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Hallo,
mein Heizungsbauer will zweimal im Jahr die eizelne Sole-Leitungen beim Sondenverteiler einregulieren, indem er mit Temperaturmessungen die Sole-Leitungsventile per Hand einstellt. Beim Sondenverteiler ist keine Durchflussmesser eingebaut.
Wie reguliert man den Sondenverteiler fachgerecht und wie oft?
Eckdaten:
3 Sonden 22m, 29m und 30m. Die Sonden sind im Garten zu eine Sondenverteiler angeschlossen und von Sondenverteiler geht es direkt zu WP. Die Sole-Leitungen zwischen Sonden und Sondenverteiler sind unterschiedlich lang(Gesamt 51m Vor- und Rücklauf).
Ich wäre für Hinweise auf die Vorgehensweise sehr dankbar.
Can
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Eigentlich regelt man die nur einmal und nie wieder.
Wie groß sind denn die Gesamtlängen von jeweils Sonde plus Zuleitung zum Verteiler?
Kannst du am Verteiler die Sonden einzeln absperren? Im Vorlauf und Rücklauf? Wie hoch ist die Solekonzentration?
Hast du Doppel-U oder Einzel-U? Mit welchem Durchmesser, 32x3 oder 25x2,3mm? Welchen Durchmesser und welche Länge hat die Sammelleitung? 32x3, 40x3,7 oder 50x4,6mm?
Welche Leistung hat die WP? Welche Solepumpe ist angeschlossen? Wie groß ist die Spreizung zwischen VL und RL im Betrieb?
Grüße
Frank
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Hallo Frank,
| fdl1409 hat Folgendes geschrieben: | Eigentlich regelt man die nur einmal und nie wieder.
Wie groß sind denn die Gesamtlängen von jeweils Sonde plus Zuleitung zum Verteiler?
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3 Sonden 22m, 29m und 30m. Die Sonden sind im Garten zu eine Sondenverteiler angeschlossen und von Sondenverteiler geht es direkt zu WP. Die Sole-Leitungen zwischen Sonden und Sondenverteiler sind unterschiedlich lang(Gesamt 51m Vor- und Rücklauf).
| fdl1409 hat Folgendes geschrieben: | Kannst du am Verteiler die Sonden einzeln absperren? Im Vorlauf und Rücklauf?
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Ja, es gibt bei Verteiler 3 Absperrventile für Vorlauf und 3 für Rücklauf.
| fdl1409 hat Folgendes geschrieben: | | Wie hoch ist die Solekonzentration? |
Wasser-Glykolmischung. Ich glaube das Verhältnis ist 1 zu 10.
| fdl1409 hat Folgendes geschrieben: |
Hast du Doppel-U oder Einzel-U? Mit welchem Durchmesser, 32x3 oder 25x2,3mm? Welchen Durchmesser und welche Länge hat die Sammelleitung? 32x3, 40x3,7 oder 50x4,6mm?
Welche Leistung hat die WP? Welche Solepumpe ist angeschlossen? Wie groß ist die Spreizung zwischen VL und RL im Betrieb?
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- Einzel-U Sonden.
- Sonden und Sammelleitungen haben ein Durchmesser von 40x3,7
- Waterkotte Ai1 5005.4
- Leistung Aufn./Abg. B0/W35: 1,2 / 4,8 kW
- Solepumpe, weiß ich nicht. Ist orginal von Waterkotte.
| fdl1409 hat Folgendes geschrieben: | Wie groß ist die Spreizung zwischen VL und RL im Betrieb?
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5 K ? Genau weiss ich nicht.
Waterkotte Ai1Prospekt --> http://www.haustechnikthallwitz.de/Haustechnik/Download/ai1-prospekt.p...
Viele Grüße
Can
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Ich kann durchaus lesen.
Was ich wissen muß ist dies:
- wie lang ist Sonde 1 plus Verbindung zum Verteiler ( einfache Strecke )
- wie lang ist Sonde 2 plus Verbindung zum Verteiler
- wie lang ist Sonde 3 plus Verbindung zum Verteiler
Die Gesamtlänge 51m hilft hier gar nicht. Wenn du weißt welche Sonde wie tief ist dann muß man eigentlich nur die Entfernung vom Bohrloch zum Verteiler addieren. Wenn die Gesamtlängen nicht allzu verschieden sind kann man auf einen Abgleich eventuell sogar verzichten.
Sonst so weit OK. Doppel-U wäre besser gewesen.
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| fdl1409 hat Folgendes geschrieben: | Ich kann durchaus lesen.
Was ich wissen muß ist dies:
- wie lang ist Sonde 1 plus Verbindung zum Verteiler ( einfache Strecke )
- wie lang ist Sonde 2 plus Verbindung zum Verteiler
- wie lang ist Sonde 3 plus Verbindung zum Verteiler
Die Gesamtlänge 51m hilft hier gar nicht. Wenn du weißt welche Sonde wie tief ist dann muß man eigentlich nur die Entfernung vom Bohrloch zum Verteiler addieren. Wenn die Gesamtlängen nicht allzu verschieden sind kann man auf einen Abgleich eventuell sogar verzichten.
Sonst so weit OK. Doppel-U wäre besser gewesen. |
O, sorry. Hatte deine Frage nicht richtig verstanden.
Sonde 1 : 22m + 6m = 28m
Sonde 2 : 29m + 3m = 32m
Sonde 3 : 30m + 17m = 47m
Viele Grüße
Can
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Hallo Can,
das ist in der Tat ungünstig, die Unterschiede sind recht groß. Bis zu 20% Längenunterschied würde ichgar nichts machen, aber das ist schon ziemlich viel.
Eine Methode wäre, die kürzeren Kreise einfach zu verlängern. Kreis 1 ist z.B. hin und zurück um 38m kürzer als Kreis 3. Wenn man noch einen Graben machen könnte dann würde ich dort einfach noch 38m 40er Rohr als Verlängerung verlegen. Die 38m legt man VOR die Sonde, der kalte Solerücklauf nimmt dann im Graben noch Wärme auf.
Wenn das alles schon eingebuddelt ist könnte man die kürzeren Sonden etwas eindrosseln. Volumenstrom etwa proportional zur Länge, wobei der längste Kreis voll offen bliebe.
Da wären Taco-Setter aber die weitaus günstigere Methode gegenüber der Thermometermessung. Zumal das etwas diffizil ist. Prinzipiell durchaus möglich, aber man brauchte da schon sehr genaue Messgeräte und eine Menge Zeit. Und wie willst du das interpretieren? Die Spreizung müßte in den 3 Kreisen jeweils verschieden sein. Das ist aber letzten Endes Pfennigfuchserei, die nicht viel bringt.
Taco Setter kosten nicht viel, 3 Stück sind zu verschmerzen. Auf jeden Fall billiger als ein Handwerker 2x pro Jahr.
Grüße
Frank
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Hallo Frank,
danke für die Infos.
Ich dachte mir schon, dass die Ganze mit WP, Sondenlängen und Verteiler usw. sehr ungüstig, sogar schlimm ist.
Heizungsfirma war auch gleichzeitig Bohrfirma und entsprechend alles schnell schnell und fertig.
Ich brauche eigentlich jemanden der von Ganze Ahnung hat und mir sagt was HB noch alles verbessern muß, dass am endeffekt alles Fachgerecht fertiggestellt wird.
Machts Du so etwas oder kennst Du jemanden?
Sonst noch eine Frage:
Wie reguliert man Verteiler mit Thermometermessung und wie oft im Jahr?
Viele Grüße
Can
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Kann dir schon helfen dabei. Erzähl doch mal wie weit das Ganze schon fertig ist.
Da zwingst du mich doch glatt zum Nachdenken. Ja, man kann mit dem Thermometer die Sonden abgleichen. Das ist aber knifflig, weil erstens die meisten Thermometer nicht präzise genau sind und weil du den Massenstrom mit den Kugelhähnen nicht gerade besonders feinfühlig einstellen kannst.
Ich versuch mal das Prinzip zu erklären. Lasse mal die ganze Dynamik weg und arbeite mit einem ganz einfachen Modell zur Erklärung.
Im Solekreislauf hast du eine Spreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf, d.h. eine Temperaturdifferenz. Die Sole kommt z.B. mit 8° in die WP und verläßt sie mit 5°. Das sind dann 3° Spreizung. Die hängt von der Kälteleistung der WP und vom Massenstrom ab.
Jetzt nehmen wir mal 2 Sonden die gleich lang sind, gleiche Leistung bringen und mit dem gleichen Massenstrom durchströmt werden. Dann hast du in beiden Sonden Soleeintritt 5°, Austritt 8°.
Nehmen wir weiter an daß Sonde 2 jetzt nur halb soviel leistet wie Sonde 1. WP startet mit 8/5°. Sole geht mit 5° rein und kommt mit 8° aus Sonde 1, aber nur 6,5° aus Sonde 2. Die Mischtemperatur ergibt sich zu 7,25°. Im nächsten Umlauf geht die Sole dann mit 4,25° in Sonde 1 und kommt mit 8° wieder heraus - wegen der größeren Temperaturdifferent zwischen Sole und Erdreich von 3,75 statt 3° steigt die Leistung. In Sonde 2 steigt die Leistung auch entsprechend, Sole kommt mit 6,125° heraus. Mischtemperatur dann 7,065. Nach ein paar Umläufen kommst du zu 7°/4° in der WP. In den Sonden hast du dann 4°/8° und 4°/6°. Die ungleiche Leistung kostet also 1° Soletemperatur.
Jetzt gleichen wir die Sonden ab - mit dem Thermometer. Die Sole tritt mit gleicher Temperatur in die Sonden ein - geht gar nicht anders, denn aus der WP kommt alles mit einheitlicher Temperatur. Durch Messung der Austrittstemperatur von 8° bzw 6° sehen wir, daß die beiden Sonden unterschiedlich viel mit der Sole anfangen können. Wenn wir jetzt den Massenstrom der guten Sonde 1 erhöhen sinkt die Spreizung von derzeit 4° ab. In der schlechten Sonde 2 steigt dagegen die Spreizung durch die Verminderung des Massenstroms an. Der ideale Zustand ist erreicht, wenn beide Sonden die gleiche Spreizung haben, die Sole also gleich gut ausnutzen.
In diesem Fall läuft es darauf hinaus daß Sonde 1 einen höheren Massenstrom von 133,3% bekommt, Sonde 2 dagegen auf 66,6% gedrosselt wird.
Die Soletemperatur steigt dann von 7° auf geschätzte 7,33°, beide Sonden haben eine Spreizung von 4,33 auf 7,33°.
Das ist alles ziemlich grob und entbehrt jeglicher Genauigkeit. Das genauer zu machen wäre eine ziemliche Rechnerei, ändert auch nicht viel am tendenziellen Ergebnis.
Bei deinen Sonden mit stark unterschiedicher Länge hast du anfangs die Situation daß die kurzen Sonden viel weniger Druckverlust haben, und deshalb mehr Durchfluß. Die kurze Sonde 1 mit 28m Gesamtlänge hat 30% mehr Durchfluß als die längste Sonde 3 mit 47m. Sonde 3 könnte aber eigentlich mehr leisten, die Durchströmung wäre genau umgekehrt passend.
Man kann das mit dem Thermometer messen. Das aber mit der notwendigen Genauigkeit zu tun und die Sonden dann so zu regeln daß sie gleiche Spreizungen haben ist sehr diffizil.
Wenn man es macht dann nur einmal, kann dann so bleiben, solange niemand dran rumfummelt.
Die mögliche Einsparung ist aber gering. Bei deinen Sondenlängen denke ich daß man maximal 0,5° durch den Abgleich herauskitzeln kann, eher weniger. Stromeinsparung 1%. In einem durchschnittlichen EFH unter 10 Euro pro Jahr. Einen Handwerker kannst du dafür nicht kommen lassen, schon gar nicht zweimal pro Jahr.
Grüße
Frank
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Danke Frank, das zerstreut auch meine Bedenken wegen unterschiedlicher Zuleitungslängen von den Sonden zum Sammler (Sonde 1 mit 7 Metern und Sonde 2 mit 4 Metern).
Ich hatte eigentlich auch vor, das abzugleichen, aber nach Deinen Ausführungen kann ich mir das wohl sparen.
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