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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Erdwärmepumpe mit oder ohne Pufferspeicher

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Battigoooaaalll

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Hallo Zusammen,

ich bin neu hier im Forum, heizungstechnisch wenig bewandert und bräuchte einmal bitte euren Rat.
Wir bauen gerade ein EFH und es ist eine Erdwärmepumpe vorgesehen (8 KW Vaillant Geotherm plus mit 175l Wasserspeicher und 6 KW Elektrozusatzheizung). Die WF beträgt 136 m² und es ist komplett FBH geplant. Im Keller soll ein Raum (Hobbykeller) separat über zwei Flachheizkörper geheizt werden (wohl nicht optimal bei einer Wärmepumpe aber nicht anders möglich).
Nun stellt sich die Frage, ob ein zusätzlicher Pufferspeicher (wird uns von unserem Heizungsbauer wärmstens empfohlen) bei dieser Konstellation Sinn macht oder nicht.
Vielleicht könnt Ihr mir ja weiterhelfen?

Viele Grüße

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roro

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Nachzufragen wäre wieso der Pufferspeicher empfohlen wird. Falls garantiert ist, dass das Mindestumlaufvolumen immer eingehalten werden kann, ist kein Pufferspeicher notwendig. Die 2 Radiatioren im Keller sollten an sich auch kein Problem sein.

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Oswald

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hallo....


ein zusätzlicher Pufferr kann auch die Taktung der WP verringern...
Ich würde den Heizungsbauer einfach mal fragen warum er den Puffer exakt empfiehlt?

Da müsste er ja schon nen Grund angeben können?

Grüsse
Oswald

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roro

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Zitat:
ein zusätzlicher Pufferr kann auch die Taktung der WP verringern...


Aber nur wenn das System nicht korrekt abgestimmt ist, und es sich um einen sehr großen Pufferspeicher (>1000 l) handelt.

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klausamsee

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Interessant wäre auch, warum der Heizstab vorgesehen ist. 8kW sind bei 136m² Wohnfläche schon recht viel (deswegen der Puffer?), und die Erdwärme liefert auch im Winter relativ konstante Soletemperaturen (ich habe gut 300m² zu beheizen und 13kW WP ohne Heizstab; 950l Puffer wegen heizungsunterstützender Solaranlage).
Sieht mir persönlich alles überdimensioniert aus. Allerdings kann man das ohne genaue Heizlastberechnung eigentlich gar nicht sagen.

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Battigoooaaalll

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Hallo,

vielen Dank erstmal für die spontanen Antworten. Wie schon gesagt bin ich (noch) Wink absoluter Laie. Uns wurde gesagt, das durch den Pufferspeicher zum einen Taktung verringert würde und zum anderen auch Abschaltzeiten des Versorgers so besser überbrückt werden können.
Hier habe ich allerdings schon einmal gelesen, dass dies durchaus für die 1-2 Std. ohne Wärmeverlust durch den Estrich kompensiert wird --- stimmt das, oder kommt es hier zu Temperaturabsenkungen?
Zur Wärmepumpe an sich --- wir bauen mit einem Bauträger, der diese Wärmepumpe von Vaillant quasi Standardmäßig einsetzt (kann die 6 KW E-Zusatzheizung denn von Nachteil sein/werden?).
Mit den zwei Radiatoren wollen wir einen ca. 30m² großen Hobbykellerraum (der Keller ist komplett gedämmt) heizen - hier sagte uns der Heizungsbauer, dass dies schon einen halben Tag Vorlauf in Anspruch nehmen würde - kommt hier evtl. die E-Zusatzheizung der Wärmepumpe ins Spiel?
Diese soll ein ganz schöner Strromfresser sein?

Fragen über Fragen, aber ich möchte nicht "doof" sterben und zum Zweiten auch die möglichst ideale Lösung finden - ich hoffe Ihr helft mir Wink

Viele Grüße
Batti

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roro

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Zitat:
Abschaltzeiten


Das ist einmal Schwachsinn.
Dazu müsste die WP-Steuerung erst einmal wissen, wann die Abschaltungen sind, und dann den Puffer höher aufheizen. Außerdem ist Dein Haus an sich Puffer genug.

136 qm Estrich entsprechen je nach Aufbauhöhe einem Puffer von 2000-3000l Wasser. Die anderen Massen Deines Haus noch gar nicht miteingerechnet. Was soll da ein Puffer mit ein paar hundert Liter bringen.

Zitat:
Mit den zwei Radiatoren wollen wir einen ca. 30m² großen Hobbykellerraum (der Keller ist komplett gedämmt) heizen


Das sollte genau durchgerechnet werden, und könnte u.U. zu einem Problem führen. Wenn der Kellerraum häufig genützt wird, würde ich immer eine FBH einbauen. Habe ich in 2 Räumen meines Kellers auch gemacht.

Zitat:
kommt hier evtl. die E-Zusatzheizung der Wärmepumpe ins Spiel?


Hängt von der Heizlastr ab. Wurde eine Heizlastberechnung inkl. der Kellerräume durchgeführt. Die E-Zusatzheizung sollte an sich nur für Notfälle sein und daher immer aus (Ich habe seit 3 Jahren keine E-Zusatzheizung benötigt, dass letztemal beim Ausheizen des Estrichs).

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Oswald

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hallo nochmal....

Warum sollte ein Puffer nur bei unkorrekter Abstimmung die Taktung verringern!?!?!?
Das erschliesst sich mir gerade absolut nicht!?!?!

Je mehr Speichermasse ich habe umso mehr Speichermasse (Heizungswasser) muss bis zur nach Heizkurve eingestellten Temperatur aufgeheizt werden.

Hab ich keinen Puffer entspricht die Speichermasse dem in der gesamten FBH vorhandenen Wasser.... PUNKT.
Das wird bis X Grad erwärmt und die WP geht aus.... PUNKT.
Dann zirkuliert das Wasser in der FBH solange bis der untere Schaltpunkt der Temperatur erreicht wird und das Spiel geht von neuem los.

Habe ich nen Puffer musste mehr Heizungswasser erwärmt werden und entsprechend dauert es bei gleicher Erwärmungsleistung in den Räumen auch länger bis dieses MEHR-Wasser bis auf den unteren Schaltpunkt abgekühlt wurde.

Ergo: Die Einschaltzeit der WP ist länger und sie bleibt auch länger aus.
Wenn das keine verringerte Taktung ist, dann reden wir wohl beim Begrif Taktung von Äpfeln und Birnen!?

Fakt ist, dass eine WP nicht sofort nach dem Einschalten die optimale Effizienz erreicht, sondern erst eine Weile arbeiten muss.
Für mich ist ein "nicht abgestimmtes" System ein System, bei dem, durch die geringe Speichermasse bedingt, die WP nicht solange läuft, dass sie in den effizienten Betriebszustand kommt und schon vorher abschaltet.
Wenn sich das System nun mal nicht besser abstimmen lässt bringt ein "kleiner" Puffer schon was.

Wenn die Leistung der WP relativ zu hoch bemessen wurde neigt, nach meinem Verständnis, die WP zu höherer Taktung.
Wenn man Sperrzeiten des Energieversorgers eingeplant hatte MUSS die Leistung aber um diese Sperrzeiten erhöht ausgelegt werden.
Damit aber dann die Taktung sich in den NICHT-Sperrzeiten nicht erhöht könnte ein Puffer interessant sein.

Der Estrich, je nachdem wie dick er ist, kompensiert bei unserer FBH (ca. 20 Jahre alt) locker 6,0 h.
Ich denke bei einem Neubau sollten auch locker 2 Stunden drin sein.

Im Hobbykeller wird es vermutlich desshalb so lange dauern, weil es dort Heizkörper gibt und die VL-Temperatur einer WP und FBH entsprechend geringer ist.
Dann werden die Heizkörper halt auch nicht so warm und es dauert länger, bis der Raum aufgeheizt ist. Sobald er warm ist sollte das allerdings keine Rolle mehr spielen.

Der Heizstab IST ein Stromfresser!
Meiner Meinung nach sollte die Heizung immer so konzipiert sein, dass er hoffentlich NIE gebraucht wird (von Extremwintern mit 5 Tagen -25° mal abgesehen).

Grüsse
Oswald

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Battigoooaaalll

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Vielen Dank roro,

das sind doch mal klare Ansagen.

Mit dem Keller ist etwas unschön und unbedacht geplant - ist erstmal nur als Hobbykeller gedacht (Nutzung ca. 1-2x die Woche) - mit der FBH dort hat sich leider erledigt, weil der Bodenaufbau nicht hoch genug ist bzw. die Raumhöhe sonst zu niedrig werden würde.

Mit der Heizlast werde ich noch einmal ansprechen - ich denke die Berechnung wurde ohne den Keller gemacht.
Wegen der ganzen Kellergeschichte gab´s auch schon mächtig Zoff mit dem Bauträger der Bauleiter ist so ein Idiot).

Also sehe ich das richtig --- Pufferspeicher macht in diesem Fall keinen Sinn --- das schlimmste was passieren kann ist, dass wenn ich den Kellerraum mit Radiatoren aufheize die E-Zusatzheizung mit ins Boot kommt, welche sehr kostenspielig arbeitet, richtig?
Dies ist dann auch nicht zu umgehen, oder?

Vielen, vielen Dank
Langsam kommt Licht ins Dunkel...

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Thomas Heufers

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Eigentlich ist die Fußbodenheizung als Puffermedium geradezu ideal, dies erübrigt meistens eine zusätzliche Pufferung.
Im Zweifelsfall würde ich immer den Hersteller direkt ansprechen und ihn einen Blick auf die Planung werfen lassen.

Gruß

Thomas Heufers

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roro

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@Oswald: Wie groß ist Dein Puffer, wie stark ist Deine Wp und welche Hysteres hats Du?

Annahme: 300l, 7kW 2 Grad Hysterese=>Du bekommst eine Taktverlängerung von 12 min durch den Puffer.
Die Speichermasse des Estrichs (Annahme 150 qm) nreicht aber bei 2 Grad Hysterese und 7 kW über eine Stunde (Ohne die Verluste nach außen zu berücksichtigen). Wenn Du kürze Taktzyklen hast, dann kannst Du davon ausgehen, das Dein System nicht korrekt abgeglichen ist, und die Wärme nicht schnell genug in den Estrich abgegeben werden kann. Ein Pufferspeicher bringt da gar nichts.
Die HZB arbeiten meistens nur nicht korrekt.

Zitat:
Fakt ist, dass eine WP nicht sofort nach dem Einschalten die optimale Effizienz erreicht, sondern erst eine Weile arbeiten muss.


Diese Zeit ist aber < 1 min.

BTW: Ich habe 185 qm FBH, eine 7 KW WP, keinen Pufferspeicher und durchschnittliche Taktzeiten (inkl. WW) von 1 1/2 Stunden bei 0,5 Grad Hysterese.

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Oswald

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
@roro

AHAAAAAA!
Danke für das Befüllen mit Werten!
Das brachte Licht ins Dunkel!
Ich hatte da eine Augenklappe auf!

Also das mit der Stunde Puffer durch die FBH klingt mir allerdings etwas sehr lang.
Gut! Meine gemeinte Wohnung ist zwar nicht schlecht aber auch nicht NEH-standard gedämmt.
Hier habe ich FBH mit Gastherme und die Taktet, wenns richtig kalt ist, ca. alle 5-10 Minuten. VL dann ca. 40-42°, RL nicht gemessen.
Ich habe an dieser Heizung KEINEN Puffer.
Sind halt knapp 125m² FBH im 80er Jahre Bau.

Bevor sich jemand ereifert: Ich will da demnächst raus und werde da NICHTS mehr verändern also sind Tipps und Vorschläge völlig überflüssig! Wink

Grüsse
Oswald

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