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Ochsner Wärmepumpe zu wenig Wirkungsgrad

Erdwärme, Wärmepumpe, Bohrungen, Sonden...
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Beitragvon Stromsparer » 26.05.2009 16:49 Uhr

Hallo Gemeinde,
seit Mitte Dezember 2008 ( also etwa 1/2 Jahr) betreibe ich in meinem EFH eine Grundwasser WP GMWW15 P von Ochsner für die Fußbodenheizung und dazu für das WW ein Gerät Europa 312 mit 300l Speicher.
Die Bodenheizung wird ohne Pufferspeicher direkt angefahren. Der Vorlauf liegt bei -5°C Außentemp. bei ca. 38°C, der Rücklauf bei 32°C. Die Grundwassertemperatur bei 10,5 °C Einlass und der Auslass bei 7°C. Die in das Heizsystem eingespeiste Wärmemenge wird über einen elektronischen Zähler erfasst. Laut Hersteller soll das Gerät 15,1 KW Heizleistung haben. Bisher wurden nie mehr als 14,2KW gemessen. Die COP Zahl sollte 6,1 erreichen, die gemessenen Werte liegen, bei 5,2. Der Hersteller begründet das mit Toleranzen der Kompressoren!
Das Gerät Europa 312 steht im Keller bei 18°C Ansaugtemperatur. Die Abluft geht ins Freie! Unser 6-Personenhaushalt verbraucht Durchschnittlich 250l WW pro Tag ( incl. Waschmaschine) Der Sollwert steht bei 58°C. Die WP läuft über einen extra Zähler, das Wasser ebenso. Im Schnitt verbraucht das Gerät 5,5 KWh / Tag. Selbst wenn man 60W /h Temperaturverluste annimmt, erreicht die Anlage nur einen COP von 2,6 statt 4,4 lt. Hersteller.
Wer hat vergleichbare Erfahrungen gemacht?
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Beitragvon bernhard geyer » 26.05.2009 16:53 Uhr

Läuft über den Zähler auch noch der Strom für die WP-Steuerung und evtl. Grundwasserpumpe und Zirkulationspumpe? Läuft im Sommer noch Heizungszirkulationspumpe bzw. gibt es eine WW-Zirkulationspumpe?

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Beitragvon Stromsparer » 26.05.2009 17:18 Uhr

Hallo Herr Geyer,

danke für die schnelle Reaktion.
Die Heizungs-Zirkulationspumpe läuft über einen anderen Stromkreis, ebenso wie die Steuerung der WP. Eine WW Zirkulation gibt es nicht. Die Grundwasserpumpe wird separat erfasst und ist bei der Rechnung schon abgezogen.
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Beitragvon denkedran » 26.05.2009 22:09 Uhr

Der Hersteller begründet das mit Toleranzen der Kompressoren!

Das ist schon mal richtig, die Verdichter können bist zu 10% Unterschiede aufweisen. Weiter ist eventuell das Einspritzventil mal nachzumessen, aber bitte nicht daran herumdrehen.
Darum werden meist nur ausgesuchte Maschinen zur Vermessung abgegeben.
Weiter wird aber bei W10W35 die Leistungszahl angegeben.
Lesen Sie doch mal bitte bei, 35 C Vorlauftemperatur, bei dem geforderten Wasserdurchsatz, heizungsseiteig und grundwasserseitig, die Leistungswerte,Energieaufnahme, in KWh Verdichter und die Abgabe am Wärmemengenzähler ab.
Vergleichsweise technische Daten finden Sie auch unter www.voss-furth.de
Um es nachzurechen und zu überprüfen geben Sie doch ihre Anlagen- Daten in das nachstehende Programm ein.
www.emersonclimate.eu/download.cfm

Gruß Denkedran
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Beitragvon Stromsparer » 27.05.2009 12:03 Uhr

Hallo Denkedran,
danke für den Tip. Ich werde mir das Programm herunterladen und meine Daten eingeben. Die angegebenen Werte von Voss, sind besser, als die Katalogwerte von Ochsner. Wie kommt das?
Zu den Daten: Heizungskreis Vorlauf 35°C, Rücklauf 28,8°C Spreizung 6,2°C 1860l/h - Heizleistung 13,4 KW
Grundwasser : 10,3°C Einlass, 7°C Auslass 2800l/h
Innere Leistung des Kompressors also 10,7 KW statt 12,6 laut Herstellerprospekt. Unterschied ist 15% also deutlich mehr , als die 10% Kompressortoleranz.
Leistungsaufnahme Kompressor ohne Grundwasserpumpe 2,7KW, COP 5,15.
was könnte eine Ursache für diese Abweichung sein?

Übrigens: Bei der gestrigen schwülwarmen Ansaugluft ( 28°C) kondensierte in dem Gerät Europa 312 soviel Feuchtigkeit, dass die Ablaufrinne überläuft und sich unter dem Gerät eine Pfütze bildet. Ist das normal?
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Beitragvon Stromsparer » 25.07.2009 11:16 Uhr

Hallo Denkedran,
ich habe inzwischen weiter recherchiert und bin auf eine interessante Studie gestoßen. Unter der folgenden Adresse : http://www.agenda-energie-lahr.de/WP_Ja ... 06-08.html wurde eine Untersuchung über die Praxiswirkungsgrade von Wärmepumpen veröffentlicht, die meine Ergebnisse bestätigt. Ich muss sogar noch recht zufrieden sein, da meine Messergebnisse sogar etwas bessere Werte, als die der Studie ergeben.
Hier wird meine Vermutung, dass der Kunde mit völlig praxisfremden Labor-Messwerten über die tatsächlich erreichbaren Wirkungsgrade getäuscht wird, voll bekräftigt.
Das Problem mit der Pfütze unter der Brauchwasserwärmepumpe ist gelöst. Ochsner verwendet unter dem Kondensator nur eine flache Ablaufwanne mit kleiner Abflussöffnung. Die Wärmepumpe saugt Luft aus einem Nebenraum. Der Ansaugvorgang führt zu einem Unterdruck am Ablaufschlauch und zieht Luft gegen den Kondensatablauf. Die Luftblasen lassen das Wasser spitzen und Wassertropfen fallen neben die Ablaufrinne, sammeln sich und laufen unter der Isolierung auf den Boden. Da Ochsner das Problem nicht abstellen konnte, habe ich mir mit einer selbstgebastelten Plastikabdeckung geholfen. Das Wasser spritzt nicht mehr heraus und der Boden bleibt trocken.
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.07.2009 11:40 Uhr

Hallo Stromsparer,

eine Arbeitszahl von größer 5 bei der Grundwasser-Wärmepumpe ist durchaus passabel, zumal du ja einen leicht höhere Vorlauftemperatur fährst. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto besser auch die COP.

Bei der Brauchwasser-Luft-/Wasser-Wärmepumpe sind die Werte in der üblichen Bandbreite.

Eine Tabelle mit selbst eingepflegten Verbrauchsdaten von Wärmepumpennutzern kannst du unter folgendem Link aufrufen. http://wp-verbrauch.in-tostedt.de/index.php

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon oakgast » 05.01.2010 23:27 Uhr

Kommentar von "Royl" erstellt am 05.01.2010,23:25
Thema: Sonstiges(Erfahrung mit einem Produkt)

Habe die zu niedrige Leistungszahl meiner Ochsner Grundwasser Wärmepumpe GMWW15P heute reklamiert und hoffe auf Abhilfe. Bekomme nach 45 Messtagen Heizbetrieb auch mit Abzug der Energie der Grundwasserpumpe und Heizungsumwälzpumpe bei 35 C Vorlauftemperatur nur effektive Leistunsgszahl um 4,1. Datenblatt des Herstellers gibt dafür 6.1 an. Mein Wärmemengenzähler ist korrekt montiert. Ich hoffe, der Hersteller wird sich der Sache annehmen. Es besteht noch Garantie
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