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Forum Energiesparen & Energiespargeräte & Ökostrom

Thema: Doppelisolierung

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tommy0802

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wir haben ein altes Haus gekauft, Bj ´72. An diesem befindet sich ein "Anbau", es war früher einfach mal die Gartenlaube. Vor ca 8 Jahren wurde diese Wintergartenähnlich geschlossen. Die Maueranteile wurden damals in Ziegel nur 24 stark hochgezogen. Beim späteren Ausbau wurde eine Innenisolierung gewählt 5cm Styropor. Das ist natürlich ein bisschen wenig.
Nun zu meiner Frage: kann man die Innenisolierung lassen und außen Styrodur oder ähnliches draufkleben oder muss man dann innen entfernen. Wie stark muss der Wärmeschutz sein damit es was bringt. Es soll eine vernunftiges Verhältnis Kosten/Nutzen/Aufwand sein. Je weniger desto besser, da ich Grenzbebauung habe und dann auch mit der Nachbarschaft verhandeln muss. Welches Material empfiehlt sich.

Vielen Dank für zahlreiche Antworten.

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bernhard geyer

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tommy0802 hat Folgendes geschrieben:
Nun zu meiner Frage: kann man die Innenisolierung lassen und außen Styrodur oder ähnliches draufkleben oder muss man dann innen entfernen.

Kannst lassen. Nach den jahren sollte keine nötige Trocknung der Mauern mehr nötig sein.

tommy0802 hat Folgendes geschrieben:
Wie stark muss der Wärmeschutz sein damit es was bringt. Es soll eine vernunftiges Verhältnis Kosten/Nutzen/Aufwand sein.

Evtl. fragst du einen unabhängigen Energieberater. Ich denke dieser sollte dir entsprechend genaue Berechnungen liefern können.

tommy0802 hat Folgendes geschrieben:
Je weniger desto besser, da ich Grenzbebauung habe und dann auch mit der Nachbarschaft verhandeln muss. Welches Material empfiehlt sich.

Wenn "Normales" Dämmstyopor reicht kommst du mit 10/12 schon passable Werte hin. Besser natürlich 20 cm. Sollte das zu vile sein sind noch Vakuumdämmplatten möglich. Sind jedoch ziemlich teuer.

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Thomas Heufers

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Eine Innenisolierung hat die Anfälligkeit, dass der Taupunkt nicht außen liegt. Zweiter Nachteil sind bei der Innendämmung die unvermeidbaren Wärmebrücken der Wandstöße (Innenwand zu Außenwand). All dies kann zu Bauschäden führen.

Die folgende Broschüre geht auf die Fragestellungen ausführlich ein.

Wärmedämmung von Außenwänden mit Innendämmung - Die nachträgliche Dämmung von Altbauten mit historischen Fassaden
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Waermedaemmung-Aussenwaende-v...

Gruß

Thomas Heufers

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parcus

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Hallo,

also wenn es bislang keine Probleme gab, brauchst Du innen nicht zu entfernen.
Außen sind heute 14cm fast die untere Grenze.
Das kommt allerdings auch auf die Raumnutzung an.

LG parcus

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Oswald

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hallo...

Wenn jetzt aussen eine Dämmung drauf soll, könnte es nötig werden, dass die Dämmung innen runter muss.

Ich kenne das Problem von den ersten Dämmmassnahmen an meinem Elternhaus in den 70ern.
Da haben meine Eltern zuerst nur Innen gedämmt und es war jahrelang keinerlei Problem, da die Wände von Aussen her so Luftdurchlässig waren, dass es nichts ausmachte, dass der Taupunkt IN der Wand war.
Als Sie später aussen nachgelegt haben, haben sie zuerst auch nichts gemerkt aber irgendwann musste mal eine Platte innen ab und frage nicht wie es da aussah!!!!

Also wenn aussen dann Innen weg würde ich sagen!

Grüsse
Oswald

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parcus

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@Oswald

was war das denn für eine Innendämmung ?

LG parcus

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tommy0802

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@Oswald

kann es denn sein, dass die Innenisolierung nur leidlich verklebt war? Das ist immer das was man bei Innenisolierung so liest!?! Bei uns ist das derart brutal verklebt (ich musste wegen Kaminofen an einer Stelle die Isolierung entfewrnt werden), da werd ich jeck wenn das entfernt werden muss.

@Thomas Heufers
es gibt da keinerlei weitere Wände. Es ist ein Raum mit ca 40m² und obendrauf direkt das Dachgebälk.

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Oswald

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hallo nochmal...


Es waren "Rigips"-Platten mit 40 oder 50mm Styropor-Auflage.
Sie waren nicht vollflächig verklebt, sondern auf Ausgleichslatten genagelt bzw. geschraubt.

Also ich revidiere nochmal meine pauschale Aussage, dass die Innen dämmung runter muss.

Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass der Taupunkt dann nicht im Mauerwerk liegt und es somit absäuft oder verschimmelt
Das kann man ausrechnen!

Jetzt kommen wieder welche, die erzählen, dass die Wand ja feucht werden dürfe, wenn sie im Sommer wieder abtrocknet und erzählen was von diffusionsoffenen Baustoffen.....

blablabla!

Stimmt schon! Aber das brauchts eben nicht, wenn man auf die Lage des Taupunktes achtet.


Grüsse
Oswald

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parcus

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@Oswald

der Taupunkt wird sich ja auf jeden Fall nach außen verschieben.
Natürlich kann man das berechnen, ich wollte auch nur einen Mindestwert als Dicke, wegen dem Grenzabstand nennen.

Auf die Dampfdiffusion der Baustoffe ist dennoch zu achten, egal wo der Taupunkt liegt. Gerade bei älteren Häusern sind noch nicht "zeitgemäße" Produkte verbaut, oder aber vom "Heimwerker" nicht fach- und sachgerecht eingebracht.

@tommy0802

Hier ein Leitfaden zur Schadensvermeidung:
http://www.energieeffizient-sanieren.org/index.php?topic=327.0...

ebenso nachhaltige Baukonstruktion:
http://www.energieeffizient-sanieren.org/index.php?topic=336.0...

LG parus

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Thomas Heufers

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Mein Fazit zum Thema Innendämmung.

1. Der Taupunkt muss rechnerisch ermittelt werden, ansonsten ist eine Schädigung der Konstruktion und die Gesundheitsgefahr für die Bewohner wahrscheinlich.

2. Die fachliche Beurteilung durch einen Sachverständigen (Außendienstmitarbeiter) des Herstellers und eine etwaige Taupunktberechnung ist ratsam und sollte dokumentiert werden.

3. Mit entsprechender Lüftungstechnik kann man die Luftqualität verbessern und das Risiko Schimmelbildung eingrenzen.
http://ecotec-energiespartechnik.de/html/inventer.html...

Gruß

Thomas Heufers

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parcus

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Hier ein Link, was die zusätzliche Wärmedämmung bringt:
http://www.energieeffizient-sanieren.org/index.php?topic=368.0...

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Jengo

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hier auch noch mal einige infos:
http://www.lust-sparen.de/haus-energie-6/haus-energieeinsparung-waerme...

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