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Marco Jacob
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Beitragvon Marco Jacob » 18.05.2009 07:44 Uhr

Hallo zusammen,

ich trage mich mit dem Gedanken, ein Solarpanel auf mein Carport
zu stellen und damit die Pumpe in meiner Regenwasserzisterne
bzw. die Teichpumpen zu betreiben.

Macht das Sinn? Immerhin zieht eine Pumpe recht viel Strom und
quasi-Kurzschlüsse sind für Solarzellen ja nicht zuträglich. Andererseits
hat man i.d.R. dann Sonne, wenn man auch die Pumpe/n benötigt.

Was muss ich noch berücksichtigen? Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Oswald
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Beitragvon Oswald » 18.05.2009 10:34 Uhr

hallo....

Das macht natütlich nur so richtig Sinn, wenn die Pumpen auch mit Niederspannung arbeiten.
Wenn man erst nach 220V hochtransformieren muss, kommen meiner Meinung nach viel zu viele Verluste hinzu.

Den Strom der Pumpe kann man natürlich elektronisch begrenzen, allerdings müssen die Zellen schon halbwegs den Strom liefern können, den die Pumpen brauchen, denn sonst dreht sich da im schlechtesten Fall gar nichts.
Strombegrenzung ist Kleinkram und kostet vielleicht 25 Euro an Bauteilen und Gehäuse.

Die Pumpen sollen ja auch laufen, wenn die Sonne nicht ausreichend scheint?

Mein Vorschlag: Die Pumpen werden aus der Steckdose grundversorgt.
Wenn die Erträge der Photovoltaik reichen, trennt ein Relais die Spannungsversorgung aus dem Netz ab und schaltet um auf PV.
Eine kleine Schaltung überwacht einmal die gelieferte Spannung vom PV-Modul. Kommt eine ausreichende Spannung an wird auf PV-Betrieb umgeschaltet.
Gleichzeitig wird der Strom geprüft. Ist der gelieferte Strom zu niedrig (zu wenig Sonne) stellt die Anlage wieder auf Netzversorgung um.

Die Schaltschwellen von Spannung und Strom hängen von den PV-Modulen und den Pumpen ab.

Die Nennleistung der PV Anlage sollte schon etwas über der Leistungsaufnahme aller angeschlossenen Pumpen liegen, da die Anlaufströme immer etwas höher sind und sonst die Pumpen nicht anlaufen können (vielleicht 20% höher). AUsserdem sollen die Pumpen ja auch bei leicht bedecktem Himmel noch von der PV versorgt werden können und nicht nur bei strahlendstem Sonnenschein.
Der Strombegrenzer reguliert den Strom auf etwas mehr als der Strom, den die Pumpen im Betrieb brauchen (Anlaufströme).
Mal testen bis zu welchem Stromfluss die Pumpen dann noch befriedigend fördern, das ist der untere Grenzwert für die Abschaltung der PV.

Grüsse
Oswald
Diebrigge
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Beitragvon Diebrigge » 18.05.2009 15:56 Uhr

Lass dich auch mal von einem Profi in deiner Gegend beraten. Der kann sich das genau ansehen und urteilen.
Knatterknarf
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Beitragvon Knatterknarf » 30.05.2009 23:19 Uhr

Hallo Marko,
hoffe, daß es noch nicht zu spät ist.
Habe meine Regenwasseranlage immer nach und nach aufgebaut, getrieben durch die Neugier. :wink:
Am Anfang standen ein 50 Watt Solarmodul(polykristallin),und ein 85 Ah-Solarakku, welche ich ohne Laderegler über Gleichrichterdiode verband.
Schnell war der Akku voll, erste "Rettung" war eine Halogenlampe (20 W) im Wohnzimmer, später eine Wasserpumpe (12V/ca.4A /7l pro Min. mit Druckschalter und ein Laderegler mit Tiefentladeschutz dazu. Da im Winter die Sonne nicht regelmäßig scheint, wurde die Speicherkapazität auf 3 Akkus erweitert, um 2 Wochen zu überbrücken. Für Tage mit erhöhtem Energieverbrauch (am Tag ungefähr 1500 L Gießwasser zum Garten pumpen), steht seit 1998 auch ein Eigenbauwindrad (1,4m Zweiflügler mit 50W, seit ca.2001 durch einen Dreiflügler ersetzt, mit 2m Durchmesser/200W Höchstleistung zur Verfügung, womit die Anlage ohne Fremdenergie läuft. 8)
Wenn auch einige Leute die Hände über dem Kopf zusammenschlagen,
wegen der Wirtschaftlichkeit, wiegt der Spaß am Basteln die Kosten allemal auf. :idea:
Eine Startanlage für kleine Gartenteiche gibt es übrigens bei Conrad-Elektronik für 229€. Sie beinhaltet ein Solarmodul mit 20W und eine verschleißarme Teichpumpe mit 1300l/h Höchstleistung und 1,7m Förderhöhe. Bestellnummer: 551503-54.

Viele Grüße
Thomas

Die Sonne scheint kostenlos,hoffentlich nicht umsonst.

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