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Forum Haustechnik: SHK

Thema: Stiebel Eltron LWZ 403 für Massivhaus

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massiver

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Anmeldedatum: 03.07.2009,
Beiträge: 5
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Hallo,

wir planen unseren Neubau mit der Luftwärmepumpe Stiebel Eltron LWZ 403 Sol zu beheizen. Das Haus ist allerdings ein Massivhaus und wir wissen nicht, ob wir dann zuviel über die Zusatzheizung (Heizstab) verbrauchen.

Das Haus hat einen U-Wert von 0,17. Wir würden den Wert für ein Energieeffizienzhaus mit einer Pelletheizung erreichen. Allerdings möchten wir unbedingt die Stiebel Eltron Anlage auch aufgrund der Lüftung.

Das Haus hat eine zu beheizende Fläche von 140 qm. Im Keller müssten wir einen normalen Heizkörper einbauen ist das überhaupt machbar in Verbindung mit der Fußbodenheizung im Rest des Hauses?

Irgendwelche Tipps?

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machtnix

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Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 1587
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wir planen unseren Neubau mit der Luftwärmepumpe Stiebel Eltron LWZ 403 Sol zu beheizen.
Das ist schon mal schlecht.

Allerdings möchten wir unbedingt die Stiebel Eltron Anlage auch aufgrund der Lüftung.
Das ist natürlich noch schlechter.

Vielleicht sollte man mal jemanden Fragen der etwas davon versteht.
Diese Fachmänner heißen Kälteanlagenbauer.

Auf jeden Fall würde ich eine Inverter-WP nehmen.z.B. die Powerinverter von http://www.mitsubishi-electric-aircon.de/... oder die Utopia von Hitachi ebenfalls Powerinverter.

Die Lüftungsanlage könnte man z.B. von http://www.luefta.de... nehmen.

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Thomas Heufers

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Beiträge: 1982
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Wenn ihr bei der Planung seid, dann könnt ihr aus energetischer Sicht noch alles richtig machen. Der Fokus eurer Planungen sollte das Effizienzhaus 55 oder 70 nach KfW-Standard sein. Standards, die schlechter sind als Effizienzhaus 55 oder 70 sind, machen keinen Sinn. Es geht einerseits um den energiesparenden und kostengünstigen Betrieb und andererseits um den Wert der Immobilie. Eine energetisch einwandfreie Bauweise lässt sich auch in Zukunft mit gutem Wert veräußern.
Die STIEBEL ELTRON LWZ 403 Sol baugleich tecalor THZ 403 Sol sollte man bei einem schlechteren Gebäudeenergiestandard nicht einsetzen. Wir selbst haben die THZ 303 Sol in einem Energiesparhaus KfW 40 (identisch KfW Effizienzhaus 55) im Einsatz. Das Komplettsystem bietet den gewünschten Komfort und glänzt durch niedrige Verbrauchswerte.
http://ecotec-energiesparhaus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.htm...
Unter anderen Vorausetzungen mit schlechteren U-Werten der Gebäudehülle würde ich diesem System keinen Vorzug geben.

Da ihr noch in der Planung seid, empfehle ich euch die beiden folgenden Dokumente. Nutzt bitte die Bau- und Energieberatung der Verbraucherzentrale, i.d.R. kostet eine Erstberatung 5 Euro.

Checkliste zur Auswertung für Bau- und Leistungsbeschreibungen für Ein- und Zweifamilienhäuser
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Checkliste_Baubeschreibung_Bu...

Musterbaubeschreibung als Vorlage für den Hausbau vom Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Muster-Baubeschreibung.pdf...

Gruß

Thomas Heufers

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massiver

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Also das Haus ist ursprünglich geplant als Effizienzhaus 70 mit Gasbrennwerttherme und Solar für Warmwasser. Allerdings würden wir das Energieeffizienzhaus 55 mit einer Pelletheizung erreichen. Wir wollen aber keine Pelletheizung.

Müssen wir das Haus noch besser dämmen, damit wir die Stiebel Eltron Anlage verwenden können?

Der Architekt meinte, wir können ein Energieeffizienzhaus 55 auch erreichen, wenn wir die Gasbrennwerttherme in Zusammenarbeit mit einer zentralen Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (z.B. von Buderus) verwenden.

Deshalb war meine Überlegung dies mit der Stiebel Eltron Anlage zu ersetzen (Kein Gasanschluss, kein Kamin, alles in einem Gerät).

Nur meine Vermutung ist, dass die Heizkraft nicht ausreicht.

Wir waren auch beim Stiebel Eltron Wärmepumen-Mobil. Die sagten "alles kein Problem". Das hat mich dann schon etwas stutzig gemacht.

Na ja, und nun weiss ich nicht, was wir tun sollen. Da ein Bekannter von uns in seinem Holzständerhaus (der Keller ist bei wietem nicht so gut gedämmt wie bei unserem geplanten Haus) auch verwendet und sehr zufrieden ist, haben wir dieses System eigentlich bevorzugt. Aber wenn wir dann später exorbitante Stromrechnungen haben und keinen Kamin und Gasanschluss, stehen wir vor einem Desaster.

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Thomas Heufers

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massiver hat Folgendes geschrieben:
Der Architekt meinte, wir können ein Energieeffizienzhaus 55 auch erreichen, wenn wir die Gasbrennwerttherme in Zusammenarbeit mit einer zentralen Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (z.B. von Buderus) verwenden.
Wenn das so ist, dann kann natürlich die LWZ mit Luft-/Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz kommen, primärenergetisch ist dies besser als Gas-Brennwert. Es ist bei gutem Gebäudeenergiestandard ökonomisch wie ökologisch von Vorteil, wenn kein Gas zum Einsatz kommt.

Gruß

Thomas Heufers

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massiver

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Hier die Berechnung unseres Architekten:

Variante 1:
Gas Brennwertgerät, Solaranlage für Brauchwassererwärmung, Kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
geplant:
Jahresprimärenergiebedarf QP 39,9 KWh/m²a
Transmissionswärmeverlust HT 0,28 W/m²K

Variante 2:
Stiebel Eltron LWZ403 SOL
Wärmepumpe Luft/ Abluft -Wasser, Kontrollierte Lüftungsanlage
geplant:
Jahresprimärenergiebedarf QP 38,8 KWh/m²a
Transmissionswärmeverlust HT 0,28 W/m²K

Können wir damit rechnen, dass der Heizstab im Winter nicht im Dauereinsatz ist?

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Thomas Heufers

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Warum wird die THZ 403 Sol eingeplant? Es würde auch die THZ 303 Sol ausreichend sein, ansonsten wird die Anlage zum Takten neigen.
Wir hoch ist die Heizlast?

Gruß

Thomas Heufers

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Oswald

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herrje... ich krieg schon wieder mal ne Krise!

Es ist ein absoluter Schmarrn den Standard KfW40 auf Biegen und Brechen mit Technik erreichen zu wollen.
Genau DAS ist der ausgemachte Unsinn, der bei diesem Standard dann eben rauskommt.
Es geht bei diesem Standard NUR um den Anteil an fossilen Brennstoffen bei der Heizung.
Klar dass Pellets da punktet, weil halt Holz nachwächst.

2 Häuser..... beide erfüllen KfW40-Standard mal gerade so...
das eine kommt mit Heizkosten von 3,-€ je m² im Jahr aus
und das andere braucht für 17,-€ je m² im Jahr Pellets

U-Wert 1 liegt vielleicht bei 0,14 und U-Wert 2 liegt dann bei vielleicht 0,25 und beide sind KfW40!
Das ganze ist eben Leuts-Verdummung!

Ich kann JEDEM nur raten erst mal zu schaun, dass das Gebäude grundsätzlich wenig Energiebedarf hat und DANN schaut man welche Heizung man dafür hernimmt!

Man bedenke, dass das Geld, was man zusätzlich in Dämmung und den besseren Wandaufbau investiert zum teil auch einspart, weil man die "kleinere" mit der geringeren Leistung kaufen muss.
Wenn man dann noch bei sagen wir 100m² im Jahr 17-3,-€=14.-€*100=1400,-€ an Heizkosten sparen kann ist die zusätzliche Dämmung in weniger als 10 Jahren locker bezahlt!

Also Freunde!
Völlig wurscht ob Inverter-Dingsi oder Hypotrichtofax-Gerät mit schicki-micki super-patent-dingsi, wenn der energetische Standard nicht passt!

Grüsse
Oswald

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Vorsicht! Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie oder Sarkasmus enthalten.
Ohne Konservierungsstoffe (lt. Gesetz). Ohne Farbstoffe. Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe.

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massiver

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zur Heizlast kann ich nichts sagen! Der Architekt wollte die noch berechnen.

Wieso soll die lwz 403 überdimensioniert sein? Ich habe gehört, dass es besser ist, wenn man noch gewisse "Reserven" hat.

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Thomas Heufers

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Dann warte mal erstmal ab, was die Heizlastberechnung ergibt. Dann kann man ja nochmal dem Hersteller die Heizlastberechnung zukommen lassen und fragen, welche Variante unter euren Gegebenheiten optimal ist.
Grundsätzlich gilt, eine zu große Auslegung führt zu Taktung (vgl. Kaltstart beim Auto), das verkürzt die Lebensdauer der Anlage und verschlechtert die Effizienz.

In folgendem Beitrag ist die Auslegung und das Taktverhalten der Heizungsanlage beschrieben.
http://www.der-energieausweis.at/heizung.htm...

Thomas Heufers

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parcus

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Also irgendwie frage ich mich, warum hier der Architekt nicht erst die Heizlast nach EN 12831 berechnet und dann eine Empfehlung ausspricht.

Pellet ist auch nur eine Insellösung, zudem waren hier die Preis auch schon zweimal auf Erdöl Niveau. Hier ein Vergleich:
http://www.energieeffizient-sanieren.org/index.php?topic=169.0...

Entscheidend für die Betriebskosten einer Wärmepumpe ist letztendlich der JAZ. Hier mal ein Vergleich:
http://www.energieeffizient-sanieren.org/index.php?topic=177.0...

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massiver

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Genau das ist mein Problem. Ich denke der Architekt ist einfach unfähig das zu berechnen.

Nur ein Hinweis: Ich will gar keine Pelletheizung. Das ist für mich die größte Augenwischerei.

Das einzige Problem, das ich habe ist nicht zu wissen, ob die Heizlast der Wärmepumpe ausreicht.

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parcus

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*lach, so deutlich wollte ich es nicht auf den Punkt bringen,...
obwohl ich schon arge Bedenken hätte, solche Dinge gehören gerade in der heutigen Zeit, in die Planungsphase. Schließlich bestimmt das auch den zukünftigen Wert des Hauses.

Das ganze sehe ich zudem als eine Frage der Finanzierung, Förderung, Zuschüsse an,...

Wenn du gar nicht klar kommst, kannst du mir mailen.

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machtnix

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Also irgendwie frage ich mich, warum hier der Architekt nicht erst die Heizlast nach EN 12831 berechnet und dann eine Empfehlung ausspricht.

So einen Blödsinn,die Heizlast zu berechnen ist Sache des Heizungsbauers,der Architekt ist nämlcih nicht inder Lage dazu.
Außerdem kommen noch weitere rechtliche Argumente dazu.

Wenn der Architektenkasper was falsches berechnet und der Heizi baut es so ein,wer ist dafür haftbar?
Na klar der Heizi,denn er hätte es ja nachrechnen müssen.

Warum sollte der Heizi eine Heizlastberechnung machen wenn er noch gar keinen Auftrag hat?
Eine Heizlastberechnung kostet Geld,diese kann der Bauherr in Auftrag geben,z.B. hier: http://www.waermebedarfservice.de/...

Ich verstehe das nicht,man baut ein Haus für mehrere hunderttausend Euros und spart die paar Kröten für eine Heizlastberechnung.

Wenn ihr meint das diese Berechnung kostenlos zu erstellen ist,dann muß ich euch leider entäuschen.

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parcus

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@machtnix
Warum sollte der Heizi eine Heizlastberechnung machen wenn er noch gar keinen Auftrag hat?

Schön das du es selbst schreibst, deshalb ist der Heizi zunächst der Falsche !
Und natürlich hat dieser auf sein Produkt bezogen den Nachweis zu führen
und haftet dafür.

Was hat der Bauherr davon, wenn er schon den Auftrag erteilt hat, aber feststellt, dass die in Auftrag gegebene Anlage nur eine Energieschleuder ist.

Davon abgesehen wirst du gar nicht glauben, was Ingenieure so alles berechnen können.

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