Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
alex

Beitragvon alex » 31.08.2005 16:38 Uhr

Wir planen ein 2 Fam-Haus mit 6 Personen,210 m²Fußbodenheizung zu bauen.Von der Baufirma wurden uns Anlagen von Fa."tecalor" u. "nibe" angeboten.Hat jemand was von den Fa. gehört? Bei uns sollen 3 Bohrungen a 50 m Tiefe,400 l Brauchwasserspeicher u. 7 kw Heizgerät eingebaut werden. Könnte das ausreichen? bin für alle Hinweise dankbar.

abE-GbR Energieberatung

Beitragvon abE-GbR Energieberatung » 31.08.2005 16:38 Uhr

» Wir planen ein 2 Fam-Haus mit 6 Personen, 210m² Fußbodenheizung zu bauen. Von der Baufirma wurden uns Anlagen von Fa."tecalor" u. "nibe" angeboten. Hat jemand was von den Fa. gehört?

Beide bekannt, bei "tecalor" handelt es sich um eine "Tochter" von Stiebel Eltron.

» Bei uns sollen 3 Bohrungen a 50 m Tiefe,400 l Brauchwasserspeicher u. 7 kw Heizgerät eingebaut werden.

Reicht unter "NEH-Bedingungen" aus, da die 7 kW der WP-Aufnahmeleistung entsprechen.

Empfehlung: WP-Optimierung durchführen lassen, denn je nach Heizwärmebedarf und Standort des Gebäudes würde wahrscheinlich auch eine Luft-Wasser-WP vollkommen ausreichen, so dass unterm Strich die teuren Bohrkosten für andere "sinnvollere" Maßnahmen (Solarthermie) eingesetzt werden könnten.

Bedenke, die bessere Leistungszahl einer WWWP gegenüber einer LWWP ist (im Neubau) Augenwischerei, denn unter NEH-Bedingungen sind die Heizkosten ohnehin (egal mit welcher WP-Art) schon sehr niedrig. Also, von nahezu "nichts" etwas einzusparen, ist wirtschaftlicher Unsinn.

MfG Nicole
Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo Nicole,

ich persönlich dachte, der gute Mann möchte Erdwärmesonden. Da ist die WWWP nicht so hilfreich. Wenn schon Abkürzungen, dann aber konsequent: SWWP für Sole-Wasser-Wärmepumpe.

Und was die "teueren Bohrungen" anbebtrifft: gilt hier nicht auch Ruskins Gesetz? ;-)

Und wer da auf die Idee mit den 3x50-m-Bohrungen gekommen ist, würde mich auch interessieren. Vom verschenkten Temperaturniveau (je 100 m 3 Kelvin und jedes Kelvin ist wichtig) mal abgesehen, führt das auch noch zu einer zusätzlichen Anbindungsleitung (gegenüber 2 Sonden) und einem teueren Verteiler. Aber, ok, auch hier mag Ruskin gelten...;-)))

Lieber Gruß
Thomas


» » Wir planen ein 2 Fam-Haus mit 6 Personen, 210m² Fußbodenheizung zu bauen.
» Von der Baufirma wurden uns Anlagen von Fa."tecalor" u. "nibe" angeboten.
» Hat jemand was von den Fa. gehört?
»
» Beide bekannt, bei "tecalor" handelt es sich um eine "Tochter" von Stiebel
» Eltron.
»
» » Bei uns sollen 3 Bohrungen a 50 m Tiefe,400 l Brauchwasserspeicher u. 7
» kw Heizgerät eingebaut werden.
»
» Reicht unter "NEH-Bedingungen" aus, da die 7 kW der WP-Aufnahmeleistung
» entsprechen.
»
» Empfehlung: WP-Optimierung durchführen lassen, denn je nach
» Heizwärmebedarf und Standort des Gebäudes würde wahrscheinlich auch eine
» Luft-Wasser-WP vollkommen ausreichen, so dass unterm Strich die teuren
» Bohrkosten für andere "sinnvollere" Maßnahmen (Solarthermie) eingesetzt
» werden könnten.
»
» Bedenke, die bessere Leistungszahl einer WWWP gegenüber einer LWWP ist (im
» Neubau) Augenwischerei, denn unter NEH-Bedingungen sind die Heizkosten
» ohnehin (egal mit welcher WP-Art) schon sehr niedrig. Also, von nahezu
» "nichts" etwas einzusparen, ist wirtschaftlicher Unsinn.
»
» MfG Nicole
thomas2

Beitragvon thomas2 » 31.08.2005 16:38 Uhr

oder es sind direktverdampfer sonden? dann sind beide abkürzungen falsch!
Nicole Bauer

Beitragvon Nicole Bauer » 31.08.2005 16:38 Uhr

@ Thomas,

» » ich persönlich dachte, der gute Mann möchte Erdwärmesonden. Da ist die WWWP nicht so hilfreich...

Hast ja recht, natürlich meinte ich die Sole-WWP (SWWP).

» » Und wer da auf die Idee mit den 3x50-m-Bohrungen gekommen ist, würde mich auch interessieren...

Weiß ich nicht, von mir bestimmt nicht, aber möglicherweise hat der zuständige Geologe eine begründete Furcht, in weiterer Tiefe (>50 m) z.B. Klüfte vorzufinden?

Aber als Geologe wirst du bestimmt ähnliche Vermutungen haben, denn sonst wäre der von dir angesprochene "geothermische Temperaturgradient" tatsächlich verschenkt!

mit freundlichen (geothermischen) Grüßen
Nicole
tipp

Beitragvon tipp » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo Nicole!

Mit einer vernünftigen Luft Wärmepumpe und eine guten Dämmung unterschreitest du die Heizkosten gegenüber einer Sole Wärmepumpe deutlich.
Ohne auftauen im Sommer kanns dir sogar passieren das die Eiskegel um die Sonde nicht schnell genug tauen und nächsten Winter garnichts mehr.

Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo Tipp

was meinst du mit Heizkosten? Etwa die Betriebskosten zusammen mit den Installationskosten? Dann ist es in jedem Fall genau nachzurechnen, welche WP die bessere (d.h. günstigere) Lösung ist. Pauschalurteile sind hier "suboptimal".

Falls du aber mit Heizkosten lediglich die Betriebskosten meinst, dann ist das schlichtweg falsch.

Das mit dem "Eiskegel" ist nun einfach Unfug. Eine fachgerecht, d.h. gemäß VDI 4640, ausgelegte Erdwärmesondenanlage erreicht lediglich sehr kurzfristig Temperaturen unter dem Gefrierpunkt im Arbeitsmittel (also in der Sole, die in der Sonde zirkuliert).
Ziel der Auslegung ist es schließlich über ein Jahr betrachtet eine ausgeglichene Wärmebilanz im Untergrund herzustellen.

Das bedeutet nun aber nicht, dass eine Sonde mit "Eiskegel" im Sommer mühsam wieder auftaut, damit sie im Winter wieder funktioniert. Tatsächlich wird aus dem Untergrund im Winter lediglich mehr Wärme entnommen, als in diesem Zeitraum zufliesst. Diese "Mehr" an Wärme wird dann im Sommer (Sondenbetrieb nur für die Warmwasserbereitung) wieder ausgeglichen.

Tatsächlich könnte man auch dieses "Minus" im Winter leicht ausgleichen: ein paar mehr Meter Sonde reichen dafür aus. Aber das wäre dann praktisch "doppelt genäht" und wirtschaftlich einfach Unsinn.

Bemerkenswerte Eisbildungen an den Sonden selbst können nur dann entstehen, wenn diese zu klein (zu kurz) ausgelegt wurden. Und das läßt sich vermeiden, indem man ganz einfach ausreichend Meter Sonde in den Untergrund einbaut. Womit wir wieder bei der VDI 4640 wären.

Gruß
Thomas


» Hallo Nicole!
»
» Mit einer vernünftigen Luft Wärmepumpe und eine guten Dämmung
» unterschreitest du die Heizkosten gegenüber einer Sole Wärmepumpe
» deutlich.
» Ohne auftauen im Sommer kanns dir sogar passieren das die Eiskegel um die
» Sonde nicht schnell genug tauen und nächsten Winter garnichts mehr.
eksom

Beitragvon eksom » 31.08.2005 16:38 Uhr

Neueste Innovationen:
unter www.fal-ag.de zum Thema Bohrer
www.eksom.com zum Thema Thermogeneratoren
Mfg
E
tipp

Beitragvon tipp » 31.08.2005 16:38 Uhr

»
» Bemerkenswerte Eisbildungen an den Sonden selbst können nur dann
» entstehen, wenn diese zu klein (zu kurz) ausgelegt wurden. Und das läßt
» sich vermeiden, indem man ganz einfach ausreichend Meter Sonde in den
» Untergrund einbaut. Womit wir wieder bei der VDI 4640 wären.


Hallo thomas

glaubst du das wirklich?
wie willst du mit der VDI 4640 eine aänderung im grundwasserspiegel berechnen?
wie willst du eine vergösserung des hauses berechnen?
wie willst du einen winter im jahre 2020 berechnen?

erdwärmepumpen sind teuer, nicht erweiterbar, haben weit höhere wartungskosten, und ungeachtet dessen hat eine sonde bestenfalls 15 Tage (mitteleuropa) im Jahr eine bessere leistungszahl welche sich jedoch durch die schlechtere, an weit mehr tagen, nicht positiv auswirkt.
Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo Tipp,

ja, das "glaube" ich wirklich.

1) Änderungen im GW-Spiegel gibt es ohnehin mit den Jahreszeiten und nach ergiebigen Niederschlägen. Grundsätzlich geht das fliessende Grundwasser (mit einer Ausnahme) gar nicht in die in der VDI 4640 genannten Entzugsleistungen je Meter Sonde ein. Größere Änderungen im GW-Spiegel sind ohnehin sehr außergewöhnlich (z.B. im Tagebau mit GW-Absenkung).

2) Was die Vergrößerung des Hauses und die Klimaentwicklung anbetrifft: ich mutmaße mal ganz einfach, dass auch bei allen anderen Heizsystemen hier eine gewisse "Prognoseunsicherheit" besteht. Und ganz besonders empfindlich sind hier zweifelsohne Luft-Wärmepumpen (Klima-Entwicklung), oder? ;-)

3) Hohe Wartungskosten bei den erdgekoppelten Wärmepumpen? Hier empfehle ich Kaltschmitt et al. (einfach googeln und dann auch lesen) oder den Innovationsbericht 2002 der EnBW (ebenfalls "google-bar"). Hier wäre es schön, wenn du ein wenig mehr Information geben könntest.

4) 15 Tage bessere Leistungszahl? Die "Leistungszahl" beschreibt das momentane Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung zu aufgenommener elektrischer Antriebsleistung, bezogen auf einen bestimmten Anlagenumfang gemäß VDI 2067, für einen bestimmten Arbeitspunkt (Temperaturverhältnis). Oder trivialer: sie kennzeichnet die Effizienz der Wärmepumpe.
Zum Vergleich nimmt man besser die "Jahresarbeitszahl" (Das Verhältnis aus jährlich gelieferter Wärme zu jährlich aufgenommener elektrischer Antriebsenergie, bezogen auf einen bestimmten Anlagenumfang gemäß VDI 2067, oder einfacher: die Effizienz einer Wärmepumpenanlage, d.h. das Entzugsmedium wie etwa Luft, Wasser oder Erdreich geht mit ein). Und du willst jetzt doch nicht allen Ernstes behaupten, dass die luftgekoppelte Pumpe bessere JAZ als die erdgekoppelte, oder?

Richtig ist, dass Wärmepumpenanlagen nicht besonders gut erweiterbar sind. Hier wird man wohl bei gesteigertem Heizbedarf eine weitere WP mit anschliessen müssen. Ob da optimale Anlagen herauskommen, hängt vom Einzelfall ab. Aber ich denke auch, dass das außer der WP die meisten anderen Systeme treffen wird. Hier ist ein gewöhnlicher Ölbrenner (der ohnehin oftmals überdimensioniert eingebaut wird) wohl in den meisten Fällen einfacher auf einen geänderten Heizbedarf anzupassen.

Gruß,
Thomas


Wenn nicht ein krasser Fall


» Hallo thomas
»
» glaubst du das wirklich?
» wie willst du mit der VDI 4640 eine aänderung im grundwasserspiegel
» berechnen?
» wie willst du eine vergösserung des hauses berechnen?
» wie willst du einen winter im jahre 2020 berechnen?
»
» erdwärmepumpen sind teuer, nicht erweiterbar, haben weit höhere
» wartungskosten, und ungeachtet dessen hat eine sonde bestenfalls 15 Tage
» (mitteleuropa) im Jahr eine bessere leistungszahl welche sich jedoch durch
» die schlechtere, an weit mehr tagen, nicht positiv auswirkt.

Nächste

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Wer kann helfen?