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Basti16
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Beitragvon Basti16 » 01.10.2009 09:15 Uhr

Hallo,

wir planen gerade eine DHH für die ich auch schon eine Energieberechnung habe. Allerdings bin ich mir über die Heizungsanlage und Warmwasserberechnung unschlüssig.

Hier die Eckdaten:

DHH mit Pultdach:
Ht 28,88W/m²K
U-Wert Gesamt: 0,241 W/m²a
Primärenergiebedarf 38,7 kwh/m²a
Endenergiebedarf 32,9 kwh/m²a
Jahresheizwärmebedarf 8610 Kwh/a
Trinkwasserwärmebedarf 2801 KWh/a

Momentan ist eine 11,4m² Flachkollektor Solaranlage mit Heizungsunterstützung, wassergeführter Pelletkamin im Wohnzimmer(80/20%), Gasbrennwertherme und 650+150l Kombispeicher geplant.
Es wird komplett Fußbodenheizung verlegt und es ist eine KWL mit WRG geplant.

Die Energieberechnung basiert auf Durchschnittswerten wir sind jedoch recht sparsam mit ca. 50l Warmwasser am Tag und nur 50% der 126m² sind ständig beheizte Fläche.
Mein Ziel ist es auf Gas zu Verzichten wo sollte ich ansetzen was wären alternativen (ev. Solarkreiswärmepumpe, Warmwasser über Durchlauferhitzer nachheizen oder Heizstab im Puffer)?

Für alle Anregungen und Kritik bedanke ich mich im voraus.

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 01.10.2009 14:46 Uhr

Habt Ihr das Haus auch schon mal ohne solare Heizungsunterstützung und mit solarer Brauchwassererwärmung und ohne Pellet und mit Wärmepumpe beziehungsweise Gasbrennwerttherme im Wärmeschutz durchgerechnet?

Verdächtig ist immer ein KfW Effizienzhaus 55 mit primärenergiefreundlicher Technik!

Mit Pellet und solarer Heizungsunterstützung macht man aus einem EnEV-Standard ohne besondere energetische Optimierungen ein energiehungriges Effizienzhaus.

In einem gut isolierten Effizienzhaus macht es normalerweise keinen Sinn eine Pelletheizung einzubauen. Der Energiebedarf ist so gering, dass eine Pelletheizung immer überdimensioniert ist. Die Integration der Pelletheizung erfordert eine komplexen Aufbau, das System ist träge. Viel einfacher lässt sich dies mit anderen Heizsystemen (Wärmepumpe) und schlankem Aufbau umsetzen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Basti16 » 01.10.2009 15:03 Uhr

Hallo,

danke für die schnelle Antwort.

Das Haus war standartmäßig ein KFW70 (ENEV2007) mit ungedämmten 36,5 cm Ziegel, 3-Fach Iso Fenster, GasBT mit Radiatorheizung und 6m² Brauchwasser-Solaranlage.

Ich nehme als Extra die KWL mit WRG habe die Solaranlage auf 11,4m² mit Heizungsunterstützung erweitert und hätte gerne einen Kamin im 33m² großen Wohn-/Esszimmer mit angeschlossener 7m² offener Küche. Im gesamten Haus FBH. Zusätzlich habe ich die Dämmung der Außenwände auf 17,5 Poroton+20cm WDVS, Dachdämmung auf 22mm, Kellerwanddämmung 14cm und Bodenplattendämmung optimiert.

Ziel war es auf ein KFW 55 zu kommen. Ich dachte eigentlich mir reicht dann der Wassergeführte Kamin (keine Ahnung wieviel KW ich benötige) im WZ um von Oktober-April zu Heizen und Warmwasser zu erzeugen. Der Statiker der die vorläufige Energieberechnung gemacht hat meint aber das würde nicht reichen.

MfG
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 01.10.2009 18:20 Uhr

@ Basti16 - Bitte überdenke deine Planungen hinsichtlich der Wärmedämmung!
Nackter 36,5er Ytong ist nicht zunkunftsorientiertes Bauen und ist nicht wirklich energieeffizient. Jetzt wo du noch keinen Handschlag getan hast, kannst du durch geschickte Planungen dein Haus so konzipieren, dass es relativ wenig Energie benötigt. Das ist auch das Ziel der heute (01.10.2009) gültig gewordenen "Neuen EnEV".

Technische und wirtschaftliche Aspekte energieeffizienten Bauens und die Anforderungen, die der Gesetzgeber in der neuen Energieeinsparverordnung an Neubauten stellt, sind in folgendem PDF nachzulesen.
http://www.zukunft-haus.info/fileadmin/ ... fZ_web.pdf

Wie wenig man in der Tat verbrauchen, ohne dass man ein Vermögen ausgeben muss, ist unter folgender Verbrauchsstatistik für ein Energisparhaus KfW 40 (baugleich KfW Effizienzhaus 55) nachzulesen.
Energieverbrauchswerte - Nebenkosten - Wärmepumpe
http://energie-effizientes-haus.de/html ... pumpe.html

Technischer Aufbau der Wärme- und Lüftungstechnik - Energiesparhaus KfW 40
http://energie-effizientes-haus.de/html ... chnik.html

Gruß

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Beitragvon Basti16 » 02.10.2009 06:08 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:@ Basti16 - Bitte überdenke deine Planungen hinsichtlich der Wärmedämmung!
Nackter 36,5er Ytong ist nicht zunkunftsorientiertes Bauen und ist nicht wirklich energieeffizient. Gruß

Thomas Heufers


Mach ich doch nicht! Im 3. Beitrag schreib ich doch das ich auf 17,5 Poroton + 20cm WDVS "optimiert" habe.
Ich habe mir so viel Mühe beim schreiben gegeben :lol: .
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.10.2009 06:30 Uhr

Das hatte ich glatt übersehen.

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon Basti16 » 02.10.2009 10:24 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Das hatte ich glatt übersehen.

Gruß

Thomas Heufers


Und jetzt wo Sie es wissen? Können Sie mir da weiterhelfen?
Ich habe auch gerade im Energienachweis gesehen das der Keller zur beheizten Fläche gerechnet wurde und die KG-Wände mit U=0,24... und Kellerfenster mit UW=1,3 nicht gerade dafür geeignet sind.

MfG.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.10.2009 10:59 Uhr

Soll denn der Keller als Warmbereich genutzt werden oder ist auch ein Kaltkeller eine mögliche Alternative?

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Basti16 » 02.10.2009 11:13 Uhr

Keller soll gedämmt aber erstmal nicht beheizt werden. FBH wird bereits verlegt aber nicht angeschlossen.

Primär möchte ich auf ein KFW55 nach ENEV2009 kommen da dies für eine weiter Förderung der Stadt (5000,-€ statt 2500,-€ für KFW70) benötigt wird.

Den KFW55 Kredit haben wir bereits mit dem Energienachweis nach ENEV2007 gesichert.
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Beitragvon parcus » 04.10.2009 16:23 Uhr

Also manchmal frage ich mich wirklich was da so an Planern unterwegs ist.
Nach dem Motto einen großen Topf genommen möglichst von allem etwas hinein getan, damit was ordentliches dabei raus kommt.

Gibt es ein Heizlastermittlung nach EN 12831 ?
http://www.energieeffizient-sanieren.or ... opic=187.0
Und wie sieht es ohne solares Schönrechnen aus ?

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