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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Größe der Braucwasserspeichers

tobang
*
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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo zusammen,

mich würden mal Eure Erfahrungen interessieren, wie groß ein Brauchwasserspeicher einer Wärmepumpe sein sollte.

Unser Haus wird etwa 110 m² Wohnfläche haben. FBH. Eine Wanne, eine Dusche im Haus. Wir sind noch zu zweit, bald zu dritt und Plan ist zu viert. Wir duschen einmal täglich, mal morgens, meist abends. Baden ist eher die Ausnahme. Sonst normaler WW-Verbrauch. Keine Specials, wie WW-Zuleitung für Geschirrspüler oder ähnliches. Bauort Mecklenburg.

Reicht uns da der integrierte 175 ltr. Speicher einer Vaillant-Sole-Pumpe?
Wie sollte die Nachversorgung laufen: Nachts, nachmittags oder bei unterschreiten der mittleren Brauchwasser-Temperatur im Speicher sofort?

Wie seid ihr "bestückt" Wink und wie kommt Ihr mit Euren Gewohnheiten damit klar.
Wann wird es eng?

_________________
________________
Ein Bauherr aus MV

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Ich persönlich rate immer zu einem 300l Speicher. 170L sind definitiv zu wenig wenn man davon ausgeht das eine Wärmepumpe sich jedes Grad Wassertemperatur erarbeiten muss macht es keinen Sinn Warmwasser von 55-60°C zu erzeugen und anschließend wieder mittels Kaltwasser auf 40-45°C herunter zu mischen. Deshalb sind auch die meisten Brauchwasser WP mit einem 300l Speicher ausgerüstet. Eine separate Brauchwasser WP macht im übrigen durchaus Sinn.

Gruß Klimahansel

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Man kann es auch umgekehrt sehen.
Ein großer Speicher (beispielsweise 300 Liter) hält 365 Tage im Jahr für seltene Abnahmespitzen viel Wärme vor. Das permanente Temperieren des großen Volumens führt zu unnötigem Mehrverbrauch.
Ein kleiner Speicher (beispielsweise 175 Liter) ist für mehr als 350/365 des Jahres ausreichend und macht wirtschaftlich mehr Sinn. Die Hersteller statten Ihre Kompaktsysteme aus diesem Grund mit kleineren Speichern aus.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
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Da muss ich aber aufs allerheftigste Widersprechen.
Bitte, was ich schreibe bezieht sich ausschließlich auf Wärmepumpen, bei anderen Wärmequellen gebe ich dir vollkommen recht.
Aber bei Wärmepumpen ist es eben so, das energetisch betrachtet, die Arbeitszahl bei Wassertemperaturen von >47°C dramatisch in den keller geht. Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee eine Wärmepumpe mit mehr als 55°C zu betreiben, bei der Warmwasserbereitung nimmt man das aber nicht so genau.
Außerdem ist eine Warmwassertemperatur von 55°C nur mit der Wärmepumpe bei R410 Anlagen auf Grund des Kältemittels gar nicht möglich. Es wird daher oft der Temperaturbereich von 50-60°C elektrisch aufgeheizt. Und das ist, ich denke da sind wir uns einig, die teuerste Art der Warmwasserbereitung.
Ich denke die 170-200l Liter sind einfach aus der "normalen" Heizungstechnik übernommen. Außerdem ist es natürlich auch eine Preisfrage.


Gruß Klimahansel

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roro
*****
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Ich muss eher Thomas Heufers zustimmen. Wir sind 4 Personen und haben einen 300l-Speicher der auf 45 Grad gehalten wird. Der reicht locker aus und ist eher zu groß und ich würde beim nächsten mal eher einen 200l Speicher nehmen. Die 200l sind bei meiner WP auch in knapp 30min wieder erwärmt.

Zitat:
Eine separate Brauchwasser WP macht im übrigen durchaus Sinn.


Ja aber nur für den Installateur. Und hier benötigst Du einen größeren Speicher, da die Leistung einer solchen WP nur ca 1,5-2 kW ist und das Aufheizen deutlich länger dauert.

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@ RoRo
warum glaubst du das eine Brauchwasser Wp nur für den Installateur Sinn macht.
Wenn du solche Sprüche in den Raum wirfst wäre es nett wenn du auch eine Begründung dazu lieferst.

Gruß Klimahansel

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roro
*****
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Mehr Umsatz für den Installateur.

Bei einer bereits bestehenden WP-Heizung in einem Neubau gibt es keinen Vorteil bzgl. des Verbrauch. Eine BWP ist nur dann sinnvoll, wenn Du Abwärme nützen kannst, die sonst verloren ist.

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@ RoRo
bevor du so etwas behauptest solltest du dich erst einmal kundig machen.
Aber ich hole das gerne hier und jetzt nach.
Beispiel: (Alle preise Listenpreise des Herstellers ohne Montage)
Wärmepumpe Dimplex LI11TE inkl. Luftkanal-Schlauchset 10.262.00 €
Warmwasser-Set inkl. 300L Speicher 2.654,00 €
Macht zusammen 12.916,00 €

so und nun die Variante Wärmepumpe mit separater Brauchwasser WP
Dimplex LI9TE (da Warmwasser separat produziert wird kann die Heizungs WP eine Nummer Kleiner Ausfallen 8507,00 €
Warmwasser WP Dimplex BWP 30H 2537,00 €
Macht zusammen 11.044,00 €

Ich denke da zeigt sich ganz schnell wo der Installateur sich mehr die Taschen voll macht. Die Version 2 mit separater Brauchwasserbereitung ist fast 1900 € günstiger und bietet zu dem noch weitere Vorteile:
Während der Sommermonate kann die Heizung komplett ausgeschaltet werden.
Warmwasserbereitung arbeiten unabhängig von einander
Brauchwasser WP arbeitet mit 134a, welches im hohen Temperaturbereich effektiver und unproblematischer ist als R410.
Wenn eine Wärmepumpe ausfallen sollte, arbeitet die andere unabhängig davon weiter.
usw.

Ich denke ich habe damit dein Argument eindrucksvoll widerlegt.


Gruß klimahansel
(der kein Installateur ist, sondern Kälteanlagenbauer)

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roro
*****
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Zitat:
da Warmwasser separat produziert wird kann die Heizungs WP eine Nummer


Bei 2kW Differenz, die Du berechnet hast, kannst Du aber 10 oder mehr Leute versorgen. Ich habe keine bei der WW-Erzeugung nichts dazugerechnet und fahre sehr gut damit.

Zitat:
Brauchwasser WP arbeitet mit 134a, welches im hohen Temperaturbereich effektiver und unproblematischer ist als R410.


Das wäre mir neu. 134a benötigt zwar nicht so einen hone Druck, energetisch besser arbeitet aber das R410.

Zitat:
Wenn eine Wärmepumpe ausfallen sollte, arbeitet die andere unabhängig davon weiter.


Dafür steigt auch die Wahrscheinlichkeit das eine WP ausfällt.

Zitat:
Während der Sommermonate kann die Heizung komplett ausgeschaltet werden.
Warmwasserbereitung arbeiten unabhängig von einander


Meine Heizung ist im Sommer aus und es wird nur WW erzeugt. Auch hier sehe ich keinen Vorteil zu einer 2 WP.

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walu123
****
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Geb ich mal meinen "NIchtfachlichen Senf" dazu.

Für mich ist es unlogisch, dass ich das ganze Jahr durch einen großen Boiler auf Temperatur halten muss, der nur ab und wann benutzt wird. Wenn nur geduscht wird, dann braucht niemald sehr viel Wasser auf einmal, da reichen 100l dicke. Will ich Komfort, dass zwei Personen lange hintereinader duschen können dann sind 150l auf in Ordnung. Außerdem springt die Wärmepumpe ja direkt wieder und produziert wieder warmes Wasser, so dass ne lange Warmwassermangel herrscht.
Ich habe einen Pufferspeicher, darin ist ein Druchlauferhitzer mit ca. 38l Inhalt. Dieser reicht aus um 2x ausgiebig zu duschen und einmal zu baden. Einen längeren Härtetest habe ich noch nie gemacht...
Dadurch dass man in einem kleinen Boiler auch kein stehendes Wasser hat kann man mit niedriger Temperatur fahren da sich so nur wenig Keime bilden können.
Haben im anderen Haus im April einen Elektro-Boiler getauscht, anstatt 250l hat der neue nur noch 150l. Schon jetzt! ist eine Kostenersparnis ersichtlich, die Geräte sind relativ ähnlich

Gruß Walu

_________________
Bartl Eco 4s Sole

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@ Roro
Na jetzt hast dus mir aber richtig gegeben nicht war.
Aber dann werde ich auch nicht lange auf meine reaktion warten lassen.

Zitat:
Meine Heizung ist im Sommer aus und es wird nur WW erzeugt. Auch hier sehe ich keinen Vorteil zu einer 2 WP.

Na dann frage ich mich wie du im Sommer dein Warmwasser machst. Tatsache ist doch wohl das die Wärmepumpe, wenn man damit auch Warmwasser erzeugen möchte, total überdimensioniert ist. Das bedeutet das das Teil den ganzen Tag Strom verbraucht durch Regelung, Wärmeverluste über Warmetauscher usw. Du magst vielleicht deine Heizkreise abschalten können, aber doch wohl kaum die gesamte Anlage. Außerdem besteht die Gefahr des Taktens bzw. das die Wärmepumpe nur extrem kurz läuft.

Zitat:
Dafür steigt auch die Wahrscheinlichkeit das eine WP ausfällt.

Auch falsch.
Da beide Wärmepumpen im für sie optimalen Temperaturbereich arbeiten leben Sie länger. Außerdem kommen bei beiden Wärmepumpen immer ausreichende Laufzeiten zu stande.

Zitat:
Das wäre mir neu. 134a benötigt zwar nicht so einen hone Druck, energetisch besser arbeitet aber das R410.

Wieder falsch:
R410a ist ein Hochleistungskältemittel das für den Klimabereichentwickelt wurde. Die Kritische temperatur dieses Kältemitels liegt bei 72,6°C. Wird es wärmer zersetzt es sich in seine 3 Grundsubstanzen. Deshalb sind auch Vorlauftemperaturen bzw. Wassertemperaturen von 47-50°C das absolut höchte der Gefühlemit diesem Kältemittel.
Die Kritische Temperatur von R134a hinggen liegt bei 102°C. Daher ist dieses Kältemittel für die Warmwasserbereitung viel besser geeignet.

Zitat:
Bei 2kW Differenz, die Du berechnet hast, kannst Du aber 10 oder mehr Leute versorgen. Ich habe keine bei der WW-Erzeugung nichts dazugerechnet und fahre sehr gut damit.

Zunächst einmal hast du dich mit den 10 Leuten die du mit 2 KW Leistung angeblich versorgen selbst disqualifiziert. Denn das das dummes Zeug ist sieht wohl jeder ein. Aber seis drum ich werde weiter sachlich argumentieren.
Ein 4 Familien Haushalt benötigt in Deutschland (bei durchschnittlicher Körperhygiene) ca. 4000KWh Wärme zur Warmwasserbereitung. Bei einer Auslegungslaufzeit von ca. 2000 Stunden pro Jahr für die Wärmepumpe macht das ziemlich genau 2 KW. Wie du deine Heizung auslegst ist doch deine Sache. Aber meine Kunden können auch noch bei -10° jederzeit warm duschen oder Baden ohne dafür einen Heizstab ein zu schalten.

@ Walu 123
na da hast du aber ein ganz tolles Ding dir aufschwatzen lassen.
Du hast eine sogenannte Frischwasserstation bei der im Durchlaufverfahren das Wasser erwämt wird. Hört sich zunächst einmal ja ganz toll an. Aber woher kommt denn die Wärme die dieses Wasser aufwärmt. Mit Sicherheit aus einem Pufferspeicher von mindestens 500l. Na da sparen wir aber doch ganz toll. Statt einen 300l auf ca. 45°C zu heizen heizt du einen 500l Pufferspeicher auf minndestens 55°C. Wo bitte liegt denn da der Sinn?

Gruß Klimahansel

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fox
****
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Hallo klimahansel,

ich muss zugeben, ich habe auch gedacht, dass eine WP für Heizung und Warmwasser wirtschaftlicher wäre.
Interessant ist bei deinen Preisangaben dass die Warmwasserwärmepumpe mit integriertem Speicher weniger kostet, als das Warmwasserset inklusive 300 L Speicher.

Ist das so richtig?


MfG

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ja

Gruß Klimahansel

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Piwi
****
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Hallo zusammen,

ich habe einen 400 l Speicher und lade diesen nur nachts zum Nierdertarif zw. 3:00 Uhr und 4:30 Uhr auf. So habe ich morgens die eingestellten 45´C zzgl. 2 Kelvin Spreizung.

Wir sind im Moment 3 Personen und es werden zukünftig 4 werden. Es wird nur geduscht, mal abends, mal morgens.

Ich denke, dass mein Speicher evtl. ein wenig zu groß ist, 300 l hätten hier auch gereicht.

Ich verbrauche zur Zeit ca. 180 kw im Monat für die WW Bereitung. Dies ist wie ich erfahren habe eigentlich zu viel. Ich habe aber auch immer noch das Problem, dass bei der WW Bereitung meine FBH (offenbar über den Rücklauf) auch ein wenig warm wird. Hier geht mir offenbar ein wenig Energie unnötig verloren. Leider hat bisher keiner diesen Fehler gefunden. Ich hatte auch schon Bilder der Anlage inkl. Rohrverlegung rein gestellt.

Fazit: Ich denke das bei 3-4 Personen 300 l reichen, auch wenn das WW nur nachts erwärmt wird!

Gruß
......

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
300 l halte ich für überdimensioniert. Wir sind ein 4-Personenhaushalt und betreiben seit etwa 15 Monaten eine Wärmepumpe mit 170 l Brauchwasserspeicher. Weil wir gern sehr warm duschen/baden allerdings mit einer Obergrenze von 52 Grad. Selbst wenn sich der erste ein Vollbad eingelassen hat, kann der nächste noch warm duschen. Und in weniger als einer halben Stunde ist der Speicher wieder "voll".

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