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Durchholzer
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Beitragvon Durchholzer » 16.11.2009 20:56 Uhr

Hallo,
ich habe ein altes Bauernhaus erworben und werde diese zu einem 4 Fam.Haus umbauen als energie Effizienshaus 70 mit ca 450 qm Wohnfläche. Die Heizung soll mit Scheitholz und Solarunterstützung erfolgen Der Brenner soll 30kW haben und zwei 1500 liter Speicher haben. Im Sommer soll die Solaranlage ca 20 qm das Warmwasser erzeugen. Nun meine Frage. Der Heizungsbauer meint das Scheitholzbrenner und Solar gerade in der Übergangszeit nicht zusammen passen, da der Kessel die Speicher voll macht und Solar bei entsprechendem Wetter nicht oder nur in geringem Umfang genutzt werden können. Er schlägt vor die Solar Anlage mit eigenem Speicher zu betreiben . Ich würde jetzt die Speichermasse erhöhen um mit dem Kessel die Spitze abzudecken um dann Solar weiter mit zu benutzen. Wie sind da die Erfahrungen?

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 16.11.2009 21:33 Uhr

Ein Speicher für Solarwärme und Pufferung ist vollkommen ausreichend, technisch ist das unkritisch.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Oswald » 16.11.2009 22:58 Uhr

hallo....

Also ob das technisch unkritisch ist war nicht die Frage.

Man kann einen Ofen auch im Garten aufstellen und beheizen. Das ist technisch auch unkritisch aber unsinnig!

Ich weis schon worauf der Heizungsbauer hinaus will und er hat natürlich völlig recht, aber die Schlussfolgerung, dass es nicht zusammen passt gefällt mir dabei jedoch gar nicht.

Im Winter bringt die Solaranlage so gut wie nix (auf das mich jetzt hundert Steine aus dem Forum treffen mögen)!

In der Übergangszeitkommt schon noch so Einiges aber damit ein Einpuffersystem weiterhin beladen werden kann muss eine Temperaturdifferenz vorhanden sein.
Wenn der Kessel nun schon den Puffer wärmer erhitzt hat, als es von der Solaranlage kommen kann, dann kühlt die Solaranlage sogar den Puffer runter!
Das passiert nicht, weil die Umwälzpumpe des Solarkreises in solchen Fällen gar nicht erst läuft (laufen sollte).

Es gibt aber vielleicht doch eine Möglichkeit beides zu verbinden:
Grosser Puffer mit SEHR guter Schichtung.
Die Solaranlage speist ganz unten in den Schichtenspeicher, wo der Rücklauf aus der Heizung reinkommt und es also am kältesten im Puffer ist.
Ganz oben beschickt der Kessel (weil er SEHR hohe Temperaturen liefern kann seine Energie. Dann füttert die Solaranlage am besten.
Ein 2-ter Speicher würde natürlich mehr Erträge von der Solaranlage speichern können, da er vermutlich insgesamt kälter wäre als der vprher genannte aber genau aus diesem Grund könnte er seine Energie auch nirgendwohin abgeben.
Egal wie setzt das eine sehr grosse SPreizung im Heizkreislauf voraus, damit es halbwegs funktioniert.


(Vielleicht ist ein Tot-Speicher wie einer von Capito oder Ähnliches eine gute Lösung?)

Ich bin KEIN Heizungsbauer aber vielleicht fasst Dein Heizungsbauer meine Vroschläge und Ideen als Anregung auf und findet eine praktikable Lösung?

Grüsse
Oswald
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Beitragvon parcus » 17.11.2009 20:12 Uhr

Hallo,

ich sehe hier die Problematik bei der Sanierung z.B. nach KfW70-2009.
Bei 450 qm können sich kleine Abweichungen in der Ausführung summieren, sodass ggf. später im Betrieb das Niveau der Heizkurve angehoben werden muss.

Was ungünstig für eine Schichtung wäre. Ansonsten würde ich auch den Gedankengängen von Oswald folgen wollen.

Die Frage ist für mich, ob sich die Solarthermie wirklich später rechnet. Die Ertragsspanne ist nicht so hoch, sodass diese schnell aufgebraucht sein kann, oder sogar in den Verlust kippen kann.

Ich würde hier als Planer, auf jeden Fall Alternativen rechnen wollen. Auch in Bezug auf die KfW Programme.

lg parcus
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Beitragvon machtnix » 18.11.2009 10:48 Uhr

4 Familienhaus mit 450m² Wohnfläche und das mit einem Holzkessel?

Das Anlagenkonzept finde ich mal nicht so dolle.

Die Auslegung der Puffer ist schon mal sehr gut gewählt,100l/kw sehr gut.
Bei einem Holzkessel kommt es nicht so sehr auf den Wärmebedarf des Hauses drauf an,das schaffen die eigentlich immer recht locker,hier sollte man die Nachlegeintervalle niciht außer acht lassen.
Bei dieser Größenordnung könnte sein das man zwei bis dreimal am Tag Holz nachlegen muß.
Hier würde ich deshalb eher zu einem größeren Kessel tendieren,eher 40-50kW.
Wenn sichergestellt ist das immer jemand zu Hause ist und im Bedarfsfall Holz nachlegen kann,könnte man sicher mit dem 30kW auskommen.

Wie wäre es denn mit einem Kombikessel?Holz und Pellets?
Der Therminator 2 von Solarfocus wäre hier interessant.
http://www.solarfocus.at/html/therminator_ii.html

Wenn es nur Scheitholz sein soll dann wäre auf jeden Fall noch BMK von Guntamatic zu empfehlen.
http://www.guntamatic.at/bmk.htm
Bei diesem Kessel sind 20 und 30kW bzw der 40und 50kW die gleichen Kessel.Durch eine Parameteränderung in der Steuerung kann ich aus dem 20kW einen 30kW machen und aus einem 40kW einen 50kW Kessel.

Diese beiden Vorschläge sind allerdings Premiumkessel.

Falls tatsächlich noch eine Solaranlage angedacht ist,kann man diese selbstverständlich sinnvoll einbinden.
Hier heißt das Zauberwort:Zortströmverteiler
www.zortea.at
Die Solaranlage wird über eine Trennstation (Plattenwärmetauscher)betrieben.Ist ausreichend Sonne vorhanden macht sie die Puffer voll.
Sollte es allerdings bewölkt sein d.h. also wenig Ertrag,kommt also von oben z.B. nur 35°C-40°C runter,so langt es nicht um die Puffer aufzuheizen aber es reicht immer noch um die Fußbodenheizung zu erwärmen.So kann man also direkt von der Solarstation in die FBH-Kreise einspeisen.


Bekommt das Haus Fußbodenheizung?
Wie sieht es denn da mit einer Wärmepumpe aus?
Vom Invest her sollte sich nicht viel tun,vielleicht eher günstiger wenn man's richtig macht.
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Beitragvon parcus » 18.11.2009 14:39 Uhr

4 Familienhaus mit 450m² Wohnfläche und das mit einem Holzkessel?

Mein Kommentar oben soll natürlich nicht heißen das ich die Kombination für wirtschaftlich halte !

Holz ist ohnehin nur so lange interessant wie sich nicht all zu viele auf diesen Energieträger stürzen.
Bei Pellets hat man schon gesehen, das die Preise höher als bei Öl oder Gas sein können, wenn die Industrie mit ihrem Bedarf darauf zugreift.

Es wäre ja schon die Frage ob KfW 70-2007 oder KfW 70-2009.

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Beitragvon HolzTheo » 14.11.2012 23:05 Uhr

Hier mal ein Video nach 3 Betriebsjahren von meinem Therminator II 40 KW

http://www.youtube.com/watch?v=ffuqn9kK ... e=youtu.be

Sollte jemand Erfahrungswerte wünschen - einfach mail an weigel01@gmx.de

mfg Thomas Weigel

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