hallo...
Also ich will mal ne Lanze für Thomas Heufers brechen!
Er sagt ja nicht grundsätzlich ist WP und Altbau inkompatibel sondern in fast allen Fällen.
Mir fehlen zur Statistik die entsprechenden Zahlen aber es klingt zumindest logisch.
Es hängt halt extrem vom energetischen Standard des Gebäudes ab, mit welchen Vorlauftemperaturen man arbeiten kann oder/und muss.
Flächenheizung oder Radiatoren?
Warmraum/Kaltraum?
Mit einer Wärmepumpe kann man eben ohne Heizstab keine Vorlauftemperaturen von 70 oder mehr Grad erzielen ohne das es extremst zu Lasten der Effizienz geht.
Da beisst die Maus keinen Faden ab!
Warum wohl benutzen alle Wärmepumpenhersteller E4/35° als Mass ihrer COP-Berechnungen? Bestimmt, weil das der schlechteste Arbeitspunkt ist!?
Und Strom ist überhaupt nicht der effizienteste Energieträger!!!!
Bis der Strom bei uns im Haushalt angekommen ist sind gut 2/3 der ursprünglichen Energie verpufft, egal ob die nun aus Wasserkraft, Windkraft, Steinkohle, Atomenergie oder sonst woher kommt.
Wenn man mit der gleichen Menge Steinkohle (direkt einen Ofen heizen ) würde, die nötig ist um im Kraftwerk den Strom für eine Wärmepumpe, IR-Heizung oder sonst irgendwie elektrisch betriebene Wärmeerzeuger, zu erzeugen bräuchte man weniger Kohle.
Sicherlich kann man den Aufwand der Effizienzsteigerung sowie Schadstofffilterung an Grossanlagen im Verhältnis sicherlich kostengünstiger ausführen als bei einem Kleinverbraucher.
Vom "zur Neige gehen" der fossilen Brennstoffe und der damit verbundenen Preissteigerung mal ganz zu schweigen.
Jeder Weg in Richtung regenerativer Energien wird für die Zukunft der richtige Weg sein. Die eine Energieform mehr die andere weniger.
Ich sehe das aktuelle Problem mehr in der Richtung, wie die Gesetzgebung in teilweise völlig verblödeter Art und Weise zu regeln versucht.
Die Schuesse gehen an vielen Stellen nach hinten los: Pellets, Biodiesel usw.
Aber so ist das eben, wenn Politik von Lobbyisten gemacht wird und nicht von Leuten, die möglichst wertfrei, neutral und unparteiisch unsere Politiker beraten.
Das Problem liegt hier an der Mentalität dass noch immer jeder versucht seine eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen anstatt das wirklich Beste für uns alle zu wollen.
Das gleiche Phenomen kann man auch hier im Forum an dutzenden von Stellen wiederfinden.
Die vielen Fachkräfte hier im Forum malen halt alle ein Bild in schillernsten Farben von ihrer Technik, ihren Produkten und ihren Werten.
Ich schätze die Meinung von den meisten trotzdem für mich sehr hoch ein, bin mir aber bewusst, dass die "Wahrheit" irgendwo dazwischen liegt.
Genau DAS ist aber der Punkt, warum ich mich hier engagiere, weil viele "andere" Meinungen mein Weltbild komplettieren und ich daran wachsen kann.
Grüsse
Oswald