Schornsteinfeger - Plage?
In letzter Zeit ist der Widerstand gegen das Geschäftsmodell (Jahrgang: 1935) der ungefähr 8000 "deutschen Bezirksschornsteinfegermeister" stark gestiegen.
Ingenieure, Politiker und viele Bürger lassen oft kein gutes Haar an den Schornsteinfegern. Dazu nur drei Beispiele:
1) Dipl.-Ing. Weritz
"Die Art wie die Schornsteinfeger für einfachste Tätigkeiten entlohnt werden ist skandalös, dabei sind sowohl Messungen als auch Überprüfungen weitgehend überflüssig. Moderne, selbstüberwachende Technik wird einfach ignoriert."
2) Verbraucherschutzministerin Künast (Grüne)
findet, dass das Schornsteinfeger-Monopol nicht mehr in die heutige Zeit passe. "Wir müssen auch hier Wettbewerb zulassen. Denn Wettbewerb hält die Kosten niedrig"
3) Familie Steinhöfer
"Zum anderen liegt bei uns 30 cm Schnee auf dem Dach, was will der dort bloss?"
Wie reagieren die Schornsteinfeger auf die Kritik? Unsere Erfahrung: Es ist keine Einsicht und kein Schuldeingeständnis zu erwarten. Für viele Bürger sind die Schornsteinfeger schon zu einer Landplage geworden. Wie bei einer Epidemie treten sie massiv auf, um mit aller Gewalt in das Rampenlicht der Medien zu gelangen. Dazu zwei Beispiele:
1) 04.05.2005 (Rhein Main Presse)
"Mit 60 Zylindern im Gotteshaus"
2) 11.05.2005 (Westfalenpost)
"So viele Schornsteinfeger hat man selten auf einen Haufen gesehen, es sind 300, fast die ganze Innung."
Wann werden die ungefähr 8000 "Bezirksschornsteinfegermeister" Einsicht zeigen und sich von ihrem Geschäftsmodell aus dem Jahre 1935 trennen. 60 Jahre nach Kriegsende sollten wir ihr Geschäftsmodell auf den Abfallhaufen der Geschichte werfen und uns vom Bürokratismus um unsere oft hochmodernen Heizanlagen trennen.
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Joachim Datko, Regensburg
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