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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: 3 Kernfragen zum Einstieg in das Forum

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Hallo,

ich lese die Beiträge schon seit einiger Zeit mit grossem Interesse weil wir letzte Woche eine Grundstück an dem Fluss Saar in Rheinlandpfalz gekauft haben.
Mittlerweile habe ich mich durch die Richtlinien des Wärmegesetzes und der Enev2009, die dann für uns nächstes Jahr gelten wird, eingelesen.

Obwohl wir schon erste Angebote von Fertighausbauer (Holzständerbauweise) und Massivhausbauträger bekommen haben, liegt noch in der Luft ob wir Massiv oder in Holzständerbauweise bauen möchte. Die Auswahl des Bauträger mache ich von zwei Faktoren abhàngig: Wie realisieren die bessere Dämmwerte zu einem akzeptablen Preis und wie kompetent sind sie in der Beratung, Berechnung und der Realisierung der Heizungsanlage. Hier habe ich als Laaie schon den Kopf schütteln müssen, weil VerKäufer nach dem Motto "Hauptsach billisch" die Kunden locken wollen)
Aus den Angeboten geht nicht konkret hervor ob es sich noch um Kfw70 oder Kfw55 Häuser handelt, oder einfach nur um "Standard", Es werden U-Werte für Wand (0.15) und Fenster (0.6) angegeben. Daraus lässt sich natürlich nichts zum Wärmebedarf oder Jahresenergiebedarf sagen. Das wäre für mich interessanter gewesen als eine Auswahl an Fliesen Wink

Hier die Eckdaten des zu bauenden EFH mit kompletter Unterkellerung:

Grundstückgrösse: 660 qm
Wohnflàche: ca. 180, davon 150 EG+DG, und nochmal 30qm beheizt im Keller (Gästezimmer und Arbeitszimer)
Satteldach und Rückseite vom Haus zeigt nach Südsüdwest.
Von West nach Ost leichte Hanglage von ca. 2,5m über die gesamte Breite des Grundstücks (25m), im Baufenster ca. 1m
Keine Erker, keinen Wintergarten oder Balkon oder sonstige "Ausbuchtungen"

Folgende Anforderungen habe ich:
- Gute Dämmung (Energieverbrauch entsprechend eines KfW-Effizienzhaus 70 nach der neuen EnEV2009)
- maximale Wärembedarf von ca. 5-6KW und Jahresenergiebedarf vielleicht um die 10.000-12.000 kWh (Klimazone: mittelmässig)
- Innenraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung
- Wärmepumpe (welcher Typ soll noch bestimmt werden, siehe unten) für Heizung und WW
- Wasserführender Holzofen (ich weiss, ist nicht wirtschaflich, also zum reinen Luxus für meine Frau)
- Fussbodenheizung mit möglichst niedriger Vorlauftemperatur (<35°C)
- 3m Aquarium (ist ein Wärmekonsument der zu berücksichtigen ist, Heizung des Wassers über Abzweigung der Fussbodenheizung) --> Killerkriterium für Passivhaus wegen der enormen Wärmequelle (1500L Wasser mit 26-28°C) Wink
- Photovoltaik evtl. später aufs Dach, wenn es sich rechnet

Dies geht nicht oder will ich nicht:
- WP mit Erdsonde (keine Bohrungen im Gebiet erlaubt!)
- Keine Solaranlage auf das Dach (Geld stecke ich lieber in eine besser Dämmung, ausserdem ich schon an einigen Stellen gelesen, dass Wärmepumpen für die WW-Aufbereitung effizienter arbeiten)
- Keine Pelletheizung, Gas- oder ölheizung

Grundsätzlich beschäftigen mich drei Kernfragen:
1. Massiv oder Holzständer: Ich befürchte, dass die bekannten Fertighausbauer wie Schw..., Web... und Fingerhut... damit überfordert sind wenn ich sage, dass ich ein KfW-Effizienzhaus 70 nach der neuen EnEV2009 haben möchte, bzw. enorme Zusatzkosten anfallen, wenn man plötzlich eine viel bessere Dämmung als bei ihren "Konzepthäusern" fordert. Habt ihr Erfahrung wie solche Anforderungen durch Bauherrn bei Holzständerbauweise realisiert werden? Ein anderer Bauträger schwört auf Poroton Aussenwand mit U-Wert = 0.15. Ein Freund aus der Passivhausbranche.meinte "Nehme doch den massiven 17,5 Kalksandstein und klebe 30cm Dämmung drauf, das ist günstiger als auf den Porotonziegel ein zusätzlicher Dämmung aufzubringen". Ich tendiere derzeit zu der Kalksandsteinvariante wegen Schallschutz, Festigkeit, Speicherfähigkeit und Wiederverkaufswert des Hauses. Eure Meinung?

2. Monovalente Wärmepumpe: da wir ein relativ grosses Grundstück haben, habe ich eure Beiträge zum Thema WP+Direktverdampfung mit grossem Interesse verfolgt.
Bisher hatte ich mit einer LW Wärmepumpe geliebäugelt, war mir aber ein bisschen unsicher ob man die Forderung des Wärmegesetzes (JAZ=3,5 glaube) bei einem strengen Winter erfüllen kann. Mit einer WP mit Direktverdampfung wäre das kein Problem obwohl ich auf dieser Seite http://www.klima-innovativ.de/pages/aktuellvdi4650.html gelesen habe, dass es wohl Probleme mit der korrekten Anerkennung (Berechnung) dieser Anlagen gibt. Das Haus bekommt einen Keller, somit wäre es auch durch die leichte Hanglage keine Arbeit eine Fläche von ca. 150qm frei zu buddeln um eine bisschen Schlauch reinzulegen. Frage: muss das Gelände flach sein? Wie anfàllig sind diese Anlagen gegenüber eine normalen LW Wärmepumpe? Monovalent deswegen, weil ich mit dem Kaminofen zuheizen möchte an den paar Tagen wo es mal etwas kälter wird. Was meint ihr?

3. Warmwasseraufwärmung: wie bereits oben besschrieben geht ich nach meinen Recherchen davon aus, dass sie eine Solaranlage für WW nicht rechnet weil die Wärmepumpe das effizienter erledigen kann und der Heizbedarf für WW über das Jahr nur 6-8% des gemsante Energiebedarfs beträgt. Die Frage ist nun ob es noch Alternativen gibt wie z.B. eine Wärmepumpe in der Belüftungsanlage (das habe ich irgendwo gelesen). Wie heizt ihr denn eure Warmwasser wenn ihr auch auf die Solaranlage verzichtet?

Viele Dank für eure Einschätzungen und sorry für den langen Beitrag, aber ich denke, dass es nötig ist für euch als Input

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KfW-Effizienzhaus 70 ist nichts besonderes und für ein Haus (mit gedämmten (?!) Keller der entsprechenen Größer eigentlich mit Links zu erreichen. Jeder Hausbauer (sei es nun Fertighaus als Holzständer oder Massiv-Fertighaus oder "normal" Bauweise) welche Probeme mit EE 70 oder EE-Haus 55 haut solltest du nicht weiter betrachten. Dein Anfordergung sollte eine schriftliche Bestätigung von EE-Haus 55, besser gleich Passivhaus (oder Fast-Passivhaus) (wenn Zwangsbelüftung mit Wärmerückgewinnung eh geplant ist) dir Vertraglich bestätigen lassen. Falls du auf Passivhausstandard gehst sollte eine Abluft-WP möglich sein. Wenn eine solche jedoch bei normalen "Energiesparhaus" geplant ist hast du hier einen unwissenden oder eigentlisch schon betrügenden Bauträger vor dir.

Holzofen ok, aber bitte ohne Wasseranbindung. Ein kleiner Holzofen ist ok. Die Belüftungsanlage sorgt schon für Verteilung der Wäme im Haus. Und wenn du nicht gerade stundenlang befeuerst ist das auch kein thermisches Problem bezüglich Überhitzung.

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@ rasimodo

1. Kalksandstein + VWS hat Vorteile, wie Du selbst schon erkannt hast. Große Speichermasse, der Temp.-gradient verläuft in der Dämmung, der Stein bleibt warm.

2. DV ist der richtige Weg, Deine Fragen werden auf www.pro-dx.de umfassend beantwortet.

3. WW: Solar nur für WW macht wenig Sinn. Der sinnvollste Weg ist ein Frischwassersystem, das von der Heizungs-WP gespeist wird.

Kurz und bündig...

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

dena - Bauen für die Zukunft - Technische und wirtschaftliche Aspekte energieeffizienten Bauens und die Anforderungen, die der Gesetzgeber in der neuen Energieeinsparverordnung an Neubauten stellt.
http://www.zukunft-haus.info/fileadmin/zukunft-haus/publikationen/BfZ_...

Infothek - Bauen & Energie - Thema "Wärmepumpe"
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/infothek_-_bauen___energie.html#...

Musterbaubeschreibung als Vorlage für den Hausbau vom VZ e.V.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Muster-Baubeschreibung.pdf...

Checkliste zur Auswertung für Bau- und Leistungsbeschreibungen für Ein- und Zweifamilienhäuser
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Checkliste_Baubeschreibung_Bu...

Ich hoffe, dass diese PDFs allen Bauwilligen eine wertvolle Hilfe sind.

Für weitere Rückfragen stehe ich jederzeit persönlich unter den angegebenen Kontaktdaten zur Verfügung.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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Hallo,

danke für die Tipps und der Zusatzliteratur... werden mich da erst mal durcharbeiten.
Frage an Transformer: "WW: Solar nur für WW macht wenig Sinn. Der sinnvollste Weg ist ein Frischwassersystem, das von der Heizungs-WP gespeist wird. " --> verstehe ich nicht, wie funktioniert das, dass die WP auch für WW verantwortlich ist? über einen Wärmetauscher im Pufferspeicher?

Allegemeiner Kommentar: mit Kfw70 nahm ich Bezug auf die Enev2009, wo man mit dem "Referenzgebäude" vergleicht. Ist das immer noch zu schlecht? (Siehe neuen Thread), sollte hier nicht diskutiert werden.

Gurss

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@ rasimodo

Ganz einfach: Ein Frischwassersystem funktioniert ähnlich wie ein Durchlauferhitzer. Die Wärmepumpe bevorratet einen Speicher mit z.B. 500 l Heizungswasser mit 50° C Temperatur. Durch einen Wärmetauscher strömt beim Zapfen frisches, kaltes Trinkwasser, nimmt beim Durchfliessen die Wärme des Speichers auf und kommt warm mit etwa 48 °C aus dem Hahn. Das hat den Vorteil das Legionellenbildung ausgeschlossen ist, das Wasser wird unmittelbar vor der Entnahme erwärmt, die Energiefressende Zirkulation entfällt. Deshalb wird das Leitungsnetz sternförmig aufgebaut und mit relativ geringen Rohrquerschnitten versehen, damit schnell warmes Wasser aus dem Hahn gelangt.

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Oswald
*****
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hallo und willkommen...

ich fasse mich auch kurz:
ich schliesse mich bei 2) und 3) voll und ganz transformer an...

Frischwasserstation und DV-WP, wenn genug Platz im Garten ist.
Ich würde aber noch den einen oder anderen Gedanken an eine KWL verschwenden.

zusätzlich zu 2) würde ich mir das mit dem wasserführenden Kaminofen sehr gut überlegen.
Wenn der Ofen in einem grossen Raum installiert ist, kann man sich das Geld für die Wasserseite und die kompliziertere Regelung gut sparen und heizt halt nur an wirklich kalten Tagen.
Ein kleiner Ofen bringt nur ein kleines Flammenbild und die Frau ist von der Grubenlampen-Funzel schwer enttäuscht.
Ist der Ofen gross kommts schnell zur Überhtzung, der ein grosser Raum mit grossen Türen oder Durchgängen zum Rest des Hauses entgegenwirkt.
Also ich habe ziemlich viele Informtationen zu dem Thema für mich zusammengetragen und helfe gerne, wenn ich kann, bei gezielteren Fragen.

zu 1)
Wenn es Massiv sein soll, dann würde ich auch noch mal über Neopor-Schalungssteine nachdenken.
Mit dem 45er Stein wird ein U-Wert von 0,1 erreicht und der Aufbau ist Massiv. Das System erfordert llerding meiner Meinung nach zwingend eine KWL. Man muss das nicht zwingend selber bauen. Es gibt Firmen, die das genauso schlüsselfertig verbauen wie andere auch.
Auch über diesen Tipp können wir bei Bedarf noch ausgiebig diskutieren.

Grüsse
Oswald

_________________
Vorsicht! Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie oder Sarkasmus enthalten.
Ohne Konservierungsstoffe (lt. Gesetz). Ohne Farbstoffe. Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe.

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Hallöchen,

bin auch eifrige Leserin und will meine Antwortpremiere mal feiern-bei dem Sauwetter...

zu 1: Ich bin bekennender Schwedenhausfan. Wenn ich nochmal bauen würden, dann nen Holzständerhaus. Die Energiewerte sind hervorragend. Die Werthaltigkeit der Häuser würd ich nicht unbedingt geringer bewerten, als die von Massivhäusern. Ist halt Einstellungssache. Wir hatten mit einem Sjödalhus geliebäugelt, letztlich aber doch komplett in Eigenregie gebaut. Massiv im Schwedenhauslook Embarassed. Allerdings mit konsequent diffusionsoffenem Wandaufbau: von innen nach außen: Kaseinfarbe, Lehmputz, Ziegel, Vorhangfassade mit Isoflocdämmung, Schwedenhausfarbe. Im Obergeschoss zusätzliche Innendämmung unter Trockenbauwand. Sind halt Marke "gaskrank"-hihi.
Bei Interesse: http://quarkfarbe.kingartus.de/pages/startseite.php...
(noch im Aufbau-hab nebenbei 4 Kinder)

zu 2: Wir haben seit 2004 eine Sole-Wärmepumpe mit Flächenkollektor. Wir haben einen Heizstab einbauen MÜSSEN (weiß nicht mehr, warum). Bisher ist der aber noch nie gelaufen Selbst nicht im harten Winter 2004/2005 im Erzgebirge, mit neu gebautem Erdkollektor, ohne Außendämmung! unser System ist daher reinen Gewissens als monovalent zu bezeichnen.

Wir haben eine totale Hanglage. Unseren Kollektor haben wir nach diesem Prinzip gebaut: pro Kreis einen 80 cm tiefen, ca 60 cm breiten Graben gebuddelt, Wasserrohr an den rein-Sand drauf, nächsten Graben parallel in 60 cm Abstand gebuddelt, dabei gleichzeitig den Aushub zum Verfüllen des ersten Grabens genommen, u.s.w. Ging super, funktioniert bis heute einwandfrei. Unser Kollektor regeneriert sich im Frühling sehr schnell durch das Hangwasser. Bis jetzt ist noch nichts ausgefallen. Der Kompressor schnurrt vor sich hin. Das einzige, was bisher notwendig war, war Kontrolle der Sole und eine Filterreinigung. Bei Interesse kann ich gerne mit konkreten Verbrauchsdaten/Fotos dienen. Siehe auch mein Forenbeitrag vom 19.05.09 in Geothermie. Von LW halte ich nix. Die Arbeitszahlen sind reine Augenwischerei. Wenn man Wärme braucht, sind die Dinger doch die reinsten Stromfresser!

zu 3. Wir heizen WW mit der Wärmepumpe. Schau einfach mal in meine Tabelle, die ich an den oben erwähnten Beitrag angehangen habe. Ehe sich da eine Solaranlage rechnet, bin ich 100 oder die Solarzelle ist kaputt! Das einzige, was ich mir überlege, ist der Selbstbau einer Solaranlage aus nem Heizkörper und nem alten Fenster-hihi. Bin daher auch froh, dass ich nen Pufferspeicher habe. Auch wenn das hier heiß diskutiert wird.

Ein Ofen kommt bei uns auch noch rein, irgendwann-wegs Gemütlichkeit.

Lüftungsanlage mit Erdwärmetauscher haben wir auch-ich finds komfortabel.

Insgesamt würden wir es wieder so machen!

Hoffe, ich konnte bissel zur Entscheidungsfindung beitragen.

Viel Spaß und Erfolg beim Abenteuer Hausbau!

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Hallo,

@NiciRittersgrün: danke für die ausführliche Beschreibung deines Hauses. Sieht echt sehr schön aus.

Ich denke, dass wir eine Erd WP mit Direktverdampfung nehmen werden. Hier stellt sich natürlich die Frage was man selbst noch machen kann. Hier sollte eigentlich der Kältetechiker ran, ich weiss auch gar nicht ob die Schläuche in Kreisen verlegt werden. Keine Ahnung.

Eure Anlage ist eine normale Erdkollektoranlage ohne Kühlmittel in den Schläuchen, gelle

Gruss

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NiciRittersgrün hat Folgendes geschrieben:
Von LW halte ich nix. Die Arbeitszahlen sind reine Augenwischerei. Wenn man Wärme braucht, sind die Dinger doch die reinsten Stromfresser!
Das ist nicht grundsätzlich richtig.
Du hast nichts zu dem Gebäudeenergiestandard Deines Schwedenhauses gesagt. Handelt es sich um ein Energiesparhaus KfW 40 oder KfW 60?

Die folgenden 3 Beispiele zeigen, dass eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe in einem KfW Energiesparhaus 40 bzw. Effizienzhaus 55 kein Stromfresser ist.

http://ecotec-energiesparhaus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.htm...
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/bv_bonn.html...
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/bv_paderborn.html...

Natürlich ist der Einsatz einer Luft-/Wasser-Wärmpumpe abzuwägen, wenn die Heizlast über 50W/m² liegt oder das Gebäude insgesamt einen zu großen Wärmebedarf hat.

Gruß

Thomas Heufers

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KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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Hallo rasimodo.
Wenn Du Dich für eine DV-WP interessierst hier einige Detailinfos. Bei AVENIR (das sind die die eine fertig vorgefüllte DV-Anlage aussen aufstellen) benötigst Du für 6 kW Heizleistung eine Gartenfläche von nur 222 qm (auf 80 cm Tiefe ausgehoben!)
Die WW-Bereitung erfolgt über die WP (entspr. den Vorschriften der bafa) Beim Verlegen der Kältekreise kannst Du natürlich helfen (ungefähr 1/2 Tag Arbeit) - ansonsten wird der 'Heizi' die Arbeit in EINEM ARBEITSTAG hinter sich bringen.
Wo liegt Deine Baustelle? Ggf. kann ich Dir - wenn Du willst - Fachbetriebe nennen die Dir ein ANGEBOT machen (dann fällt Dir Deine Etnscheidung leichter)
Gruß Kurt

_________________
Gergen-Erdwärme

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Hallo,

klar würde ich gerne selbst helfen ...
Unser Grundstück ist ca. 660qm gross. Wird die Fläche geringer wenn man alles etwas tiefer verlegt?

Bedeutet "vorgefüllt" das die auf der "schmutzigen" Baustelle nichts mehr löten müssen?

Wir werden in Raum Trier in Rheinland-Pfalz bauen. Vielleicht kannst du jemanden empfehlen.

Soweit ich aber mitgelesen haben, sind DV WPs nur geringfügig teurer als LW WP weil die WP kleiner ausfallen kann.

Diesen Artikel http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Direktverdampfung-im-Erdreich-birgt-Risiken-Artikel-Klemens-Waterkotte.pdf fand ich ziemlich negativ.

Diese Seite bringt wiederum gute Argumente: http://www.pro-dx.de/pages/faq.html

Wem soll man denn nun glauben? Geräte wollen alle verkaufen, die Frage ist wer ehrlich ist.

Cool
Gruss

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Oswald
*****
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hallo...


Also ich hatte ei n recht langes Telefonat mit einem Sachverständigen zum Thema Erdwärme in einem nordbayrischen Landratsamt, weil ich wissen wollte, welche Genehmigungen ich für eine DV-WP dort brauchen würde.

Es war sehr informativ und langatmig. Ich nehme auch an, dass Bayern sowieso recht streng mit den Auflagen ist, weil Bayern immer eine Extrawurscht brät.

Aber hier in Kurzform, was man mir gesagt hat:
In Wasserschutzgebieten werden DV-Anlagen NICHT genehmigt.
Ansonsten kein Problem.
Auch werden regelmässige ÜberprÜfungen NICHT durchgeführt.

Grüsse
Oswald

_________________
Vorsicht! Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie oder Sarkasmus enthalten.
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Hallo.
Konkret zu Deinen Fragen:
natürlich kannst Du helfen (wie bereits angedeutet - muß man mit dem 'Heizi' abstimmen)
'vorgefüllt' absolut richtig. Die Anlage ist MONTAGEFERTIG, Es wird auf der Baustelle nicht gelötet, sondern lediglich die Heizungs-VL- und RL-Leitung verlegt
Bauort: na prima. Ich sitze in Völkklingen und habe an der unteren Saar natürlich Partner. Mail mich einfach an und Du bekommst die Adressen, Ich schicke Dir auch gerne ein paar Bilder. (In Zell steht 'ne Anlage, auch in Kinderbeuern und Wittlich)
DV-WP sind nur unwesentlich teuerer als eine Luft-WP: falsch. Ich habe Originalangebote über Luft-WP die IN FERTIGER INSTALLATION erheblich teuerer sind als die Geopack von Avenir (s. Forum Haustechnikdialog>Wärmepumpen>suchen)
Artikel Waterkotte: dazu ist schon viel gesagt worden. Offenkundig kam W. mit den Problemem auf der Baustelle nicht klar und hat dann die Technik verrissen. Na, lassen wir das. Avenir hat auf jeden Fall mit der DV-Technik kein Problem.
pro-dx: auch richtig. Da gibts Infos ohne Ende (sachkundig und produktneutral)
Ehrlichkeit: sehr wichtig. Besorg Dir Angebote, unterhalte Dich mit den Installateuren UND MIT KUNDEN. Dann bekommst Du ein belastbares Bild der Herstellerfirma.
Gruß Kurt

_________________
Gergen-Erdwärme

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GMil
*****
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Thomas Heufers hat Folgendes geschrieben:
.......


Natürlich ist der Einsatz einer Luft-/Wasser-Wärmpumpe abzuwägen, wenn die Heizlast über 50W/m² liegt oder das Gebäude insgesamt einen zu großen Wärmebedarf hat.

Gruß

Thomas Heufers[/color]


Das lese ich von Dir immer wieder, und nie leuchtet es mir ein! Mein WP-Hersteller hat z.B. bei sich gerade eine 50 kW-L/W-WP in Betrieb genommen. Die dürfte im Nennlastbereich etwa 350 kWh/d benötigen, im absoluten Maximallastbereich gut 500 kWh/d.

Große WPn benötigen nun mal mehr Strom als kleine; das ist trivial. Sie heizen aber auch mehr als kleine, und auch das ist trivial. Der COP ist bei großen Anlagen eher günstiger als bei kleinen, weil die benötigte Hilfsenergie (Steuerung, UWP, Inverter usw.) prozentual zurückgeht.

Wer also für sein Haus viel Wärmeenergie braucht (warum auch immer) und sich für eine L/W-WP entscheiden will, ist damit nicht schlechter bedient als jemand, der für ein kleineres / wärmeres Haus eine kleine L/W-WP benutzt.

Diese irrationale Angst vor "Stromfressern" ist m.E. durch nichts begründbar, denn eine ähnlich große Heizung mit anderer Energiequelle würde um exakt den gleichen Betrag mehr Ressourcen fressen, sei es nun Öl, Gas, Pellets usw.

Erschwerend käme hinzu, daß die bevorrateten Energieträger entsprechend große Stauräume benötigen würden. Ein Vorrat an Pellets für eine ausgelastete (!) 50 kW-Heizung würde glatt ein modernes Wohnzimmer füllen!

_________________
Gruß

Gerhard

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