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Cmajere
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Beitragvon Cmajere » 02.07.2009 13:38 Uhr

Hallo liebe Leute,

die Frage wurde sicherlich schon 1000 mal diskutiert. Aber da bei uns auch bald diese Entscheidung getroffen werden muss wollte ich mir hier einiges an Informationen holen. Vieles konnte ich in den Posts schon nachlesen aber ich wollte dann doch mal einen auf mein Problem zugeschnittenen POst eröffnen.

Wir bauen ein Generationenhaus ( 2 Vollgeschosse mit Dachboden) Hauptwohnung und Einliegerwohnung für Großeltern.

Die Hütte soll maximal 180 qm haben. Es wird ein Kfw 60 Haus mit 17,5 cm Ksv + 12 Wärmeverbundsystem Fenster 3 fach isoliert.
Freistehendes Haus in Hagen NRW zwischen den Flüssen Lenne und Ruhr.
Fussbodenheizung.


Zur Auswahl stehen Sole Wärmepumpe mit Erdbohrung
oder eine Luft Wasser Wärmepumpe

da ich im EG sowieso einen Hauswirtschaftsraum plane würde die Wärmepumpe drinne stehen ( ist das besser ? oder schlechter )

Soweit ich gelesen habe müsste man eine Luft Wasser Wp mit geringer Vorlauftemperatur haben um effizient zu sein.

um im Haus eine wohlige Wärme zu erreichen könnte ich die Fussbodenheizung mit zb 30 ° ansteuern und das Brauchwasser mit 45 ° - 50 ° ?

reicht 30 ° für ne Fussbodenheizung und die Wohnung auf 20-25 ° zu erwärmen?

Was ist schlimmer ine Wärmepumpe die viel zu überdimensioniert ist oder unterdimensioniert ?

Schon mal danke für eure Hilfe

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 02.07.2009 15:10 Uhr

Wieso nur KfW60? KfW40 sollte einfach zu erreichen sein und über geringer Heizkosten und günstigeres KfW-Darlehen sollten die mehrkosten einfach "bezahlbar" sein.


Und deinem Blog zu entnehmen: Schließ bloss keinen Bausparer ab. Hiervon hat Primär die Bank und der Berater was. Und bei Bausparer besteht die Gefahr ein teures Zwischendarlehen zu benötigen falls die Auszahlung sich verzögert.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.07.2009 15:16 Uhr

Eine Heizlastberechnung ist in jedem Fall geboten. In die Heizlastberechnung fließen alle Gebäude- und Nutzungsparameter ein. Man kann auch die Heizlastberechnung als Grundlage dem Bauvertrag beilegen. Man kann die Heizlast nach DIN EN 12831 auch über neutralen Fachhandwerker seiner Wahl für ca. 100 - 150 Euro berechnen lassen.

Bei den Gebäudeparametern fällt mir auf, dass 12 cm Dämmstärke für das Wärmedämmverbundsystem vorgesehen ist. Das ist heute eigentlich die unterste Grenze, da sollte man mindestens 16 cm ansetzen.
Ebenso wichtig sind die U-Werte für das Dach und den Keller/die Bodenplatte.

Wofür 25° Raumtemperatur? Eine Raumtemperatur von 22 - 23° sollte normalerweise möglich sein. Bei extremen Außentemperaturen sind i.d.R. 21° Grundlage einer Heizlastberechnung.

Den Hinweis von Bernhard Geyer solltest du ernst nehmen, das Bauspar-Darlehen ist ein echte Mogelpackung. Da werden Finanzierungsmodelle verkauft, die nichts mit der Realität zu tun haben.
Speziell für Baufinanzierungen kann man sich bei der Verbraucherzentrale beraten lassen, eigentlich ein MUSS für Bauherrn mit hohem Kapitalbedarf.

Gruß

Thomas Heufers

KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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Beitragvon Cmajere » 02.07.2009 16:17 Uhr

Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Jap nen Bausparer werden wirdefinitiv nicht nehmen.

Wir nehmen kein KFW Darlehen in Anspruch.
Nur Das Wfa Darlehen Eigenmittel und Bank.
Kfw 60 ist denke ich nen guter Standart und ermöglicht es mir die Fördermittel zu bekommen.


Jap 25 ° ist sicher ein wenig hochangesetzt. Ich sitz grad zu Hause und erlebe grade 25 ° Raumtemperatur echt zuviel ^^.
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Beitragvon bernhard geyer » 02.07.2009 16:22 Uhr

Cmajere hat geschrieben:Wir nehmen kein KFW Darlehen in Anspruch. Nur Das Wfa Darlehen Eigenmittel und Bank.

Und wieso nicht? Aktuelle unter 3% für Kfw 55 und 5 Jahre Rückzahlungsfreiheit - Damit kannst du den anderen Kredit besser abzahlen.

Cmajere hat geschrieben:Kfw 60 ist denke ich nen guter Standart

Kfw60 ist in 1-2 Jahren der Minimalstandard um überhaupt noch ein Haus bauen zu dürfen! Alles andere gilt schon fast als Energetischer Sanierungsfall.
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Beitragvon Cmajere » 02.07.2009 16:59 Uhr

Hallo,

weil dann die Kombination nicht mehr stimmt.

Wir bekommen 102000 Euro über die Wfa wenn wir jetzt noch 100000 über die Kfw finanziern würden, würde nur ein kleiner teil Fremdkapital übrig bleiben den wir über die Bank finanziern müssten zu einem dann sehr unattraktiven Zinssatz.

Andersherum bekommen wir ohne KFw Bank bei unserer hausbank 4,2 % fest und sind ausserdem von den Regelungen / Restriktionen / Vorgaben der KFW befreit.

Desweiteren schneiden sich leider die Regelungen der Kfw Bank und der Wfa Bank.
Unser Kfw 60 Haus würde dem neuen KFw 70 Energiehaus entsprechen. Mit KFW 70 kann aber die Wfa nix anfangen und würde unseren Antrag ablehnen. ( Aussage des zustänidgen Architekten der Wfa)

Die Wfa nimt nen Zinssatz von 0,5 % also werd ich wohl die Vorgaben der Wfa erfüllen da die eindeutig Zinsgünstiger sind.

MfG

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Beitragvon bernhard geyer » 02.07.2009 20:54 Uhr

Cmajere hat geschrieben:Wir bekommen 102000 Euro über die Wfa wenn wir jetzt noch 100000 über die Kfw finanziern würden, würde nur ein kleiner teil Fremdkapital übrig bleiben den wir über die Bank finanziern müssten zu einem dann sehr unattraktiven Zinssatz.

Da müss dann schon fast Girokonto-Überzugszinsen sein das sich das nicht lohnt. Da das Kfw-Darlehen bis 5 Jahren rückzahlungsfrei (Nur Zinsen) läuft kannst du die dort gesparte Rückzahlung verstärkt auf die Rückzahlung des normalen Bankdarlehens verwenden.

Cmajere hat geschrieben:Desweiteren schneiden sich leider die Regelungen der Kfw Bank und der Wfa Bank.
Unser Kfw 60 Haus würde dem neuen KFw 70 Energiehaus entsprechen. Mit KFW 70 kann aber die Wfa nix anfangen und würde unseren Antrag ablehnen. ( Aussage des zustänidgen Architekten der Wfa)

Wenn der Architekt schon einen nicht mehr gültigen KfW-Standard zur Wfa Bank bringen kann sollte es wohl möglich sein zusätzlich einen gültigen Standard für die Kfw auszufüllen.

Cmajere hat geschrieben:Die Wfa nimt nen Zinssatz von 0,5 % also werd ich wohl die Vorgaben der Wfa erfüllen da die eindeutig Zinsgünstiger sind.

Kannst du mir einen Link darauf geben? Ich finde unter Wfa nur die NRW-Bank welche ganz normal Kfw-Darlehen vertreibt.
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Beitragvon Cmajere » 02.07.2009 21:02 Uhr

Hallo,

hie der Link von der Bank, NRW war schon richtig hier in hagen heisst das Wfa.

http://www.nrwbank.de/de/wohnraumportal ... index.html


da ist ganz unten der Zinssatz. Es gibt diverse Modelle im WFA Bereich für uns gibt es 102000 Euro weil wir in Hagen bauen und sehr jung sind ^^

Daher 20000 wegen der Stadtbonus und 12000 Starter Rest des Darlehens ergibt sich aus dem Modell A.

MfG

Edit:

Klick mal oiben auf der "Förderberater" der geleitet dich durch eine maske wo am Ende dann die entsprechenden Werte nach EIngabe rauskommen.
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Beitragvon fdl1409 » 02.07.2009 22:00 Uhr

Kann auch nicht ganz nachvolluziehen warum du nicht auf KfW40 gehst. Zinsen sind zwar gerade minimal gestiegen, liegen aber immer noch bei 3,05% - bei der längsten Laufzeit von 30 Jahren.

Das Thema Sole oder Luft ist hier ganz wichtig.
Sole wird dann übrigens billiger als Luft, auch wenn das überall anders steht.
Eine Sole-WP-Anlage für 180 m² kannst du mit einem Erdkollektor für maximal 12.000 Euro schlüsselfertig erstellen - etwas Eigenleistung bei dem Erdkollektor vorausgesetzt. Eine Luftpumpe ist kaum günstiger zu haben, oft sogar weitaus teurer.
Für Solepumpe kriegst du doppelt so hohe Förderung. Und jetzt kommts: wenn du KfW40 baust verdoppelt sich der Fördersatz nochmals.

KfW40 schaffst du mit einer Sole-WP weitaus einfacher. In jedem Fall mußt du Transmission 45% besser als ENEV bauen. Mit 3-fachfenstern kein Problem. Sole hat hier den Vorteil einer weitaus geringeren Anlagenaufwandszahl. Was mit Luft KfW55 ist schafft mit einer guten Solepumpe KfW40. Wie gesagt ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand, nur durch bessere Technik. Hab das gerade durch mit einem 4-Familienhaus, das ich aus Zwangsversteigerung als Rohbau gekauft habe. Das Haus war KfW60 - jetzt schaff ich KfW40, nur mit einer guten Sole-WP, ohne Solar und Lüftungsanlage.

Neben dem doppelten Fördersatz ( bzw 4x so hoch wie Luftpumpe ) kriegst du ganz nebenbei noch den KfW40 Kredit. Der bringt dir immerhin einen Zinsvorteil von 10.000 Euro über 10 Jahre. Sole-WP ist also quaasi geschenkt.

Der Restkredit von der Bank wird dann wahrscheinlich etwas teurer. Das macht aber gar nichts, denn du kannst den billigen KfW-Kredit 5 Jahre tilgungsfrei haben. In dieser Zeit zahlst du nur die KfW-Zinsen - und tilgst den Bankkredit ruckzug weg. Nach 5 Jahren bist du absolut über den Berg. Und hast sehr günstige Heizkosten.
Würd ich nochmal drüber nachdenken.

Grüße
Frank
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Beitragvon Cmajere » 02.07.2009 22:19 Uhr

Hallo,

vielen Dank für die Meinungen.

Hab mir das heute nochmals durch den Kopf gehen lassen werde eine Sole Erdsonden Pumpe nehmen für Erdkollektoren haben wir wolhl etwas zu wenig Grundstück daher Erdsonde.
haben zwar ingesamt 600 qm aber davon sind 200 angepachtet ( absolut geil 100 Euro pro Jahr ^^ )

das mit dem KfW 40 werde ich mal direkt morgen Abend ansprechen beim Bauträger ob das Möglich ist mit der Bauweise, weil viel mehr Mehrkosten können wir uns nun nicht mehr leisten. Hab zwar en Festpreis all in ( mit Stellplatz Rasensatz Bäumchen etc) aber nur 15 K als Reserve + Förderung für die Pumpe.


Ach so noch eine Frage der Grund und Boden auf dem wir bauen hat extreme Feuchtigkeit durch Lehmschichten hat das nen Nacheil auf die Erdsonde ?


Edit:

Lüftungsanlage ist klar das du das dan schaffst aber die gibts ja auch nicht kostenlos ^^
Ist das eine Wohnraumbeluftung mit Abluftwärmetauscher ?
Kostet mal eben 4000 lt. Nachfrage und muss wohl direkt mit Rohr in Estrich verlegt werden.

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