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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: SCHRECK-Wärmepumpe völlig überdimensioniert-kann das sein?

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NiciRittersgrün

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo miteinander!
Wir haben in unserem Haus eine Waterkotte Wärmepumpe mit 14,2 kW Heizleistung. Gespeist wird sie durch einen Erdkollektor mit 800 m Gesamtlänge. Die Heizung ist eine Fußbodenheizung. Zusätzlich haben wir einen Pufferspeicher, um die Sperrzeiten zu überbrücken (11.30-12-30 und 17.45-19.15 Uhr). Eine Lüftungsanlage mit Erdwärmetauscher haben wir uns außerdem geleistet.

Bisher war ich der Meinung, unsere Heizung ist OK-wir verbrauchen ca 4300 kWh Strom im Jahr. Unser Haus befindet sich im Erzgebirge in 600 m üNN.-Unsere Winter sind streng.

Jetzt habe ich mich jedoch einmal hingesetzt und die Verbrauchswerte tabellarisch aufgearbeitet. Die Tabelle hänge ich dem Beitrag an.

Im ersten Jahr hatten wir weder Putz noch Wärmedämmung am Haus. Die Verbrauchswerte tanzen entsprechend aus der Reihe. Mittlerweile ist das Haus mit durchschnittl. 8 cm Isofloc Außendämmg. versehen worden. Im Dachgeschoss haben wir auch innen noch gedämmt, sodass wir dort auf burgähnliche Wandstärken kommen.

Wenn ich jetzt den Geamtenergieverbrauch anhand der angegebenen Leistungszahl von 4,6 ermittle, komme ich auf einen Energiebedarf inkl. Warmwasser, der 2000 l Heizöl entspricht. Diese Zahl durch 250 ergibt lt. meinen Recherchen den Wert der benötigten Heizleistung-wären 8 kW-wir haben aber 14,2 kW!

Habe ich hier einen Hänger, oder ist das richtig? Unsere Pumpe läuft nur 1000 h im Jahr, wenn ich das anhand der Stromverbräuche ermittle-das ist doch viel zu uneffektiv-oder? Kann man das irgendwie effektivieren, z.B durch veränderte Schaltzeiten?

Außerdem habe ich beim Stöbern im Forum gelesen, dass der Pufferspeicher eigentlich totaler Käse ist, da die träge Fußbodenheizung als Puffer ausreichen würde. Stimmt das?

Es wäre echt toll, wenn mir jemand Auskunft geben würde. Da gibt man sich so eine Mühe und dann sowas...

Viele Grüße
Nicole



Exceltab Heizung.xls
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Zuletzt bearbeitet von NiciRittersgrün am 19.05.2009 12:22, insgesamt einmal bearbeitet

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roro

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EnEV-Berechnung?
Heizlastberechnung?
Wie viel Personen seit Ihr?
Welche VL-Temperatur FBH?

1000 Betriebsstunden pro Jahr sind etwas wenig und lassen auf eine etwas zu große WP schließen. Das muss aber noch lange nicht uneffektiv sein.

Wie kommst Du auf eine JAZ von 4,6? Hast Du einen WMZ oder ist das nur geschätzt?

Der Verbrauch von 4300 kWh für 180 qm ist zwar nicht wenig, aber durchaus in Ordnung. (Abhängig von Eurem Dämmstandard. Welche U-Werte habt Ihr?).

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NiciRittersgrün

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Also mit einer richtig korrekten ENEV-Berechnung kann ich leider nicht dienen. Unser Planer kam auf 77 kWh/m²/a.

Das war eher eine Schätzung als eine konkrete Berechnung. Unser Haus ist eine wilde Mischung aus Altbau und Neubau-wir haben unter den gegebenen Umständen dämmungsmäßig rausgeholt, was ging. Kann also auch nicht so recht mit U-Werten dienen.

Die Leistungszahl habe ich aus dem Prospekt von Waterkotte. Mir ist schon klar, dass diese bestimmt bissel übertrieben ist. Man bräuchte eigentlich einen Wärmemengenzähler. Denke also, dass der Primärenergiebedarf eher geringer ist.

Habe die Tabelle nochmal überarbeitet, da die Heizpunpe 3,1 kW zieht und 0,26 kW für Solepumpe u.a. draufgehen.

Auf die eigentlich benötigte Heizlast kommt man ja überschlägig, wenn man anhand der Stromverbräuche rechnet so:

Stromverbrauch (4000 kWh) x Leistungszahl (4,6)=Gesamt-Energiebedarf 18.400 kWh.
Bezogen auf Heizöl durch 10 kWh/l= rund 1900 l
Dann geteilt durch 250 = 7,6 kW

Oder irre ich mich?

Unsere Leistung zur Erinnerung 14,4 kW-Pumpe läuft knapp über 1000 h im Jahr, z.B im Online-Rechner bei Ochsner ist die minimale Einstellung 1900 h-das hat mich ja stutzig gemacht....

Die Heizung läuft doch dann viel zu kurz, um richtig effektiv zu sein.

Einstellg.Heizkurve:
Tbasis 23,0
Steilheit 20,5

Hoffe, das hilft weiter

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roro

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Zitat:
Die Heizung läuft doch dann viel zu kurz, um richtig effektiv zu sein.


Muss nicht sein. Du solltest nur überprüfen, wie oft sich die WP einschaltet und wie lange sie durch läuft.
Bei den Werten für Dein Haus wäre ein 10 kW WP wahrscheinlich ausreichend gewesen, Dein Verbrauch ist aber in Ordnung.

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fdl1409

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Die WP ist massiv überdimensioniert. Denke hier hätte eine 6 kW WP gereicht, maximal hätte ich 8 kW eingebaut.
Den Erdkollektor hätte ich aber genauso gebaut, mit mindestens 800m.

Dir entsteht dadurch schon ein Schaden.
Erstens war das Aggregat viel teurer als eine passende WP. Zweitens hättest du mit einer kleineren WP keinen Puffer gebraucht - mit diesem Monstrum könnte das schon heikel werden.
Drittens hättest du mit einer kleineren WP weniger Strom verbraucht. Bei gleichem Kollektor hättest du im Mittel eine höhere Soletemperatur gehabt und eine niedrigere Heizwassertemperatur.

Ich werde in Kürze eine WP-Anlage bauen, für ein 4-Familienhaus mit 440 m² beheizter Nettowohnfläche ebenfalls auf 600m. Da kommt eine 12,1 kW Wärmepumpe rein mit 1.200m Erdkollektor. Meine Solepumpe wird 60 Watt verbrauchen, die Heizungspumpe 25 Watt.

Grüße
Frank

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wiesenthaler

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Wenn die 77 kWh/m²/a stimmen, dann ist die WP in der Tat zu groß gewählt worden. Wir haben 79 kWh/m²/a und berechnete Heizlast 9,5 kW. Verbaut ist bei uns eine Vitocal 343 mit 9,7 kW ohne Puffer. Wir werden nach dem strengen Winter in diesem Jahr wohl die 1800 Betriebsstunden überschreiten und ca. 5000 kWh für 238 m² (bei mittlerer RT von 23°C, Zirku und Legionellenschutz on) verbrauchen. Bei Euch hätte eine 8 kW - WP mit Sicherheit völlig ausgereicht.

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