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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 18.08.2009 19:49 Uhr

Folgender Beitrag von Herrn Hannemann geht auf die Kriterien und den Maßnahmenkatalog ein.
http://www.tga-fachplaner.de/TUlEPTMwMD ... I1NjE.html
Man sollte hier die entsprechende Sorgfalt einfordern.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon machtnix » 18.08.2009 20:44 Uhr

Herr Heufers,
nun hören Sie doch auf den Endkunden ständig ein schlechtes Gewissen einzureden.
Eine Heizungsanlage die heute nicht mehr mit normalem Wasser gefüllt werden darf,ist für sowieso keine gscheite Heizung.

Was machen Sei eigentlich wenn das Ausdehungsgefäß defekt ist und der Kunde füllt ständig Wasser auf die Anlage?
Na klar,das geht nun ja gar nicht,Fachmann holen und nur aufbereitetes Wasser gehört in die Anlage.

Gott sei Dank gibt es noch normale Kunden und keine solchen Spinner,die würden Sie wahrscheinlich mit nem Sche...besen vom Hof jagen.

Und noch was,die Heizungs-und Kältebauer die es wirklich drauf haben brauchen solchen Firlefanz nicht.

Komisch,meine gebauten Anlagen laufen bisher störungsfrei,mit normalem Wasser.Kann es sein das ich doch was richtig gemacht habe?
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Beitragvon GMil » 19.08.2009 23:54 Uhr

Bei Hochtemperaturheizungen sollte es nicht schaden, wenn das Wasser kalkarm (weich) ist. Die Wassermenge ist zwar i.W. gleichbleibend (keine Fluktuation), aber auch wenig Kalk lagert sich bevorzugt an der heißesten Stelle an und könnte dort den Temperaturübergang -etwa bei einer WP- schon etwas stören. Ob solche Auswirkungen meßbar sind, bleibt fraglich.

Ich habe standardmäßig enthärtetes Wasser (Ionentauscher-Anlage mit Nachdosierung) und lebe damit, daß das Wasser zwar kalkarm, aber etwas leitfähiger ist, was eine Rostbildung etwas begünstigen könnte.
Gruß

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Beitragvon MK70 » 20.08.2009 09:41 Uhr

Ist es denn nun Vorschrift enthärtetes Wasser einzufüllen oder ist eine Befüllung mit normalem Wasser weiterhin erlaubt? :?:
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Beitragvon machtnix » 20.08.2009 10:50 Uhr

Das steht in den Herstellerunterlagen.
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Beitragvon MK70 » 20.08.2009 13:37 Uhr

Ok, die hab ich ja noch nicht... :? :P

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Beitragvon GMil » 20.08.2009 17:36 Uhr

Mein WP-Hersteller, der hauptsächlich den Markt der Altbauten bedient (Heizungstausch gegen Öler etc.), erwägt derzeit in der Tat, entsalztes Wasser zwingend vorzuschreiben. Ich habe die zugehörige Diskussion mit dem WP-Entwickler verfolgt. Nach meiner Auffassung ist das ein Versuch, sich herstellerseits für bestimmte Reklamationsfälle auf die sichere Seite zu legen; für zwingend notwendig halte ich es nicht.

Hat der Hersteller diese Vorschrift nämlich irgendwann mal erlassen (in dem Wissen, daß sich eh so gut wie keiner dran hält!), ist er auch in denjenigen Problemfällen ohne aufwendige Beweisführung von der Gewährleistung befreit, die genaugenommen ganz andere Ursachen haben. Da wird heute nämlich schon mal vergessen, beim Wechsel der Heizquelle die Rohrleitungen bzw. Radiatoren zu spülen, es sind sauerstoffdurchlässige Rohre verbaut usw. usw. Klar bringt das mit der Zeit den WT der WP in Schwierigkeiten, und die werden dann flugs und gerne dem WP-Hersteller angelastet (Stichwort ungenügender COP).

Ist jetzt aber normales Wasser drin, was ja leicht zu beweisen ist, wäre der Hersteller in solchen Fällen künftig von der Gewährleistung frei. Das wäre auch eigentlich recht und billig, denn die wirkliche Ursache hätte er ja sowieso nicht zu vertreten! Daß es z.B. aber Schlamm war, der den WT z.T. zugesetzt und den COP verschlechtert hat, und der aus dem ungespülten alten Rohrsystem kam, ist aber für den WP-Hersteller schon schwieriger nachzuweisen.

Da sieht man mal wieder, wie Fehlnutzungen unserer Gewährleistungsregelung zu an sich unnötigen "Sicherheits"-Auflagen führen können.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon MK70 » 23.08.2009 15:22 Uhr

Wo wir gerade bei dem Thema sind:
-> eine weitere Frage zum genutzten Wasser.

In der neuen Anlage ist eine ext. Frischwasserstation von NEHS mit einem Volumen 25L/min. verbaut. Zusätzlich zur Kreistrennung (Puffer auf Fußbodenheizung) ein PWT 12A / 20PL.
Bei der Befüllung hatte ich den Heizungsfachmann gefragt, ob das Befüllen auch mit Brunnenwasser geht. Bei 1000L Pufferspeicher ja schon einiges an Geld. So hat er das Brunnenwasser ohne jegliche Filterung in die Bauteile gefüllt.

Wenige Tage später bekam ich den Tipp, das Wasser schnellst möglich zu entfernen, da die Plattenwärmetauscher durch das Brunnenwasser Schaden nehmen können, die Anlage vernünftig zu spülen und mit enthärtetem Wasser wiederzu befüllen (hier kommt man wohl mittlerweile mit einer Patrone auf eine max. Wasserhärte von 7 runter).
Begründung:
1. Durch evtl. mit eingefüllten Sand, können die PWT zugesetzt werden,
2. Im Brunnenwasser befindet sich wohl irgendein Stoff, der die Platten anfressen und Nutzlos machen kann/wird.
Im INet hab ich jetzt nach ner Bedienungsanleitung/Füllanleitung gesucht, aber nichts gefunden, wo sowas evtl. drin stehen könnte.

Daher bitte schnellstmöglich eine Info dazu...
Danke... 8)
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Beitragvon GMil » 23.08.2009 16:08 Uhr

Niemand kann ohne Analyse sagen, was im Brunnenwasser enthalten ist und ob ggf. schädliche Stoffe (i.d.R. schwache Säuren und / oder Mineralien) vorhanden sind. Trinkwasser dagegen ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel Deutschlands.

Insofern ist es tatsächlich etwas sicherer, Leitungswasser statt unbekanntes Brunnenwasser zu benutzen.

Eine Enthärtung des Trinkwassers kann evtl. Sinn machen, aber auch hier ist Vorsicht geboten: Ionentauscher-Enthärter bringen z.B. CO2 ins Wasser ein, das wiederum über die entstehende Kohlensäure bestimmte Materialien angreifen kann. Wer absolut auf Nummer Sicher gehen will, neutralisiert die entstandene Kohlensäure durch passende Laugen ("Nachdosierung"), die es im Zubehörhandel für chemische Wasserenthärtunganlagen gibt.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon MK70 » 23.08.2009 20:18 Uhr

GMil hat geschrieben:Niemand kann ohne Analyse sagen, was im Brunnenwasser enthalten ist und ob ggf. schädliche Stoffe (i.d.R. schwache Säuren und / oder Mineralien) vorhanden sind. Trinkwasser dagegen ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel Deutschlands.

Eine Analyse wurde durch eine Firma schon bei uns auf der Straße gemacht. Sicher ist das nicht unbedingt auch für meinen Brunnen massgebend, aber gewisse Bestandteile, die ggf. schädlich sein können, sind / können scheinbar im Brunnenwasser sein. Und dann gehe ich lieber auf Nr. sicher und mache einmal mehr Aufwand wie einmal zu wenig... 8)

Insofern ist es tatsächlich etwas sicherer, Leitungswasser statt unbekanntes Brunnenwasser zu benutzen.

Im Prinzip wollte ich das nur bestätigt haben... 8)

Eine Enthärtung des Trinkwassers kann evtl. Sinn machen, aber auch hier ist Vorsicht geboten: Ionentauscher-Enthärter bringen z.B. CO2 ins Wasser ein, das wiederum über die entstehende Kohlensäure bestimmte Materialien angreifen kann. Wer absolut auf Nummer Sicher gehen will, neutralisiert die entstandene Kohlensäure durch passende Laugen ("Nachdosierung"), die es im Zubehörhandel für chemische Wasserenthärtunganlagen gibt.

Eine sehr große Sanitär-Heizungsfirma in unserer Stadt macht das ganze wohl seit Jahren ohne nachfolgende Probleme, daher denke ich, dass die das entsprechende Gerät haben werden. 8)

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