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hamsterleo
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Beitragvon hamsterleo » 01.02.2010 21:30 Uhr

Hallo zusammen!

Wir haben seit 3 Jahren unsere Wärmepumpe in betrieb. Es ist eine von Buderus. Angeschlossen sind 2 Tiefensonden a 99m. Unser Heizungsbauer hat uns letztes Jahr schon kontaktiert wegen einer Wartung. Ich hatte das zunächst ignoriert weil ich mir dachte, dass das wohl nach 2 Jahren etwas übertrieben wäre. Nun ist das 3. Jahr vergangen und ich stehe wieder vor dieser Entscheidung, ob ich eine Wartung beauftragen soll oder nicht.

Könnt Ihr mir Eure Einschäzung dazu schreiben? Wie oft sollte eine Wärmepumpe gewartet werden?

Und falls das tatsächlich jetzt notwendig ist, mit welchen Kosten sollte ich rechnen? Laut meinem Heizungsbauer hätte ich mit 2,5 - 3 Stunden Zeitaufwand zu rechnen. Evtl. anfallende Materialkosten separat und nach Nachweis. Ist das ok?

Ich erinnere mich noch, dass der Bohrer damals zu mir sagte, dass die Erdsonden wartungsfrei sind. Leider habe ich nichts von der Wärmepumpe dazu erfahren.

Ich hatte hier im Forum schon gesucht, ob ich zu diesem Thema etwas finde, aber bin dazu nicht fündig geworden...

wiso
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Beitragvon wiso » 01.02.2010 23:22 Uhr

als ich mir voriges jahr noch nicht im klaren war,was für ein heizsytem
soll man für altbau wählen,kam ich auch auf die wp!bei den besuchen
diverser außendienstler,kamen immer die gesamtkosten zur sprache !
auch wurde immer das argument gebracht sie sparen den schornsteinfeger,keine wartungskosten und das summiert sich auch
in 10 jahren.gut ich ließ mir,die angebote kommen und auch mit solebohrungen. das war mein großes glück,da ich im wasserschutz-
gebiet wohne und keine bohrungen machen darf.es gab mal eine
fersehsendung: bauern-nepper usw.,da könnten diese wpaußendienstler
auch schon tätig gewesen sein.
stefan-mv
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Beitragvon stefan-mv » 02.02.2010 10:56 Uhr

Hallo Hamsterleo

Schaue bitte einmal auf das Anlagentypenschild. Wenn die Kältemittelfüllmenge unter 3kg liegt und Du keine verlängerte Garantie mit Deinem Heizungsbauer vereinbart hast, ist eine Wartung nicht unbedingt notwendig.

Die 3kg Füllmenge sind die Grenze zur jährlichen Leckageprüfpflicht (seit 07.2007)

Aber frag Deinen Heizi doch einfach mal, was er bei einer Wartung alles tuen will.

MfG
Stefan
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.02.2010 12:24 Uhr

Jährliche Intervalwartungen sind i.d.R. nicht erforderlich, da Wärmepumpen eigentlich genauso wartungsfrei sind wie ein Kühlschrank. Im 3 - 5-Jahres-Rythmus kann man eine Systemprüfung durchführen lassen. Natürlich sollte man ein Übergabeprotokoll ausstellen lassen und sich die Bedienungsanleitung verinnerlichen, dies gilt grundsätzlich für alle Heizungsanlagen, also auch für Wärmepumpen. Alle modernen Wärmepumpen haben eine Steuerung, diese zeigt etwaige Fehlermeldungen an. Nach einer solchen Fehlermeldung wird der Kundendienst darüber in Kenntnis gesetzt und es werden die weiteren Schritte zur Fehlerbehebung umgesetzt.
Bei Luft-/Wasser-Wärmepumpen ist regelmäßig die Luftwechseleinheit auf Verunreingungen zu prüfen.

Dieser Beitrag dürfte für zukünftige Wärmepumpenbesitzer interessant sein.
SBZ - TWK-Wärmepumpensymposium - Guter Geräte-COP kein Erfolgsgarant - Planung und Ausführung sind entscheidend für die Effizienz der Anlage.
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... epumpe.pdf

Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste
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Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 23.05.2010 09:24, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon hamsterleo » 02.02.2010 21:15 Uhr

stefan-mv hat geschrieben:Schaue bitte einmal auf das Anlagentypenschild. Wenn die Kältemittelfüllmenge unter 3kg liegt und Du keine verlängerte Garantie mit Deinem Heizungsbauer vereinbart hast, ist eine Wartung nicht unbedingt notwendig.

Die 3kg Füllmenge sind die Grenze zur jährlichen Leckageprüfpflicht (seit 07.2007)


Hallo Stefan,

vielen Dank für diesen Hinweis!

Also auf dem Typenschild der Buderus WPS 140 l steht neben "R 407 C" der Wert "2,3kg". Ich vermute, dass das die Kältemittelfüllmenge ist, richtig? Ist das die Menge des Kältemittels, die innerhalb der Pumpe Platz hat?

stefan-mv hat geschrieben:Aber frag Deinen Heizi doch einfach mal, was er bei einer Wartung alles tuen will.


Ok, werde ich nochmal machen - bis jetzt hat er wie gesagt nur geschrieben, dass der Aufwand wohl bei 2,5-3 Stunden liegen wird. Das erscheint mir dann doch ehrlich gesagt etwas viel, wenn er tatsächlich nur das Menü für die Fehlermeldungen checken will. Aber ich werde besser nochmals genau nachfragen, vielleicht sind da ja doch noch umfangreiche andere Checks unbedingt erforderlich.


Thomas Heufers hat geschrieben:Jährliche Intervalwartungen sind i.d.R. nicht erforderlich, da Wärmepumpen eigentlich genauso wartungsfrei sind, wie ein Kühlschrank. Im 3 - 5-Jahres-Rythmus kann man Systemprüfung durchführen lassen.


Hallo Thomas, danke auch Dir für Dein Feedback.
Sowas hatte ich schon vermutet. Danke für Deine Einschätzung. Eine Intervalwartung ist ja was komplett anderes als eine Systemprüfung.

Für weitere Meinungen bin ich sehr dankbar.
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Beitragvon SebastianSHK » 20.05.2010 18:20 Uhr

Zuerst ein mal zum Thema Wartung - Wie oft?
Die meisten namenhaften Hersteller geben an, dass eine in einem privaten Bereich genutzte Wärmepumpe alle 2 Jahre gewartet werden sollte!

Dann zum Thema Wartung - Was wird gemacht?
Also, wenn ich eine Wartung an einer Wärmepumpe mache steht folgendes auf meiner Liste:
- Funktionsprüfung! Das ist aber eher eine Sicherheit für den Servicetechniker um sicher zu stellen, dass wir nicht zur Wartung an eine defekte Anlage gerufen werden, bei der der Kunde dann sagt "bevor sie dran waren hat aber alles funktioniert!" Ist jetzt nicht für den Kunden wichtig, aber eben unverzichtbar!
- Prüfung des Anlagen- und Soledrucks
- Prüfung des Frostschutzgehaltes der Sole Wird wie beim Auto im Kühler gemacht
- Reinigung der Schmutzfänger Gehört in Jede Soleleitung!!!
- Reinigung der Kondensatwanne Befindet sich in der Regel im Gerät
- Prüfen aller MAGs
Dazu muss ich das Kappenventie schliessen, das MAG Drucklos machen und den Vordruck mittels eines Messgerätes prüfen.
Bei der Sole mache ich das nicht ganz so aufwendig, da halte ich das Manometer unter Druck ans MAG
- Prüfen der Einstellungen und Fehlercodes

Das alles in allem dauert immer mindestens 2 Stunden. Aber da viele Anlagen nicht so gut zu erreichen sind, sind auch 3 Stunden und mehr nicht selten!!

Natürlich muss jeder selber wissen, ob und wie er seine WP warten lässt. Aber warum regen sich so viele darüber auf wenn er seine Heizung warten lassen soll, und beim Auto wird es einfach angenommen?

Bedenke aber bitte folgendes: Wenn du lange etwas von deiner WP haben willst, lass sie warten. Sie wird es dir danken.

Gruss

Sebastian

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Beitragvon Hausexperten » 20.05.2010 18:29 Uhr

Hallo,

ich sehe das genauso. Wartung muss sein!
Vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Hausbesitzer gerne an der Regelung spielen und ausversehen etwas verstellen und später wundert man sich, warum so viel Strom bezahlt hat.

Ansonsten kann ich mich SebastianSHK nur anschließen.

Schöne Grüße Die-Hausexperten.de
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Beitragvon machtnix » 21.05.2010 07:10 Uhr

Für wie dämlich haltet ihr die Kunden eigentlich?Wartung an einer WP durchführen?
Vielleicht solltet ihr euch mal psyochologisch untersuchen lassen.
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Beitragvon Hausexperten » 21.05.2010 10:11 Uhr

Für wie dämlich haltet ihr die Kunden eigentlich? Wartung an einer WP durchführen?


Also ich war jahrelang früher als Monteur unterwegs und habe dort auch öfter Wartung bei Wärmepumpen durchgeführt und öfter Mängel festgestellt.
Z.B. Druckausdehnungsgefäß defekt, Kältemittelmangel usw.
WICHTIG: !!!! NICHT JEDER WÄRMEPUMPENBESITZER IST EIN TECHNIKER!!!!!!!

Bei Luftwärmepumpen ist vor allem wichtig, dass sogar jedes Jahr der Wärmetauscher am Außengerät gereinigt wird….je nach Standort sogar 2mal im Jahr. Machen einige Kundenmachen das zwar auch selber, aber viele drücken dabei die Lamellen kaputt. Bei Sole-Wärmepumpen muss natürlich nicht so oft Wartung gemacht werden, da reicht es alle 2-3 Jahre.

Es muss aber jeder selber wissen wie lange jemand was von seiner Wärmepumpen haben möchte.

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Beitragvon GMil » 21.05.2010 13:16 Uhr

Hausexperten hat geschrieben:


............

Bei Luftwärmepumpen ist vor allem wichtig, dass sogar jedes Jahr der Wärmetauscher am Außengerät gereinigt wird….je nach Standort sogar 2mal im Jahr. ..........


Schöne Grüße Die-Hausexperten.de


Hmmm, das sehe ich jetzt nicht so ganz ein. Was soll denn da an Schmutz drin sein? Laub fällt beim Stillstand der Lüfter eh von alleine wieder ab, "klebenden" Industriestaub / Pollen usw. haben wir hier nicht, d.h. die Lamellen sehen relativ blank aus. Ausblasen mit Druckluft bringt keine sichtbare Veränderung (außer man kommt zu nahe an die Lamellen; dann verbiegen die sich :wink: ). Auf ein Durchspritzen mit Strahlwasser verzichte ich wegen der geringen Schutzklasse (nur IP 24!) lieber gleich. Also, was bleibt noch übrig?

Gruß

Gerhard
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