anzeige

News, Fachberichte, Pressemeldungen Termine, Veranstaltungen Marktplatz: Jobs, Immobilien, Firmen, Anzeigenmarkt, Produkte Serviceleistungen: Webmaster, Angebotsservice, Newsletter Energie, Bau & Haustechnik Community ENERLIX Gewerbekunden Marktplatz B2B
Übersicht & Forum  |   Forumsuche  |   Blogs  |   Fotos  |   Videos  |   Experten  |   Verbrauchs-Datenbank









Sie sind hier: Start > Community & Forum > Diskussionen: zurück

Gehe zu Seite 1, 2  Weiter

Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: Fertighaus als Energieeffizienzhaus, aber wie?

|

bimiwo

Erfahrung:
Anmeldedatum: 28.12.2009,
Beiträge: 2
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Hallo! Nachdem ich gestern Abend viele Stunden im Forum unterwegs war und keine für mich passende Antwort gefunden habe melde ich mich einfach mal selbst zu Wort.
Für uns steht auf unsere "alten Tage" noch einmal ein Hausneubau an. Tolle Sache, Riesenchance! Nun sind wir seit vielen Monaten gedanklich und physisch in Sachen Fertighaus unterwegs. Viele Besuche in Fertighauscentern und viele rührige Verkäufer und Architekten, die uns mehr und mehr verunsichern.

Momentan ist unsere Unsicherheit in folgendem begründet:
- ist es für ein energieeffizientes Haus besser eine diffusionsoffene oder eine -geschlossene Wand zu wählen?
- ist es tatsächlich möglich - wie es Schwörer verspricht - ein Haus ohne Fußbodenheizung zu bauen, in dem die Luft durch ein Frischluftheizsystem (Kontrollierte Lüftung und Wärmerückgewinnung mit der Frischluft-WärmeGewinnTechnik und einer Luft-/Luft-Kleinwärmepumpe, Raumgesteuertes Nachheizen bzw. Kühlen mit dem Frischluft-Heizsystem, Brauchwasser-Wärmepumpe fürs Warmwasser) geheizt wird?

Der Wandaufbau ist folgendermaßen:
39 cm starke, hoch wärmegedämmte Außenwände, U-Wert 0,134 W/m²K
Dach mit 28 cm starken Sparren und Dämmung, U-Wert 0,145 W/m²K
Fenster mit Dreischeibenverglasung und erhöhtem Wärmedämmwert, Ug-Wert 0,5 W/m²K
Wind- und Luftdichtheit durch selbst entwickelte Synergietechnik.
Wir bauen ohne Keller, nur mit Bodenplatte.

Jeder erzählt dass das, was er verkauft, das beste ist. Wir waren anfänglich der Meinung Gasbrennwerttherme und Solar für Brauchwasser reicht. Nun zweifeln wir wieder ob es nicht doch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Solar sein soll, schließlich will man heute ja regenerative Energie nutzen. Aber die LWWP ist doch sicher sehr laut, so wie ich hier schon gelesen habe.

Vielleicht gibt es hier jemanden, der ein solches Schwörer Haus gebaut oder, oder erst vor kurzem eine LWWP eingesetzt hat oder andere Erfahrungen mit energieeffizienten Fertighäusern hat, die unsere Entscheidung vorantreiben und uns ein gutes Gewissen geben. Das wäre toll!

Nach oben
Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

bimiwo hat Folgendes geschrieben:

- ist es für ein energieeffizientes Haus besser eine diffusionsoffene oder eine -geschlossene Wand zu wählen?
Besser ist eine diffusionsoffene Wand, da sie den eventuell entstehenden Feuchteeintrag von innen nach außen zulässt.

bimiwo hat Folgendes geschrieben:
- ist es tatsächlich möglich - wie es Schwörer verspricht - ein Haus ohne Fußbodenheizung zu bauen, in dem die Luft durch ein Frischluftheizsystem (Kontrollierte Lüftung und Wärmerückgewinnung mit der Frischluft-WärmeGewinnTechnik und einer Luft-/Luft-Kleinwärmepumpe, Raumgesteuertes Nachheizen bzw. Kühlen mit dem Frischluft-Heizsystem, Brauchwasser-Wärmepumpe fürs Warmwasser) geheizt wird?
Ja, das ist möglich, wenn der Baukörper eine Heizlast von unter 20 Watt pro m² (~ Passivhaus-Standard) Wohnfläche gewährleistet. Der Grund warum viele Fertighaus-Hersteller dieses Heizsystem mit Zuluftaufheizung im Angebotsportfolio haben, ist der einfache und schnelle Innstallationsaufwand. Eine wassergeführte Fußbodenheizung ist beispielsweise vom Installationsaufwand/-kosten umfangreicher und der einzubringende Estrichbau ist erheblich teurer und verzögert wesentlich die Bauzeit. Jede An- und Abfahrt kostet Geld und macht den Fertigbau kostenmäßig uninteressanter.

bimiwo hat Folgendes geschrieben:
Der Wandaufbau ist folgendermaßen:
39 cm starke, hoch wärmegedämmte Außenwände, U-Wert 0,134 W/m²K
Dach mit 28 cm starken Sparren und Dämmung, U-Wert 0,145 W/m²K
Fenster mit Dreischeibenverglasung und erhöhtem Wärmedämmwert, Ug-Wert 0,5 W/m²K
Wind- und Luftdichtheit durch selbst entwickelte Synergietechnik.
Wir bauen ohne Keller, nur mit Bodenplatte.!
Die U-Werte bei Dach und Wand sollten mit Holzanteil angegeben sein. Ohne Holzanteil ist der Wert objektiv schlechter. Es gilt das, was im Wärmeschutznachweise steht. Ansonsten sind die U-Werte akzeptabel und gut. Bei der Bodenplatte sollte man auch auf eine möglichst wärmebrückenfreie Konstruktion setzen und der U-Wert sollte unter 0,15 W/m²K liegen. Ein Beispiel für eine wärmebrückenfreie Sohle ist unter folgendem Link dargestellt.
http://energiesparprojekte.info/html/energiesparfundamente.html...


bimiwo hat Folgendes geschrieben:
Nun zweifeln wir wieder ob es nicht doch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ohne Solar sein soll, schließlich will man heute ja regenerative Energie nutzen. Aber die LWWP ist doch sicher sehr laut, so wie ich hier schon gelesen habe.
Unter folgendem Link ist der Stromverbrauch unserer Luft-/Wasser-Wärmepumpe dokumentiert. Die U-Werte entsprechen den oben genannten Angaben.
http://energie-effizientes-haus.de/energieverbrauch.php...

Der niedrige Energieverbrauch ist ein Argument. Der Installationsaufwand mit Luft-/Wasser-Wärmepumpe muss nicht teurer sein, als mit einer Gastherme. Die Laustärke bei Luft-/Wasser-Wärmepumpen ist in den meisten Fällen kein Problem. Man sollte natürlich die Außneinheit nicht direkt neben das Schlafzimmerfenster des Nachbarn positionieren. Dann ist der Ärger mit der Nachbarschaft vorprogrammiert.

Wir haben es in unserem Fall folgendermaßen gelöst.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Einbaustandort_und_Luftungsan...
Die Abluft unserer Luft-/Wasser-Wärmepumpe zeigt zur Straßenseite und führt nicht zu unnötigen Belästigungen der Nachbarschaft.

Es gibt Luft-/Wasser-Wärmepumpen mit Außeneinheiten, diese können bis zu 75 m vom Gebäude entfernt aufgestellt werden.


bimiwo hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht gibt es hier jemanden, der ein solches Schwörer Haus gebaut oder, oder erst vor kurzem eine LWWP eingesetzt hat oder andere Erfahrungen mit energieeffizienten Fertighäusern hat, die unsere Entscheidung vorantreiben und uns ein gutes Gewissen geben.
Bitte lass Dir von Schwörer 3 - 4 Referenzen nennen und nimm mit den Bauherrn Kontakt auf!

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 14.04.2010 16:11, insgesamt 5-mal bearbeitet

Nach oben
bimiwo

Erfahrung:
Anmeldedatum: 28.12.2009,
Beiträge: 2
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Vielen Dank für die schnelle Antwort und die links.
Nur zur Klarstellung: die LW-Wärmepumpe wird bei uns im HWR stehen, nicht draußen. Ist es dann zu laut?
Die Referenzen von Schwörer hatte ich mir auch schon auf die Merkliste geschrieben, ich habe hier nämlich auch die Angst, dass die Luft zu trocken ist. Von der Lage sind wir hier in Rheinhessen am Rhein eher eine Gegend mit mildem Klima, so dass es funktionieren könnte. Wenn du Recht hast, dann müsste Schwörer je günstiger als alle anderen mit FBH sein, was aber glaube ich nicht der Fall ist (das Angebot steht noch aus).
Die U-Werte sind aber doch bei allen Wandangaben der Hersteller nicht mit Holzanteil angegeben, oder lese ich es nicht richtig?
Bei uns steht auch Lux und Büdenbender und Meisterstück in der engeren Wahl, bei allen lese ich nur vom U-Wert der Wand.

Nach oben
parcus

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 10.07.2009,
Beiträge: 171
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energieeffizient-sanieren.org Antworten mit Zitat
Hallo,

hier ist ein Leitfaden für "Erfolgskonzept Passivhaus" hinterlegt,
welcher auch auf die thermische Behaglichkeit eingeht.
Viele ziehen hier einfach auch einen warmen Fußboden vor,
weil sie nicht gerne in Schuhen im Haus sind und es ein fester Bestandteil der Behaglichkeit ist.
http://www.forum-haisbau.de/index.php?topic_name=Erfolgskonzept-Passiv...

Das Passivhaus Holzbau Handbuch ist hier hinterlegt:
http://www.forum-hausbau.de/index.php?topic_name=Das-Passivhaus-Holzba...

Resultierend würde ich mir aber generell die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, ein Passivhaus als Fertighaus zu bauen.

Wichtig ist hier immer ein "pro Bauherr" Qualitätsmanagement.

lg parcus

_________________
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

http://www.forum-hausbau.de...
http://www.energieeffizient-bauen.org...
http://www.energieeffizient-sanieren.org...


Zuletzt bearbeitet von parcus am 29.12.2009 10:32, insgesamt 2-mal bearbeitet

Nach oben
Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Die Tendenz zu trockener Raumluft ist bei hochwärmegedämmten Gebäuden eher gegeben, unabhängig vom Baumaterial (Stein, Porenbeton, Holz etc..). Wird also die Wohnraumtemperatur ausschließlich mit vorgewärmter Zuluft über die Lüftungsanlage sicher gestellt, dann ist die Tendenz zu trockener Raumluft noch stärker.
Bei sehr gut gedämmten Passivhäusern sind die Bedingungen besser, da die Luftvorwärmung auf kleinerem Temperaturniveau umgesetzt werden kann.

In einem KfW Effizienzhaus empfehle ich aus heutiger Sicht den Einsatz einer Lüftungsanlage mit Wärme- und Feuchterückgewinnung.

Beispiel - Feuchterückgewinnung mit Enthalpie-Technik
http://ecotec-energiespartechnik.de/html/helios_enthalpie_waermetausch...

Beispiel - Feuchterückgewinnung mit Rotationswärmeüberträger
http://ecotec-energiespartechnik.de/html/systemair_vr_400_dcv_de.html...

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

Nach oben
parcus

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 10.07.2009,
Beiträge: 171
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energieeffizient-sanieren.org Antworten mit Zitat
Dem Thema Innenraumhygiene,
ist natürlich ein besonderes Augenmerk zu schenken.

Auch hier gibt es gute Leitfäden.

LEITFADEN für die Innenraumlufthygiene

http://www.forum-hausbau.de/index.php?topic_name=LEITFADEN-f%C3%BCr-di...

GESÜNDER WOHNEN aber wie ?

http://www.forum-hausbau.de/index.php?topic_name=GES%C3%9CNDER-WOHNEN-...

Nutzerhandbuch für Passivhäuser

http://www.forum-hausbau.de/index.php?topic_name=Nutzerhandbuch-f%C3%B...

lg parcus

_________________
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

http://www.forum-hausbau.de...
http://www.energieeffizient-bauen.org...
http://www.energieeffizient-sanieren.org...

Nach oben
onkelandy

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 26.03.2010,
Beiträge: 9
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Hallo!
Wir überlegen uns derzeit auch den Bau eines Fertigteil-Passivhauses und haben von Schwörer ein Angebot eingeholt. Die Webseite macht durchaus den Eindruck, als hätte die Firma Erfahrung in diesem Bereich und auch einige gute Produkte und Ideen. Beispielsweise die gedämmte Kellerdecke samt Installationsebene find ich sehr clever.

Im Bezug auf die Behaglichkeit ist Strahlungswärme der Konvektionswärme ganz klar vorzuziehen. Eine Aufwärmung der KWL-Luft ist daher nur bedingt empfehlenswert, konnten wir auch schon live erleben. Auch wenn natürlich die meisten Passivhäuser auf diesem Konzept beruhen, da es bezüglich Installation kostensparend ist.

Eine Luft-Wärmepumpe ist bezüglich Effizienz grenzwertig. Bei uns bekommt man vom Land schlichtweg keine Förderung für solch eine Wärmepumpe. Selbst Gas wird als energiesparender bezeichnet. Aber das hängt natürlich massiv von den Außentemperaturen ab. Je niedriger, desto ineffizienter die Pumpe. Bezüglich Geräuschentwicklung liest man immer wieder kritische Meldungen, am besten mal ein paar andere Bau-Foren durchforsten.

Wie sieht es mit den Kosten aus? Soweit ich weiß kommst du mit Gas+Fußbodenheizung gleich teuer wie mit Luft/Luft-Wärmepumpe, hast bei Gas aber deutlich mehr Komfort und Flexibilität...

Nach oben
parcus

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 10.07.2009,
Beiträge: 171
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energieeffizient-sanieren.org Antworten mit Zitat
Hallo,

also ein gedämmter Kellerdecke ist nahezu "EnEV-Standard", wenn der Keller kein Wohnraum ist.

Strahlungswärme kann auch unbehaglich sein Very Happy
Der Mix zwischen der Wärmeleitung, der Wärmeströmung oder Konvektion und der Wärmestrahlung ist oft sinnvoll.


Je niedriger, desto ineffizienter die Pumpe. Question

Was soll denn bei Gas mehr "Komfort und Flexibilität" sein ???

lg parcus

_________________
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

http://www.forum-hausbau.de...
http://www.energieeffizient-bauen.org...
http://www.energieeffizient-sanieren.org...

Nach oben
onkelandy

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 26.03.2010,
Beiträge: 9
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
parcus hat Folgendes geschrieben:
Hallo,
also ein gedämmter Kellerdecke ist nahezu "EnEV-Standard", wenn der Keller kein Wohnraum ist.

Aber Dämmung ist noch lange nicht Dämmung. Ich finde die Dämmwertdecke jedenfalls interessant: http://www.schwoererhaus.de/de/hausausstattung/keller/daemmwertdecke/...

parcus hat Folgendes geschrieben:

Strahlungswärme kann auch unbehaglich sein Very Happy
Der Mix zwischen der Wärmeleitung, der Wärmeströmung oder Konvektion und der Wärmestrahlung ist oft sinnvoll.

Kannst du das genauer erläutern? Du meinst, dass ein heiß strahlender Ofen auch ungemütlich werden kann? Was würdest du empfehlen? Bei den Info-Veranstaltungen wo ich war hat jedenfalls jeder von Wandheizung geschwärmt, da sie so behaglich (und reaktionsschnell) wäre...

parcus hat Folgendes geschrieben:

Je niedriger, desto ineffizienter die Pumpe. Question

Ganzen Absatz lesen Wink Je niedriger die Außentemperatur, desto ineffizienter ist die Luftwärmepumpe.

parcus hat Folgendes geschrieben:
Was soll denn bei Gas mehr "Komfort und Flexibilität" sein ???

Naja, im Sinne von Wartung, Geräuschentwicklung, Erwärmung des Trinkwassers (wo Wärmepumpen angeblich eine Effizienz von fast 1 haben),...

Nach oben
parcus

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 10.07.2009,
Beiträge: 171
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energieeffizient-sanieren.org Antworten mit Zitat
#onkelandy

über die Dämmung wird doch gar nichts ausgesagt.
Ich sehe auf Anhieb noch nicht einmal den u-Wert.
Wo ist z.B. die Dampfbremse ?

Für ein Passivhaus gilt es die Strahlungswärme der Sonne genau zu bedenken. Im Wohnbereich Öfen möglichst mit Kamin auf zu stellen ist weniger sinnvoll und klingt eher nach Aktivhaus.
(Ich persönlich möchte eine Flächenheizung wie Fu0boden oder Wand nicht mehr missen wollen.)

Im Passivhaus fallen ca. 80% der Wärmeerzeugung auf das Warmwasser, da die eigentliche Heizung nur eine Notheizung ist.
(Ein Passivhaus braucht genau genommen keine Heizung)

Der Wirkungsgrad einer L-WP ist von der Lufttemperatur abhängig, wie Du schon geschrieben hast.

Mit einer guten L-WP ist schon ein JAZ von 3 zu schaffen.
Zudem könntest Du noch Solarthermie für WW nutzen.
Die Geräuschentwicklung ist natürlich ein Punkt, nur wird man hier auch entsprechend den Standort wählen.

lg parcus

_________________
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

http://www.forum-hausbau.de...
http://www.energieeffizient-bauen.org...
http://www.energieeffizient-sanieren.org...

Nach oben
onkelandy

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 26.03.2010,
Beiträge: 9
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
@Parcus:
Ja, du hast Recht, es sind recht wenige Infos auf der Schwoerer-Seite, die eigentlich wirklich relevant wären. Der Wandaufbau an sich ist noch unklar. Ich bin nun seit einem halben Jahr auf der Suche nach einem Fertigteilhausanbieter, der auch Erfahrung bei Passivhäusern hat. Noch ohne richtig zufrieden stellendes Ergebnis. Da Schwörer auf der Webseite Videos und etliche Infos zu Passivhäusern hat, bin ich vielleicht etwas zu enthusiastisch Wink Ich sollte demnächst ein Angebot von denen samt Info über U-Werte etc. erhalten, dann weiß ich mehr.

Dass ein Passivhaus keine Heizung braucht, halte ich für ein Gerücht Wink Egal, mit wem ich hier gesprochen habe - jeder sieht zumindest die aktive Erwärmung der Luft vor und viele Passivhäuser hier in der Region haben zusätzlich einen Holzofen. Wir waren auf Besuch bei einem zertifizierten Passivhaus, Südwest-Orientierung - und es war trotz Lufterwärmung via Kleinstwärmepumpe "kalt".

Aber prinzipiell sind wir uns ja eh einig, dass eine Fußboden- oder Wandheizung das Optimale ist. Die Kamin/Ofengeschichte ist halt nur interessant, wenn man ein sichtbares Feuer hat und auf solch optische Scherze steht. Finanziell ist solch ein Kamin natürlich grenzwertig...

Nach oben
parcus

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 10.07.2009,
Beiträge: 171
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energieeffizient-sanieren.org Antworten mit Zitat
Passivhäuser sind auch bislang nicht eine Fertighausdomäne.
In denen ich bislang war, wurde individuell oft sogar in Zusammenarbeit mit Hochschulinstituten geplant. Anders mache ich es auch nicht.

Gerade die Wärmequellen, wie Sonne (Glasfassade), Küche und sonstige elektrische Geräte wie auch die Bewohner tragen sehr gut zur Wärmeerzeugung bei.

Der 20% Anteil ist nicht viel. Hier ein Forschungsbericht zu ...sbericht zu einem Kombisystem.
(Es ist noch nicht einmal ein Passivhaus)

Öfen bzw. Kamine haben den Nachteil, auch Wärme nach außen abzugeben bzw. warme Raumluft zu ziehen. Siehe den Aufwand z.B. bei einer Dunstabzugshaube,...

_________________
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

http://www.forum-hausbau.de...
http://www.energieeffizient-bauen.org...
http://www.energieeffizient-sanieren.org...

Nach oben
Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Ein Passivhaus gemäß Passivhaus Projektierungs Paket ist unter folgendem Link beschrieben.
http://passiv.de/04_pub/Literatur/PHPP2007/PHPP2007_F.htm...
Dies sollte für einen versierten Architekten oder Planer keine besondere Herausforderung darstellen.

Systemanbieter, Planer, Architekten etc. für Passivhäuser findet man unter folgendem Link.
http://www.ig-passivhaus.de/mitgliederdatenbank.php?search=1&cland...

Übrigens, ohne kleines Heizsystem für Spitzenlasten geht in unseren Breiten auch in einem Passivhaus nicht. Wir empfehlen dann nicht zu elektrischer Nachheizung, sondern zu effizienten smarten Wärmepumpensystemen über Boden- oder Wandheizungen zur Deckung der Spitzenlasten.

Ein Holzofen in einem Passivhaus ist, wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Die Feuerstätte ist in den meisten Fällen überdimensioniert, diese Kapazitäten müssen dann mit entsprechend groß ausgelegten Pufferspeichern bewältigt werden. Die Wärmeabgabe an den Raum muss planerisch berücksichtigt werden. Der Kunde wünscht sich diese Gemütlichkeit, hierfür gibt es dann auch praxisfreundliche, aber nicht unbedingt günstige Lösungen.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

Nach oben
onkelandy

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 26.03.2010,
Beiträge: 9
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
parcus hat Folgendes geschrieben:
Passivhäuser sind auch bislang nicht eine Fertighausdomäne.
In denen ich bislang war, wurde individuell oft sogar in Zusammenarbeit mit Hochschulinstituten geplant. Anders mache ich es auch nicht.

In unserer Gegend (West-Österreich) ist es eine Domäne der Massivholz-Leute. Klassische Fertigteilhausanbieter gibt es wirklich nur wenige, im Kreise der IG Passivhaus ist frisch gleich nur eine einzige österr. FTH-Firma, in Deutschland scheint das Bild aber auch nicht besser zu sein Sad

parcus hat Folgendes geschrieben:

Öfen bzw. Kamine haben den Nachteil, auch Wärme nach außen abzugeben bzw. warme Raumluft zu ziehen. Siehe den Aufwand z.B. bei einer Dunstabzugshaube,...

Dass ein Ofen etliches an Wärme sinnlos den Kamin raus jagt ist klar, aber warme Raumluft zieht er doch nur, wenn er raumluftabhängig ist. Und das kommt bei installierter KWL ohnehin nicht in Frage. Oder habe ich das falsch verstanden?

Thomas Heufers hat Folgendes geschrieben:

Ein Holzofen in einem Passivhaus ist, wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Die Feuerstätte ist in den meisten Fällen überdimensioniert, diese Kapazitäten müssen dann mit entsprechend groß ausgelegten Pufferspeichern bewältigt werden. Die Wärmeabgabe an den Raum muss planerisch berücksichtigt werden. Der Kunde wünscht sich diese Gemütlichkeit, hierfür gibt es dann auch praxisfreundliche, aber nicht unbedingt günstige Lösungen.

Hm, ja, diese Befürchtung habe ich auch.. wobei in unseren Breiten ein Holzofen selbst im Passivhaus recht beliebt ist. Frage ist, wie das mit einem Gaskamin zu managen wäre. Immerhin kann ich dort sehr bequem per Fernbedienung die Leistung sofort zurück fahren. Die Flamme ist dann zwar klein, aber immer noch ganz nett anzusehen Wink Dürfte ich um ein paar ausführlichere Informationen zum Pufferspeicher erfragen? Kann/soll bei Gas und Holz unterschiedlich geplant werden?

Vielen lieben Dank für euren Input!

Nach oben
parcus

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 10.07.2009,
Beiträge: 171
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energieeffizient-sanieren.org Antworten mit Zitat
ups, das würde mich jetzt interessieren, welcher österreichische Massivholzhaushersteller macht Passivhäuser ?

lg parcus

_________________
Dipl.-Ing. Arch. | Dipl.-Wirt.-Inf. | BAFA & KfW Sachverständiger

http://www.forum-hausbau.de...
http://www.energieeffizient-bauen.org...
http://www.energieeffizient-sanieren.org...

Nach oben

Neues Thema eröffnen Neue Antwort erstellen Antwort für Gäste, ohne Registrierung
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter

Antwort für Gäste (ohne Registrierung)
Bitte schreiben Sie bei einer NEUEN Frage immer einen neuen Beitrag. Lediglich wenn Ihr Beitrag eine Antwort auf obigen Beitrag ist, antworten Sie als Gast ohne vorherige Registrierung direkt in diesem Formular.

Name/ Firma
Ihre e-Mail
(Ihre Mailadresse wird nicht veröffentlicht!)
Bewertung
Kategorie
Bezug
Titel
Ihr Text
Anzahl Zeichen: 0 (mind. 150 Zeichen!)
Spamschutz
E-Mail Erinnerung bei neuen Kommentaren zu diesem Artikel



Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   

 
Ähnliche Beiträge
Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Specksteinspeicherofen im Fertighaus knudi Bioenergie: Biomasse 1 04.09.2011 12:18 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Eine Idee, aber wie setze ich sie um? oakgast Solaranlagen: Photovoltaik & Solarthermie 1 25.05.2010 15:24 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Wärmepumpe problem - aber erst die gr... Willem Geothermie & Wärmepumpen 6 14.01.2010 21:53 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Elektroantrieb & Co. - aber was i... Kiralus Mobilität & Verkehr & Kraftstoffe 4 26.06.2009 21:02 Letzten Beitrag anzeigen
Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Bessere Dämmung, aber kaum bessere Werte Thyrant Bauen: Energiesparendes Bauen 5 31.10.2008 22:29 Letzten Beitrag anzeigen