hallo...
Ich weis nicht was das "gepeile" soll?
Einem m³ Boden kann je nach Material nur eine bestimmte Menge Energie in Form von Wärme entzogen werden.
Auch die Kälteanlagenbauer gehen im Grossen und Ganzen NICHT auf den Boden näher ein sondern nehmen einen Durchschnittswert für die Energiemenge je m³. Dann wird nochmal vereinfacht und ein Wert je m² ermittelt, da in der Regel eh nur in EINER Ebene verlegt wird.
Im Prinzip wäre es also rein physikalisch völlig egal ob ich (zum Vergleich) 1 m³ Wasser die maximale Wärme rasch oder sehr langsam abnehme. Die Menge der Energie bleibt immer rechnerisch die gleiche.
Der Entzug der Wärme findet leider nicht in dem gesamten Raum gleichmässig verteilt statt sondern "nur" an den Stellen der Leitungen.
Es entsteht also ein Temperaturgefälle zwischen der unmittelbaren Umgebung der Leitungen und dem "weiteren" Umfeld im Boden.
Durch dieses Gefälle zwischen "energiereichem" und "energiearmen" Boden "versucht sich" die Energie gleichmässig "zu verteilen" und es "fliesst" Wärme zu den kalten Leitungen hin.
Die Geschwindigkeit mit der das geschieht hängt von der Bodenbeschaffenheit und dem Wärmeleitungskoeffizienten des umgebenden Bodens ab.
(Deswegen haben ErdKörbe im Grundwasser einen grossen Vorteil, weil Wasser nämlich die Energie SEHR schnell zu den Leitungen transportieren kann und der Ausgleich so SEHR schnell statt findet)
Nehme ich dem Boden also schneller Energie ab als von Aussen "nachfliessen" kann, dann wird die Entzugsleistung irgendwann rapide absinken.
Dabei ist es dann völlig egal, ob diese "zu hohe" Entzugsleistung von einer 6kW WP oder von einer 24kW WP mit mehr Pausen erreicht wurde!!!
Mehr als "leer lutschen" kann man nämlich den Boden nicht!
DAS kann man problemlos mit entsprechender Dimensionierung der Sonde oder der Kollektoren verhindern.
Physik gilt für Kälteanlagenbauer genauso wie für Heizungsbauer, Ingenieure, Kunden und Laien.
Grüsschen Oswald