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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
PDenti
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Beitragvon PDenti » 05.06.2009 09:54 Uhr

Hallo allerseits,

nach langem suchen und hin und her bin ich leider immer noch nicht schlauer geworden daher versuche ich hier mein Glück. Ich habe folgendes vor: Ich möchte mit gerne eine Solarthermieanlage auf mein Dach bauen. Das Dach ist mit Ziegeln gedeckt die Ausrichtung des Daches ist Südwest ca. 40 grad nach Westen gedreht der Neigungswinkel beträgt ca 52 grad. Damit liege ich bei ca. 100 bis 95 % ausbeute der Anlage. Also vom Standort fast Ideal. Es sollen Röhrenkollektoren werden keine Flachkollektoren. Im moment wird das Haus durch eine ca 15 Jahre alte Gasheizung geheizt was mir viel zu teuer ist der Energiebedarf war vor 2 Jahren ca. 16000 KWH wobei Warmwasser über Durchlauferhitzer ging. Es ist mein Elternhaus und ich habe dieses Haus seit ca. einem Jahr. Aussenwände sind mal vor ca. 8 Jahren Isoliert worden hier hält sich die Wärme super und im Sommer die Kälte auch gut. Das Problem ist das Dachgeschoss. Hier ist es im Sommer richtig heiss und im Winter natürlich recht Kalt. Die Isolierung unter dem Dach ist nicht gut. Möchte hier aber nicht das ganze Dach abdecken um alles zu Isolieren. Also fällt diese Maßnahme aus.Zurück zur Solaranlage ich Plane eine ca. 20 m² große anlage die mit einen Kombispeicher kombiniert ist für Warmwasser und HAUPTSÄCHLICH für die Heizung. Bei dem Speicher dachte ich an ca. 1000 Liter da dies bei der Größe auch die mindestmenge für die Bafa Förderung ist (glaube ich mal). Das Haus ist ca.120 m² groß und hat normale Heizkörper wie sie halt vor 10 Jahren verbaut wurden.

Was ich jetzt gerne wissen möchte, lassen wir die Anlagenkosten mal ausser betracht ist folgendes:

Reicht diese Dimensionierung der Anlage aus um im Winter eine brauchbare Heizung zu haben ? Ich hätte noch einen Wassergeführten Ofen mit dem ich nachheizen kann.

Mir sind im letzten Winter, der ja sehr kalt war, Leitungen eingefroren, lässt sich dies mit einer solchen Anlage vermeiden?

Was ist mit der Überschusswärme im Sommer?
Hierfür sind ja die Ausdehnungsgefässe da. Was ich nicht weiss, schaden diese hohen Temperaturen bei Stillstandszeiten der Anlage in irgendeiner Form?

Was gibt es noch zu beachten?

Vielen Dank schon mal im Vorraus

Bekramo
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Beitragvon Bekramo » 05.06.2009 10:36 Uhr

Hallo erstmal,

ich bereibe in der groesse (24) qm2 eine Anlage mit Flachkolektoren mit momentan 1100 Liter Pufferspeicher.

Funktioniert wirklich gut ich bin sehr zufrieden, aller Dings muss ich sagen das meine Annahme 1100 Liter als Speicher reichen nicht stimmten.

Ich werde den Speicher jetzt vergroessern weil wenn an Sommertagen 5 Stunden Sonne anstehen ist die Anlage auf 80 Grad.
Also mein Tip waehle denn Speicher so gross wie es eben geht.
Den eigentlichen Heizkreis betreibe ich durch einen Tauscher im Speicher mit entsprechender gemischter Regelstrecke. (3 Wegemischer)

Die Solaranlage arbeitet bei der Beladung mit einem externen Plattentauscher, wiederum Heizug und Ofen beladen den Speicher direkt.
Den noch verbleibenen Tauscher nutze ich zur Warmwasserbereitung im Durchfluss verfahren.

So einfach kann es sein. :D Achso duch Sichtenspeicher holst du hinten auch nicht mehr heraus als du voren reinsteckst.

Durch die Wahl eines grossen Speichers eruebrigt sich auch die Frage nach Stillstand. :wink:
Ich wuerde heute nicht mehr unter 2000 Lieter bei der Anlagengroesse beginnen.

Bei einem Betrieb in solcher Form baucht man auch keinen neuen Heizungskessel, denn duch denn grossen Speicher bekommst du lange Brennerzeiten und so bekommst du aus einem qm3 Gas 8,5 Kwh und nicht wie bei normalem klick klack Betrieb nur 3,6 Kwh.

Aller Dings solltest du das Dach trotzdem daemmen, geht doch auch von innen, denn ohne Isolierung geht doch viel verloren.

Mit Sonnigen Gruessen Jens
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 05.06.2009 11:09 Uhr

Die Solaranlage in Kombination mit einem wassergeführten Holzofen kann für die Wärmebereitstellung ausreichen. Man muss aber im Winter relativ häufig den Holzofen am Laufen halten. Speziell an einstrahlungarmen Tagen, davon gibt es bekanntlich in unseren Breiten reichlich, geht die Wärmebereitstellung nur mit dem Holzofen, eine Brückung mit der gespeicherten Solarwärme ist nur kurzfristig möglich.

Beim Brennbetrieb wird ja ausreichend Wärme bereitgestellt, dann sollte es nicht zu Frostschäden kommen. Bei Abwesenheit würde über eine Heizpartone im Speicher eine Minimaltemperatur zum Frostschütz bereitgestellt.

Bei Überschusswärme im Sommer wird das Wassertemperatur durch Taktung abgesenkt. Das funktioniert i.d.R. einwandfrei.

BINE - Thermische Nutzung der Sonnenenergie
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... nergie.pdf

Brauchwasseraufbereitung mit Sonnenenergie - Thermische Solaranlagen für Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... wasser.pdf

Planungshilfe für thermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung
http://energie-effizientes-haus.de/Date ... hermie.pdf

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 06.06.2009 12:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon zafi9 » 05.06.2009 23:11 Uhr

Hallo

Ich mache seit Jan.08 umfangreiche Auswertungen von Solaranlagen.
Hier kannst du dich etwas orientieren , welche Leistungen im Winter möglich sind. (siehe Anlagenauswertungen auf meiner HP)

Die Leistungsstärksten Anlagen in meinen Auswertungen, sind eindeutig gut optimierte FK Anlagen (nach Bruttofläche berechnet)
Die VRK Anlagen können den Nachteil der geringeren Aperturfläche trotz Vakuumisolierung nicht wett machen.
(alle ausgewerteten Anlagen verwenden die gleiche Steuerung mit abgeeichten VL/RL Sensoren für die Leistungsmessung)

1oooL Puffer würde für den Winter passen , in ÜGZ und Sommer wäre mehr Puffer gut oder zusätzlich eine Direktverwertung in die Hzg. mit PWT. (verwenden einige Anlagen in meinen Auswertungen sehr erfolgreich)

Stagnation im Sommer ist für grössere Solar Anlagen unvermeidbar
wenn man keinen dauerhaften Abnehmer im Sommer hat.
Die Solaranlagen sind zwar so gebaut , dass sie solche Stillstände überstehen ,dauernde Stagnation kann aber doch die Lebensdauer der Komponenten beeinträchtigen. (z.B die Solarflüssigkeit kann bei häufigen Stagnationen bei > 180° schnell altern und zersetzt sich dabei.)

Es gibt viele Möglichkeiten der Stagnation entgegenzuwirken.

z.B bei FK Rückkühlung in der Nacht über die Kollektoren , über Heizkörper im Keller Energie verbraten ,Pool laden, einen Teil abdecken
Kollektoren steil aufstellen usw.

Meine Stagnationsvermeidung macht sogar Spass :D
http://profil.aon.at/a/filemanager.get/8335107/Whirlpool.jpg

Bei deiner Westausrichtung und 52° Winkel , dürfte es aber nicht dramatisch werden. (habe ähnliche Ausrichtung bei 60° Winkel)

mfG Manfred
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Beitragvon Oswald » 06.06.2009 21:15 Uhr

Hallo....


vor kurzer Zeit habe ich diverse Wirtschaftlichkeitsberechnungen für vollfinanzierte Solarthermieanlagen MIT Heizungsunterstützung durchgerechnet.

Beste Südausrichtung
70° Neigung für bessere "Wintererträge"
18m² Vakuumröhrenanlage
Normalheizung ist eine EWP
Incl aller geschätzten Wartungs- Reperatur- und Versicherungskosten
Alle Fördermittel für Neubau
Das Ganze sollte auf ein KfW40 Haus


Die Erträge habe ich mit Getsolar für meinen Standort errechnet

Selbst bei sehr preisgünstiger Investition hat sich NICHT EINE Anlage finanziell wirklich ausgezahlt.

Im besten Fall decken sich bei meiner Rechnung Erträge und Kosten nach 25 Jahren.

So kleine Vorzüge wie zafi9's elegante Stagnationsvermeidung und sonstige Nutzung der anfallenden überschüssigen Energie im Sommer habe ich dabei völlig ausser Acht gelassen und bin nur von der reinen Rentabilität ausgegangen.

Wenn es interessiert stelle ich mein Excel-Sheet gern zur Verfügung.
Ich fands irgendwie auch ernüchternd!

Ich kann aber aus dem Stehgreif nicht sagen ob das bei einer Gasbrennwerttherme als Hauptheizung und einen EnEV-Haus oder noch schlechter vielleicht doch was bringt.

Grüsse
Oswald
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Beitragvon Bekramo » 07.06.2009 11:34 Uhr

Hallo Oswald,

ich habe auch einmal mit Getsolar gerechnet und meine Anlage rechnet sich laut dennen nicht.

Getsolar hat aber meiner Meinung einen entscheidenen Fehler, dort gibst du an was du bisher Verbraucht hast.

Dann gibst du an wie gross du die Solaranlage planst und bekommst presentiert was dir noch fehlt bzw. zu geheizt werden muesste.

Ich habe nun aber Festgestellt, duch die Benutzung meiner alten Gasheizung an der Pufferspeicher habe ich eine wesendlich hoehere Kwh Ausbeute als zum " Normalen Heizbetrieb ".

Bevor meine Solaranlage in Betrieb ging, hatte ich den Pufferspeiche schon Instaliert, alleine das hatte die Betriebskosten um 1/3 gesenkt.

Ich habe dann nochmal fuer mich nachgerechnet und festgestellt, dass trotz negativer Rechnung durch Getsolar, meine Anlage sich in ca. 12 Jahren rechnet.
Bei einer Durchschnitlichen Lebenserwartung von 25 - 30 Jahren mache ich doch einen guten Schnitt in der restlichen Zeit oder ?

Und das alles ohne WP, Brennwert oder Modelierten Neuheiten.

Mit Sonnigen Gruessen Jens

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Beitragvon PDenti » 07.06.2009 16:47 Uhr

Vielen Dank schon mal. Ich werde mir die Seite von zafi9 mal anschauen.
Ich denke mal das mein vorhaben sich so in der größe umsetzen lässt.
@ Oswald: Ich wollte die Anlagenkosten erstmal ausser acht lassen da meine Meinung nach die Preise vernachligbar sind, denke ich mal. Siehe zb. hier: http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 0209860442

Dann noch ein 1000 Liter Puffer für ca. 1700 Euro. Abzüglich der Förderung bei 105€ pro m² kostet mich so eine Anlage dann ca. 2200 Euro. Vieleicht noch 500 Euro für Rohrleitung und Kleinteile. So alles in allem dürfte ich mit 3000 Euro locker hinkommen. Da ist natürlich die Förderung ab und Selbstmontage angesagt. So. Dafür das ich dann mindestens 10 oder 15 Jahre ruhe habe mit dem Thema finde ich, ist das nicht viel. Wenn ich bedenk das ich im Monat bestimmt schon so ca. 20 Euro an Strom für mein Warmwasser bezahle das durch den Durchlauferhitzer geht. Und gleichzeitig habe ich noch eine relativ günstige Heizung und mir frieren im Winter die Leitungen nicht ein. Was ich im Winter zu wenig habe kann ich ja noch mit dem Ofen nachheizen. Ich denke mal das es sich für mich auf jedenfall lohnt da ich bis jetzt halt eine normale Gasheizung ohne Puffer habe und das ganze Warmwasser über elektrische Durchlauferhitzer geht.
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Beitragvon PDenti » 07.06.2009 16:50 Uhr

Hab gerade gesehen das der Link nicht funktioniert. War eine komplettanlage mit ca. 20 m² mit allem was dazugehört ( Steuerung, Ausdehnungsgefäßen, Leitungen usw) ging weg für 2500 € mit Röhrenkollektoren.
Oswald
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Beitragvon Oswald » 08.06.2009 19:38 Uhr

hallo nochmal....


Ob GetSolar "richtig" rechnet weis ich nicht....
Für mich war das erst mal eine "leichte" Berechnungsart, auf die möglichen Erträge zu kommen.

Ich habe das mit den Deckungsbeiträgen gar nicht weiter beachtet.
Getsolar hat bei 18m² VRK einen jährlichen nutzbaren Ertrag von gut 5300 kWh errechnet.
Selbst bei Ebay mit Selbstmontage und anschliessender Abnahme habe ich inkl. 2000l Puffer und Zubehör ca 6600,-€ ermittelt.
Fördermittel für Neubau inkl. Speicherförderung lag da bei gut 1900,-€
Hab ich als Sondertilgung nach einem Jahr mit eingerechnet.
Dann vollfinanziert bei 3,59 KfW Darlehen mit einer anfänglichen Tilgung von 1,5% ist die Anlage nach 20 Jahren abbezahlt.

Gesamtkosten in den ersten 20 Jahren incl. Wartung, Versicherung, Zins und Zinseszins, Betriebskosten u.s.w. 9570,-€

Dagegen steht bei MIR eine EWP mit COP 4,0 bei 22,5 Ct/kWh und 5%iger Preissteigerung beim Strompreis im Jahr.
Die Kosten dagegen zum Erzeugen der gleichen Energiemenge im gleichen Zeitraum (leider OHNE Wartungskosten was nicht ganz fair war) 7860,-€ für die gleiche Energiemenge.

Das macht eine Rendite von -21,3%!!!!

Für ein Nullsummenspiel müsste Getsolar also sich um mindestens 21% zu Ungunsten der Solarthermie "verrechnet" haben, damit es nach 20 Jahren passt.
Alternativ dazu müssten die Wartungskosten für die EWP in den 20 Jahren bei 1700,-€ gelegen haben, damit es plus-minus Null ausgeht.

Hierzu kann vielleicht noch mal ein erfahrener Profi die Wartungskosten in 20 Jahren einschätzen.

Grüsse
Oswald
PDenti
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Beitragvon PDenti » 18.06.2009 13:19 Uhr

Habe noch eine Frage zum Kombispeicher: Ein 1000 Literspeicher passt bei mir von den Massen nicht in den Keller. Mit einem 800 Liter speicher würd es gehen. Da meine Anlage so 20m² groß sein soll weiss ich nicht ob da langt, weil auf der bafa seite angegeben ist bei Röhrenkollektoren sollen pro m² 50 Liter Speicher gegeben sein. Das wären ja dann 1000 Liter in meinem Fall. Wenn ich jetzt nur 800 Liter habe bekomme ich dann keine bafa Förderung ??????

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