D adie IR-Heizungen i.d.R. keine Lüfter etc. haben, ist die Bewertung des Wirkungsgrads ausnahmsweise mal sehr einfach:
Jede solche Heizung hat genau 100% Wirkungsgrad (COP = 1), weil die elektrische Energie "verlustfrei" in Wärmeenergie umgesetzt wird. (Jede Art Verlust würde sich nämlich ebenfalls in Wärme ausdrücken!).
Also 1 kWh el. Energie = 1 kWh Wärmeenergie.
Etwas anderes ist schon die "gefühlte Wärme": hier kann die IR-Heizung sehr wohl Wirkungsgrade > 1 erreichen (besser gesagt vortäuschen), weil langwellige Strahlung auf der Haut ein Wärmeempfinden erzeugt, das nicht äquivalent zur Raumtempertur ist.
Grob gesagt: wer in einem großen Raum mit 0 °C Temperatur nackt zwischen 2 winzigen IR-Strahlern sitzt, wird sich angenehm mollig fühlen, obwohl der Raum dabei kaum wärmer wird!
Der Mensch fühlt sich wohl, wenn auf seiner Haut etwa 37 °C "ankommen".
Dabei ist es völlig egal, ob z.B. wegen einer schlecht gedämmten Außenwand, die innen nur 10 °C hat, 27 K per Luft "zugeheizt" werden müssen, ob das wegen einer gut gedämmten Wand, die innen schon 17 °C hat, nur noch 20 K sein müssen, oder ob gar eine IR-Strahlungsleistung von wenigen hundert Watt ohne zwischenzeitliche Abkühlung direkt die Haut trifft und dort die 37 °C "erzeugt". In allen 3 Fällen ist der Mensch zufrieden.
Das kann durchaus entscheidend sein, wenn die Einsatzbedingungen für die IR sprechen, etwa im Badezimmer. Aber eines muß bei jeder Strahlungsheizung klar sein: Heizung aus = Strahlung weg = Wohlgefühl weg, denn der Raum wurde durch die Strahlung (fast) nicht mit erwärmt bzw. es dauert sehr lange, bis dies wirksam wird, und es kostet dann auch die gleiche Energie wie bei anderen Heizungen!