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FaitAccompli
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Beitragvon FaitAccompli » 23.03.2010 09:12 Uhr

Ich schaue gerade nach einem guten Heizungssystem für mein "fast" Passivhaus.

Ich werde wohl eine geschätzte Heizlast von ca. 1200-1800 kWh und einen Warmwasserbedarf von ca. 3000 kWh pro Jahr haben.

Aus meiner laienhaften Sicht macht da wohl eine kleine Luft-Wasser WP Sinn, KWL ist Pflicht. Und wegen des großen Anteils an WW denke ich, dass sich Solarthermie wohl rechnen könnte (stimmt das?).

Als All-In-One Lösung, die alles geforderte erschlagen kann, hat man mir die THZ 303 SOL angeboten.

Gibt es zu der noch Alternativen anderer Hersteller? Eine, wo ich preislich mit KWL ähnlich lande?

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 23.03.2010 10:04 Uhr

Die THZ 303 ist für den genannten niedrigen Wärmebedarf leicht überdimensioniert. Ich würde in diesem Fall zu einer NILAN WP 18 Compact tendieren.
http://energie-effizientes-haus.de/pdf/ ... epumpe.pdf
Dieses System bietet wie bei der Kompaktanlage THZ 303 die Einbindung einer wassergeführten Heizung an, mit einer kleinen 2-kW-Sole-Wärmepumpe können dann die Spitzenlasten beim winterlichen Heizbedarf abgedeckt werden.
Die thermische Solaranlage bringt nicht die Einspareffekte. Keine Amortisation! Aus ökologischer Sicht ist eine Solarthermie sinnvoll, aber ebenso kann man ein Photovoltaik-Anlage als Greentech einbinden.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon FaitAccompli » 09.04.2010 14:17 Uhr

Danke.

irgendwie kann ich nicht erkennen, welche Art der Belüftung das ist. Zentral oder dezentral? Und wo geht die Wärmerückgewinnung hin? Wenn ich das richtig verstehe, wird die kalte Zuluft erwärmt. Richtig?
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.04.2010 14:42 Uhr

FaitAccompli hat geschrieben:irgendwie kann ich nicht erkennen, welche Art der Belüftung das ist. Zentral oder dezentral?
Zentrale Lüftungsanlage
FaitAccompli hat geschrieben:Und wo geht die Wärmerückgewinnung hin? Wenn ich das richtig verstehe, wird die kalte Zuluft erwärmt. Richtig?
Ja, das ist richtig. Wenn eine zentrale, kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung genannt ist, dann wird die Zuluft beispielsweise über einen Gegenstrom-Wärmetauscher direkt erwärmt. Hierbei durchströmt die warme Abluft sehr dünnwandige Lamellenkammern, in Gegenrichtung durchströmt die kalte Zuluft in einem getrennten Zuluftführung über die andere Seite der Lamellen des Wärmetauschers. Die dünnwandigen Lamellen aus Aluminium oder Kunststoff lassen einen guten Wärme- bzw. Kälte-Energieaustausch zu. Das Ergebnis dieses Wärmetausches ist eine stark abgekühlte Abluft und vorgewärmte Zuluft. Je niedriger die Temperaturdifferenzen der ausgetauschten Luftmassen, umso besser die Effizienzergebnisse. Weshalb in der Lüftungsplanung die Vorwärmung der Zuluft mittels Sole- oder Luft-/Erdwärmetauscher häufig umgesetzt wird. Es ist über Sole- bzw. Luft-/Erdwärmetauscher auch die Kühlung der Wohnraumluft im Sommer möglich.
http://ecotec-energiespartechnik.de/htm ... e-ewt.html
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Beitragvon Thomas Heufers » 11.04.2010 19:47 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:
FaitAccompli hat geschrieben:irgendwie kann ich nicht erkennen, welche Art der Belüftung das ist. Zentral oder dezentral?
Zentrale Lüftungsanlage
FaitAccompli hat geschrieben:Und wo geht die Wärmerückgewinnung hin? Wenn ich das richtig verstehe, wird die kalte Zuluft erwärmt. Richtig?
Ja, das ist richtig. Wenn eine zentrale, kontrollierte Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung genannt ist, dann wird die Zuluft beispielsweise über einen Gegenstrom-Wärmetauscher direkt erwärmt. Hierbei durchströmt die warme Abluft sehr dünnwandige Lamellenkammern, in Gegenrichtung durchströmt die kalte Zuluft in einer getrennten Zuluftführung über die andere Seite der Lamellen den Wärmetauscher. Die dünnwandigen Lamellen aus Aluminium oder Kunststoff lassen einen guten Wärme- bzw. Kälte-Energieaustausch zu. Das Ergebnis dieses Wärmetausches ist eine stark abgekühlte Abluft und eine vorgewärmte Zuluft. Je niedriger die Temperaturdifferenzen der ausgetauschten Luftmassen, umso besser die Effizienzergebnisse. Weshalb in der Lüftungsplanung die Vorwärmung der Zuluft mittels Sole- oder Luft-Erdwärmetauscher häufig umgesetzt wird. Es ist über Sole- bzw. Luft-Erdwärmetauscher auch die Kühlung der Wohnraumluft im Sommer möglich, hierbei wird die Funktion des Wärmetauschers über einen Bypass umgangen.
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Beitragvon WP- Profi Kälteheinz » 08.03.2019 10:30 Uhr

Allgemeine Anmerkungen von WP- Profi-Team vom Kälteheinz zum Nachdenken:

Kostenfalle Wärmepumpe

Vielen Wärmepumpenbetreiber wird bei einem Defekt an ihrer Wärmepumpe suggestiv den Neukauf empfohlen. Dabei werden die zu erwartenden Reparaturkosten vom Anbieter künstlich zu hoch gerechnet, dass der Betreiber selbst auf die Idee kommt, den Preis für eine Neuanschaffung zu erfragen.
Folgende Defekte können zur Grundlage dieser Preistreiberei zur Grundlage herhalten.
1. Bei Luftwärmepumpen wird ganz unspezifisch mit einem Kältemitteldetektor ein Austritt von Kältemittel festgestellt. Man könne den Ort nicht genau finden und es würde sehr teuer werden, falls man es dennoch versuchen würde. Hätte man dann den Fehler gefunden, könne man noch immer nicht sagen, ob man an die Leckage kommen könne, um diese zu verlöten.Und wenn dies alles dann doch geschehen würde und die Leckage erfolgreich geschlossen wurde, könne man nicht Garantieren ob nicht noch ein weiterer Fehler an der Wärmepumpe sich befände, weshalb man jede Gewährleistung dann auch ablehnen würde.
2. Die Leckage könnte sich in einem Wärmetauscher der Heizungswasser führt, befinden.
Argumentation vom Service wie unter 1.
3. Der Verdichter ist defekt.
Anmerkung vom Kälteteam. Verdichter können elektrisch oder mechanischen Schaden nehmen. Es kann ein Herstellerfehler beim Verdichter liegen, aber auch ein Herstellerfehler liegt an der Gesamtkonstruktion einer wenig ausgereiften Wärmepumpe. In jedem Fall erfolgt hier auch wieder die Argumentation vom Servicetechniker wie unter 1. beschrieben.
Wir vom Technikteam können die Argumentation hinsichtlich des Risikos bei einer Reparatur der WP verstehen. Da ist ja auch was dran.

Wir vom Technikteam übernehmen jedoch bei einer Reparatur dies Gewährleistung. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen auch wir dem Kunden einen wirtschaftlichen Totalschaden bestätigen müssen. Liegt im Promillbereich noch hinter dem Komma.

Wenn es heute die großen Bauteile sind, weswegen eine WP todgerechnet wird, werden es in ein paar Jahren die Kosten für das Kältemittel sein.

Der Ausstieg aus den chemischen Kältemittel hat bereits begonnen. In weiteren Stufen wird das Kältemittel weiter künstlich verknappt. ( Kostenfalle Kältemittel )

Noch heute 2-2019, werden jährliche Zuwachsraten an Wärmepumpen verzeichnet die auch noch mit den zunehmenden Klimaanlagen in Wettbewerb stehen. Wärmepumpen mit Umweltverträglichem Kältemittel gibt es bis dato nicht, bis auf die wenigen und umstrittenen WPs mit Campinggas. ( R 290 )

Also hier die Frage: Würden Sie heute eine Wärmepumpe erneuern, die vielleicht gerade einmal 8 Jahre alt ist und in elf Jahren wieder ein großes Übel droht, wegen der dann nicht mehr bezahlbaren Kosten für das Kältemittel ?

Also 2 x in eine neue WP investieren innerhalb von 19 Jahren ?

Durch den Dieselskandal wird der Verbraucher ja schon ein wenig sensibilisiert, dass es auch ihn treffen wird. Entscheidungen der Politik trägt immer der Verbraucher.

Oder würden sie eher dann doch ihre defekte WP reparieren lassen auch wenn zunächst sehr teuer.

Aber ist es letztlich nicht viel teurer sich eine neue WP anzuschaffen, die vielleicht nach 8 Jahren wieder einen kapitalen Schaden hat ?

Dies ist nicht geschrieben für die zufriedenen WP- Besitzer, das versteht sich doch von selbst.


Dateianhänge
Technikteam vom Kälteheinz.jpg
Kostenfalle Wärmepumpe, kein Kältemittel mehr ab 2030 ?
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