Hallo energieportal24-Teilnehmer,
im Januar diesen Jahres schrieb ich von meinen Problemen mit einer zu klein berechneten Luft/Wasser WP im Altbau! Die Angelegenheit liegt mittlerweile beim Anwalt, eine Klage steht an, da der Einbauende Betrieb den Fehler nicht einsehen möchte und glaubt, alles wäre gut!
Eingebaut wurde eine Luft/Wasser WP mit 8,9kW bei +7/35 für ein normal gedämmtes Altbauhaus mit Radiatorenheizung, berechnet war ein Energieverbrauch von 10400kWH inkl. aller Nebenverbräuche jährlich, der ehemalige Heizölverbrauch betrug ca. 3500l vor der Sanierung und 2600l nachher bei 160qm Wohnfläche und drei Personen, Ölheizungsvorlauf betrug ca. 45`C. Der Stromverbrauch beträgt nach nur sieben Monaten Laufzeit über 11000 kWh und das Haus blieb im Winter kühl, wir mußten mit einem Holz-Kamimofen(6kW) zuheizen trotz Heizstab. Der Heizstab heizt ab +5`C mit!!!
Gibt es hier im Forum ähnliche Fälle, wie seid ihr vorgegangen? Sind schon Prozesse geführt worden? Wenn ja, wie sind diese ausgegangen?
Ich kann nur jedem empfehlen sich ausgiebig mit der Thematik vor Einbau zu beschäftigen, sicherlich ist eine Luft/Wasser WP im Altbau machbar, nur sollte man ohne einen entsprechenden Dämmstandard, große Heizflächen und niedriger Vorlauftemperaturen nicht zuviel erwarten!!!
Ich glaube mittlerweile, dass es leider immer noch Betriebe gibt, die ohne entsprechendes Vorwissen Wärmepumpen verkaufen, so hatte ich z.B. nie eine Heizlastberechnung erhalten (wurde auch nicht gemacht!!). javascript:emoticon('

') Lediglich der ehemalige Ölverbrauch fand Beachtung!!! Dinge wie HEA etc. waren Fremdworte!!! Nach HEA beträgt die überschlägige Heizlast im übrigen 16kW!!!
Viele Grüße und ich bin gespannt, vielleicht kann man ja eine Interessenvertrtetung gründen!!!