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Baam
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Beitragvon Baam » 27.12.2009 13:34 Uhr

Hi,

gibt es eig. auch die Möglichkeit die WP im Winter durch einen Holzsofen/Pelletsofen zu unterstützen?

Der Ofen soll praktisch das Brauchwasser mit erhitzen und evtl. auch noch Wärme für die Fussbodenheizung im Haus liefern.

Hab ich noch nie was von Gehört und es würd mich mal interessieren.

mfg

Johnsegeln
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Beitragvon Johnsegeln » 27.12.2009 14:00 Uhr

Wenn die Luft Wärmepumpe einen zusätzlichen Wärmetauscher für einen Solar- oder Ofenanschluss hat, wie es die kleinen Brauchwasser Luftwärmepumpen von beispielsweise Buderus oder Weishaupt haben, dann ist der Ofenanschluss sehr einfach möglich.

Bei nur einen Wärmetauscher könnte man einen Plattenwärmetauscher für den Ofenheizkreis in den Heizkreis der Wärmepumpe einbinden. Dieser Plattenwärmetauscher benötigt jedoch eine höhere Umwälzpumpenleistung.
John
parcus
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Beitragvon parcus » 27.12.2009 17:09 Uhr

Hallo,

da gibt es sogar eine ganz aktuelle Untersuchung zu dem Thema vom Institut Wohnen und Umwelt.


Kombisysteme zur nachhaltigen Wärmeversorgung

lg parcus
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 27.12.2009 18:23 Uhr

Baam hat geschrieben:...gibt es eig. auch die Möglichkeit die WP im Winter durch einen Holzsofen/Pelletsofen zu unterstützen?

Der Ofen soll praktisch das Brauchwasser mit erhitzen und evtl. auch noch Wärme für die Fussbodenheizung im Haus liefern.
Unter folgendem Link ist ein Praxisbeispiel veröffentlicht.
http://energiesparprojekte.info/html/en ... bonn_.html
Der Holzscheitofen kommt nach Angaben des Eigentümers nicht allzu oft zum Einsatz, es ist eher eine gemütliche Zusatzfunktion.

Der Verbrauch des vorgestellten Energiesparhaus KfW 40 (Baujahr 2007) ist mit ca. 2.200 kWh Strom für Heizung und Warmwasser im Betriebsjahr 2009 angegeben. Nutzerprofil: 180 m² Wohn-/Nutzfläche, 5-köpfige Familie

Wenn man am Anfang der Planungen steht, dann sollte man den Energiebedarf des Geäudes mittels hoch wärmegedämmter Konstruktionen (Dach, Wand, Fenster, Keller, Bodenplatte etc.) auf das minimal Mögliche reduzieren. Die Heizlast ist dann so niedrig, dass es aus energetischer Sicht keinen Sinn macht, einen zweiten Energieträger neben der Wärmepumpe einzusetzen.
Ein Gebäude (KfW Effizienzhaus 55) mit 160 m² mit einer Heizlast von 30 Watt pro m², benötigt eine Wärmesystem mit 5 - 6 Kilowatt Leistungsabgabe für Heizung und Warmwasser. Das sind optimale Voraussetzungen für den Einsatz der Luft-/Wasser-Wärmepumpe. Ein zweites Heizsystem ist eine unnötige Systemerweiterung und macht ökonomisch keinen Sinn.

Gruß

Thomas Heufers

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http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
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Beitragvon walu123 » 11.01.2010 13:30 Uhr

Hier im Beispiel ist aber auch ein 10kWh Solaranlage mit Heizungsunterstützung angegeben. Diese reduziert den Verbrauch ebenfalls, ob sie effizient und ökonomisch sinnvoll ist sei einmal dahin gestellt. Die 800kWh weniger an Stromverbauch vom Bespielhaus zu meinem rechnen sich auch erst in ferner Zukunft(sofern ich unterstelle, dass die die Solarnalge maximal bringt)!

Bei meinem Kfw40 Haus wäre eine Solaranlage nicht rentabel. Einen Kachelofen wollte ich aus Gründen der angenehmeren Wäre aber auch unbedingt...

Meine Meinung und Erfahrung: Zweite Wäremquelle neben einer WP in einem KfW 40/55 60/75-Haus nicht ökonomisch, ebenso eine Solaranlage.

Gruß Walu
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Beitragvon Thomas Heufers » 11.01.2010 14:59 Uhr

Sicherlich ist eine thermische Solaranlage in unseren Breiten nicht immer ein wirtschaftlicher Vorteil. Aber der Einbau einer Solaranlage wird durch staatliche Förderungen unterstützt.
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erne ... hermie/i...
Dann ist die Amortisation einer Solarthermie schon eher gegeben. Neben wirtschaftlichen Aspekten sollte man auch der regenerativen Energie einen Platz einräumen. Das kann nie falsch sein.

Ich habe heute noch mit unserem Bauherrn aus dem Münsterland gesprochen, er hatte seinerzeit auf eine Solaranlage (Neubau in 2008) verzichtet. Der Jahresverbrauch liegt bei 2.480 kWh (41 € pro Monat für Warmwasser und Heizung bei einem Kilowattstundenpreis von 20 Cent) für 2009 in einem Bungalow mit 170 m², die Wärme wird über eine erdkollektorgeführte Sole-/Wasser-Wärmepumpe bereitgestellt. Hätte er sich für eine Solaranlage entschieden, dann bekommt er 1.700 € Förderung für die vollflächig verlegte Fußbodenheizung, 750 € Kombinationsbonus (Kombination von solegeführter Wärmepumpe mit thermischer Solaranlage) und 850 € Innovationsförderung bei einer Jahresarbeitszahl von > 4,7. Das sind 3.300 € an Förderung für eine Solaranlage in einem Neubau. Wenn realistischerweise die Solaranlage 3.500 € gekostet hätte, dann liegt die Amortisationszeit bei 3 - 4 Jahren. Mit einer Solaranlage würde der Jahresverbrauch etwa bei 2.000 kWh liegen, dies entspricht einer Energieeinsparung von cirka 96 € pro Jahr.

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon walu123 » 11.01.2010 20:56 Uhr

Hallo Thomas,

das klingt dann wirklich interessant. Auch wenn es ökonomisch fraglich ist, so rechnet es sich durch die staatliche Förderung (Zweck und Sinn auch dahin gestellt) doch recht schnell.

Muss ich doch mal schauen, ob ich noch was nachrüste...

Gruß Walu

Bartl Eco 4s Sole

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