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Hallo zusammen,
ich bin neu hier, kämpfe mich schon seit geraumer Zeit durchs www finde aber keine rechte Antwort auf meine Frage. Es ist so das wir im begriff sind zu bauen und nicht so recht wissen wie wir unser künftiges Domicil heizen sollen. Ich hab mir gedacht man müsse nur ne Wärmepumpe in keller stellen, ne grose Photovoltaik-Anlage aufs Dach und schon hat man nen nullenergie-Haus. Simmt das, ist das bezahlbar funktionierts überhaupt und warum macht das dann nicht jeder??
Also wenn Jemand was dazu schreiben will wäre ich und Mutter Natur extrem Dankbar.
Wenn nicht stell ich mir halt nen Alten Braunkohlrkessel in den Keller
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Mit den heutigen technischen Möglichkeiten ist eigentlich in unseren Breiten nicht möglich, ohne Fremdenergie sein Haus zu beheizen oder für andere Zwecke mit Energie zu versorgen.
Das Prinzip der Fotovoltaik
Die elektrische Energie der Solarstromanlage wird in das Netz eingespeist. Das Netz verhält sich wie ein See, an der einen Stelle fliest entwas nach und ander anderen Stelle entnimmt man etwas. Für den Eigenbedarf kann man die PV-Technik normalerweise nicht nutzen. Dann müsste man teure Speicher (Akkus) vorhalten und die elektrotechnische hausinterne Infrastruktur anpassen.
Wenn man sich von Energie unabhängig machen möchte, ist dies bedingt nur möglich, indem man ein Gebäude erstellt, welches ein sehr niedrigen Energiebedarf hat. Ein solches Gebäude ist im besten Fall ein Passivhaus. In einer Projektierung für ein Passivhaus wird der Bedarf an Wärmeenergie (Heizungs-, Lüftungs- und Warmwasserversorgung) und der Verbrauch von Haushaltsgeräten (Waschmaschinen, Spülmaschinen etc.) und von Multimedia (Fernsehen, Radio, Computer etc.) berücksichtigt, Aufgrund der sehr guten Gebäudedämmung berücksichtigt man im Passivhaus die Wärmeabstrahlung interner Anwendungen bei der Energiebilanz.
Das Plusenergiehaus ist quasi ein Passivhaus mit beispielsweise verbesserter, großvolumiger Wärmespeichertechnik und/oder hoher Energiegewinnung durch die Sonne. Auch ein Plusenergiehaus ist auf Fremdenergie angewiesen. Jedoch wird die Gesamtenergiebilanz des internen Energieverbrauchs in kWh dem Energiegewinn durch Solaranlagen (Fotovoltaik-Strom oder Solarwärme) und dem passiven solaren Wärmegewinn (Einstrahlung über Fensterflächen) etc. verglichen. Wenn unter dem Strich ein Plus rauskommt, dann kann man von einem Plusenergiehaus sprechen.
Ein Beispiel für ein Plusenergiehaus
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/links___bookmarks.html#TUDarmsta...
Gruß
Thomas Heufers
_________________ KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...
Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 02.01.2010 16:22, insgesamt einmal bearbeitet
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Vielen Dank für die schnelle Antwort, ich hätte mich etwas genauer ausdrücken sollen. Mir ist schon klar, das das nicht als autarkes System funktioniert. Ich möchte eigentlich nur wissen ob ne PV Anlage rechnerisch in der Lage ist den Strohmbedarf der WP zu decken, ohne das man sich das Dach, das Grundstück, die Zufahrtstraße und die Südseite der Alpen mit Solarpanels zubauen muss. Oder reicht die Produzierte Jahresmenge einer Dachhälfte. Rechnen müsste sich das dann doch, oder? Selbst wenn mann wie ich die sache Finanzieren muss kommt doch mehr Stohm raus wie Geld rein. Mit dem Geld kauf ich mir dann den Strohm für die WP und wenn was übrig bleiben sollte um so besser.
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Hallo,
ich bin ja auch auf der Suche nach einer WP.
Zu dem Thema WP und PV kann ich ein paar Sachen sagen.
Wirtschaftlich macht es keinen Sinn, den PV erzeugten Strom zum betreiben einer WP zu nutzen.
Die Einspeisevergütung für PV Strom ist wesentlich höher als der Strompreis für WP’s.
Beispiel: Einspeisevergütung PV ca. 39,14 Cent, Strompreis für WP ca. 16 Cent.
Seit 2009 gibt es die Möglichkeit, dass man für eigenverbrauchten PV-Strom auch eine Vergütung bekommt. In 2010 22,76 Cent.
Da könnte die Rechnung in naher Zukunft aufgehen.
Was aber noch nicht bedenkt wurde ist folgendes.
Die Heizenergie wird im Winter benötigt. Die PV Anlage liefert aber im Sommer den meisten Strom. Also ist hier die Überlegung am ende.
Eine PV Anlage sollte man bei einem Neubau immer mit berücksichtigen, vorausgesetzt das Haus steht an der richtigen Stelle und das Dach hat die richtige Ausrichtung und Dachneigung.
Beste Ausrichtung ist natürlich Süden und das Dach hat eine Neigung von ca. 30°.
Finanzieren tut sich die PV Anlage von alleine.
Wenn ich heute noch mal bauen würde, würde ich so bauen wie Thomas Heufers das vorschlägt.
Da sind ein paar sehr gute und vor allem bezahlen Tipps dabei. Z. B. Haustyp Eco 133
Bereits mit PV Ablage, WP und Eigenleistung ist auch noch möglich.
Gruß
Testfahrer
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Um mal die eigentliche Frage zu beantworten:
Eine Sole-WP von z.B. 8 kW Heizleistung bei JAZ = 4 braucht dazu ca. 2 kW aus dem Netz. Sie läuft im Jahr vllt. 2.000 Stunden, braucht somit 4.000 kWh/a.
Will man (natürlich nur im Jahresmittel) die gleiche Menge Strom per PV statistisch "sicher" erzeugen, braucht man gut 60 qm PV-Fläche. Wohin die passen, muß man selbst entscheiden.
_________________ Gruß
Gerhard
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Kommentar von "Oliver" erstellt am 02.01.2010,16:34
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)
Ich stimme parcus zu. Die Gewinner bei der PV sind die Vertriebler, Hersteller und Banken, jedoch nicht der "kunde". auch den wärmepumpen halte ich in unseren breiten für nicht sinnvoll. mein vorschlag:
1.) geld in die isolation des hauses stecken (ist zwar nicht sonderlich spektakulär, doch für "Mutter Natur" und Tochter "Geldbeutel" am besten)
2.) holzofen bzw. "holzheizsystem"
3.) sonnenkollektoren auf dem dach
viele grüße
oliver
Mail an Oliver
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die bringen im sommer guten ertrag!nur da brauche ich sie nicht,imwinter
reichen sie nicht zur erwärmung aus und für die übergangszeit sind sie
mir zu teuer !dann lieber energiemaßnahmen am haus für 4000€ !gerüst
noch nicht dazu gerechnet !
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Holzheizung und Solar?Das ist aj wohl der allergrößte Blödsinn den man sich ins Haus holen kann.
Aber Hauptsache Blödsinn erzählt.
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Kommentar von "Oliver" erstellt am 03.01.2010,12:58
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)
Die Frage nach der \"richtigen\" Heizung für ein Gebäude kann man nicht \"richtig\" beantworten. zuerst müssten fragen geklärt werden wie, lage des hauses, anzahl der parteien, komfortempfinden der bewohner, entwicklung der energiekosten, .... wenn ich vor der wahl stehen würde, mein haus zu planen, dann würde ich einen großen teil des budgets (wie geschrieben) in die isolierung des hauses stecken. zur beheizung der räume würde ich hauptsächlich holz verwenden (evtl. eigenes waldstück) und evtl. noch nen gasanschluss. da viele leute was fürs gute gewissen tun
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Kommentar von "Oliver" erstellt am 03.01.2010,13:00
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)
wollen aber (meiner meinung nach nicht viel damit erreichen, stichwort: PV, wärmepumpe) würde ich am ehesten sonnenkollektoren aufs dach setzen. dass ich mit der vorgeschlagenen kombination nicht die meinung aller vertrete ist mir durchaus bewusst. weiterhin gestehe ich ehrlicherweise, dass ich in meinem leben weder ein haus gebaut noch geplant habe. dennoch weiss ich wie man 1 und 1 zusammenzählt und ahnung von thermodynamik und co. meisterbub, ich hoffe dir ist mit der summe der vorliegenen kommentare wenigstens ein bißchen geholfen. ein energieberater DEINES VERTRAUENS wird dir sicherlich auch gerne und sinnvoll weiterhelfen.
Viele Grüße
Oliver
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Hallo,
ich stand vor gut 3 Jahren vor der gleichen Frage. Ich habe es dann auch tatsächlich so gemacht. 17,5 kW-Solaranlage aufs Dach und Luft-Wärmepumpe für Heizung und WW. Mir ist natürlich klar, daß das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht die sinnvollste Lösung war und ist, jedoch kann keiner sagen wohin die Energiepreise noch steigen und welche Möglichkeiten der (Strom-)Speicherung in Zukunft zur Verfügung stehen werden. Der Hauptgedanke war (in Zukunft) möglichst autark zu sein. Momantan speise ich natürlich den kompletten Strom ins Netz. Wenn die 20 Jahre um sind, gibt es dann hoffentlich entsprechende Speichermöglichkeiten für den Sonnenstrom oder ich kann den Energieversorger als Puffer nutzen. (Ironie ein) Vielleicht hilft mir auch die Klimaerwärmung und ich kann den erzeugten Strom im Sommer direkt zur Klimatisierung nutzen! Die Heizung brauch ich ja dann nicht mehr! (Ironie aus)
Gruß
Jogi
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