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Uwe Hallenga
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Beitragvon Uwe Hallenga » 29.09.2009 15:23 Uhr

Haaaalt.

Ich glaube, da geht was durcheinander, odeer da wird etwas nicht richtig verstanden.

Nur weil eine Drehzahl nötig ist um die Ladespannung zu erreichen, heißt das nicht, das deshalb gleich Sturm sein muß.
In der Regel und in den meisten Realitäten funktioniert das so:
Es ist etwas windig so um die 3m/s. Das Windrad fängt ganz leicht anzu trudeln und wird dann auf einmal recht schnell und erreicht so geschätzt vielleicht 380 U/min. Das "plötzlich schnell" werden hat was mit dem Rotorblattprofil zu tun und den Auftriebskräften am Blatt. Jetzt hat der Generator die Ladespannung erreicht und fängt langsam an in der Leistung zu steigen. Je stärker der Wind jetzt bläst, leistet das Windrad immer mehr, allerdings steigt die Drehzahl nur noch sehr langsam, da über die Batteriespannung die Drehzahl des Generators gehalten wird.

Erst wenn die Batterie voll wird und die Spannung langsam steigt, steigt auch die Rotordrehzahl. Ausnahme: Die Batterie ist im Verhältnis zu klein gewählt und kann den vom Generator angebotenen Strom nicht schnell genug aufnehmen. Die Spannung steigt dann weiter an und würde die Batterie beschädigen. Lang- oder Kurzfristig geht dabei auch dann die Windanlage in die Dutten. Deshalb nie ohne Laderegler oder Dumpload (Ersatzlast) laufen lassen.

Ich empfehle sich wirklich mal mit einem erfahrenen Windanlagenbetreiber oder auch einem richtigen Händler in aller Ruhe auszutauschen und nicht gleich hier mit Sachverständigen und Anwälten drohen. Und ganz besonders, bevor hier noch weiter auch Unsinniges angeraten wird wie Getriebe anbauen und sonstige Halbrichtigkeiten.
Mir liegt das Mail von dem Händler nicht vor, aber er hat ja nur was zur Drehzahl und Leistung geschrieben und das ist sachlich richtig und bei ALLEN Windanlagen so oder ähnlich.

Also... Ball schön flach halten. Die Leistungskurve der Anlage auf der Internetseite des Anbieters sieht übrigens im Vergleich zu vielen anderen mir bekannten Kurven recht gut aus (ohne das ich jetzt die Richtigkeit bestätigen könnte)
> http://windradshop.de/prod_2000.html <.

Im Zweifelsfall gibt es auch noch jede Menge Lesestoff über das Ladeverhalten der verschiedenen Generatoren und wie man was anstellt, prüft und nachmisst in meinem Forum unter www.kleinwindanlagen.de.


Also lieber rsdsolar, weiterhin viel Rückenwind und lass Dich nicht verrückt machen; Du bist da einfach noch einem Irrtum unterlegen was das mit den Drehzahlen auf sich hat.

Gruß Uwe
Besucht doch mal die Internetseite: Kleinwindanlagen (siehe mein Profil)

rsdsolar
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Beitragvon rsdsolar » 29.09.2009 19:12 Uhr

Hallo Uwe,

vielen Dank für die sachlichen Informationen. Das eigentliche Problem ist, dass der Händler nicht mit technischen Unterlagen herausrückt, wo solche Daten dokumentiert sind - selbst bei den Chinesen ist das Vorschrift (...).

Wir haben inzwischen 3x den Generator abgebaut, weil er keinen Strom lieferte. Erst meinte der Händler, es könne an den Schleifringen liegen. Die könnten verbrannt sein, weil wir im vollen Lauf die "Handbremse" auf "Dumpload" gestellt hätten. Daran lag es aber nicht.
Dann habe ich eine 12V-Glühbirne angeschlossen und bei 100 Umin. nur ca. 18V gemessen. Als ich dem Händler das mitteilte, wollte er den Generator umtauschen, meinte der wäre defekt.
Nachdem der Austauschgenerator nun auch nicht mehr bringt, fällt ihm das mit den höheren Drehzahlen ein.

Hätten wir ein Manual für die Anlage bekommen, wäre das alles nicht passiert. So basteln wir seit 6 Wochen planlos an einer unbekannten Anlage. Windenergie ist für mich kein Hobby und die unnötigen Arbeitsstunden muss ich bezahlen. Das Ganze sollte ein Test für eine größere Serie sein, die uns ein Kunde in Auftrag geben wollte (gemeinsam mit solaren Anlagen als Hybridsystem). Obligatorisch seitens des Kunden sind für alle Lieferungen technische Dokumentationen. Ohne diese keine Abnahme und ohne Abnahme kein Geld. Ich schicke dem Händler nun den ganzen Krempel zurück.

Beste Grüße
Wilfried
Geld ist nie weg, es ist nur woanders :-)
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Beitragvon OliverTyphon » 29.09.2009 19:48 Uhr

was hältst du davon mit ner bohrmaschine an der welle des generators hohe drehzahlen zu fahren und dann zu schauen ob die spannung steigt?
bitte vorsichtig dabei sein.

grüße
oliver
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Beitragvon Jochen2 » 04.10.2009 21:30 Uhr

...ich habe gerade das gleiche Teil gekauft. In ca. 4 Wochen wird das Dingen aufgestellt, da ich das Fundament für den Mast noch schütten/bauen muss.

Oder soll ich das jetzt lieber lassen und gleich auf Rückabwicklung bestehen?

:( :( :(
Uwe Hallenga
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Beitragvon Uwe Hallenga » 05.10.2009 06:12 Uhr

Warum solltest Du, noch gibt es doch keinen sachlichen Grund. Allerdings würde ich beim Hersteller nochmal ausdrücklich auf die Betriebsanleitung bestehen. Sowas gehört einfach mit dazu!
Das Problem liegt wirklich auch darin, das solche Anlagen und Geräte recht häufig ohne jeglichen fachlichen Rat verkauft werden (weil zB. der Händler selbst keine Ahnung hat oder der Kunde auch nicht danach gefragt hat bzw. über Ebay oder Versand gekauft wurde). In der Regel bleiben die ratlosen Kunden zurück und das Projekt Windanlage geht in die Hose wegen irgendwelcher kleinen Fehler die leicht zu vermeiden gewesen wären.



Mich würde interessieren, ob Du etwas genaueres über die Windverhältnisse an Deinem Standort weißt (zB. ob Du selbst gemessen hast), was für einen Mast Du baust und ob Du in irgendeiner Weise eine Genehmigung erfragt hast oder ob Du es so gemacht hast wie die Meisten anderen auch ... nämlich ohne Baugenehmigung (eventuell auch per PN)

Es würde mich sehr freuen, wenn Du von Deinem "Bauen" und "Aufrichten", vom Mast, der Anlage und natürlich vom Richtfest Fotos machen würdest und wenn Du magst von dem Drumrum was Schreiben. Ich sammel solche Fotos und Berichte für meine Internetseite. Das ganze geht natürlich auch anonym.


OliverTyphon hat geschrieben: . . . ner bohrmaschine an der welle des generators hohe drehzahlen zu fahren und dann zu schauen ob die spannung steigt? . . .


Es war ja schon klar, das die Spannung steigt. Wenn man es richtig testen will um auch sicher zu gehen, das der Generator das macht was er soll, dann muß man schlicht und einfach mit seinem Batteriesatz, der Anlage und dem Regler an eine Drehbank, die auch Kraft genug hat die Spannung erst hochzufahren und dann auch mehr als 2kW Wellenleistung an den Generator übertragen kann. Aber auch das wäre nur eine Aussage zum Generator und noch nicht über die tatsächliche Funktion der gesamten Anlage im freien Feld mit dem Rotor als Antriebsmaschine. Eine Windanlage ist ein sehr viel komplexere Maschine als man immer so glaubt und die Abstimmung zwischen Rotor, Generator und Regler ist ein Kunst, die nur wenige Hersteller wirklich gut beherrschen.


Weiterhin viel Rückenwind
Gruß Uwe
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Beitragvon rsdsolar » 05.10.2009 14:57 Uhr

Hallo Uwe, hallo Jochen,

also ich werde die Anlage zurück geben, hatte dahingehend heute einen Termin bei meinem Rechtsanwalt. Technische Unterlagen oder Angaben über den Hersteller rückt der Verkäufer nicht heraus. Selbst wenn man die Anlage zum Laufen bekommt, was ich nun schon seit Wochen versuche, hat man bei einer wirkliche Störung, womöglich nach Jahren, nur noch Schrott.

Die Abstimmung von Generator und Regler ist sicher wichtig. Ich vermute nun, dass der Fehler im Laderegler liegt, aber wie soll ich dass feststellen? Alles wieder abbauen und in eine Werkstatt mit Drehbank fahren? Dann den Laderegler einem Verkäufer schicken, der selbst keine Ahnung hat und der Hersteller sitzt in China?

Hier ein paar Fotos der Anlage: http://www.rsdsolar.de/cargo/cargo.html

Sieht nicht schlecht aus...

Im Moment konstruiere ich an einer eigenen vertikalen Entwicklung, kann mich nur noch nicht so recht entscheiden, Cansteinrotor mit Darriusflügeln kombinieren? :?

Beste Grüße
Wilfried

Geld ist nie weg, es ist nur woanders :-)
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Beitragvon heizexperte24 » 04.11.2011 15:50 Uhr

"Es ist einfach nicht machbar, aus 100 Umdrehungen die volle Leistung zu ziehen.
Bei 113 Umdrehungen werden ca. 20 V erzeugt- bei 225 ca. 40 V,
die Nennleistung von 2 KW wird bei 420 Umdrehungen und 56 V erreicht. "

Das würde ja bedeuten, dass meine Ladespannung von 56 Volt, die ich ja für 48 V Batterien brauche, nur bei maximaler Drehzahl erreiche, wo dann auch die 2 kW anfallen, quasi nur bei Sturm? "

Ja das ist genau richtig. Ist zwar spät, aber ich wollte trotzdem schreiben dass das so eben funktionniert. Warum gäbe es sonst eine höher angegebene Nenndrehzahl wenn die gleiche Leistung auch bei einer nur 1/4 so hohen Drehzahl zu erreichen wäre?
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Beitragvon oakgast » 08.11.2011 15:09 Uhr

Kommentar von "WSD Windsysteme" erstellt am 08.11.2011,12:23
Thema: Windkraft(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Moin , wenn ich mir das so anschaue, wird der Generator bei dem Durchmesser selten die Ladespannung für 48 Volt erreichen, schon gar nicht so tief am Boden in den Wirbeln.

Immerhin könnte man-ausreichende Qualität des Generators voraussgesetzt-mit einem Hochsetzssteller die Ladespannung früher erreichen.
Dazu ist aber die genaue Kenntnis vom Aufbau des Generators und der Abstimmung des Rotors nötig..
Dann würde es auch klappen.
Besser aber ein anderer Generator,der die Spannung früher erreicht- der wird aber auch anders aussehen in der Regel..freundliche Grüße, Cerco
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