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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Alternative Hauskühlung, "Low Cost" Pilotprojekt i

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jochmann

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Alternative Hauskühlung bei einen Low Cost Pilotprojekt in Asien .

Meine Frage zielt auf die generelle Machbarkeit einer angedachten alternativen Temperierung..

In den heißen und regnerischen Jahreszeiten gibt es Temperaturen zwischen 31oC und 38oC mit relativen Luftfeuchtigkeiten zwischen 70 und 90%.

Ein aus mit Wasser gefüllten Schläuchen bestehender Erdwärmekollektors soll die Erdwärme
von 21oC bis 25oC über einen Kühler (z. B. großer LKW-Kühler) an die Raumluft abgeben.

Dabei wird die Raumluft von der Mitte der Decke des Raumes mit einen Röhrenventilator dem sich in einen Gehäuse befindlichen Kühler zugeführt, direkt durch dessen Lamellen geblasen und an einen tiefer gelegenen Punkt im Raum wieder ausgeblasen.

Unter dem Kühler entstehendes Kondenswasser wird aufgefangen und abgeführt.

Die Lufttemperatur wird gesengt, durch den Feuchtigkeitsentzug verbessert sich die Wohlfühltemperatur.

Was sagt Expertenmeinung zu diesen angedachten alternativen Kühlsystem.

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Oswald

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oha....


Ja das gibts schon! Das soll in mein Haus auch kommen.
Das funktioniert in Deutschland auch und nicht nur in Indien.
Das nennt man bei uns Sole-Erdwärme-Tauscher.
In Indien brauchts aber (vermute ich) keine Sole sonder es geht normales Wasser.

Wichtig wird dort allerdings der Kondensatablauf sein.
Ich würde in der Erde aber auch keinen "Schlauch" verlegen sondern ein Rohr aus HDPE wie das Trinkwasserrohr, dass auch in Häusern durchaus verlegt wird.

In Indien wird man sicherlich auch ein wenig tiefer gehen müssen (sicher 2m und mehr)
Die Länge des Wärmetauschers kann ich auch nicht sagen.
Bei Wohnhäusern hier in Deutschland habe ich von einem Richtwert: "So lang wie 2 mal ums Haus" gelesen.

Grüsse
Oswald

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jochmann

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Danke Oswald,

An Stelle eines Erdwärmekollektors, der aus mit Wasser gefüllten Schläuchen bestehend seine Temperatur über einen Kühler (direkter alternativer Wärmetauscher) an die Raumluft abgibt, Siehst du eine Alternative, bei der man die Raumluft in einen Rohr durch die Erde führt, um die Raumluft bei Bedarf herabzukühlen.

Wenn ich mir das so überlege, dürfte das Auffangen und die Entfernung von entstehenden Kondenswasser am tiefsten Punkt des Rohres konstruktiv und von der Kontrolle her ein Problem darstellen.

Irgendwie müsste das Kondenswasser von dort ja auch entfernt/abgesaugt werde, was weitere Material- und Stromkosten bedeuten würde.

Sehe ich das so richtig?

Die Projektverwirklichung ein Haus in Thailand auf natürlichen Weg ohne erhebliche Stromkosten zu kühlen, stößt also auf Probleme, die es mit Hilfe vieler Interessierter zu lösen gilt.

Danke

Rolf-Dieter

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Thomas Heufers

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Unter folgendem Link ist ein Sole-Erdwärmetauscher vorgestellt.
http://ecotec-energiespartechnik.de/html/helios_sole-ewt.html...

Diese Grafik verdeutlicht den technischen Aufbau eines Sole-EWT mit einer Leitungsführung im Erdreich und einer zentralen Wärme-/Kälteabgabe an die Zuluft.
http://ecotec-energiespartechnik.de/Daten/Helios-Systembild.gif...

Bei permanenter Energieentnahme sehe ich in warmen Klimaregionen das Problem, dass die Kühlfunktion irgendwann erschöpft sein könnte, dann muss die Soleleitung wesentlicher länger ausgelegt werden, als in unseren Breiten.

Gruß

Thomas Heufers

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Oswald

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hallo Rolf-Dieter

Einen von Dir beschriebenen Lufterdwärmetauscher würde ich aus hygienischen Gründen NICHT umsetzen!

Da durchströmt die warme feuchte Luft jahrelang die kühle Erde, die zunehmend feucht wird und einen wunderbaren Nährboden für die unheimlichsten Keime bildet.

Das ist SO was von eckelig, was mir gerade durch den Kopf geht!

Wer sagt denn, dass der Kondesatablauf am Boden sein muss?
Es ist doch ein Lüfter eingebaut.
Kühle Luft sinkt im warmen Raum eh von alleine zu Boden, also kann sie auch in Deckennähe eingeblasen werden.
Lediglich ein Schlauch von der tiefsten Stelle des Wärmetauschers (für die Luft) nach draussen ist nötig.
Da läuft das Wasser quasi von allein raus.

Das einzige was ich so noch als negativ in der geforderten Konstellation sehe ist die Tatsache, dass das Wasser im "Sole-Erdwärmetauscher" umgepumpt werden muss.
Zugegeben benötigen solche Pumpen schon ein bisschen Energie.

Mit Hitze kann man aber auch Kühle erzeugen, das zeigt ein Blick auf den Campingplatz mit tausenden von gasbetriebenen Kühlschränken.
Natürlich würde man in Thailand kein Gas verwenden aber wie wär es mit einem Solar-Öl-Kocher, der im Brennpunkt seines Spiegels Öl fast zum Kochen bringt?
Sorptionskälte oder wie das heisst, da können die Profis hier sicher weiter helfen ...... Google ist Dein Freund! Wink
Vielleicht sogar mit dieser Hitze einen Stirling-Motor betreiben und nebenher Strom erzeugen!?

Grüsse
Oswald

Grüsse
Oswald

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jochmann

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Danke Thomas,

für den Hinweis auf das Funktionsprinzip des Wärmertauschers.

Danke Oswald für deinen Beitrag.

Sehe als Alternative auch einen „Luft-Erdwärmetauscher“

Dabei wird die Luft unter der Decke wird mit einem regelbaren Röhrenventilator in einen 250er Aluschlauch abgesaugt und durch das Erdreich geleitet.

Die Länge des Schlauches im Erdregister beträgt 30 Meter. Er wird in einer Tiefe von 2 Meter verlegt.

Die Luft wird ins Haus zurückgeführt.

Die Tatsache, daß Kühlschränke im Campingwagen mit einer mini Gasflamme preiswert kühlen können, lässt mich an einen Umbau in einen alternativen Wärmetauscher denken.

Anregungen von Forumsmitgliedern würden mich freuen.

Gruß

Rolf-Dieter

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jochmann

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Meldung Zwischenstand

Die geplante Kühlung des Pilotprojektes „Alternative Hauskühlung in Thailand“ tendiert zu folgender Lösung.

Die Luftzirkulation zwischen Haus und Erdwärmekollektor ist ein geschlossenes System.

Die warme, feuchte Raumluft wird von einen Röhrenventilator durch das Rohr des Erdkollektors mit einen Durchmesser von 12.5 cm und einer Länge von 26 m in 2 m Tiefe geblasen.

Kritische Anmerkungen sind weiter erwünscht.

Zum Beispiel:

Wie kann man das Kondenswasser im Kollektorrohr am besten auffangen und abführen?

Kann die Absorptionskälte eines zwischengeschaltete Kühlschrankregisters einen Effekt auf die Raumluft haben?

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Thomas Heufers

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Der Rohrquerschnitt ist sehr klein. Nachteil ist der höhere Widerstand beim Luftwechsel und die geringe Oberfläche der Rohrwandungen zur Kälte- bzw. Wärmeübergabe.

Ein längerer Rohrstrang verbessert die Wirkung, da die Oberfläche mit der Länge proportional zunimmt, hierbei ist der Luftwiderstand eher zu vernachlässigen.

Kondensat kann über einen Siphon (Geruchsverschluss) an die Regenwasserleitung oder ins Erdreich etc. abgeführt werden.

Gruß

Thomas Heufers


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 26.09.2009 11:11, insgesamt einmal bearbeitet

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Oswald

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hallo nochmal....


Also mit dem Lufterdwärmetauscher kenne ich das so:

innen glattes Edelstahlrohr, das mit Gefälle im Boden liegt.
Der tiefste Punkt ist "hinter" der Wand im Keller des Gebäudes.
Dann läuft das Kondensat durch einen Auslass am teifsten Punkt direkt ab.
Also mit der ganzen Feuchtigkeit und dazu kommt irgendwann aus irgendwinem Grund organisches Material in die Röhre und es gibt einen hervorragenden Nährboden für Mikroorganismen...... das ist mit trotzdem nicht ganz geheuer.

Also der Lüfter braucht Energie um die Luft durch die 26m lange Röhre zu ziehen und das sicher nicht zu knapp.
Je grösser der Durchmesser umso geringer der Widerstand.

Grüsse
Oswald

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Thomas Heufers

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Kein Edelstahl! Man nimmt Kunststoff-KG-Rohr oder o.ä., wie man es bei Kanalisationen einsetzt. Das KG-Rohrende ist mit Dichtlippen ausgeführt und lässt sich unproblematisch mit verschiedensten Abwinklungen verlegen.

Gruß

Thomas Heufers

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jochmann

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Danke an alle,

Es gilt also annähernd die Länge und den Durchmesser eines geeigneten Rohres für des Luftkollektors in der Erde zu ermitteln.

Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen, daß ein langsam laufender Röhrenventilator eine nicht geringe Menge an Strom verbraucht.

Das eventuell entstehendes Kondenswasser am tiefsten Punkt des mit Gefälle verlegten Rohres in einen Schacht aufgefangen werden muß, leuchtet ein.
Wenn man mit einer Verlegungstiefe von 1,5 m beginnt, ist man am Ende des Rohres schnell in einer Tiefe von 2,5 m.
Das Kondenswasser hier in einen Kiesbett versichern zu lassen, käme nur bei einen tiefen Grundwasserspiegel in Frage, ansonsten stellt sich die Frage, wie intelligent/günstig das Wasser abzupumpen wäre.

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