Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
steeven
Beiträge: 4
Registriert: 14.10.2007 15:57
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon steeven » 15.06.2009 20:26 Uhr

Hallo,
ich weiß nicht recht ob ich in der richtigen Rubrik bin - ich will in den nächsten Wochen meine bisherige Flüssiggasheizung gegen eine Scheitholzheizung mit Pufferspeicher ersetzen. Das Brauchwasser soll entweder mit einer Solaranlage (4 Kollektoren a' 2,6 qm gesamtfläche) oder eben durch eine Wärmepumpe erfolgen. Meine bisherige Heizung hatte auch schon eine Wärmepumpe.
so nun bin ich hin und her gerissen was ich machen soll.
Die rechnung sieht im Moment so aus dass die Heizung mit Solaranlage auf ca. 20.000 Euro kommt minus ca. 3200.- Euro Förderung.
Die alternative mit Wärmepumpe (weishaupt) auf ca. 16800 - 1300 Euro Förderung.
die Anlage kostet mich also mit Solar ca. knapp 17000 Euro, dagegen die mit Wärmepumpe 15500 Euro
nun kann ich im internet nirgends eine Wirtschaftlichkeits gegenüberstellung finden
der vorteil den ich sehe ist dass ich mit wärmepumpe echte 2000 Liter Pufferspeicher habe und mit Solar einen 1000 -er Puffer und einen kombispeicher mit 900/200 Liter
Wer kann mir bitte hlefen?
Danke für eure Antworten!!!
steeven

GMil
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 670
Registriert: 29.02.2008 12:48
Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon GMil » 16.06.2009 00:44 Uhr

Ich sehe den größten und wichtigsten Unterschied darin, daß die WP das BW zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter zuverlässig erzeugt, während die Solarthermie (ST) das z.B. im Winter keinesfalls schafft, egal, wie groß die Kollektoren gewählt werden.

Daher sind die beiden Varianten für mich nicht wirklich vergleichbar.

Bezieht man dagegen die Scheitholzheizung als "Not-BW-Erzeuger" mit ein, wird die Wirtschaftlichkeitsberechnung ad absurdum geführt, weil niemand vorhersagen kann, wie oft und zu welchem Preis das Holz das BW erwärmen muß, weil die ST-Anlage das gerade wetterbedingt nicht kann.
Gruß

Gerhard
Thomas Heufers
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 2227
Registriert: 21.07.2006 14:22
Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 25 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: 8-12 Jahre
Interessensgebiet: Energiesparendes Bauen
Land: Deutschland

Beitragvon Thomas Heufers » 16.06.2009 06:53 Uhr

1. Mit zunehmender Größe des Pufferspeichers nimmt die Effizienz der Wärmepumpe ab. Der Pufferspeicher sollte auch optimal auf die Wärmeabgabe des Scheitholzofens abgestimmt sein; auch hier gilt, zu große Puffer können unrentabel sein.
2. Ein komplexer Aufbau der Heiztechnik macht das System nicht wirtschaftlicher, neben den hohen Investitionskosten kommen zusätzlich Wartungskosten auf den Betreiber zu. Die Komplexität macht den Aufbau nicht störungsunanfälliger.
3. Wärmetechnik ansich ist in erster Linie nicht energiesparend, hier sind Maßnahmen an der Gebäudehülle zu prüfen.

Folgende Lektüre ist für den zukünftigen Errichter einer Solarthermie empfehlenswert.

Brauchwasseraufbereitung mit Sonnenenergie - Thermische Solaranlagen für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... wasser.pdf

Gruß

Thomas Heufers

KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
steeven
Beiträge: 4
Registriert: 14.10.2007 15:57
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon steeven » 16.06.2009 10:55 Uhr

Hallo zusammen
danke schon mal für die antworten - mir geht es aber grundsätzlich um die Frage was ist auf die dauer gesehen wirtschaftlicher:
das brauchwasser mit einer Wärmepumpe aufzubereiten und das nur dann wenn die Lufttemperaturen natürlich auch günstig sind, ansonsten den Holzvergaser dazu zu nehmen
oder eben mit Solar?
Bei der Solaranlage habe ich für mich halt das Problem dass es nur einen Pufferspeicher gibt und der zweite ein kombinierter ist mit 900/200 - und ich vermute halt dass es bei ungünstigen verhältnissen dazu führt dass die 1100 liter gesmat nur lau-warm werden
außerdem ist eben auch zu befürchten dass der komplette Puffer von 2100 liter mit gezogen werden muss weil die ja auch hydraulisch miteinander verbunden sind (werden)
Der Holzvergaser soll übrigens ein CTC V35 werden.
unser haus hat etwa 200 qm (porotonsteine BJ 1985) ohne weitere Isolation, zusätzlich haben wir einen Kaminofen im Flur stehen (7KW) und in der Küche einen großen Wamsler Küchenofen wo täglich drauf gekocht wird ausser im hochsommer.

Ich bin immer noch hin und her gerissen und für mich sind bisher folgende Punkte ersichtlich:
Holzvergaser mit Solar:
höhere anschaffungskosten, dafür aber weniger Platzbedarf weil nur 2 Puffer und höhere Wassertemperaturen
Holzvergaser und wärmepumpe:
Weniger Anschaffungskosten, echte 2000 L/Pufferspeicher, einfacheres system und weniger Leitungen, allerdings mehr Platzbedarf durch 2 x 1000 L Puffer und der 300 L wärmepumpe

Danke für eure Hilfe

Zurück zu Solarthermie, Solaranlagen, Kollektoren, solare Wassererwärmung



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: ganz dringend: Solaranlage oder Luftwärmepumpe für Brauchwas