Hallo Forum,
ich habe etwas in den alten Beiträgen gesucht, bin aber nicht so recht fündig geworden bei meinem Problem:
Unsere alte Heizungsanlage (BJ 87, Gas, kein Brennwert, separate Wasserbereitung) wollen wir jetzt modernisieren (auf jeden Fall auch mit Solar-Warmwasserbereitung) und überlegen jetzt, ob für uns wohl eine Pelletsheizung in Frage kommt oder wir doch beim Gas bleiben (Kellerraum ist reichlich vorhanden). Der ökologische Aspekt scheint uns ja schon ganz sinnvoll zu sein, aber ich wäre schon glücklich, wenn das Bauchgefühl auch durch eine halbwegs stimmige Kostenrechnung unterstützt würde. Schließlich muss man am Anfang doch für die Pellets-Heizung eine Menge mehr Geld in die Hand nehmen d.h. - wie bei uns - finanzieren.
Dazu habe ich ein paar Berechnungen mit Hilfe von Energiebedarfsplanern im Netz gemacht (*)
Jahres-Energiebedarf nach Energiebedarfsrechner der VZ NRW: 29.000-31.000 kWh (bei 172qm Wohnfläche). Einen Energiepass hat das Haus allerdings nicht.
durchschnittlicher Jahres-Energiebedarf in den letzten 5 Jahren: ca 28500 kWh (19.000 kWh aus o.g. Heizung,WW plus ca 9500 kWh aus einem Holzkamin, der das ganze EG heizt, entsprechend etwa 4,5RM Holz), das passt also ganz gut zu dem obigen Wert der VZ NRW.
Das Dachgeschoss wurde im Frühjahr isoliert; wenn ich noch die Energiebedarfsrechnung nach Heizungsmodernisierung zugrunde lege, komme ich - nach Abzug des Holzkamins) auf einen Rest-Energiebedarf von ca 15000-16000 kWh. Wir planen zudem, die WW-Bereitung durch eine Solar-Anlage unterstützen zu lassen, was den Bedarf an Gas/Pellets noch etwas senken dürfte.
Bei derzeitigem Stand der Energiekosten für Gas (6,1Ct pro kWh, Stadtwerke Münster plus etwa 200€ Grundpreis/Jahr) und Pellets (da bin ich mal von 220€/t plus Einblaskosten ausgegangen ) rechne ich so etwas unter 500€ Heizkostenersparnis/ Jahr aus. Etwa 600€ werden es, wenn ich mit 200€/t für die Pellets rechne.
Momentan haben wir ein Angebot für eine Gas-Solar-Lösung von Buderus, die so bei 10.500€ liegt, und eine Pellets-Solar-Lösung (KWB 25 kW.Solarunterstützung für Heizung und WW durch Buderus, Gewebetank für Pellets) von etwa 25.000€. Da geht natürlich noch die Förderung ab, dann ist nach meiner Rechnung der Stand etwa 9.500 zu 21.000, was dann in die Finanzierung muss. Den Unterschiedsbetrag möchte ich eigentlich schon irgendwie im Laufe der Lebensdauer der Pelletsheizung durch Brennkostenersparnis wieder reinbekommen.
Ein paar Dinge, die ich nicht berücksichtigt habe, und wo ich vielleicht aus dem Forum Infos brauche:
- wie hoch sind so die Nebenkosten bei einer Pelletsheizung (Wartung, Schornsteinfeger, Strom) im Vergleich zu Gas?
- wie lange kann ich die Lebensdauer der Pelletsheizung kalkulieren? Bei einer Gas-Brennwertheizung habe ich was von 12 Jahren gehört, da müsste man sicher den frühzeitigeren Ersatz des Kessels berücksichtigen. Andererseits: sind Prognosen für die die Lebensdauer von Pelletskesseln eigentlich verlässlicher als die für Gas-Brennwertkessel?
- was kann man zur Leistung des KWB-Kessels (25kW) sagen? Dimensionierung i.O.?
Schließlich bräuchte ich auch etwas Rat, ob meine Rechnung mit dem Energiebedarf/-verbrauch so weit eigentlich sinnvoll ist. Mir ist klar, dass die Rechnung deutlicher zugunsten von Pellets ausfällt, wenn die Energiekosten für Gas und Pellets künfig stärker auseinander driften, wie es viele (zu Recht?) vorhersagen. Mit Zinsen (KfW) habe ich das ganze auch noch nicht durchgerechnet.
Tut mir Leid, wenn's etwas länger geworden ist. Auf jeden Fall vielen Dank für Eure Hilfe.
Ingolf
(*) Quellen für Energiebedarfsrechnung:
http://www.bnu.de/verbrauchrechner/vz-nrw.de/cgi-bin/calc.asp...
bzw.
http://www.energieagentur.nrw.de/_infopool/page.asp?TopCatID=5683&...