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Gruffel
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Beitragvon Gruffel » 30.12.2009 18:00 Uhr

Hallo zusammen,

wollte die Tage meine JAZ der WP ausrechnen und habe meine WMZ abgelesen. Da ich eine JAZ unter 3 errechnete, habe ich den WMZ ein paar Tage beobachtet:
Dabei ist mir aufgefallen, dass nach dem abschalten der WP, der Rücklauf zum Teil wärmer als der Vorlauf ist. Auch ist die Temp.-Spreizung zwischen VL und RL beim WMZ nicht so hoch wie bei den Temp-Fühlern der Anlage.
Dadurch zeigt der WMZ ein kW Leistung von 0 an, obwohl doch Wärme geliefert wird.
Wer kennt ähnliche Probleme oder kann mir aus Erfahrung weiterhelfen.

MfG

Gruffel

machtnix
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Beitragvon machtnix » 30.12.2009 19:20 Uhr

Kann es sein das die Fühler des WMZ vertauscht wurden?
Ist in der Wärmepumpe eventuell ein Bypass drin?Eventuell ein Überströmventil eingebaut?
http://www.heimeier.com/de/index.asp?ar ... &g5=0&g6=0
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Beitragvon Gruffel » 31.12.2009 09:11 Uhr

Also die Temp.-Fühler sind definitiv nicht vertauscht. Der im RL ist ja fest eingebaut, den anderen habe ich im VL installiert.
Ein Bypass oder Überströmventil? Ich wüßte nicht das sowas einbaut ist. Woran sieht man das? Was bringt's?

Woran kann das Problem mit dem WMZ denn noch liegen?

Vielen Dank

Gruffel
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Beitragvon machtnix » 31.12.2009 12:26 Uhr

Die Wärmepumpe benötigt immer eine bestimmte Umlaufwassermenge damit sie nicht in eine Hochdruckstörung gerät.
Sind z.B. die Ventile bei der FBH alle geschlossen,so bekommt die WP nicht mehr ihre Umlaufwassermenge in geht auf Störung.Darum baut man dann entweder einen Bypass oder ein Überströmventil ein.Dann schiebt natürlich der Vorlauf über das Überströmventil zurück in den Rücklauf damit die Umlaufwassermenge gewährleistet ist,somit kann es sein das in etwa gleiche Temperaturen zwischen Vor-und Rücklauf herrschen.
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Beitragvon Gruffel » 31.12.2009 18:16 Uhr

Also wenn das so ist, ist bei mir so etwas nicht eingebaut, da ich früher mal damit Probleme hatte, weil nicht genügend Kreise offen waren. Dann gab's Störung.

Hat noch jemand weitere Erklärungen oder Lösungen für mein Problem?

Danke
GMil
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Beitragvon GMil » 02.01.2010 16:11 Uhr

Ich kenne mehr als eine WP-Installation, in der der WMZ nicht korrekt anzeigt. Dies äußert sich speziell dann, wenn bei Radiatorenheizungen der Volumenstrom infolge eines korrekt ausgeführten hydraulischen Abgleichs so vermindert wurde, daß die Spezifikation des WMZ (Mindest-Durchfluß) weit unterschritten wurde. Da läßt sich dem WMZ-Hersteller dann auch kein Vorwurf machen.

Im Ggs. zu FBH-WPn brauchen Radiatoren-WPn nämlich technisch keinen Mindest-Durchfluß. Dreht man bei denen den Heizkreis zu, bleiben sie einfach stehen; mehr passiert nicht. Daher kann man den Volumenstrom auch z.B. auf wenige hundert l/h begrenzen, um die hier benötigte hohe Spreizung (> 15 K) zwischen Vor- und Rücklauf zu erzeugen.

Setzt man dann aber den dazu passenden Mini-WMZ ein, ist dessen Durchflußwiderstand so hoch, daß eine Hocheffizienz-UWP damit nicht mehr zurechtkommt. Daher haben einige HB den Kompromiß gewählt, der Heizung lieber einen (zu) großen WMZ zu verpassen und eben in Kauf zu nehmen, daß dann die Anzeige nicht mehr immer korrekt ist. Schließlich verliert das Ding nach ein paar Wochen sowieso seinen Unterhaltungswert..... :wink:

Gruß

Gerhard
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Beitragvon fox » 03.01.2010 14:19 Uhr

Warum sollte ein Wärmemengenzähler nicht mit schwankendem Durchfluss zurechtkommen? Ein bekanntes Markenprodukt mit einem Nenndurchfluss von z.B. 1 m³/h zählt in einem Bereich von 10 Liter bis 1000 Liter pro Stunde. Bei Betrachtung von Anlaufgrenze und maximalem Durchfluss geht der Bereich von 3 bis 1200 Liter pro Stunde. Wenn man dann noch bedenkt, dass in der Heizperiode der Durchfluss wohl kaum an der unteren Grenze liegt, wird der Wärmemengenzähler nicht die Ursache für die schlechte Jahresarbeitszahl sein.

Wenn also in diesem Fall der Mindestdurchfluss unterschritten wird, sind das bei 3 Liter und 15C° Spreizung eine Wärmemenge von rund 50 Watt. Wem so wenig zur Beheizung seiner Wohnung, genügt, braucht nun wirklich keine Wärmepumpe. Da reicht es, das Radio etwas lauter zu stellen. Müssen aber realistische 5000 Watt an Wärme übertragen werden, sind das bei gleicher Spreizung eben 300 Liter, welche sich mit Sicherheit gut messen lassen.

Ich halte es auf jeden Fall für unwahrscheinlich, dass immer wenn die erreichte Jahresarbeitszahl den gewünschten oder versprochenen Wert nicht erreicht, die Ursache beim Wärmemengenzähler zu suchen ist.
GMil
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Beitragvon GMil » 04.01.2010 15:04 Uhr

Woran die Probleme genau liegen, weiß ich nicht. Ein Experte vermutete z.B. eine laminare Anströmung, aber ich will mich da nicht in Spekulationen ergehen.

Fakt ist, daß ein Altbau, der vorher bei einer bestimmten Außentemperatur z.B. 300 Heiz-kWh am Tag brauchte (vom Öler erzeugt), nach Einbau einer WP lt. WMZ plötzlich mit 150 kWh/d auskam, und das bei gleicher Raumwärme etc.! Dabei nahm diese WP dann 110 kWh/d an Strom auf, hätte also einen grottenschlechten COP von 1,36 aufgewiesen.

Rechnet man dagegen weiterhin mit einem Heizbedarf von 300 kWh/d, erklärt sich nicht nur die gleichgebliebene Raumwärme, sondern es ergibt sich auch ein COP der L/W-WP von etwa 2,7, was für die vorherrschenden Verhältnisse weit plausibler ist.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon fox » 04.01.2010 20:56 Uhr

Leider wurde die Art von Wärmepumpe nicht genannt, aber wenn ich GMil und Altbau lese, kann es sich ja nur um ein Luft/Wasser Gerät handeln. Wenn ich dann den COP von 1,36 mit den unter

http://www.klimageraete24.eu/pdf/mitsub ... ser_WP.pdf

und dort auf Seite 4 gemachten Werten vergleiche, sind die 1.36 aber realistischer.

Für eine Außentemperatur -7C° und Vorlauftemperatur +55C° wird ein COP von 1,62 genannt. Wenn ich von diesem Wert ausgehe, ich denke mal im Altbau und bei dem hohen täglichen Wärmeverbrauch bezieht es sich schon auf einen kalten Tag, wären 1,36 ca. 15 % schlechter als ein Herstellerwert. Um auf 2,7 zu kommen, müsste die Wärmepumpe ca. 70 % besser funktionieren, als die technischen Möglichkeiten nun mal hergeben.


Ich bleibe skeptisch.

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