Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
MK70
Aktivität: gering
Beiträge: 43
Registriert: 19.03.2009 20:54
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon MK70 » 15.09.2009 16:09 Uhr

Hallo,

folgendes angenommen:
-> Auftraggeber möchte eine neue Heizung
-> Angebote werden reingeholt
-> Ein Auftragnehmer wird ausgewählt und erhält den Auftrag
-> Beginn der Arbeiten: Warmes Wasser wird abgestellt, die alte Heizung demontiert
-> 11 Tage gibt es im HOCHSOMMER kein warmes Wasser (Fehlplanung?)
-> Nach 7 Wochen ist die Heizung immer noch nicht fertig
-> Auftraggeber setzt eine 14-tägige Frist und legt eine Mängelliste mit ca. 30 Punkten dazu, mit dem Hinweis, diese während der Frist auch abzuarbeiten
-> Auftragnehmer verlangt über den §648a eine Sicherheitsleistung von der Restsumme + 10%
-> Sicherheit wird beim Amtsgericht hinterlegt
-> Dem Auftragnehmer wird mit Eingang der "Sicherheitsurkunde" eine weitere Frist von 14 Tagen eingeräumt

Wenn die Mängel beseitigt werden, muss die komplette Heizungsanlage wieder belüftet werden und es gibt kein warmes Wasser mehr.

Wie lange darf ein Handwerker dem Auftraggeber das warme Wasser verweigern? (vorallem jetzt in der kühleren Jahreszeit)


Andere Betriebe versuchen nach max. 2 Tagen wieder warmes Wasser zu ermöglichen. Sollte das Anlagenbedingt nicht gehen, wird eine provisorische Lösung vorab installiert.

Oswald
Aktivität: hoch
Beiträge: 495
Registriert: 16.12.2008 21:31
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Oswald » 15.09.2009 18:10 Uhr

hallo....

Ja das sind so die Momente, wo man sich den wilden Westen und ein Schusswaffenrecht herwünschen würde :lol:

Also ich verstehe schon die Planung von 11 Tagen bei diesen Angaben nicht.
Also der Heizi hätte bei mehr als 2 Tagen eigentlich schon mal mit einer Übergangslösung daher kommen sollen finde ich.
Also das wäre zumindest ein Service.

Also für mich alleine wären 11 Tage im Hochsommer nicht das Ding, aber mit kleinem Kind ist das ehrlich gesagt unmöglich!

Nach 2 Wochen wäre ich schon mal gereizt gewesen.
Nach 6 Wochen wär der Heizi im hohen Bogen aus dem Haus geflogen und hätte keinen Cent mehr gesehen.


Was ich nicht verstehe:
Wenn die Mängel beseitigt werden, muss die komplette Heizungsanlage wieder belüftet werden und es gibt kein warmes Wasser mehr.

Was issn das?

Verweigern?
Was geht denn DA ab?
In meinem Haus verweigert mir höchstens noch der Hund seinen Knochen aber nicht mein Auftragnehmer nach etlichen Wochen mein Warmwasser!
Auf was für Faxen lasst Ihr Euch da bitte ein!?!?!?

Also sind die Angaben des Sachverhalts wirklich SO wie beschrieben!? ;-)
Wenn ja, dann habe ich wohl meine Reaktion tendenziell geschildert und ich bin mir sicher, dass es auch entsprechende Rechtsmittel geben müsste.

Vielleicht ist der Sachverhalt aber auch ein völlig anderer und hier wird nur einseitig die Lage verdreht!? ;-)

Grüsschen
Oswald
Vorsicht! Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie oder Sarkasmus enthalten.
Ohne Konservierungsstoffe (lt. Gesetz). Ohne Farbstoffe. Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe.
MK70
Aktivität: gering
Beiträge: 43
Registriert: 19.03.2009 20:54
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon MK70 » 15.09.2009 18:52 Uhr

Oswald hat geschrieben:Ja das sind so die Momente, wo man sich den wilden Westen und ein Schusswaffenrecht herwünschen würde :lol:

Ja, das ist nicht ganz abwegig...

Also ich verstehe schon die Planung von 11 Tagen bei diesen Angaben nicht. Also der Heizi hätte bei mehr als 2 Tagen eigentlich schon mal mit einer Übergangslösung daher kommen sollen finde ich. Also das wäre zumindest ein Service.

Ich glaube, dass er sich im Vorfeld zu leider gar nichts irgendwas gedacht hat. Weder zur Dauer noch zum Aufbau selbst.

Also für mich alleine wären 11 Tage im Hochsommer nicht das Ding, aber mit kleinem Kind ist das ehrlich gesagt unmöglich!

Ja, wir waren dann auch irgendwann schon unruhiger und ich hab auch während des telefonierens kein Blatt mehr vor den Mund genommen, obwohl die dabei saßen. Aber das scheint die nicht gestört zu haben. Es ging weiter nix voran...

Nach 2 Wochen wäre ich schon mal gereizt gewesen.
Nach 6 Wochen wär der Heizi im hohen Bogen aus dem Haus geflogen und hätte keinen Cent mehr gesehen.

Wir waren auch gereizt, da dabei unser Erholungsurlaub drauf gegangen ist. Erst hieß es eine Woche, dann plötzlich, dass man eine Anlage dieser Größe (Pelletofen 15KW, 1000L Pufferspeicher, 6x 2,51qm Solarplatten auf dem Dach) nicht binnen weniger Tage aufbauen könne. Wir denken mittlerweile, dass eine solche Anlage im Vorfeld noch gar nicht aufgebaut wurde. Eine Liste mit etlichen Mängeln belegt das...

Was ich nicht verstehe:
Wenn die Mängel beseitigt werden, muss die komplette Heizungsanlage wieder belüftet werden und es gibt kein warmes Wasser mehr.

Was issn das?

Die Verlegung der Rohre ist nicht so erfolgt, dass man diese noch nach ENEV dämmen kann. Darüber ist eigentlich erst das ans Laufen gekommen, was vorher nicht vorhersehbar war.

Verweigern?

Wir müssen diese 14-Tages-Frist ein zweites Mal einhalten und der wird das auskosten, 14 Tage kein warmes Wasser zur Verfügung zu stellen...

Was geht denn DA ab?

Frag mich nicht...

In meinem Haus verweigert mir höchstens noch der Hund seinen Knochen aber nicht mein Auftragnehmer nach etlichen Wochen mein Warmwasser! Auf was für Faxen lasst Ihr Euch da bitte ein!?!?!?

Um rauszufinden, ob es dazu rechtliche Vorgaben gibt, habe ich hier diesen Text eingestellt. Von alleine wird er das nicht machen.

Also sind die Angaben des Sachverhalts wirklich SO wie beschrieben!? ;-)

Ja, und eigentlich hab ich mich noch nicht richtig ausgetobt. Die ganze Wahrheit halte ich noch zurück...

Wenn ja, dann habe ich wohl meine Reaktion tendenziell geschildert und ich bin mir sicher, dass es auch entsprechende Rechtsmittel geben müsste.

Das hoffe ich für uns...

Vielleicht ist der Sachverhalt aber auch ein völlig anderer und hier wird nur einseitig die Lage verdreht!? ;-)

Ich lade Zweifler gern mal auf nen Kaffee ein, damit man sich von dieser "Katastrophe" persönlich überzeugen kann... :wink:
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 51 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 19.09.2009 10:31 Uhr

In diesem Fall würde ich mir von der Handwerkskammer eine Liste mit Sachverständigen geben lassen und dann mal jemand zum Gespräch einladen.

Solchen Handwerkern gehört das Handwerk gelegt.Diese Typen muß man aus dem Verkehr ziehen.
Bei mir sind die Anlagen nach spätestestens vier Tagen wieder gelaufen,aber komplett mit Heizung und Warmwasser.
MK70
Aktivität: gering
Beiträge: 43
Registriert: 19.03.2009 20:54
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon MK70 » 19.09.2009 13:22 Uhr

Die Handwerkskammer habe ich bereits informiert. Aber mehr als den Hinweis auf rechtliche Mittel, haben die einem auch nicht gegeben. Von daher sind die auch keine Hilfe.

Tja, wer es kann... ;o)
Wir haben vermutlich wen anderen erwischt... ;o((
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 51 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 19.09.2009 13:36 Uhr

Was für ein Vertrag wurde vereinbart?VOB oder BGB?
Hat man dir die VOB ausgehändigt?

Natürlich kannst du auch du von deinem Installateur eine Bürgschaft einfordern.
Auch sollte geklärt werden ob §648a nach Auftragsvergabe bzw. noch nach "Fertigstellung" überhaupt greifen kann.
Normalerweise wird dies vorher vereinbart.

Schau mal hier:
http://www.vhv.de/web/Gewerbe/Buergscha ... /index.jsp
Verlange auch du einen Bürgschaftsnachweis von dieser dubiosen Firma.

Thomas Heufers
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 2226
Registriert: 21.07.2006 14:22
Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 25 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: 8-12 Jahre
Interessensgebiet: Energiesparendes Bauen
Land: Deutschland

Beitragvon Thomas Heufers » 19.09.2009 17:35 Uhr

Der Ratgeber der VZ Hessen bietet zu diesem Thema Informationen.
http://www.ratgebershop-vzhessen.de/med ... werker.pdf

Gruß

Thomas Heufers

KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
MK70
Aktivität: gering
Beiträge: 43
Registriert: 19.03.2009 20:54
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon MK70 » 20.09.2009 11:45 Uhr

machtnix hat geschrieben:Was für ein Vertrag wurde vereinbart?VOB oder BGB? Hat man dir die VOB ausgehändigt?

Von VOB steht da nichts drin. Aber in der Auftragsbestätigung steht eh kaum was drin. Ein paar Posten, darunter das ein Teil des Geldes bei Lieferung der Großteile gezahlt werden muss und das war es.

Natürlich kannst du auch du von deinem Installateur eine Bürgschaft einfordern.

Ähm, inwiefern darf ich das verstehen?

Auch sollte geklärt werden ob §648a nach Auftragsvergabe bzw. noch nach "Fertigstellung" überhaupt greifen kann.
Normalerweise wird dies vorher vereinbart.

Der § darf wohl selbst nach Rechnungsstellung angewandt werden, wenn es z.B. zur Klage des Auftragsgebers kommt, weil er die Rechnung so nicht zahlen möchte. Das sowas vorab vereinbart werden muss, steht nirgends in diesem Gesetz drin.

Schau mal hier:
http://www.vhv.de/web/Gewerbe/Buergscha ... /index.jsp
Verlange auch du einen Bürgschaftsnachweis von dieser dubiosen Firma.

Inwiefern würde das was bringen? Ich hab ja erstmal die Bauteile hier stehen, die ja den Gegenwert für die bereits gezahlte Summe ausgleichen... ?! :?:

@T. Heufers:
Habs mir mal gespeichert und werde gleich mal schmökern... 8)
Gibt es sowas auch für NRW? Nicht das sich die Landesgesetze da unterscheiden...
Thomas Heufers
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 2226
Registriert: 21.07.2006 14:22
Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 25 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: 8-12 Jahre
Interessensgebiet: Energiesparendes Bauen
Land: Deutschland

Beitragvon Thomas Heufers » 20.09.2009 13:35 Uhr

@ MK70 - Die Broschüre bezieht sich auf die Rechtslage in Deutschland.

Es ist sehr, sehr ärgerlich, wenn Vertragspartner Ihre rechtlichen Pflichten vernachlässigen. Deshalb kann man nur immer empfehlen, sich vorher Referenzen zeigen zu lassen und sich mit Kunden ungestört über die ausgeführten Arbeit auszutauschen.

Was Dir jetzt womöglich bevorsteht, ist Vermögensbildung in Anwaltshand.

Gruß

Thomas Heufers

KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 51 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 20.09.2009 18:41 Uhr

Da die Anlage ja anscheinend erhebliche Mängel aufweist,würde ich mal sagen das hier ein Sicherheitseinbehalt fällig wird.

Die Firma anschreiben und mit Fristsetzung und Behebung der Mängel androhen.
Sonst kommt andere Firma auf seine Kosten.

Wenn das nicht funktioniert,Anwalt einschalten.

Nächste

Zurück zu Haustechnik, SHK



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Kein warmes Wasser: Wie lange?