Hallo Tipp,
dauerhafte Grundwasserabsekungen sind enorm teuer. Das lohnt sich nur, wenn massive wirtschatliche Gründe dafür sprechen (z.B. im Braunkohletagebau). Aber im Strassenbau? Das wäre zweifelsohne so teuer, dass man den Planer dafür steinigen würde. Trockenlegung zur Bewirtschaftung? Hmmm, hat man früher natürlich in moorigen Gebieten gemacht. Aber wer baut da?
Und bei allen diesen Absenkungsmaßnahmen gilt: hier wird der GW-Spiegel um wenige Meter abgesenkt (nur beim Tagebau auch mal 10er-Meter). Glaube mir, dass merkst du in der Leistungsbilanz einer Sonde nicht.
Wasser im Untergrund ist bei Sonden/Kollektoren besonders leistungsteigernd, wenn es sich um (fließendes) Grundwasser handelt. Es führt ständig vergleichbar warmes Wasser zum Erdärmetauscher und transportiert die in den Untergrund gebrachte Kälte ab.
"Stehendes Wasser" im Untergrund bezieht seinen Vorteil aus der Tatsache, dass Wasser immer noch besser Wärme leitet als Bodenluft (die sonst die Hohlräume füllt). Aber es bleibt auch dabei: Wasser leitet Wärme immer noch schlechter als (fast) jedes Gestein.
Oder etwas wissenschaftlicher formuliert: konduktiver und konvektiver Wärmetransport ergänzen sich im Untergrund. Bei Grundwasserleitern mit hohen Fließraten überwiegt der konvektive Wärmetransport die Konduktion. Und: die in der VDI4640 genannten Entzugsleitungen berücksichtigen (bis auf eine Angabe) nicht den konvektiven Wärmetransport. Das liegt ganz einfach daran, dass das verwendete Simulationsprogramm den Grundwassergekoppelten Wärmetransport nicht berücksichtigen kann. Hier besteht lediglich die Möglichkeit mit einzelnen Parametern Näherungsrechnungen zu betreiben.
» War etwas undeutlich: Im Schadensfall. z.b. ausfall der Tc begrenzung ist
» die sonde hinüber.....einer LWP macht das nichts.
Sorry, das verstehe ich nicht. Was meinst du hier?
» JA! eine LWP ist in Mitteleuropa einer Solepumpe überlegen.
Nein, das ist nicht so. Hierzu gibt es Untersuchungen (und zwar nicht von der WP-Industrie gesteuert), die das Gegenteil besagen.
Ich persönlich denke, dass es für alle Systeme (ob WP, ob Pelletheizung, ob sonst was) immer ein paar Fälle gibt, in denen sie den anderen jeweils überlegen sind.
» ausgenommen natürlich tiefensonden mit 250m und mehr (je nach geologischen
» bedürfnissen). doch die scheiden für ein Haus sowieso aus.
Der Charme bei den tieferen Sonden liegt natürlich am insgesamt höheren Temperaturniveau im Untergrund. Tatzsächlich geht der Trend bei den Sonden zu immer tieferen Systemen. Und bis 300 m sind diese Sonden nur geringfügig teuerer (größerer Bohr- und Sondendurchmesser). Allerdings brauchen derart tiefe Sonden auch einen Wärmeabnehmer. Die Heizleistung für das Gebäude soltle mindestens 17 kW betragen und das ist nun schon ein sehr ordentliches Einfamilienhaus.
Tiefensonden bezeichnen übrigens Sonden, die tiefer als ca. 400 m sind (z.B. so ein Ding, wie derzeit in Aachen gebaut wird). Ereste Versuche mit solchen Sonden (z.B. in Weggis/CH) haben aber eher ernüchternde Ergebnisse gebracht.
» die LWP bietet sich auch hier an. einfache aufstellung kein weiteres
» Gartenzerstören...usw.
Lol, Tipp, sag doch ganz einfach, wo die LWP wirklich einen unschätzbaren Vorteil hat: immer dann, wenn nicht genug Fläche für ein Bohrgerät bereitsteht oder wenn das Grundstück mit den mäßig geländegigen Bohrmaschinen nicht anfahrbar ist.
» so treffen seit 30 Jahren die meinungen aufeinander
Yep, und nichts ist fruchtbar, wir die Diskussion.
Lieber Gruß
Thomas