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oakgast
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Beitragvon oakgast » 15.02.2010 17:16 Uhr

Kommentar von "Jana Klinkenberg/H2Works e.V." erstellt am 15.02.2010,17:13
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Meiner Meinung nach,ist Wasserstoff der Energieträger der Zukunft.Schon alleine auf die Endlichkeit der fossilen Brennstoffe blickend. Und natürlich den Klimawandel.Eine solche Vergasungsanlage hat einen Wirkungsgrad von mind. 78 bis 90%.Wasserstoff ist nicht nur für Autos nutzbar,sondern ist auch optimal zur Wärme- und Stromgewinnung.Gegenüber Biogasanlagen,kann man Klärschlamm,Biomüll,Energiepflanzen,Reste aus der Landwirtschaft und sonstige organische Stoffe im Steam-Reformer verarbeiten.Wie man in Güssingen sieht(ATV:Güssingen) funktioniert die Verarbeitung von Biomasse zu Synthesegas einwandfrei.Danach müssen noch drei weitere Schritte angefügt werden,die einzeln schon technisch vorhanden sind.So kann man aus Biomasse Wasserstoff herstellen.Meiner Meinung nach,stellt Wasserstoff eine großartige Möglichkeit für die Zukunft dar,wenn nicht sogar DIE Lösung für Europa(www.h2works.org)<input type="button" value="Mail an Jana Klinkenberg/H2Works e.V." onclick="window.open('http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=584','oak_media_SendMail','width=300 ,height=450,left=100,top=200')">

OliverTyphon
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Beitragvon OliverTyphon » 15.02.2010 22:39 Uhr

ich stehe der Zukunft der Wasserstofftechnik skeptischer gegenüber. Dies hat folgende Gründe:
-den wirkungsgrad einer "solchen" Vergasungsanlage (auf was sich das auch immer bezieht) bezifferst du auf 78-90%. Aber der Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle um aus Wasserstoff wieder elektrische Energie zu gewinnen liegt lediglich zwischen 30 und 40%. somit habe ich nur noch knapp 30% (0,85 mal 0,35) der anfangsenergie.
-wasserstoff ist energieträger und nicht energiequelle. nirgendwo in der natur liegen große mengen des gases in reiner form vor, d.h. ich muss ihn erst kostenintensiv gewinnen. Bitte nicht argumentieren, dass man ihn durch photovoltaik oder so erzeugen könnte, da ich die kosten gar nicht erst ausrechnen möchte.
-wasserstoff hat m.E. noch weitere technische Nachteile wie hohe explosionsgefahr, diffusion, etc.
-wenn ich aus "energiepflanzen", wie du sagst, wasserstoff bilde und diesen dann wieder nutzen will, dann ist doch der wirkungsgrad weit schlechter als wenn ich die energiepflanze in einem konventionellen kraftwerk direkt verbrenne. wenn dies nicht der fall ist, dann bitte ich um eine begründung.

es hört sich toll an, dass man mit wasserstoff keine abgase produziert und er ganz sauber ist. die wahrheit ist doch aber eine andere.
viele grüße
oliver
behre_1
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Beitragvon behre_1 » 22.07.2011 13:55 Uhr

Ich möchte auf das Steam-Reformer-Verfahren von Dipl.Ing.Karl-Heinz Tetzlaff zur Umwandlung von Biomasse in Wasserstoff aufmerksam machen. Es soll nicht nur einen enorm hohen Wirkungsgrad haben, sondern auch teerfreien Wasserstoff produzieren (wichtig für Brennstoffzellen!) - und dies für nur 3 Cent/KWh !! Er beschreibt es detailliert in seinem Buch "Wasserstoff für alle" und schlägt vor, den Wasserstoff über das vorhandene Gasnetz zu verteilen. Wenn man auf Verbraucherseite den Wasserstoff mit BHKW`s oder Brennstoffzellen in Strom und Wärme umsetzt (=KWK vor Ort), können die Energieverluste von gegenwärtig 70 % auf 15 % reduziert werden und man kann durch Einspeisung des billig erzeugten Stroms ins Netz sogar Geld verdienen !
Brennstoffzellen würden bei Serienproduktion von >100.000 Stück p.a. nur noch 50 Euro/KW kosten. Die Anschaffung würde sich also innerhalb weniger Wintermonate rechnen !
Wenn das in großem Stil umgesetzt wird, brauchen wie weder neue Kraftwewrke noch Stromleitung und Pumpspeicherkraftwerke, denn Biomasse und Wasserstoff kann man in großen Menegen speichern. In Deutschland gibt es in unterirdischen Kavernen genügend Kapazität, um den Energiebedarf für 3 Monate speichern zu können !
Wasserstoff ist der einzige, emissionsfreie Energieträger, den man universell einsetzen kann - sogar für Flugzeuge ! Wir brauchen auch nicht auf Brennstoffzellen-Autos zu warten, dann man kann Benzinmotoren auf Wasserstoff umrüsten (ähnlich wie bei Flüssiggas) und viel Geld sparen, denn dieser Wasserstoff ist mit nur 3 Cent/KWh viel billiger als Benzin ! Demnächst soll es in Großstädten und an Autobahnen auch mehr Tankstellen geben.
Die Enegiewende kann also insgesamt (nicht nur bei Strom) deutlich billiger werden !
Gruß
Achim Behrenwaldt
Mehr auf Tetzlaff`s Homepage www.bio-wasserstoff.de
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 22.07.2011 15:44 Uhr

Eine Alternative zum Wasserstoff könnte das Windgas sein. Windgas ist quasi erneuerbar und wird beispielsweise, wie der Name schon sagt, aus Windenergie hergstellt. Alternativ kann es aber auch aus Wasserkraft oder Solarnergie gewonnen werden.
Im Gegensatz zum Stromnetz könnte das Gasnetz auf diesem Weg mit einfachem technischen Aufbau erneuerbare Energie speichern.
Die Ökobilanz von Windgas stellt sich sogar besser dar als bei Biogas. Biogas hat den Nachteil, das es ein Nebenprodukt von Massentierhaltung und intensiver landwirtschaftlicher Nutzung ist.

[img]http://www.derwesten.de/img/4581564-1776061209/0273_543_38484612-543x199.jpg[/img]

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon behre_1 » 22.07.2011 16:26 Uhr

Hallo Herr Heufers, man kann natürlich Wasserstoff auch aus Strom herstellen. Das geschieht bekanntlich per Elektrolyse aus Wasser. Allerdings lohnt sich das nur, um überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen zu speichern, denn das ist normalerweise um ein Vielfaches teurer als Wasserstoff aus Biomasse, der, wie oben beschrieben, nur 3 Cent/KW kostet. Ansonsten kommt das nur für Kleinanlagen an abgelegenen Standorten (z.B. auf Inseln) in Betracht.
Gruß
Achim Behrenwaldt

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