Hallo Kölner,
wie kommt dein Archi auf 10 kW?
Du hast ein ReihenMITTELhaus mit 130 m². Diesem willst du eine Top Dämmung verpassen mit Dreifachglas und Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke. Noch dazu wohnt du wohl in Köln.
Da wirst du eine Heizlast im Bereich 4 kW haben!
Nach der Dämmung kommst du außerdem mit viel niedrigeren Temperaturen in den Radiatoren aus. Man kann das übrigens berechnen, wenn du uns mal die Abmessungen aller HK einstellst.
Ich schreibe sonst immer gegen Luftwärmepumpen, aber das ist genau die Situation, wo ich eine Luftwärmepumpe nehmen würde - kleine Heizlast, mildes Klima. Nehme mal an das Grundstück ist zu klein für Erdwärme.
Empfehlen würde ich eine modulierende Wärmepumpe. Ideal wäre die Vitocal 300-A von Viessmann. Die regelt die Leistung von 3-9 kW und hat eine für Luftwärmepumpen sehr hohe Leistungszahl von 3,8 bei A2/W35.
http://www.viessmann.de/de/products/Waermepumpen/Vitocal_300-A.html...
Mit diesem Gerät würdest du nicht mal einen Pufferspeicher brauchen. Die Anlage hat Reserven auch für Kälteperioden, braucht keinen Heizstab bei dir.
Dein Heizenergiebedarf in diesem Haus sollte nicht höher sein als 5-6.000 kWh, incl Warmwasser würde ich bei dir einen Stromverbrauch nicht wesentlich über 2.000 kWh erwarten.
Solaranlage würde ich hier nicht machen. Es macht mehr Sinn, mit einer Photovoltaikanlage den Strombedarf der Wärmepumpe - und des Haushaltsstroms - zu erzeugen.
Vielleicht ginge bei dir auch eine Bohrung. In Rheinnähe hat man oft sehr hohe Entzugsleistungen. Bei dem oben skizzierten Wärmebedarf von vermutlich 6-8.000 kWh für Heizung und Warmwasser käme man schon mit einer 60m Bohrung aus. Eine kleine Sole-Wasser-WP mit ca 6kW kostet als Kombiaggregat mit integriertem Warmwasserspeicher ca 6.000 Euro. Selbst mit Bohrung kostet das schlüsselfertig unter 15.000 Euro.
Du kannst KfW40-Standard erreichen und kriegst dann doppelte Förderung - im Altbau immerhin 30 Euro je Quadratmeter.
Wenn das nicht geht, wie gesagt modulierende Luftpumpe.
Grüße
Frank