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JuppZupp
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Beitragvon JuppZupp » 12.02.2010 10:04 Uhr

Hallo Zusammen,

ich möchte mir einen wasserführenden Kaminofen zusammen mit einer Solaranlage installieren. Der Kaminofen soll als Zentralheizung dienen, und im Winter, wenn die Solaranlage nicht mehr alleine das Warmwasser erwärmen kann als zusätzlicher Wärmelieferant dienen. Im Sommer/Übergangszeit oder wenn der Ofen aus ist soll ein elektrischer Durschlauferhitzer dafür sorgen das Warmwasser auch ankommt. Zum einem muss ich noch meinen Energiebedarf ermitteln also wie groß muss der Ofen sein und wieviel qm sollten die Kollektoren haben. Zum anderen bin ich bei der Auswahl des Speichers überfragt. Einen Solar und einen Pufferspeicher, oder einen Kombispeicher. Und wenn einen Kombispeicher, welchen und vor allem mit wieviel Wärmetauschern?!? Wahrscheinlich wird es ein Ofen von La Nordica mit 13,5 KW Nennwert und ca 10qm Röhren Kollektorfläche. Mein Haus hat eine Süd-West Ausrichtung und ist nicht gedämmt (Baujahr1965 / Reihenendhaus / 102 qm Wohnfläche / EG & OG / Dach nicht ausgebaut & 30% Neigung/ Keller nicht beheizt). Dachdämmung und Kellerdämmung wird nachgeholt und Fenster sind 2fach. Wahrscheinlich werden im Zuge der Renovierung auch die Wasserleitungen erneuert und dann natürlich auch gedämmt.

Noch ein Nachtrag, eigentlich ist es eine Ost/West Ausrichtung, hatte darüber nachgedacht eine Teilung der Anlage auf West und Ost, aber scheint mir nicht rentabel. Werde also auf die Ostseite die etwas nach Süden geht die 10qm aufstellen.

Also momntaner Status der Planung:

Wasserführender Kaminofen 13,5 KW 3 Luft 10,5 Wasser
1000 Liter Pufferspeicher mit Warmwassererzeugung im Durchlaufprinzip und einem Wärmetauscher für die Solaranlage
Ein elektrischer Durchlauferhitzer für Solarunterstützung geeignet wird hinter den Pufferspeicher gesetzt um Gäste WC, Bad und Küche mit Warmwasser zu versorgen.

Momentan ist eine alte Ölzeizung installiert und Warmwasser wird über Durchlauferhitzer geregelt. Ich möchte auf Öl und Gas verzichten deswegen die Lösung. Verbrauch war die letzten 3 jahre konstant auf 2100l Öl.

Die Solaranlage soll Hauptsächlich für Warmwasser gebraucht werden im Winter wird Sie vom Kaminofen unterstützt. Und an bewölkten Tagen wo der Kamin ausbleibt soll der Durchlauferhitzer die Warmwasserversorgung sicherstellen. Komme ich da mit 10 qm hin? Und wie sind die Erfahrungen mit Pufferspeichern dieser Art, bekommt die Solaranlage im Sommer/Übergangszeit das Heizungs/Pufferwasser so erwärmt das der Durchlauferhitzer nicht anspringen muss? Bzw wird das Wasser im Durchlaufprinzip des Speichers ordentlich erwärmt oder sollte ich lieber über einen Warmwassereinsatz nachdenken?

Der Kaminofen soll als Zentralheizung den Heizungswärmebedarf decken können, und zusätzlich heizt er noch das Warmwasser mit an. Meine Frage ist generell zu wasserführenden Kaminofen sind die als Zentralheizung geeignet und wie lange muss ich den Ofen befeuern damit ich in den anderen Räumen etwas mit der Wärme anfangen kann.
Die Solaranlage sollte ja theoretisch auch dafür genutzt werden können das Heizungswasser vorzuwärmen?

Und ist ein Wasserführender Kaminofen laut? Meine den Wasserfluss damit.

Puh ist lange geworden, hoffentlich macht sich jemand die Mühe das zu lesen :-)

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Beitragvon machtnix » 12.02.2010 10:57 Uhr

Diese Kombination gefällt mir persönlich überhaupt nicht.

Soll das heißen das die alte Ölheizung komplett rausfliegt und du nur mit dem Ofen die Hütte heizen wilst?
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Beitragvon JuppZupp » 12.02.2010 11:01 Uhr

Genau, da ich günstig an Holz komme, die Anlage nicht teuer ist und die Sonne keine Rechnung schreibt. Man kann natürlich auch eine elektrische Nachheizung in den Pufferspeicher integrieren, die läuft dann aber immer und der Durchlauferhitzer nur bei Bedarf.
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Beitragvon machtnix » 12.02.2010 11:15 Uhr

Um Gottes Willen.
Der Ofen ist für so einen Dauereinsatz nicht geeignet.
Als Unterstützung ja,aber nicht als alleinige Heizung.

Da mußt du ja 4-5 mal nachlegen am Tag,wie soll das gehen?
Da würde ich dir dann doch zu einem echten Holzvergaser raten.
Solar komplett weglassen und das Brauchwasser mit einer Brauchwasser-Wärmepumpe zu bereiten.

Kommt erheblich günstiger als der ganze Solarmist den man den Kunden immer aufschwatzen will.
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Beitragvon Thomas Heufers » 12.02.2010 11:43 Uhr

Richtig, wenn als ausschließliche Fossilenergie Holz in Betracht kommmt, dann ist der Holzvergaser-Kessel ein sehr gute Option. Ein Holzvergaser-Ofen bietet den Komfort, dass man nicht ständig Holz nachlegen muss. Man füllt den Morgenstunden die Brennkammer und der Holzvergaserkessel verbrennt im Laufe des Tages das eingebrachte Holz. Die Wärmeenergie wird im Pufferspeicher abgelegt und an Heizung und Warmwasser übergeben. Das ständige Nachlegen von Holz entfällt

Die technischen Details und die Vorteile eines solchen Systems sind unter folgendem Link beschrieben.
http://ecotec-energiespartechnik.de/htm ... -s_bt.html

Die Kombination von Holzvergaser mit Solar ist eine gute Lösung, da der Pufferspeicher für den Holzvergaserkessel in der Regel vorhanden ist. Es muss dann nur noch die solare Einbindung für den Speicher berücksichtigt werden.

Gruß

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Beitragvon JuppZupp » 12.02.2010 13:57 Uhr

Ja hatte auch schon darüber nachgedacht einen Holzvergaser zu nehmen. Wie sieht dann aber die versorgung mit Warmwasser aus wenn die Solaranlage zu wenig bringt und für eine Kurzzeitige Erwärmung das Anspringen des Kessels unnötig wäre. Also sprich lohnt sich dann der elektrische Durchlauferhitzer, finde das das eigentlich eine gute Lösung ist. Der würde ja auch nur in Ausnahmesituationen anspringen.

Eigentlich möchte ich ja gerne im Wohnzimmer einen Kaminofen haben, es gibt zwar auch Holzvergaser für den Wohnzimmerbereich, aber wie laut sind diese Geräte und kann man sich diese ins Wohnzimmer stellen??

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Beitragvon Thomas Heufers » 12.02.2010 14:09 Uhr

Wenn man die nötige Leidenschaft mitbringt, kann man alles machen. Die Möglichkeiten eines Wohnraumofens sind jedoch begrenzt. Aber einen Holzvergaser in der Wohnung, das ist mir persönlich zu exotisch.

Die Nachheizung für das Trinkwassers kann in einem geschichteten Speicher im Bereich der oben liegenden Trinkwasserschleife erfolgen. Die Bedarfssituation für elektrische Nachheizung dürfte dann doch eher selten sein.

Gruß

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Beitragvon JuppZupp » 12.02.2010 14:30 Uhr

Danke für die schnelle Antwort, du meinst also wenn dann eine elektrische Puffernachheizung, die selten anspringen sollte??

Was hälst du denn davon im Keller den Holzvergaser aufzustellen und im Wohnzimmer den Wasserführenden Kaminofen oder vielleicht auch nur einen Kaminofen?
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Beitragvon Thomas Heufers » 12.02.2010 15:30 Uhr

Das ist eine Frage des Geldbeutels und der persönlichen individuellen Vorlieben. Vielleicht ist die Option eines Wohnraumofens ohne Wasserschleife und der Holzvergaserofen für die wasserseitige Wärmebereitstellung eine Alternative. Dann hat man einerseits mit dem Holzofen die gemütliche Feuerquelle und andererseits einen Ofen, der bei Ausfall der Elektrik voll funktionsfähig bleibt.

Gruß

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Beitragvon machtnix » 12.02.2010 16:43 Uhr

Für das Warmwasser habe ich dir schon oben geschrieben das du eine Brauchwasserwärmepumpe nehmen sollst.
Das Ding hat 300 Liter und benötigt für das ganze Jahr ca.100-150€ an Gesamtkosten für die Warmwasserbereitung.

So hast du 365 Tage im Jahr immer warmes Wasser auch ohne Sonne und in der Übergangszeit kannste deinen Holzofen dann ruhig auslassen.

Als Holzvergaser würde ich einen 20kW für dein kleines Häuschen empfehlen.Man muß natürlich schauen ob man mit solch einem Monster die Treppen in den Keller bewältigen kann.
Beim Kessel sollte man dann darauf achten welcher Platzbedraf vorhanden sein muß um den Kessel dann zu füllen,entweder von oben oder von vorne.

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