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Wärmefreund
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Beitragvon Wärmefreund » 10.10.2009 11:49 Uhr

Hallo,
ich plane mein kleines EFH (110 qm, Gasheizung) im Erdgeschoss mit einem kleinen Einzelofen zu ergänzen. Wegen der geringeren Anschaffungs- und Betriebskosten soll es ein Holzofen werden, kein Pelletofen. Von den ca. 1500 Euro Heizkosten für das Gas jährlich entfallen ca. 700 auf das Erdgeschoss. Wenn ich die Kosten für Holz plus Nebenkosten (Schornsteinfeger, Wartung) zusammenrechne, dann wird es wohl einige Jahre dauern, bis sich die Anschaffung vom Holzofen amortisiert hat. Pelletofen wird sich noch weniger rentieren.

Ich würde so ca. 1000 Euro für den Ofen ausgeben, wobei ich auch noch einen Außenschornstein brauche und einen Handwerker, der das Loch durch die Wand samt Anschluss macht. Alles zusammen soll max. 2000 Euro kosten. Diese Anschaffung könnte sich so in ca. 5 Jahren amortisieren, 5 x 400 Euro pro Jahr (?). Ist das so einigermaßen realistisch, bei einem Haus mit durchschnittlicher Wärmedämmung?

Woran erkenne ich die Qualität eines Holzofens? Da ist in den Prospekten z.T von einer DIN plus-Norm die Rede und der Einhaltung irgendwelcher Paragraphen, außerdem soll ein Feinstaubfilter dabei sein.

Davon abgesehen, wie kann ich äußerlich die Qualität erkennen? Letztlich kommt es doch offenbar darauf an, dass der Ofen möglichst effektiv verbrennt und das sieht doch keiner!?
Grüße,

Wärmefreund

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 10.10.2009 12:42 Uhr

Wärmefreund hat geschrieben:Diese Anschaffung könnte sich so in ca. 5 Jahren amortisieren, 5 x 400 Euro pro Jahr (?). Ist das so einigermaßen realistisch, bei einem Haus mit durchschnittlicher Wärmedämmung?

Die Dämmung ist sch... egal. Es kommt darauf an zu welchem Preis du das Holz im Gegensatz zum Gas beziehst und mit welchen Trocknungsgrad du dieses Verfeuerst. Ein gute Gasheizung kommt nahe an die physikalischen Grenzen des Wirkungsgrades heran so das nur Puffer + Verteilung Verluste verursachen. Ein Holzofen wird maximal 80% wirkungsgrad, eher weniger erreichen.

Wärmefreund hat geschrieben:Woran erkenne ich die Qualität eines Holzofens? Da ist in den Prospekten z.T von einer DIN plus-Norm die Rede und der Einhaltung irgendwelcher Paragraphen, außerdem soll ein Feinstaubfilter dabei sein.

Davon abgesehen, wie kann ich äußerlich die Qualität erkennen?
Letztlich kommt es doch offenbar darauf an, dass der Ofen möglichst effektiv verbrennt und das sieht doch keiner!?

Ein Indiz ist die Stärke des verbauten Metalls. Da hohe temperaturänderungen in kurzer Zeit auftreten können zu schwache Materialien schnell verformungen aufweisen (Mein Schulkamerad hat nach ein paar Befeuerungen seinen Baumarkt-Ofen zurückgegeben). Es sind Gesetzliche Diskussionen am Laufen Abgasreinigungsanlagen ab bestimmter Größe Vorzuschreiben so das das vorhandensein von Feinstaubfilter schon mal von vorteil ist.

Sieh auch Wiki (http://de.wikipedia.org/wiki/Holzheizung) für entsprechende Gesetzliche Rahmenbedingungen.
Johnsegeln
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Beitragvon Johnsegeln » 10.10.2009 15:11 Uhr

Schau Dir mal die Gussöfen von Morsoe an www.morsoe.com

Diese gusseisernen Holzöfen halten viele Jahre und haben bei der Verwendung von trockenem Holz einen Wirkungsgrad von fast 85 Prozent. :D
John
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Beitragvon Wärmefreund » 10.10.2009 19:20 Uhr

Danke für eure Anregungen.

Da ich im waldreichen Bayern wohne, vermute ich mal, Scheitholz relativ günstig zu bekommen. Was wird mich das wohl im Jahr für ca. 55 qm kosten, 100, 200 Euro?

Habe mir die Seite von Morso mal angesehen und dort die Vorteile von Gusseisen durchgelesen.
Kann man - bei vergleichbarer Verarbeitungsqualität - dann generell sagen, dass Gusseisen besser als Stahl- und Eisenblech ist? Dass der Hersteller selbst das sagt, ist schon klar, aber stimmt das alles so?
Hat jemand von euch eine grobe Ahnung, was so ein erforderliches Außenkaminrohr und der Handwerker kostet? Den Kamin für die Gasheizung darf ich nicht hernehmen, also muss ein Loch durch die Wand nach außen und ein entsprechendes Ofenrohr her.
Grüße,

Wärmefreund
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Beitragvon Oswald » 10.10.2009 19:54 Uhr

hallo..


Also ich frage mich gerade, wie das mit 2000,-€ gehen soll!?!?

Ofen, Kernbohrung, Schornstein alles zusammen für 2000,-€!?!?

Also eine kurze Recherche in der Bucht ergibt für einen ordentlichen Edlstahl-Aussenkamin mit allem Gedöns ca. 1500,-€
Dann noch die Kernbohrung und der Ofen!?
Darf der Ofen dann 200,-€ kosten oder wie?

Grüsse
OSwald
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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 10.10.2009 19:59 Uhr

Es ist in jedem Fall empfehlenswert mit dem Schornsteinfeger Kontakt aufzunehmen.
Er nimmt die Anlage ab und will frühzeitig über die Maßnahme in Kenntnis gesetzt werden.
Sicherlich kann der Schornsteinfeger auch bei der Wahl der Feuerstelle behilflich sein. Er kann auch etwas Brennverhalten der verschiedenen Holzöfen sagen.

Die Broschüre "HEIZEN MIT HOLZ" gibt Tipps für den Anwender von Holzfeuerungsanlagen.
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... 20Holz.pdf

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon bernhard geyer » 10.10.2009 20:30 Uhr

Wärmefreund hat geschrieben:Da ich im waldreichen Bayern wohne, vermute ich mal, Scheitholz relativ günstig zu bekommen. Was wird mich das wohl im Jahr für ca. 55 qm kosten, 100, 200 Euro?

Minimal günstiger vielleicht als in Holzarmen Gebieten (gibts auch in Bayern). Preis ist eher davon abhängig ob du es fertig getrocknet und gespalten in der Länge 25-33 cm willst oder dir selbst die geschlagenen Bäume aus dem Wald holst bzw. irgendwas dazwischen nimmst. Die Waldbesitzer verlangen ihren Preis. Denn Pellets & Co. und steigende Anzahl von Holzheizungen sorgen dafür das Holz nicht verschenkt werden muss.
Oswald
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Beitragvon Oswald » 10.10.2009 20:41 Uhr

hallo....

Also wenn ich mir getrocknetes ofenfertiges Laubbaumholz im waldarmen Norddeutschland zu mir vor die Haustüre liefern lasse, kommt mir die kWh auf knapp 2,7 Ct.

Da liegen 80,-€ je RM, 80% Wirkungsgrad und 3750kWh/RM zu Grunde.
Also von der "Arbeit" mit dem Schüren abgesehen kommt wohl kaum eine Heizung an diese Kosten ran oder?

Es muss eben mehrmals täglich Hand angelegt werden und eigentlich kann man im WInter auch nicht mehr längere Zeit weg fahren ohne dass alles auffriert ;-)

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Wärmefreund » 10.10.2009 21:54 Uhr

Oswald hat geschrieben:hallo....

Es muss eben mehrmals täglich Hand angelegt werden und eigentlich kann man im WInter auch nicht mehr längere Zeit weg fahren ohne dass alles auffriert ;-)

Grüsse
Oswald


DAS Problem hätte ich nicht, da die Gas-Heizung bestehen bliebe, aber wenn mich der Außenkamin 1500 Euro kostet, dann rentiert sich das Ganze wohl kaum. Da der Ofen nur das Erdgeschoss mit 55 qm beheizen würde, kann ich maximal ein paar Hundert Euro im Jahr gegenüber Gas sparen - je nach Holzkosten. Wenn mich der ganze Spaß auf ca. 3000 (statt 2000) kommt, dann braucht es über 7 Jahre, bis das wieder herinnen ist.

Ich kann ja den Schornsteinfeger mal fragen, aber an den Kosten wird das vermutlich nichts ändern.
Hm, dass so ein "blödes" Rohr mehr als ein durchschnittlicher Ofen kostet, hätte ich nicht gedacht.

Grüße,

Wärmefreund

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