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Melder113
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Beitragvon Melder113 » 08.06.2009 16:55 Uhr

Hallo Forum

Bin neu hier und habe mal eine Bitte.

Wir ( 3 Personen ) bauen nächsten Monat ein freistehendes Einfamilienhaus.

Kurz zu den Daten:
- Massivhaus
- 145 qm Wohnfläche
- Südwestausrichtung ( 40 Grad Dachneigung/ Sattel ohne Gauben )
- Gemauert wird mit einem KLB 0,08
- ENEV Nachweis hat einen Heizbedarf von 58,53kWh/ qm ergeben.

Wir möchten eine LWP einbauen. Desweitern wird ein Kaminofen installiert. Und eventuell eine Solaranlage zur Brauchwassererwärmung.
Ich würde gerne Wassertaschen in den Kamin einbauen lassen um im Winter die LWP zu entlasten.

Jetzt zu unserem Problem:

Jeder Heizungsinstallateur bittet uns was anderes an. Man kann nicht vergleichen. Die einen sagen Wassertaschen ja die anderen nein. Solar brauch nicht die anderen kann man machen.

Ich bräuchte von euch jetzt mal ein paar Tipps oder Ratschläge

Schon einmal im vorraus vielen Dank

Bekramo
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Beitragvon Bekramo » 08.06.2009 18:00 Uhr

Hallo,

meiner Meinung nach koentest du, bei einer guten Solaranlage und einem Wasserfuehredem Kamin, dir die LWP sparen.

Alledings sollte genug Platz fuer Pufferpeicher vorhanden sein.

Und eben nicht gleich das erste Komplett Paket waehlen, sondern wirklich schauen was bitten die Firmen mir da an.

Soll mit FBH geheizt werden?

Gruss Jens
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 08.06.2009 19:28 Uhr

Zum Thema "Wärmepumpe" haben sich schon kluge Köpfe Gedanken gemacht, siehe folgende Links.

Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... 006-07.pdf

Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... epumpe.pdf

Wärmepumpen - Top oder Flop? Die Voraussetzungen müssen stimmen.
http://energienetz.de/de/Zuhause/Heizen ... mpen__293/

Ein Holzofen mit Wasserschleife ist mit viel Aufmerksamkeit und Zeitaufwand verbunden. Mit 2 Stunden Brenndauer pro Tag ist es in der Heizperiode nicht getan.
Ich favorisiere es, wenn das System nicht so umfangreich ist. Wärmepumpe und Solar sind vom Umfang her genug, jede weitere Komponente für die Wärmetechnik verteuert die Investition und macht das System komplexer und anfälliger für Störungen. Die Zusatzkosten für einen Holzscheitofen mit Pufferspeicher etc. (schätzungsweise 8.000 Euro) kann man m.E. besser in die Dämmung der Gebäudehülle stecken. Wenn man das Holz nicht selbst aufbereitet und auf fertige Lieferungen angewiesen ist, dann ist diese Investition ökonomisch uninteressant.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon gergenerdwaerme » 09.06.2009 06:32 Uhr

Hallo Jens. An Deiner Stelle würde ich mich mal über DIREKTVERDAMPFER-Wärmepumpen informieren!
Einfache Technik, geringe Investkosten, hoher Wirkungsgrad= geringe Verbrauchskosten. Darüberhinaus gibt es von der bafa hohe staatl. Fördersummen.
Einfach umfassend informieren.
Kurt
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Bekramo
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Beitragvon Bekramo » 09.06.2009 12:12 Uhr

Hallo Kurt,

ich habe mal nachgedacht ueber Waermepumpen.
Und ich konnte nicht dahinter kommen welche Waerme pumpen die denn ? :?

Eigentlich keine oder ? Weil auf der einen seite ist ja keine Waerme in dem sinn, die von A nach B gepumt werden koennte.

Also wenn ich das nicht ganz nicht ganz falsch verstanden habe macht die WP nichts anderes als jeder Kompressor mit dem ich Duckluft erzeuge.
Wenn ich denn laufen lasse entsteht durch die Kompression auch Waerme, nur dazu muss ich halt eine Fremdenergie nutzen eben Strom.

Also wenn ich dann Strom statt Oel oder Gas in meinem Haus/ Wohnung fuer die Heizung verwende, dann habe ich vielleicht in meinem Haus Emesionen und Co2 vermieden, doch wird der Strom den ich statt dessen nutze nicht aus Fossielen, Atomaren Brenstoffen hergestellt?

Momentan bekommst du den Strom noch preiswerter als den normalen Strom aber wie lange noch ?

Somit habe ich mich dann zwar von der Abhaenigkeit des Oels und des Gas geloest aber auf der anderen seite stuerze ich mich in eine neue Abhaengigkeit die da heist EON, RWE und so weiter.

Die Solarthermie ist auch einfach in der Technik und im Gebrauch, gefoerdert von der BAFA wird sie auch, wie auch die Nutzung von Kaminoefen.

Nur habe ich den kleinen Vorteil das wenn die naechste Strompreis Erhoehung ins Haus steht, wird mich das nicht belasten. Die Sonne kommt noch kostenlos und ich hoffe das bleibt auch so. :D

Als unefektiv wuerde ich die Solarthermie auch nicht bezeichnen, von was sprechen die WP Hersteller 1 zu 3 ?

Bei meiner Solaranlage verbrauche ich 1Kwh fuer die Pumpe, um von der Sonne hergestellte 15 Kwh Waerme in den Speicher zu Pumpen, dass ist ein hoher Wirkungsgrad = sehr geringe Verbrauchskosten. :D

Irre ich oder haette ich mit der WP nun schon 5 Kwh verbraucht? :shock:

Dann kommt noch dazu das ich ja nicht verbrauchte Kwh im Speicher habe die ich fuer denn naechsten Tag nutzen kann, fuer beides, Heizung und auch Warmwasser und schon wieder musste ich keine Kwh dazu kaufen = sehr geringe Verbrauchskosten. :P

Entschuldigung aber nur so loese ich mich von den immer steigenden Energiekosten.

Und nicht zu vergessen richtig gerechnet, hat sich eine Solaranlage nach 10 - 15 Jahren selber bezahlt, durch meine Einsparungen in Form von nicht zu zahlenden Energiekosten.

Schaffe ich das auch mit einer WP ?? Ich glaube nicht ....

Bei Interesse gebe ich Informationen gerne weiter.

Mit Sonnigen Gruessen Jens
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Beitragvon roro » 09.06.2009 13:15 Uhr

Eigentlich keine oder ? Weil auf der einen seite ist ja keine Waerme in dem sinn, die von A nach B gepumt werden koennte.

Also wenn ich das nicht ganz nicht ganz falsch verstanden habe macht die WP nichts anderes als jeder Kompressor mit dem ich Duckluft erzeuge.


Du hast die WP nicht verstanden, denn es wird tatsächliche Wärme von A nach B gepumpt.

Wenn ich denn laufen lasse entsteht durch die Kompression auch Waerme, nur dazu muss ich halt eine Fremdenergie nutzen eben Strom.


Das ist nicht die Funktionsweise der WP. Sonst würde nicht der selbe Kompressor z.B. bei einem Kühlschrank kühlen können. Es geschieht ein Transport der Wärme.

Bei meiner Solaranlage verbrauche ich 1Kwh fuer die Pumpe, um von der Sonne hergestellte 15 Kwh Waerme in den Speicher zu Pumpen, dass ist ein hoher Wirkungsgrad = sehr geringe Verbrauchskosten.


Ist schon richtig, nur leider ist die Sonnenenergie meistens nicht dann vorhanden wenn Du sie benötigst.
Heizen alleine mit der Sonne wäre zwar sinnvoll und möglich, ist aber nur mit sehr geringer Heizlast und/oder großen Puffern möglich.

Also wenn ich dann Strom statt Oel oder Gas in meinem Haus/ Wohnung fuer die Heizung verwende, dann habe ich vielleicht in meinem Haus Emesionen und Co2 vermieden, doch wird der Strom den ich statt dessen nutze nicht aus Fossielen, Atomaren Brenstoffen hergestellt?

Momentan bekommst du den Strom noch preiswerter als den normalen Strom aber wie lange noch ?


Ich betreibe meine WP mit teuren Normalstrom eines CO2-neutralen Stromlieferanten. Wenn sich die WP damit nicht rechnet, dann sollte man sie nicht verwenden. (BTW: Ich habe für 185 qm + WW für 4 Personen jährlich Energiekosten von EUR 550)

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Beitragvon Melder113 » 09.06.2009 16:49 Uhr

Schon einmal vielen Dank für eure Antworten.

hatte bei dem Gedankengang folgende Überlegung angestellt. Im Sommer benötige ich keine Heizung ergo keine LWP. Brauche aber warmes Wasser. Also benutze ich dafür eine Solaranlage mit einem großen Pufferspeicher um auch mal nicht so sonnige Tage zu überstehen. Im Winter nutze ich die Wärme aus den Wassertaschen Kamin ( komme sehr günstig an Holz und bereite das auch selber auf ) um die LWP zu unterstüzen. Wir haben bei uns im Winter öfter kalte Tage bzw. Nächte ( Mittelgebirge ). Eventuell spare ich damit hohe Stromkosten weil ich den Elektroheizstab der LWP nicht einsetzen muß. Ganz ohne LWP- mit dem Gednken kann ich mich ehrlich gesagt nicht so anfreunden.

MFG
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Beitragvon Bekramo » 10.06.2009 06:17 Uhr

Hallo Melder,

wenn ich recht verstehe, planst du eine Solaranlage mit grossem Speicher fuer W-Wasser im Sommer.
Fuer den Winter moechtest du dann den Wassergefuehrten Kamin nutzen, also ist auch ein Heizsystem geplant in dem diese Waerme verbraucht werden kann.
Dabei denke ich vorzugsweise an eine FBH, weil es in einem Neubau einfach zu realisieren ist.

Das sind damit schon 2 Komponenten die du zu einem System zusammen fassen koenntes, Solar sowie Kamin speisen einen grossen Pufferspeiche aus dem du nicht nur die Heizung bedienst sondern auch das W-Wasser ohne einen extra Speicher.

Wo zu nun noch ein anderes nicht gemeinsam nutzbares System dazu nehmen?

Alternativ waere doch auch Heizstaebe im Pufferspeicher moeglich, die preislich sicher unter denen einer LWP liegen.

Somit ist die Versorgung auch mit W-Wasser das ganze Jahr gesichert auch wenn du mal keine Lust zum Kaminheizen hast oder die Sonne wirklich nichts bringen sollte.
Von den Betriebskosten liegst du sicher nicht hoeher mit dieser Loesung, du nutzt das ganze System nur effektiver denn wenn die Sonne scheint oder du den Kamin betreibst brauchst du keinen Strom.

@ roro

Ich muss dir leider wiedersprechen wenn ich ein anderes Medium in den Kompressor fuelle statt Luft naemlich R407, dass natuerlich im geschlossenem System bleiben muss habe ich immer noch einen Kompressor.

Wie du schon so richtig bemerktest im Kuehlschrank ist auch ein Kompressor, und ja es wird Waerme transportiert aber nicht gepumpt, ich nutze nur die eigenschaft des Mediums bei der Verdampfung der Umgebung etwas Waerme zu entziehen, der Rest wird erst durch die kompression erzeugt.

Auch gratuliere ich dir zu der Nutzung von CO neutralem Strom der ja dein Gewissen beruhigt, ich weiss natuerlich nicht was aus deiner Steckdose kommt aber bei mir ist es immer ein Mix aus Kohle,Gas,Oel, Atom und etwas Oekostrom.

Und das bisschen Co Neutralerstrom der hergestellt wird reicht lange nicht fuer alle WP Bereiber.

Somit bleibt die Sache offen wer tut nun mehr fuer die Umwelt du mit WP oder ich mit Solar .......................

Mit Sonnigen Gruessen Jens
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Beitragvon bernhard geyer » 10.06.2009 06:48 Uhr

Bekramo hat geschrieben:Momentan bekommst du den Strom noch preiswerter als den normalen Strom aber wie lange noch ?

Sicherlich noch einige Jahre. Jedenfalls solange es für Stromproduzenten günstiger ist bei Spitzenzeiten einfach alle WP's per Impuls abzustellen alls teure Speichertechnik einzusetzen bzw. neu zu installieren oder weitere Kraftwerke im Standby für Verbrauchsspitzen im Standby mitlaufen zu lassen.

Bekramo hat geschrieben:.. auf der anderen seite stuerze ich mich in eine neue Abhaengigkeit die da heist EON, RWE und so weiter.

Wenn du z.B. statt KfW60 auf gutes Kfw40 gehst so lohnt sich ein weiterer Stromzähler mit extra Tarif nicht mehr und du lässt die WP über den Haushaltstrom laufen. Und hier hast du die Auswahl von hunderten Anbietern. Und in 2009 gibt es auch kleine okologisch Denkende Anbieter die nicht teurer als die großen Stromproduzenten sind.

Bekramo hat geschrieben:Die Solarthermie i ..., gefoerdert von der BAFA wird sie auch, wie auch die Nutzung von Kaminoefen.
Wärmepumpen werden auch gefördert.

Bekramo hat geschrieben:Als unefektiv wuerde ich die Solarthermie auch nicht bezeichnen, von was sprechen die WP Hersteller 1 zu 3 ?

Geh eher über jahr bei vernünftiger Planung von besseren Werten aus. Vor allem Direktverdampfer sind hier um einiges besser.

Solaranlage hat den nachteil das zu spitzenverbrauchszeiten einfach der Solarertrag sehr gering ist. Um in den Wintermonaten relevante Solarerträge zu haben muss schon einiges an Solartechnik + Puffer installiert werden. Da hat man schon fast die WP gekauft.
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Beitragvon roro » 10.06.2009 08:56 Uhr

gepumpt=transportiert, ok!

Wichtig ist nur, dass sowohl bei der Heizungs-WP als auch beim Kühlschrank als auch bei einer Klimaanlage (an sich sind die alle 3 gleich gebaut). Die Transportierte Wärme (deutlich) größer ist als die Energie die in den Kompressor gesteckt wird. Deswegen ist Deine Aussage, dass durch die Kompression hauptsächlich die Wärme entsteht, falsch. (Die Kompression führt das Medium auf ein höheres Temperaturlevel. Ein Teil der Kompressorenergie wird natürlich als Wärme ins Medium abgeführt, der größte Anteil kommt aber aus der Quelle )

Die Kompression und Expansion dient dazu Energie(=Wärme) auf einem niedrigen Temperaturniveau aufzunehmen (nach der Drossel) und dann auf einem höheren Temperaturniveau abzugeben (nach dem Kompressor). Daher ist die Bezeichnung Wärmepumpe an sich in Ordnung, da Energie (=Wärme) von einem niedrigeren Level auf einen höheren transportiert wird. (Nichts anderes macht eine Wasserpumpe auch, die pumpt Wasser von einem niedrigeren auf einen höheren Level).

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