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BayernNeubau
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Beitragvon BayernNeubau » 08.09.2009 20:47 Uhr

Wir sind gerade am bauen,
die grundsätzlichen Entscheidungen sind getroffen...

Ytong, Luft-Wärmepumpe...

jetzt stellt sich die Frage:

eine zentrale Wohnraumlüftung mit Kanälen oder eine De-Zentrale mit diesem Einschub in jedem Zimmer

von beiden hört man positives wie negatives...

bei der zentralen hört man immer wieder den Satz: In die Kanäle kommst nie wieder rein...

ist das ein Nachteil?...muß ich da jemals wieder hin

bei der Dezentralen hab ich kürzlich mit jemand geredet...der hat mir berichtet das sich im Zimmer um den Deckel der Staub extrem sammelt und außen sich die Viecher drin sammeln...
die Dezentrale sei aber wartungsfreundlich und angebl. genauso gut wie eine zentrale...

Danke für eure Erfahrungen

klausamsee
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Beitragvon klausamsee » 08.09.2009 21:18 Uhr

Vorab: ich kenne keine dezentrale Lüftung da ich ein zentrales KWL habe, daher habe ich keinen direkten Vergleich.
Mit meiner Lösung bin ich aber zufrieden, habe die Kiste im Keller hängen und da rauscht sie vor sich hin. Ich hätte Bedenken kleine Einheiten dezentral anzubringen da überall Löcher in die Wände müssten und die Lüfter im Schlafzimmer sicher auch nicht geräuschlos sind. Schallschutz ist übrigens ein sehr wichtiger Punkt bei den Lüftungen.
Zu den Luftleitungen: ich habe mich wegen der einfachen Verlegung (hab alles selbst gebaut) und der leichten Reinigbarkeit für ein Flexrohrsystem in der Betondecke entschieden. Die sehen aus wie dicke Elektroleerrohre, sind aber innen glatt. Die kommen zwischen die Armierungen der Betondecke und werden eingegossen. Rankommen tut man natürlich nicht mehr, aber in die Wasserleitungen kriecht ja später auch keiner mehr rein. Da die Rohre glatt und rund sind kann man die bei Bedarf mit einem Molch reinigen.
Der Nachteil bei diesem System ist daß man eine Installationswand benötigt wenn man von Stockwerk zu Stockwerk springen muß. Außerdem kann man die Rohre (Zuluft und Abluft) in der Decke nicht kreuzen. Das kann aber alles bei der Planung berücksichtigt werden.
Warten muß man sicher beide Systeme regelmäßig. Beim zentralen KWL habe ich halt ein großes Zuluftfilter, bei der dezentralen Variante halt viele kleine. Ich kann meinen zentralen Filterkasten mit einem Pollenfilter ausstatten, ggf. geht das auch dezentral.
Einen deutlichen Unterschied gibts aber noch: bei der dezentralen Variante wird direkt die kalte (Winter) oder warme (Sommer) Außenluft in den Wärmetauscher angesaugt, bei einem zentralen System kann leicht ein zusätzlicher Wärmetauscher vorgeschaltet werden (z.B. Sole-EWT). Den Kühleffekt habe ich in den letzten Monaten sehr genossen.

Hoffe etwas geholfen zu haben.

Klaus
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Beitragvon BayernNeubau » 08.09.2009 21:23 Uhr

die Rohre kommen in die Betondecke?

welche Deckenart hast du...

bei Filigrandecken ist ja nichtmehr allzuviel da...

bei mir ist zudem die Decke über EG als Fertigteil geplant (sprich komplette Deckenstärke fertig, nur noch die Stoßfugen werden vergossen)

daher weiß ich nicht ob da eine Verlegung in der Decke möglich ist...oder eben eine Verlegung unter dem Estrich
Oswald
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Beitragvon Oswald » 08.09.2009 21:29 Uhr

hallo....


Also das ist definitiv nicht das gleiche!
Bei dezentrale System ist mir nur ein einziges mit Wärmerückgewinnung bekannt : "Inventer"
Alle anderen führen den ausgestatteten Räumen die (schlechter) gefilterte Aussenluft zu.
Auch die Aussentemperatur wird ziemlich 1:1 übernommen.
Das heisst im Winter wird eiskalte Luft eingesogen und im SOmmer brühwarme.
Selbstverständlich kann man dezentrale Anlagen mit den gleichen Filtern ausstatten wie eine Zentrale kostet dann aber ein viellfaches an Geld, weil man ja entsprechend an jedem Einlass einen feinporigen Filter bräuchte.

Bei einer zentralen Anlage kann man sich Wartungsklappen einbauen lassen von denen man mit einem Molch sämtliche Leitungen nach gut dünken reinigen kann.
Es gibt Leitungssysteme, die innen glatt sind; das würde ich bevorzugen

Regelmässiger Filterwechsel ist sicherlich anzuraten. Es guibt Anlagen mit in der Spülmaschine auswaschbaren Filtern. Das ist zumindest in der Küche eine gute Idee.

Ach ja! Alle denzentralen Anlagen lassen deutlich mehr Geräusche in beide Richtungen zu: Lärm von draussen und Geräusche von innen.
In der Nähe einer stark befahrenen Strasse kann das ein Problem werden.

Also ich würde zur zentralen Anlage greifen und noch zusätzlich noch einen SOLE-Erdwärmetauscher.
Der sorgt für kühle Zuluft im Sommer und vorgewärmte Luft im kalten Winter.
WRG haben eigentlich alle zentralen Anlagen, so weit ich weis.

Anbieter gibt es einige: Ich würde vielleicht noch auf eine hygienische Ausführung achten. Komplette Pulverbeschichtung ist sicherlich ein Qualitätsmerkmal.
Ach ja!
Sommer-bypass-klappe sollte automatisch sein und nicht vergessen werden.

Grüsse
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Beitragvon bernhard geyer » 08.09.2009 21:32 Uhr

BayernNeubau hat geschrieben:bei Filigrandecken ist ja nichtmehr allzuviel da...

Die Rohre kommen über die Filigrandecke in den vor ort betonierten Teil

BayernNeubau hat geschrieben:bei mir ist zudem die Decke über EG als Fertigteil geplant (sprich komplette Deckenstärke fertig, nur noch die Stoßfugen werden vergossen)

Dann heißt es über Decke im Bereich der Trittschalldämmung.

Aber Grundsätzlich: Mauerst du selbst? Fall nein: Wieso Ytong? KS oder tragender Ziegel + WDVS ist viel besser (Schall + Dämmung)
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Beitragvon BayernNeubau » 08.09.2009 21:51 Uhr

bernhard geyer hat geschrieben:Aber Grundsätzlich: Mauerst du selbst? Fall nein: Wieso Ytong? KS oder tragender Ziegel + WDVS ist viel besser (Schall + Dämmung)


warum Ytong

weil ich mit einem 1-schaligen Dampfdiffusionsoffenen Mauerwerk auf einen U-Wert von 0,15 komme

Oswald
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Beitragvon Oswald » 08.09.2009 22:02 Uhr

Also ich hab gerade nachgerechnet...

Bei Porenbetonsteinen brauche ich bei einschaligem Maueraufbau für einen U-Wert von 0,15 eine Wandstärke mit über 1,60m METERN!!!!

Also das wird dann wohl dunkel im Haus, weil durch diese Schiessscharten kaum Licht eindringen kann! ;-)


Grüsse
Oswald

PS: Bitte fall nicht auf das Märchen mit den atmenden Wänden rein!
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Beitragvon BayernNeubau » 08.09.2009 22:17 Uhr

Oswald hat geschrieben:Also ich hab gerade nachgerechnet...

Bei Porenbetonsteinen brauche ich bei einschaligem Maueraufbau für einen U-Wert von 0,15 eine Wandstärke mit über 1,60m METERN!!!!

Also das wird dann wohl dunkel im Haus, weil durch diese Schiessscharten kaum Licht eindringen kann! ;-)


Grüsse
Oswald

PS: Bitte fall nicht auf das Märchen mit den atmenden Wänden rein!


mit dem neuen Stein wird der U-Wert von 0,15 mit einer Wandstärke von 48cm realisiert

meine Wände brauchen nicht atmen...aber ich wickle mein Haus nicht in Frischhaltefolie
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Beitragvon Oswald » 08.09.2009 22:40 Uhr

aeh Vorsicht!

nicht die Wärmeleitfähigkeit mit dem U-Wert durcheinander bringen!


Also Ytong selber sagt in den Brochüren 36,5cm Ytong-Mauerwerk plus 10cm Dämmung mit WLG 040 dann wäre das ein U-Wert von 0,15
Das wäre dann aber nicht mehr einschalig!?

Die bezeichnen das als Passivhauswand! :lol:

Also ne Passivhauswand hat bei mir einen U-Wert von 0,10 oder besser.

Das mit der Frischhaltefolie hinkt zum Teil. Einerseits sollte ein gut gedämmtes Haus eine geringe Luftdurchlässigkeit haben, was man mit Frischhaltefolie durchaus erreichen könnte.
Andererseits begann der Thread mit einer Lüftungsanlage, die sämtliche "Frischhaltefolien"-Probleme quasi aushebelt.

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.09.2009 06:38 Uhr

Die Lösung zur Filterung der Abluft bei zentraler, kontrollierter Wohnraumlüftung ist unter folgendem Link beschrieben.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/a ... mluft.html
Somit dürften Zu- und Abluftkanäle keine Verschmutzungen erfahren.

Weitere Informationen zum Thema Lüftung unter
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/i ... k-Lueftung


Dezentral ist aufgrund der hohen Wärmeverluste nicht empfehlen, besser ist die zentrale Raumlüftung mit hoher Wärmerückgewinnung, idealerweise mit einem Luft- bzw. Sole-Erdwärmetauscher zur Vorwärmung/-kühlung der Zuluft.
Besonders im Sommer bietet die Vorkühlung über den Luft-Erdwärmetauscher eine effektive und energiesparende Klimafunktion. Die Anhebung der Zuluft über den EWT im Winter macht den Frostschutzbetrieb der Zuluftanlage überflüssig.
http://ecotec-energiespartechnik.de/Dat ... embild.gif

Gruß

Thomas Heufers


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