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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Welche Dimensionierung einer Wärmepumpe für Eff70

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MBMueller

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo,
wir sind gerade im Baustress und müssen uns jetzt für die Heizung entscheiden. Das Haus ist ein Massivhaus, Effizienzhaus 70 mit einem Jahresprimärenergiebedarf von 58.1 kwh/m2a. Dabei ist der Jahreheizwärmebedarf mit 16420 kwh/a und der Warmwasserbedarf mit 4390 kwh/a kalkuliert. Der Energieberater hat eine Heizleistung von 12.5 kw berechnet. Die beheizte Wohnfläche mit FBH ist ca. 250qm wobei 50 qm auf das Gästezimmer/Hobbyraum im Keller entfallen.

Im Standard ist eine Gasbrennwertheizung mit Solarunterstützung für Warmwasse/keine Heizungsunterstützung enthalten.

Ich tendiere derzeit zu einer Luftwasserwärmepumpe mit Aussenaufstellung von tefaclor. Der Heizungsfachmann hat die TFL 18 evtl. die TFL 23 empfohlen.

Alternativ hat mir auch die Vaillant geotherm VWL 91 (Innenaufstellung) gut gefallen. Welche ist denn die bessere Anlage?

Jetzt würde ich mich über folgende Infos freuen:

1. Ist es ok bei diesen Energiewerten eine Luftwasserwärmepumpe in Betracht zu ziehen oder sollte ich bei der Gasbrennwert bleiben.

2. Falls die grössere Wärmpepumpe TFL 23 genommen wird, hat dies ja eigentlich nur Vorteile, da ja bei niedrigeren Temperaturwerten der Heizstab viel später einspringt. Gibt es denn auch Nachteile mit einer grösseren Anlage ausser der höheren Investion?

3. Es wird keine Pufferspeicherung und keine Einzelraumregelung eingebaut. Die Webseite von Tecalor sagt aber, ein Pufferspeicher ist für das Abtauen zwingend erforderlich. Wie ist die Meinung dazu?

Würde mich über viele Infos freuen.

Viele Grüsse und vielen Dank

Michael

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roro

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Beiträge: 946
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Als erstes eine Heizlastberechnung durchführen lassen. Vorher kannst Du überhaupt nicht sagen, welche WP geeignet ist.
Eine zu große WP kommt leicht ins Takten, was sich negativ auf die Leistungszahl und Haltbarkeit auswirkt.

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MBMueller

Erfahrung:
Anmeldedatum: 07.10.2009,
Beiträge: 3
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Hallo roro,
ist die Heizlast nicht 12.5 kw wie in meiner Email erwähnt? Was müsste denn für ein Wert kommen? Der Energiesparnachweis ist schon erstellt.

Viele Grüsse

Michael

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bernhard geyer

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Beiträge: 1153
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12,5 kW ist schon ziemlich viel - trotz 250 m2. Kannst du noch was am Dämmstandard drehen (Fenster/Dachdämmung/...)? Effizienzhaus 70 ist für ein Haus dieser Größe eher schlecht. Bei der größe sollte KfW55 locker drin sein.

Und TFL 18 evtl. die TFL 23 (falls damit 18 bzw. 23 kW Wärmeleistung gemeint ist) ist um welten zu groß. Hier hat der Heizungsbauer scheinbar wenig Ahnung und Erfahrung mit WP's

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Thomas Heufers

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Beiträge: 1982
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Wie Bernhard Geyer schon angemerkt hat, ist in jedem Fall ein Überprüfung der Gebäudehülle auf mögliche Verbesserungen geboten. Der Mehraufwand für stärkere Dämmschichten ist eher unterproportional.

Ich empfehle folgende Broschüren!

Niedrigenergiehäuser
Bei Planung und Bau wird auch über die Energiekosten des Hauses in den kommenden Jahrzehnte entschieden.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Informationsbroschueren/BINE%...

Energieeffiziente Einfamilienhäuser mit Komfort
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Informationsbroschueren/BINE%...


Wärmepumpen - Top oder Flop? Die Voraussetzungen müssen stimmen.
http://energienetz.de/de/Zuhause/Heizen/Waermepumpen__293/...

Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/WP-Bericht-2006-07.pdf...

Die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpenanlage wird gerne als Qualitätskriterium und Beleg einer kostengünstigen Beheizung angeführt. Das rechnerische Erreichen einer Mindestjahresarbeitszahl als Förderbindung für eine effiziente Wärmepumpe stützt diese Annahme. Ein unfehlbarer Garant für minimalen Energieverbrauch ist eine hohe Jahresarbeitszahl allerdings nicht – weder gemessen noch gerechnet. Entscheidend ist die richtige Auslegung (nicht zu groß, nicht zu klein) und eine seriöse Gesamtbetrachtung.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/TGA-Fachplaner-Berechnen-von-...

In jedem Fall ist es empfehlenswert sich direkt mit dem Hersteller in Verbindung zu setzen. Der Hersteller kennt sein Technik und kann die Einsatzbedingungen aufgrund des Erfahrungsschatzes am Besten beurteilen.

Übrigens, Baustress ist keine gute Rahmenbedingung für Entscheidungen.


Gruß

Thomas Heufers

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roro

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Beiträge: 946
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Sorry überlesen, aber ich muss mich bernhard geyer anschließen.
12,5 kW Heizlast ist viel zu viel und für einen Neubau eigentlich unwürdig. Vor allem passt es nicht ganz zu 58,1 kWh/(qm a) Primärenergiebedarf. Da müsste Deine JAZ schon Richtung 4 gehen, was ich bei einer LWP nicht glauben kann. Wurde da einiges schön gerechnet?

Ich selbst habe ein 185 qm KfW50-Haus (vor 4 Jahren gebaut) und eine Heizlast von 5,7 kW.

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gergenerdwaerme

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Hallo Michael.
Wenn ich davon ausgehe dass Du wirklich (!) 12,5 kW WB hast solltest Du Dich unbedingt auch mit der DIRETKVERDAMPFERTECHNIK auseinandersetzen!
Entfallende Bohrkosten (sowieso keine Solarflächen auf dem Dach) und sehr günstige Gesamtkosten! (von der Sonder-Effizienzförderung der bafa ganz zu schweigen)
Gruß Kurt

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MBMueller

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Wir haben uns jetzt für die Tecalor TFL E 18 entschieden. Diese hat übrigens eine Wärmeleistung von 11.6 kw + Heizstab.

In dem Paket ist auch ein 300l Warmwasserspeicher und auch ein zusätzlicher Pufferspeicher enthalten. Eine Einzelraumregeluing wird nicht installiert da nach Heizungsfachmann auch nicht erforderlich.

Jetzt lese ich doch im Forum immer wieder von Pro und Contra bzgl Pufferspeicher. Macht es in meinem Fall Sinn oder nicht?

Die Gesamtfläche FBH ist ca. 250qm (inkl. beheiztem Keller), dabei werden zwei Räume mit insgesamt 35 qm nicht regelmässig beheizt. Also wäre der permanent nutzbare Puffer (FBH/Estrich) ohne Pufferspeicher ca. 215 qm.

Auf der Webseite von Tecalor gibt es zumindest den Hinweis einen Pufferspeicher für das Abtauen der Wärmepumpe zu nutzen. Ausserdem würden die Stromabschaltzeiten durch den zusätzliche Pufferspeicher besser überbrückt.

Also Ja oder Nein für den Pufferspeicher?

Danke für die Infos.

Viele Grüsse

Michael

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Thomas Heufers

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Ich wiederhole nochmal!
In jedem Fall ist es empfehlenswert sich direkt mit dem Hersteller in Verbindung zu setzen. Der Hersteller kennt sein Technik und sollte die Einsatzbedingungen aufgrund des umfangreichen Erfahrungsschatzes am Besten beurteilen können.
Besser als Dein Heizungsbauer.

Nach der Heizungsanlagen-Verordnung ist eine Einzelraumregelung vorgeschrieben.
Eine Einzelraumregelung bietet den Komfort, dass man in unterschiedlichen Räumen verschiedene Raumtemperaturen einstellen kann. Willst Du darauf verzichten?

Gruß

Thomas Heufers

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roro

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MBMueller hat Folgendes geschrieben:
Wir haben uns jetzt für die Tecalor TFL E 18 entschieden. Diese hat übrigens eine Wärmeleistung von 11.6 kw + Heizstab.


Bei einer Heizlast von 12,5 kW mutig, falls dieser Wert, der sehr hoch ist stimmt.

Diese Wärmepumpe hat bei A2/W35 11,6 kW Leistung, bei A-5/W35 wahrscheinlich nur mehr 10 kW. Da wird der Heizstab einiges zu tun bekommen.


MBMueller hat Folgendes geschrieben:

Auf der Webseite von Tecalor gibt es zumindest den Hinweis einen Pufferspeicher für das Abtauen der Wärmepumpe zu nutzen. Ausserdem würden die Stromabschaltzeiten durch den zusätzliche Pufferspeicher besser überbrückt.
Also Ja oder Nein für den Pufferspeicher?


Das mit dem Stromabschaltzeiten ist so ein hartnäckiges Gerücht, was nicht stimmt, denn dazu müsste der Puffer einerseits ein paar 1000l haben und die Steuerung so intelligent sein, dass vor der Abschaltung der Puffer geladen wird.
Ob ein Pufferspeicher notwendig ist, hängt vor allem von der WP ab. Ich fahre recht gut ohne Pufferspeicher und ERR.

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Oswald

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hallo..

Wenn ich so mitlese vermute ich, dass es sich nicht um die Heizlast sondern um die Auslegung der Anlage handelt.

Der Schreiber spricht von Sperrzeiten. Da wird die Auslegung schnell mal 25% grösser als benötigt.

Auch kann ich bei Tecacolor auf der Website keine TFL Type finden sondern höchstens noch ne TTL und das ist eine LUft/Wasser-WP

Alternativ haben die da noch TTF mit Sole/Wasser. Da gibts auch eine eco wie "E".

Sollte es eine L/W-WP sein kann eine geringe überdimensionierung vielleicht auch nicht SOOOO schlecht sein`?
Ob die jetzt modulierend sind habe ich auf die Schnelle nicht sehen können.

Also bevor ich "schreien" würde, würde ich mal gezielt nachfragen, ob die genannten "Aufstockungen" schon bei der Typwahl einbezogen wurden?

Grüsse
Oswald

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Thomas Heufers

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Stiebel Eltron bietet unter dem Namen WPL 5 N (baugleich tecalor TTL 5 N) und WPL AZ eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe mit leistungsmodulierender Funktion (Inverter-Technik) an.

Innen- und Außeneinheit der WPL 5 N



Die WPL 5 N soll laut Pressemitteilung von Stiebel Eltron mit Kohlendioxid als Kältemittel arbeiten. Die Technik wird seit Jahren erfolgreich im Kühlgerätebereich in stationären und mobilen Systemen industriell eingesetzt und findet jetzt ihre Anwendung in Luft-/Wasser-Wärmepumpen. Vorteil ist, dass es mit dem Kohlendioxid-Kältemittel keine Einstufung in die Gefahrenklassen FCKW-haltiger Kältemittel gibt, es ist umweltfreundlicher.

Gruß

Thomas Heufers

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