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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Claudia

Beitragvon Claudia » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo,
wir planen in unserem Neubau eine Erdwärmeanlage einbauen zu lassen.Leider wird mit zunehmendem Kenntnisstand die Verwirrung immer größer.Es ist uns nicht ganz klar welche Art der Energieerschließung die beste/günstigste ist. Tiefenbohrung, Absorbermatten oder aber Schläuche in Spiralform. Wer hat Erfahrungen und kann uns positives über seine Anlage berichten ?

Burckhard H. Adam

Beitragvon Burckhard H. Adam » 31.08.2005 16:38 Uhr

Sicherlich ist es für den Laien komplizeirt sich ein Urteil zu bilden. Deswegen sollte dieses Problem projektbezogen mit einem Energieberater geklärt werden. Dabei ist wichtig zu eruieren, welche gesetzlichen Bestimmungen liegen vor Ort vor? Gibt es z. B. von der Unteren Wasserbehörde Einschränkungen, wie z. B. in Wasserschutzgebieten betreffs Tiefenbohrungen (Sonden) oder Schluckbrunnen. Es ist sicherlich ratsam sich ein hydrogeologisches Gutachten zu besorgen. Der Fachmann sollte das Energieversorgungs-Konzept mit einem Kostenvergleich zu einer anderen Heizungsvariante, wie z. B. Holz- oder Pellets-Heizung in Kombination mit einer solarthermischen Anlage, erstellen.

In einigen Solar-Häusern wird mittels des Solardachs (Kollektoren) der Wärmeüberschuß im Sommer im Erdreich unterhalb der Fundamentplatte durch einen Erdabsorber gespeichert und im Winter mittels einer Wärmepumpe für die Beheizung und Warmwasser bereitgestellt. Dabei kommen immer nur bauteilintegrierte Heizungssysteme im Niedrigtemperatur-Bereich bis max. 35 Grad Vorlauf, wie Fußboden- oder Wandheizungen, zum Einsatz. Hierbei ist auf jedem Fall vom Energieberater das Nutzen-/Kostenverhältnis zu ermitteln!

Wärmepumpen-Links

http://www.geothermie.de/oberflaechennahe/waermepumpe/
uebersichtsseite_waermepumpe.htm

http://www.boxer99.de/waermepumpen.htm

http://www.baulinks.de/links/1frame.htm?http%3A//
www.baulinks.de/links/adr-umweltenergie.htm

http://www.bine.info/templ_meta.php/publikationen/
basisenergie/103/link=clicked/

http://www.dimagb.de

http://www.bhkw-info.de/info-bhkw/waermepumpen.html
Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:38 Uhr

» Dabei ist wichtig zu eruieren, welche gesetzlichen
» Bestimmungen liegen vor Ort vor? Gibt es z. B. von der Unteren
» Wasserbehörde Einschränkungen, wie z. B. in Wasserschutzgebieten betreffs
» Tiefenbohrungen (Sonden) oder Schluckbrunnen.

Yep, beim Landratsamt anrufen und einfach mal fragen, ob das Grunstück in einem Trinkwasserschutzgebiet liegt. Zone I-II: geht niemals. Zone IIIa: geht manchmal. Zone IIIb: geht immer (und keine "Zone" geht natürlich auch immer).

» Es ist sicherlich ratsam sich ein hydrogeologisches Gutachten zu besorgen.

Das ist nicht anzuraten. Die Gutachten sind in Relation zur Gesamtanlage viel zu teuer.

» Der Fachmann sollte das Energieversorgungs-Konzept mit einem Kostenvergleich zu einer anderen
» Heizungsvariante, wie z. B. Holz- oder Pellets-Heizung in Kombination mit
» einer solarthermischen Anlage, erstellen.

Das sehe ich auch so. Preis- und Systemvergleiche helfen immer.

» In einigen Solar-Häusern wird mittels des Solardachs (Kollektoren) der
» Wärmeüberschuß im Sommer im Erdreich unterhalb der Fundamentplatte durch
» einen Erdabsorber gespeichert und im Winter mittels einer Wärmepumpe für
» die Beheizung und Warmwasser bereitgestellt. Dabei kommen immer nur
» bauteilintegrierte Heizungssysteme im Niedrigtemperatur-Bereich bis max.
» 35 Grad Vorlauf, wie Fußboden- oder Wandheizungen, zum Einsatz. Hierbei
» ist auf jedem Fall vom Energieberater das Nutzen-/Kostenverhältnis zu
» ermitteln!

Für Einfamilienhäuser macht das keinen Sinn, da die Installationskosten jeden Vorteil bei den Betriebskosten sofort auffressen. Für Großprojekte ist das System zweifelsohne an einem (geologisch) geeigneten Standort dagegen sinnvoll.

LG,
Thomas
Burckhard H. Adam

Beitragvon Burckhard H. Adam » 31.08.2005 16:38 Uhr

» » Es ist sicherlich ratsam sich ein hydrogeologisches Gutachten zu besorgen.

» Das ist nicht anzuraten. Die Gutachten sind in Relation zur Gesamtanlage viel zu teuer.

Das ist relativ - man erhält auf jeden Klarheit über hydrogeologische Bedingungen, z. B. fließendes Grund- oder Schichtenwasser. Wir mußten diese Erfahrung beim einem Berliner Wohn-und Geschäftshaus machen. Dort wird uns die im Erdkollektor eingespeicherte Solarwärme von fließendem Schichtenwasser (Hanglage) weggetragen - fast 40 % Verluste!


» Für Einfamilienhäuser macht das keinen Sinn, da die Installationskosten
» jeden Vorteil bei den Betriebskosten sofort auffressen. Für Großprojekte
» ist das System zweifelsohne an einem (geologisch) geeigneten Standort
» dagegen sinnvoll.

Das kann man so absolut nicht sagen - es spielt immer die Frage des Nutzens zum Aufwand (Invest-Kosten)die bestimmende Rolle bei der Wirtschaftlichkeit! Es heißt nicht entweder - oder, sondern sowohl - als auch! Auf Mallorca erfolgt z. B. die dezentrale Elektroenergie-Versorgung von Fincas zum Teil in einem "Paket" mit einer PV-Anlage, einem Windgenerator und einem Notstrom-Generator im Inselbetrieb! Das ist sicherlich teuer, aber die Anschlußkosten ans öffentliche Netz wären noch teuerer - also rechnet es sich für den Besitzer!
Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:38 Uhr

» Das ist relativ - man erhält auf jeden Klarheit über hydrogeologische
» Bedingungen, z. B. fließendes Grund- oder Schichtenwasser.

Lol, ich bin Geologe und Planer von Erdwärmeanlagen. Dementsprechend schneide ich mir mit der oben gemachten Bemerkung sauber ins eigene (finanzielle) Bein. Aber ich bleib dabei: ein Extra-Gutachten im EFH-Bereich frisst unnötiges Geld. Die Bohrfirmen besitzen hier i.d.R. hinreichend Erfahrung, um die Hydrogeologie in die Sondenauslegung miteinfliessen zu lassen.
Bei großen Anlagen würde ich natürlich auch ein Gutachten empfehlen. Und das nicht um das lädierte (finazielle) Bein zu verpflastern, sondern weil das Planungsrisiko sonst viel zu groß würde. Aber hier verschwinden die Gutachtenkosten leicht in der Gesamtbausumme.

» Wir mußten diese Erfahrung beim einem Berliner Wohn-und Geschäftshaus machen. Dort
» wird uns die im Erdkollektor eingespeicherte Solarwärme von fließendem
» Schichtenwasser (Hanglage) weggetragen - fast 40 % Verluste!

Aua, ja da das ist herb. Und Kollektoren werden wohl praktisch nie von Bohrfirmen gebaut, sondern von irgendeinem Bauunternehmen. Da fehlt es oftmals sicherlich an Wissen.

» Das kann man so absolut nicht sagen - es spielt immer die Frage des
» Nutzens zum Aufwand (Invest-Kosten)die bestimmende Rolle bei der
» Wirtschaftlichkeit! Es heißt nicht entweder - oder, sondern sowohl - als
» auch! Auf Mallorca erfolgt z. B. die dezentrale Elektroenergie-Versorgung
» von Fincas zum Teil in einem "Paket" mit einer PV-Anlage, einem
» Windgenerator und einem Notstrom-Generator im Inselbetrieb! Das ist
» sicherlich teuer, aber die Anschlußkosten ans öffentliche Netz wären noch
» teuerer - also rechnet es sich für den Besitzer!

Sorry, ja, an Mallorca hatte ich nicht gedacht. Ich kenne auch eine Anlage in Indien (kein Witz), bei der einfach kein Stromanschluss in der Gegend war. Da wird neben der allgemeinen Stromversorgung auch noch gleich die Wärmepumpe mit versorgt. ALso: Asche auf mein Haupt.

Gruß
Thomas
Rolf

Beitragvon Rolf » 31.08.2005 16:38 Uhr

» » Das ist relativ - man erhält auf jeden Klarheit über hydrogeologische
» » Bedingungen, z. B. fließendes Grund- oder Schichtenwasser.
»
» Lol, ich bin Geologe und Planer von Erdwärmeanlagen. Dementsprechend
» schneide ich mir mit der oben gemachten Bemerkung sauber ins eigene
» (finanzielle) Bein. Aber ich bleib dabei: ein Extra-Gutachten im
» EFH-Bereich frisst unnötiges Geld. Die Bohrfirmen besitzen hier i.d.R.
» hinreichend Erfahrung, um die Hydrogeologie in die Sondenauslegung
» miteinfliessen zu lassen.
» Bei großen Anlagen würde ich natürlich auch ein Gutachten empfehlen. Und
» das nicht um das lädierte (finazielle) Bein zu verpflastern, sondern weil
» das Planungsrisiko sonst viel zu groß würde. Aber hier verschwinden die
» Gutachtenkosten leicht in der Gesamtbausumme.
»
» » Wir mußten diese Erfahrung beim einem Berliner Wohn-und Geschäftshaus
» machen. Dort
» » wird uns die im Erdkollektor eingespeicherte Solarwärme von fließendem
» » Schichtenwasser (Hanglage) weggetragen - fast 40 % Verluste!
»
» Aua, ja da das ist herb. Und Kollektoren werden wohl praktisch nie von
» Bohrfirmen gebaut, sondern von irgendeinem Bauunternehmen. Da fehlt es
» oftmals sicherlich an Wissen.
»
» » Das kann man so absolut nicht sagen - es spielt immer die Frage des
» » Nutzens zum Aufwand (Invest-Kosten)die bestimmende Rolle bei der
» » Wirtschaftlichkeit! Es heißt nicht entweder - oder, sondern sowohl -
» als
» » auch! Auf Mallorca erfolgt z. B. die dezentrale
» Elektroenergie-Versorgung
» » von Fincas zum Teil in einem "Paket" mit einer PV-Anlage, einem
» » Windgenerator und einem Notstrom-Generator im Inselbetrieb! Das ist
» » sicherlich teuer, aber die Anschlußkosten ans öffentliche Netz wären
» noch
» » teuerer - also rechnet es sich für den Besitzer!
»
» Sorry, ja, an Mallorca hatte ich nicht gedacht. Ich kenne auch eine Anlage
» in Indien (kein Witz), bei der einfach kein Stromanschluss in der Gegend
» war. Da wird neben der allgemeinen Stromversorgung auch noch gleich die
» Wärmepumpe mit versorgt. ALso: Asche auf mein Haupt.
»
» Gruß
» Thomas

Rolf

Beitragvon Rolf » 31.08.2005 16:38 Uhr

» » Das ist relativ - man erhält auf jeden Klarheit über hydrogeologische
» » Bedingungen, z. B. fließendes Grund- oder Schichtenwasser.
»
» Lol, ich bin Geologe und Planer von Erdwärmeanlagen. Dementsprechend
»
Thomas,
ich habe die Wahl, den Gaskessel (bisheriger Verbrauch pro Jahr 5.300 m³ Erdgas) und das Drumherum zu erneuern (Kostenvoranschlag rund 10.000 €) oder mit einer Wärmepumpe ca. 15 KW plus Tiefenbohrung 2x120 m mit Anschlüssen usw. für rund 28.000 €. Amortisation bei ca. 12 Jahren, wenn ich den Gaspreis in den nächsten 10 Jahren wie etwa bisher um 70% verteure. Ebenso den Strompreis für die WP.
Die 2 Referenzadressen war nicht ganz brauchbar, weil die eine im Winter immer mit Radiatoren zuheizt und der andere sowieso den Kachelofen anwirft.
Kriege ich nun warm oder nicht? Leider konnte ich bisher keine Berechnungsgrundlage bekommen.
Dann spricht noch einer von WP mit Kolben sei laut. Dann nein danke.
Wo kriege ich klare und nicht vom möglichen Lieferanten geschönte Unterlagen her.

Danke Rolf
Rolf

Beitragvon Rolf » 31.08.2005 16:38 Uhr

Fehler
Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:38 Uhr

Hallo Rolf,

hmmm, 15 kW (Heizleistung?) mit 2 x 120 m spricht für eine eher mäßige, unterdurchschnittliche Geologie (ca. 45 W je Meter Erdwärmesonde) oder für einen Super-Planer, der auch ein Auge aufs Detail hat.

Was die Kosten anbetrifft: irgendwer hat mal behauptet, die Gesamtanlage (also WP + Anschlüsse +Bohrungen) liegt bei ca. 1300 Euro (netto). Davon bist du einigermaßen weit entfernt. Hier würden ein oder zwei ALternativangebote helfen.

Das mit den Referenzadressen kapiere ich nicht. Woher hast du die?

Aber eines kann man sicher sagen: ja, du kriegst es mit Erdwärme ganz sicher warm. Und zwar immer dann, wenn die Anlage vernünftig ausgelegt ist.

Und was das "Lärmproblem" anbetrifft: die meisten WP sind eher leise. Und zumeist stehen sie eh im Keller und stören dann auch geräuschtechnisch nicht. Abe wenn du es wirklich auf eine "Flüsterpumpe" abgesehen hast: von Alpha-Innotec gibt es da seit neuestem etwas sehr geräuscharmes.

Thomas



» Thomas,
» ich habe die Wahl, den Gaskessel (bisheriger Verbrauch pro Jahr 5.300 m³
» Erdgas) und das Drumherum zu erneuern (Kostenvoranschlag rund 10.000 €)
» oder mit einer Wärmepumpe ca. 15 KW plus Tiefenbohrung 2x120 m mit
» Anschlüssen usw. für rund 28.000 €. Amortisation bei ca. 12 Jahren, wenn
» ich den Gaspreis in den nächsten 10 Jahren wie etwa bisher um 70%
» verteure. Ebenso den Strompreis für die WP.
» Die 2 Referenzadressen war nicht ganz brauchbar, weil die eine im Winter
» immer mit Radiatoren zuheizt und der andere sowieso den Kachelofen
» anwirft.
» Kriege ich nun warm oder nicht? Leider konnte ich bisher keine
» Berechnungsgrundlage bekommen.
» Dann spricht noch einer von WP mit Kolben sei laut. Dann nein danke.
» Wo kriege ich klare und nicht vom möglichen Lieferanten geschönte
» Unterlagen her.
»
» Danke Rolf
Rolf

Beitragvon Rolf » 31.08.2005 16:38 Uhr

» Hallo Rolf,
»
» hmmm, 15 kW (Heizleistung?) mit 2 x 120 m spricht für eine eher mäßige,
» unterdurchschnittliche Geologie (ca. 45 W je Meter Erdwärmesonde) oder für
» einen Super-Planer, der auch ein Auge aufs Detail hat.
»
Südwest-Hanglage des Grundstücks. Vielleicht spielt das eine Rolle. Hier in 88250 Weingarten soll der Untergrund gut sein.

» Was die Kosten anbetrifft: irgendwer hat mal behauptet, die Gesamtanlage
» (also WP + Anschlüsse +Bohrungen) liegt bei ca. 1300 Euro (netto). Davon
» bist du einigermaßen weit entfernt. Hier würden ein oder zwei
» ALternativangebote helfen.
»
Alternativangebote hole ich ein, aber
wer war den den Irgendwer, der die 1300 € nannte?

» Das mit den Referenzadressen kapiere ich nicht. Woher hast du die?

» Vom Anbieter der Erwärme/Wärmepumpenanlage!!!!!!Ggfs. Angebot ohne Verfasser per Fax?

» Aber eines kann man sicher sagen: ja, du kriegst es mit Erdwärme ganz
» sicher warm. Und zwar immer dann, wenn die Anlage vernünftig ausgelegt
» ist.
»

Die EnBW gibt den Tarif 10,14 Cent/KW/h plus extra Zähler. Allerdings wird die WP im Nov/Dez/Jan/Feb 3x am Tag für je 1,5 Stunden nicht mit Strom versorgt. Der Pufferspeicher muss dies wohl richten.

» Und was das "Lärmproblem" anbetrifft: die meisten WP sind eher leise. Und
» zumeist stehen sie eh im Keller und stören dann auch geräuschtechnisch
» nicht. Abe wenn du es wirklich auf eine "Flüsterpumpe" abgesehen hast: von
» Alpha-Innotec gibt es da seit neuestem etwas sehr geräuscharmes.
»
» Thomas
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