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Forum Energiesparen & Energiespargeräte & Ökostrom

Thema: Ökostrom - warum wechseln nur wenige?

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Karin

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Laut einer Umfrage ist ein Großteil der Deutsch ja bereit, Ökostrom zu kaufen. Auch wenn `s ein bisschen mehr kostet. Ich frag mich nur: Woran liegt`s, dass so wenige auch wirklich wechseln??

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avni

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An der uns genetisch bedingten Faulheit.

Sie sorgt für den menschlich geringsten Energieverbrauch, den Denken und Handeln verbraucht nun einmal Energie... Wink

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Franky

Erfahrung: Gast
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» Laut einer Umfrage ist ein Großteil der Deutsch ja bereit, Ökostrom zu
» kaufen. Auch wenn `s ein bisschen mehr kostet. Ich frag mich nur: Woran
» liegt`s, dass so wenige auch wirklich wechseln??

1. Ist Strom durch Ökosteuer und weitere Zwangsabgaben (KWK, EEG, Mehrwertsteuer) schon allgemein in Deutschland sehr teuer geworden, von der mangelhaften Regulierung mal ganz zu schweigen. Warum noch mehr ausgeben, wenn man schon für KWK-Anlagen und Windenergieanlagen zwangsweise mitbezahlen muss?
2. Sind die Vorteile, die man durch "Ökostrom" hat, vielleicht doch nicht so gross, dass viele Leute Lust haben, ihr sauer verdientes Geld in Versprechen zu investieren. Nicht alle sogenannten "Ökostromanbieter" sind auch wirklich welche. Ohne Zertifizierung geht da nichts, sonst kann sich auch ein Atomstrombetreiber oder ein Kohlekraftwerksstromlieferant so nennen, den "Öko" ist ein unbestimmter, undefinierter Begriff, den sich nunmal jeder aufs Plakat kleben darf.

Grüsse
Frank

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Schönberg

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» » Laut einer Umfrage ist ein Großteil der Deutsch ja bereit, Ökostrom zu
» » kaufen. Auch wenn `s ein bisschen mehr kostet. Ich frag mich nur: Woran
» » liegt`s, dass so wenige auch wirklich wechseln??
»
» 1. Ist Strom durch Ökosteuer und weitere Zwangsabgaben (KWK, EEG,
» Mehrwertsteuer) schon allgemein in Deutschland sehr teuer geworden, von
» der mangelhaften Regulierung mal ganz zu schweigen. Warum noch mehr
» ausgeben, wenn man schon für KWK-Anlagen und Windenergieanlagen
» zwangsweise mitbezahlen muss?
» 2. Sind die Vorteile, die man durch "Ökostrom" hat, vielleicht doch nicht
» so gross, dass viele Leute Lust haben, ihr sauer verdientes Geld in
» Versprechen zu investieren. Nicht alle sogenannten "Ökostromanbieter" sind
» auch wirklich welche. Ohne Zertifizierung geht da nichts, sonst kann sich
» auch ein Atomstrombetreiber oder ein Kohlekraftwerksstromlieferant so
» nennen, den "Öko" ist ein unbestimmter, undefinierter Begriff, den sich
» nunmal jeder aufs Plakat kleben darf.
»
» Grüsse
» Frank

Die Neufassung der EnEV sollte da Klarheit schaffen. Ausweispflicht der Stromherkunft auf jeder Rechnung.

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sebastian

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Warum wechseln so wenig Verbraucher zu Ökostrom?

Antwort: Weil sie es gar nicht müssen! Denn die Energieversorger sind doch per Gesetz dazu verpflichtet Ökostrom abzunehmen und entsprechend zu vergüten. Das bedeutet für den Verbraucher, dass er den gleichen Mix bezieht wenn er sich für einen billigen Tarif oder einen Ökotarif entscheidet.

Oder glaubt jemand ernsthaft daran, das die Energieversorger den Strom fein säuberlich nach Kohle-, Wind- oder Atomkraft trennen? Für Ökostrom eigene Umspannwerke bauen?

Wer für Ökostrom bezahlt, der verschafft den Energieunternehmen nur zusätzlichen Gewinn. Da die Vergütung für Windenergie viel höher liegt als Kohlestrom, wälzen die Energieunternehmen ihre Kosten sowieso auf die Verbraucher ab.

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rap1234

Erfahrung: Gast
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Diese oft so als so hoch geschmähten (ist hier jemand geizig wenns um die eigenen Bequemlichkeit geht?) Kosten von Ökostrom werden sich später als deutlich niedriger (Folgekosten) erweisen.

Ich hab einen lokalen Strom-Provider gefunden der 0,4ct!! als Aufpreis für österrreichischen (mal was Gutes aus Österreich) Wasserkraftstrom verlangt....
Dazu noch eins dieser Produkte für den Nahverkehr http://www.evt-scooter.de/homeframeset.htm... und Spaß und ruhiger Schlaf ist evtl gesichert.

MfG rap

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susi

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Also ich finde die Idee vom Ökostrom an sich gut, aber ganz durchschaut hab ichs nicht. Ich meine, es würde nur funktionieren, wenn jeder Konsument Ökostrom möchte. Denn selbst wenn es so ist, dass, wer für Ökostrom bezahlt, nur eben diesen bekommt (was ich mir nicht vorstellen kann, läuft doch alles über ein Netz), bekommt dann eben der eine nur den Ökostrom und ein anderer Kunde dafür mehr Atomstrom & Co. Es bringt also nichts, meiner Meinug nach, weil es an der Zusammensetzung des gesamt erzeugten Stroms nichts ändert, sondern nur die Energieerzeuger reicher macht, ohne etwas anderes anzubieten.

Kann mir jemand erklären, ob es tatsächlich Sinn macht, Ökostrom zu beziehen?

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david.a2k

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Strom ist Strom - natürlich - man kann ihn nicht getrennt nach Öko und Atom/Kohle an den Verbraucher liefern. Er läuft über ein gemeinsames Netz.
Der Unterschied liegt in der Einspeisung.
Wenn du also von deinem Stromlieferanten Atomstrom beziehst, bezieht dieser wiederum diesen von Atomkraftwerken bzw. hat eigene und leitet den Strom ins Stromnetz.
Dein Geld für deinen verbrauchten Strom geht also an die Atomindustrie.
Wenn du nun aber zu einem Ökoanbieter gehst, bezieht dieser den Strom von einem z.B. Solaranbieter bzw. besitzt eingene Solarkraftwerke. Diesen Strom leitet er dann auch wieder ins Stromnetz.
Dein Geld aber geht an den Solaranbieter. Und kann dann für neue Kraftwerke eingesetzt werden (viele machen das).

Der Strom den du bekommst, kommt immer aus dem gleichen Netz. Er wird aber von verschiedenen Seiten eingespeist. Und da macht es den Unterschied wer nun dein Geld bekommt. Das wiederum hat zur Folge wieviel Strom der jeweilige Anbieter ins Netz leitet. Wenn also alle nur noch Solarstrom beziehen würden, würden nur noch die Solarkrafterke Strom ins Netz speisen. Die Atommeiler hätten keine Abnehmer mehr.

Momentan würde der Solarbestand natürlich nicht für eine Bundesweite Versorgung reichen, wenn aber alle ihn wollten, würde ja auch entsprechend investiert werden, weil es sich lohnen würde.

Gleiches gilt natürlich auch für andere erneuerbare Energien.

Dabei gilt noch zu unterscheiden ob der Anbieter zeitgleich oder mengengleich einspeist. Wenn er mengengleich einspeist, speist er im Jahr soviel ein, wie seine Abnehmer im Schnitt pro Jahr abnehmen. In den Bedarfsspitzen (morgens/abends) ist das dann zuwenig. D.h. der Strom muss von anderen Anbietern abgekauft werden. Dies kann dann auch wieder Atomstrom sein.
Zeitgleiche Einspeisung bedeutet, dass der Strom wirklich nur dann eingespeist wird, wenn er auch verbraucht wird, und muss somit nicht von anderen Anbietern bei Mehrbedarf ersetzt werden. (Greenpeace-Energy)

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david.a2k

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Übrigens ein Vergleich lohnt sich. So gibt es Anbieter (Lichtblick), die genauso viel kosten wie z.B. einige Stadtwerke.
Greenpeace-Engery ist im Kwh Preis sogar billiger, durch den etwas höheren Grundpreis kommt man im Monat dann auch wieder etwas aufs gleiche raus.
Also checkt mal eure Rechnung und vergleicht!
Die Preise stehen ja alle im Netz.
Wechselgebühr ist umsonst und Kündigung übernimmt der neue Anbieter!

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Heinz

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@david.a2k

Zitat:
Momentan würde der Solarbestand natürlich nicht für eine Bundesweite Versorgung reichen, wenn aber alle ihn wollten, würde ja auch entsprechend investiert werden, weil es sich lohnen würde.


Wie hoch müsste denn der Solarbestand sein, um ganz Deutschland zu versorgen?

Mfg
Heinz

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Felix

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Hallo !
Weil hier nur alle über Photovoltaik sprechen: habe mir bei ebay einen Vkuum-Röhrenkollektor gekauft - 400 Euro, 10 Röhren - und diesen an einen Wärmetauscher mit 6 x 10 Watt Thermogeneratoren angeschlossen. Die Kaltseite pumpt Wasser aus einer Zisterne. Temperaturunterschied im Sommer wie im Winter durchschnittlich immer um die 60 Grad. Die Thermogeneratoren liefern schon bei dieser kleinen Testanlage 30 Watt Dauerleistung, genug um einen 40 Ampere Akku zu laden und genug für ein Wochenendhaus. Meiner Meinung nach ist das sehr viel wirtschaftlicher als Photovoltaik und benötigt nur 1,5 quadratmeter Dachfläche.

Grüsse, Felix

_________________
felix

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david.a2k

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Eine bundesweite Versorgung durch Solarenergie ist mit Sicherheit nicht möglich, darum ist es ja auch ein Energiemix der angestrebt wird, und sich passend ergänzt.

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Heinz

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@david.a2k,

Zitat:
Eine bundesweite Versorgung durch Solarenergie ist mit Sicherheit nicht möglich, darum ist es ja auch ein Energiemix der angestrebt wird, und sich passend ergänzt.


Wie hoch sollte denn dann der solare Anteil Ihrer Meinung nach sein? Und wie ergänzt Solarstrom den Strommix? Sollte er nicht ersetzen statt ergänzen?

Mfg
Heinz

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david.a2k

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Sie sollte mit anderen erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Geothermie, Biomasse usw. den vorhandenen Strommix aus überwiedgend fossilen Energieträgern, ersetzen, welche den höchsten CO2 Ausstoss haben. Welchen prozentualen Anteil sie darin ausmachen wird, kann ich nicht beurteilen.

Deswegen ist es wichtig, dass man bei einem Wechsel auf Öko-Strom darauf achtet, dass der Anbieter, einen Teil der Gewinnmarge in neue Kraftwerke für erneuerbare Energien investiert. (z.B. Greenpeace oder Schönau EWS) Andere Anbieter bieten Ökostrom an und verknappen dann einfach den Ökoanteil bei den anderen Abnehmern. Damit ist keinem geholfen. Da die Menge an produzierter erneuerbarer Energie gleich bleibt.

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Heinz

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@ david.a2k
Zitat:
„Welchen prozentualen Anteil sie darin ausmachen wird, kann ich nicht beurteilen.“

Zahlen von 2004 für Deutschland:
Windstrom: ~5%
Solarstrom:~0,2%

Nicht gerade berauschend!

Und der „Strommix“ von Greenpeace besteht zu fast 100% aus schon lange vorhanden Wasserkraftwerken von Östereich und Gaskraftwerken (http://www.greenpeace-energy.com/strom_barometer.php). Ist doch eine Verarschung, oder!?

Mfg
Heinz

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