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Spreizung zwischen Heizkreis-VL und WP-VL

Erdwärme, Wärmepumpe, Bohrungen, Sonden...
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Beitragvon FamiliePunz » 14.12.2009 16:15 Uhr

Ich habe seit kurzem eine WW-WP mit 1000l Puffer (als Lastausgleich und Puffer für Sperrzeiten) im Einsatz.
Gespeist werden 2 Heizkreise, 1x Radiatoren und 1x FBH.
Der Radiatorenkreis wurde früher mit einem wasserführenden Pellets-Kaminofen gespeist und benötigt max. 50-52°C VL-Temp.; als kein Problem für eine WP (denkt man).
Die WW-WP speist parallel zum Puffer in die Mischerkreise und den Puffer, die Heizkreisrückläufe gehen in den Puffer-->und weiter zur WP.
Ab einer Soll-VL-Temp für den Radiatorenkreis von >=47° geht die WP auf Störung mit Maxtemperatur (55°), da die Spreizung soweit auseinander geht, das in der Pumpe die 55° überschritten werden; obwohl der Rücklauf aus dem Heizkreis entsprechend kühl ist.

Frage 1: Welches Delta zwischen WP-VL und Heiz-VL ist normal und möglich(üblich)?

Frage 2: Kann es sein, dass durch das Fehlen einer Schichttrennplatte im Puffer, der WP-VL zu schnell in den RL schiesst; speziell wenn die Heiz-Soll-VL erreicht wird, und der Mischer zumacht--> somit die ganze Menge in den Puffer strömt und mangels Trennplatte(Widerstand) nicht im Puffer verwirbelt sondern kanalförmig zum RL strömt?
Nach dem Abschalten der WP kühlt nämlich der Puffer relativ rasch ab; kann event. mangelnde Verwirbelung die Ursache sein.

Frage 3: ist es üblich das bei erreichen der max-VL der WP die Pumpe sofort auf Störung geht, und nicht zuerst "normal" abschaltet und erst einige ° darüber auf Störung geht? So geht sie auf Störung, die Umwältpumpe wird abgeschaltet, sodass die Temperatur in der WP bleibt--> dauert länger bis die Störung sich wieder selbst quittiert.

Frage 4: Bei einem 1000l Puffer und einer 19kW WW-WP müsste die Laufzeit bis der Puffer um 10° erwärmt ist (42->52°C) doch länger dauern, speziell wenn noch Radiatoren Wärme abnehmen; derzeit schaltet die WP 3-5x/h (Mindestlaufzeit 10min eingestellt).

Danke für die (hoffentlich) vielen Reaktionen.

E.Punz
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Beitragvon GMil » 14.12.2009 18:26 Uhr

Hmm. Jede WP-Lösung ist eine individuelle Sache; insofern läßt sich da nur schwer abschätzen, was in einem konkreten Fall verbessert werden könnte, ohne das Ding vor Augen zu haben.

Mein Altbau (nur Radiatoren, VT = 55 °C) wird von einer heizstablosen L/W-WP gespeist (Golden Energy Thermodyn+). Ich habe vor dem Kauf lange gesucht, bis ich eine solche Lösung fand, die meine eigentlich WP-untaugliche Hütte zufriedenstellend versorgen kann.

Konkret: eine WP, die wegen erhöhter Temperaturanforderung auf Störung geht, ist m.E. eine Fehlkonstruktion! Sie sollte die zu hohe Temperaturanforderung befriedigen, so gut sie eben kann, und dabei bleiben!

Thema Spreizung: meine WP läuft dann am effizientesten, wenn die WP-Spreizung am größten ist. Ich fahre daher möglichst eine WP-Spreizung von 55 / 35 °C. Dazu ist ein sehr niedriger Volumenstrom erforderlich, damit das Wasser in den Radiatoren tief genug auskühlen kann. Diese niedrige UWP-Leistung kommt auch dem Wirkungsgrad zu gute.

Mein Kombipuffer (400 + 150 l) übersetzt die Temperaturen / Volumenströme von WP- und Heizkreis ineinander. Er kann das dann am besten, wenn seine Schichtung möglichst hoch ist, also wenig Verwirbelung stattfindet. Auch hier ist also die geringe UWP-Leistung von Vorteil.

Hätte ich zusätzlich eine FBH, würe ich den RL der Radiatoren als VL in die FBH einleiten, die Heizkreise also hintereinanderschalten.

Meine modulierende WP hat nur 3 - 5 Taktungen in 24 Stunden. Ab Temperaturen unter ca. - 5 °C läuft sie durch.

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Beitragvon roro » 15.12.2009 07:20 Uhr

Frage 1:

Bei einer 19 kW WP brauchst Du schon ein ordentliches Umlaufvolumen um die Spreizung gering zu halten.
Ein Delta von 8 K lässt auf ein Volumen von 2000l/h schließen. Das ist an sich nicht wenig, wenn Du Spreizung verringern möchtest brauchst Du mehr Umlaufvolumen.

Frage 2:
Ist aus der Ferne schwer zu beurteilen.

Frage 3:
Hängt von der Steuerung ab. Meine verhält sich ähnlich nur dass die UWP weiterläuft.

Frage 4

1000 * 10 * 4180/3600/19000*60= knapp 37 min. Diese Zeit solltest Du minimal haben, den so lange dauert es, bis Dein Puffer um 10 Grad erwärmt wird, ohne das Energie entnommen wird.

Ich würde auf ein Problem der Hydraulik tippen.

BTW:

50 Grad VL-Temperatur, Mischer, 1000l Puffer, FBH+Radiatoren und eine 19kW nicht modulierende WP (für welche Hausgröße?) ist an sich keine gute Lösung. Hier kann sehr viel falsch laufen. Die Aussage, dass wäre kein Problem für eine WP halte ich für sehr gewagt. Wer hat das System geplant?

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