muss ich davon ausgehen, dass ihr keine Ahnung habt!

Für mich waren das alles sachliche bedenken und keine Werbebotschaften!

Schöne Grüße Die-Hausexperten.de
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Beitragvon bernhard geyer » 16.05.2010 20:00 Uhr

Hausexperten hat geschrieben:Wenn ich keine Ahnung haben soll, dann bitte ich um sachliche Aufklärung, ob und warum ich irgendwo falsch liege und nicht auf diese Art.


Um einen Wasserspeicher als Heizungspuffer sinnvoll zu nutzen ist es nötig diesen auf hohe Temperaturen aufzuheizen. Jedoch arbeitet ein WP nur Effektiv (Verhältnis gewonnen Umweltwärme zu aufgewendete Eletrische Energie) wenn die nötigen Wassertemperatur gering sind. I.d.R. wird das System auf maximal 30-35 Grad Vorlauftemperatur ausgelegt. Jetzt einen Wasserpuffer auf 50/60 Grad zu erhitzen benötigt um einiges mehr an Strom was den Preisvorteil des Schwachlasttarifes zunichte macht.

Den Estrich als Puffer (in vernünftigen Rahmen) zu nehmen ist viel effektiver da die WP immer noch in günstigen Temperaturbereich arbeiten kann auch wenn der Estrich um 1-2 Grad "erhitzt" wird. Diese Estrich-Temperaturschwankungen sind praktisch ohne Nachteile und auch die Raumtemperatur schwankt praktisch nicht da hier ein Fußbodensystem mit Estrich zu träge ist.
Peppfred
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Beitragvon Peppfred » 16.05.2010 20:58 Uhr

was genau für nachteile hat man denn wenn man nen pufferspeicher einbaut? ich höre immer nur das es ohne ausreicht.
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Beitragvon roro » 17.05.2010 06:42 Uhr

@Peppfred: Wenn der ein kleiner Puffer nur in Serie mit der FBH eingebaut wird, und keine Erhöhung der VL-Temperatur notwendig ist, dann hat ein Puffer an sich keine großen Nachteile aber auch keine Vorteile.
Meistens wird ein Puffer aber dazu verwendet, um hydraulische Fehlplanungen auszugleichen, und führen daher häufig zu einer höheren VL-Temperatur.

Zur Behebung von kurzen Laufzeiten ist ein Puffer sinnlos, denn dann müsste dieser schon mehrere 1000 l haben, oder wie es bernhard geschrieben hat, mit einer deutlich höheren Temperatur betrieben werden.

Bei einer zus. Solaranlage wird das Ganze aber etwas komplizierter, grundsätzlich sollte die WP auch in diesem Fall nicht in den Puffer speisen, sondern es sollte alternativ Wärme entweder aus dem Solarpuffer (wenn dieser warm genug ist), oder von der WP bezogen werden.

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