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Altlast im Grundwasser

Erdwärme, Wärmepumpe, Bohrungen, Sonden...
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Beitragvon towi » 26.01.2010 11:17 Uhr

Hallo Zusammen,

mein neues Einfamilienhaus möchte ich per Erdwärme (Bohrung) heizen.

Mittlerweile musste ich erfahren, dass das Grundwasser mit Chlorbenzen verunreinigt ist. :twisted:

Ist es unter diesen Umständen dennoch möglich, die notwendigen Bohrungen und den Einbau der Sonde(n) durchzuführen und eine dauerhafte Betriebssicherheit zu gewährleisten? Ist ggf. ein finanzieller Mehraufwand (in welcher überschlägigen Höhe?) zu erwarten, weil Materialien eingesetzt werden müssen, welche gegen Chlorbenzen resistent sind?

Für Eure Antworten danke ich im Voraus.

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Beitragvon parcus » 26.01.2010 13:34 Uhr

Hallo,

also ich würde mir da eher Gedanken zur eigenen Gesundheit machen,...als zum Polyethylen der Sonde.

D.h. in wie weit hier durch das Grundwasser ggf. das Trinkwasser beeinflusst wird.

lg parcus

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Beitragvon Thomas Heufers » 26.01.2010 14:15 Uhr

Die Entscheidung liegt in den Händen der Wasserbehörden. Es könnte das Problem auftreten, dass durch die Bohrung das belastete Wasser in andere Wasserschichten eindringen kann. Das kann aber nur der zuständige Geologe beurteilen. Damit steht und fällt das Vorhaben für die Sole.

Für welchen Zweck ist denn die Sole-/Wasser-Wärmepumpe gedacht? Es soll doch vermutlich ein Neubau erstellt werden. Ist dieser schon gebaut oder sind die Planungen noch offen? Wie groß ist das Gebäude? Wie hoch ist die berechnete Heizlast? Wo ist das Bauvorhaben?

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon towi » 26.01.2010 14:24 Uhr

parcus hat geschrieben:Hallo,

also ich würde mir da eher Gedanken zur eigenen Gesundheit machen,...als zum Polyethylen der Sonde.

D.h. in wie weit hier durch das Grundwasser ggf. das Trinkwasser beeinflusst wird.

lg parcus


Trinkwasser kommt NICHT vom Grundwasser aus der örtl. Umgebung. Ein Brunnen soll (und darf) nicht gebohrt werden.

Angst um meine Gesundheit mache ich mir (vorerst) nicht. Angeblich ist das Erdreich selbst unbelastet und das Chlorbenzen ist "nur" im Grundwasser.

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Beitragvon towi » 26.01.2010 14:33 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Die Entscheidung liegt in den Händen der Wasserbehörden. Es könnte das Problem auftreten, dass durch die Bohrung das belastete Wasser in andere Wasserschichten eindringen kann. Das kann aber nur der zuständige Geologe beurteilen. Damit steht und fällt das Vorhaben für die Sole.

Für welchen Zweck ist denn die Sole-/Wasser-Wärmepumpe gedacht? Es soll doch vermutlich ein Neubau erstellt werden. Ist dieser schon gebaut oder sind die Planungen noch offen? Wie groß ist das Gebäude? Wie hoch ist die berechnete Heizlast? Wo ist das Bauvorhaben?

Gruß

Thomas Heufers


Die Sole-/Wasser-Wärmepumpe soll unser Hau beheizen und für die WW-Versorgung sorgen. Der Bau hat noch nicht begonnen. Wir haben ewig nach einem passenden Grundstück gesucht und stehen kurz vorm Kauf. Natürlich überlegen wir, ob wir den Kauf abblasen. (Der Käufer hat uns selbstverständlich nix vom Chlorbenzen gesagt, das Ganze ist sogar als Wohngebiet ausgewiesen!! :evil: ). Dann haben wir aber Geld für die Planungen und vor allem Zeit verloren.

Das Gebäude hat etwa 130 m² Wohnfläche, ohne Keller. Bauvorhaben in Leipzig.
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Beitragvon parcus » 26.01.2010 14:47 Uhr

Hallo,

na, dann würde ich auf jeden Fall erst einmal mit der unteren Wasserbehörde sprechen und mich absichern.

Eine DV-WP braucht als Alternative z.B. auch keine großen Kollektorflächen mehr. Allerdings wäre das ohnehin eine Frage
was Du überhaupt für ein Haus baust, also das "Gesamtpaket".

lg parcus
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Beitragvon bernhard geyer » 26.01.2010 23:10 Uhr

Ich würde mich überall Erkundigen was an der Stelle und in der Nähe für "Giftschleudern" alles in Betrieb waren (Leipzig als DDR-Industriestandort hatte ja einiges zu "bieten").
Denn solltest du das Grundstück kaufen und später festgestellt werden das z.B. das Grundstück toxisch belastet ist hast du als neuer Besitzer die nötigen Entsorgungskosten zu tragen. Diese an den eigentlichen Verursacher zu bringen wird oft aufgrund von Insolvenz/Geschäftsaufgabe scheitern.

Also wenn dann lass dir auch noch entsprechende Bodengutachten stellen um nicht hier auch noch auf einem finanziellen "Faß ohne Boden" zu setzen. Es gab schon einige belastete Industriegebiete die von der Gemeinde/Stadt nach dem Prinzip der 3 Affen als Wohngebiet ausgewiesen und verkauft wurden.

Angeblich ist das Erdreich selbst unbelastet

Getestet hat es wohl noch keiner? Wie schon gesagt: Der Verkaufer wird möglichst nichts machen um hier kein unverkäufliches Grundstück zu haben. Denn irgendwoher muß ja der Stoff kommen. Er wird ja wohl nicht per Teleportation ins Grundwasser gelangen.

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