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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Ist so die WP-Auslegung OK?

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Ber13127

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Heizen und Kühlen
mit Wärmepumpen


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo,

ich habe viel in Forum gelesen, leider komme ich mit der WP-Auslegung nicht weiter. Vielleicht kann mir einer oder andere Experte weiterhelfen. Vielen Dank im voraus.

Wir bauen ein Anbauhaus mit 120m² Wohnfläche auf 2 Vollgeschossen, ohne Keller.
Wir wollten eine Passivhaus bauen, da wir aber den Vertrag für Selbstbausatzhaus schon unterschrieben hatten und der Architekt nicht mit PHPP das Anbauhaus planen wollte, ist(wahrscheinlich) ein KfW40-Haus mit 36 kW/m²a Primärenergiebedarf (EnEV2005 Nutzfläche AN 176m²) geworden.

Das Anbauhaus hat folgende Eingenschaften und Werte:

- Die Aussenhülle(Aussenwände/Boden/Dach) hat eine Gesamt-U-Wert von ca. 0,09 W/m²K
- Die Fenster/Tür(ca.20m²) sind 3-Fach Verglasung mit Kryptonfüllung, Gesamt-U-Wert 0,74 W/m²K
- Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ca.90%
- Heizlast habe ich mit PHPP berechnet, bin mir aber nicht 100% sicher = 10,2 W
- WP statt Solaranlage für WW und Fussbodenheizung(zum Heizen und Kühlen)
- Von Architekt per EnEV2005 berechnet(mit Solaranlage), Anlagenzahl-ep=0,707, Heizwärmebedarf 6300 kWh/a und WW-Bedarf(damals für 2 Erwachsene und 2 Kinder)2600 kWh/a
- Bestandhaus(Bj.1950) hat ca. 40m² Wohnfläche und hat keine Dämmung. Die Aussenwände sind ca. 36 cm, Zigelmauer.
- Zur Zeit würden 2 Erwachsenen und 3 Kinder in Anbauhaus einziehen.
- WP-Stomtarif mit 2x2h Abschaltung wird .

Mit der Heizungs-Firma die WP einbaut, wurde vertraglich(V) und mündlich(M) vereinbart :
- V: WP Waterkotte Ai1 bis 9200 kWh liefern/montieren.
- V: Alle Anschlüsse, Spezielle WP-Erweiterung, Grössere Heizkreisverteiler wegen 3 Heizkreise für Bestandshaus
- V: Nach erste Bohrung mit Schichtenverzeichnis und Wärmebedarfsnachweiss(wurde vorgelegt ENEV2005-Berechnung) wird die optimale Bohrlänge ermitteltt und entsprechend weiter gebohrt.
- M: Gesamt 70m(2x35m) wird gebohrt und soll völlig ausreichen, auch für Bestand.
- V: 3 Heizkreise für Bestandshaus vorbereiten und bis an Anbauhausgrenze legen.
- V: Komplette Fussbodenheizung und 6,5cm Estrich(inkl. Hochheizen) für 120m²
- M: Aussage Firma: Die kleinste WP(Waterkotte Ai1 5005.4) und 70m Bohrung ist vollig ausreichend für Anbau, Bestand und WW.


1. Bohrung 29,5m
2. Bohrung 22m
3. Bohrung 29,5m

Abstand zwischen Bohrungen: Zwischen 1. und 2. 5,6m, zwischen 2. und 3. ca.18m


Ist die WP-Auslegung so richtig oder braucht man weitere Bohrung bzw. andere WP?

Nochmal vielen Dank im voraus.

Gruß
Can


Zuletzt bearbeitet von Ber13127 am 28.03.2009 10:53, insgesamt 2-mal bearbeitet

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bernhard geyer

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Allein schon wegen Verwendung von nicht genehmigten Verbressungmaterial würde ich Rechtsanwalt einschalten. Dieser soll einen Brief schreiben das die Bohrungen unverzüglich korrekt durchgeführt werden müssen ansonsten wird auf Kosten dieser Firma eine weitere Bohrfirma eingeschaltet. Evtl. kann es dir passieren wenn die Wasserbehörte das erfährt eh die gestattung der Bohrung zurückgezogen wird und du dann komplett ohne Wärmequelle dastehst.

Estrichtrocknung kann auch mittels Notheizaggregat erfolgen (lief beim mir auch ca. 2 Wochen am Anfang mit um die ersten Tage zu "überstehen". Kostet pro Tag ein paar € und sollte von jedem vernünftigen Heizungsbauer ausgeliehen werden können.

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Ber13127

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Ich will nur wissen, ob die o.g. WP-Auslegung für Heizwärmebedarf und WW-Bedarf ausreichen kann.

Gruß
Can.


Zuletzt bearbeitet von Ber13127 am 28.03.2009 10:35, insgesamt einmal bearbeitet

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klausamsee

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Wenn ich die Werte mit meinem Haus vergleiche, hast du für die Wohnfläche und bei KfW40 eine zu große Heizlast (das sollen 10,2kW sein, oder?).
Für die Heizlast ist die Bohrlänge zu kurz. Selbst von der Fläche und dem Verbrauch hochgerechnet halte ich die Bohrlängen für zu kurz. Aber ich bin kein Wärmetechniker

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Ber13127

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klausamsee hat Folgendes geschrieben:
Heizlast (das sollen 10,2kW sein, oder?)


Nein, Heizlast ist 10,2 Watt/m² steht in PHPP.

Gruß
Can

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Ber13127

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Vielleicht soll ich anders Fragen. Ich rechne mal vor und die Experten korrigieren mich:

1. Berechnung mit PHPP-Heizlast
Anbau-Heizlast nach PHPP = 10,2 Watt/m²
Anbau-Wohnfläche = 120 m²
Heizbedarf-Anbau = 120 x 10,2 = 1,224 kWh
2 x 2Std. Stromabschaltung Fakor 1,2 = 1,2 x 1,224 kW = 1,4688 kWh
WW-Bedarf für 5 Personen = 0,20 kW x 5 = 1 kWh
Heizlast-Bestand(annahme wegen schlechte Isolierung) = 100 Watt/m²
Wohnfläche-Bestand = 40 m²
Heizlast-Bestand = 40 x 100 = 4 kWh

Gesamt-Heizlast = 1,47 + 1 + 4 = 6,47 kWh


2. Berechnung mit ENEV2005-Heizlast

Anbau Nutzfläche AN = 176 m²
Anbau Jahres-Heizbedarf = 6300 kWh/m²a
Anbau Heizlast = 6300/176 = 35,8 kWh
Heizbedarf-Anbau = 120 x 35,8 = 4,3 kWh

Gesamt-Heizlast = 4,3 + 1 + 4 = 9,3 kWh

Also Waterkotte Ai1 5005.4 kann max. 4,8 kW und somit nicht ausreichend? Oder mache ich Denkfehler?

Bohrungen 81m x Erdreich 50 Watt = 4,05 kW Ist ausreischend?


Gruß
Can

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bernhard geyer

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Ber13127 hat Folgendes geschrieben:
bernhard geyer hat Folgendes geschrieben:
Evtl. kann es dir passieren wenn die Wasserbehörte das erfährt eh die gestattung der Bohrung zurückgezogen wird und du dann komplett ohne Wärmequelle dastehst.

Genau aus diesem Grund wollen wir keine Anwahlt einschalten bzw. andere Firma beuaftragen.

Da du nicht weißt was die Bohrfirma überhaupt meldet eher ein "Wir machen auf die Berühmten 3 Affen". Die Frage ist was dir zusätzlich Blühen kann wenn du wissenlich sowas verheimlichst. Was bring es dir wenn im Dezember ein Behörtenmitarbeit herausfindet das hir was nicht stimmt und bei -15 Grad Außentemperatur deine Tiefenborhung stilllegt. Ob du dann im Nachhinein noch irgendwas Regresstechnisch holen kannst ist auch fraglich? Und wenn dann evtl. noch die Kfw wegen nicht einhalten der Kreditbedingungen kommt kannst du gleich Privatinsolvenz einreichen. Willst du das (auch wenn die Gefahr gering ist) riskieren?

Ber13127 hat Folgendes geschrieben:
Ich will nur wissen, ob die o.g. WP-Auslegung für Heizwärmebedarf und WW-Bedarf ausreichen kann.

Ich sage mal: Nein. Bei milten Winder wird es noch reichen, aber bei einem Winter wie 2008/2009 solltest du aufpassen das deine Bohrungen nicht komplett vereissen.

Korrektur: Vereisen wird die Borhung nicht gleich, da die WP passend ist. Aber das Haus wird nicht war warm werden (außer über Zuschaltung von Heizstab).

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roro

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@Ber13127: Weißt Du eigentlich was Du schreibst. Du vermischt kW mit kWh das es nur so ein Graus ist.

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Ber13127

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roro hat Folgendes geschrieben:
@Ber13127: Weißt Du eigentlich was Du schreibst. Du vermischt kW mit kWh das es nur so ein Graus ist.


Genau das habe ich befürchtet, dass ich irgendwo Fehler mache.

Wie soll man dann richtig rechnen?

Gruß
Can

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roro

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Auf diese Weise eingentlich gar nicht.

Die Fehler, die meiner Meinung nach gemacht wurden.

Anbau-Heizlast nach PHPP = 10,2 Watt/m²
Anbau-Wohnfläche = 120 m²
Heizbedarf-Anbau = 120 x 10,2 = 1,224 kW (ohne h)

2 x 2Std. Stromabschaltung Fakor 1,2 = 1,2 x 1,224 kW = 1,4688 kW (ohne h)

WW-Bedarf für 5 Personen = 0,20 kW x 5 = 1 kW (ohne h) (Wobei 0,2 recht hoch angenommen sind. 0,1 kW sind an sich ausreichend)

Zitat:
Heizlast-Bestand(annahme wegen schlechte Isolierung) = 100 Watt/m²


100 W/m² ist viel, vor allem durch den Anbau wird zumindest eine Wand deutlich besser. Da dieser Teil aber an sich der Hauptbestandteil der benötigten Leistung ist, muss das genau berechnet und nicht geschätzt werden.

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