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sanni
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Beitragvon sanni » 23.03.2009 13:35 Uhr

Hallo,
wir haben ein 50er Jahre Haus in Hessen auf dem Lande und wollen energetisch etwas sanieren. Wobei wir nicht zu viel reinstecken wollen, da wir das Haus ggf. später verkaufen wollen und die Immobilienlage ist hier katastrophal, so dass wir nicht das wieder bekämen was wir reinstecken würden...

Also: es steht eine neue Heizung an, bisher Öl-Kessel fast 30 Jahre alt. Wir hatten an Öl-Brennwert-Heizung gedacht kombiniert mit Solarthermische Anlage und Scheitkaminofen im Wohnzimmer. Aussendämmung ist zu teuer. Mind. Dachboden und Kellerdecken sollen gedämmt werden, sowie Fenster im Obergeschoß neu, da diese noch kein Iso-Verglasung haben.
Dann sagt uns ein Energieberater, dass sich eine solarthermische Anblage nie rechnet...wir müßten auch ein Gestell hinstellen, da die Ausrichtung vom Dach Ost-West ist.
Ach ja unser Heizölverbrauch im Jahr sind ca. 2700l bei 115m2.
Dann waren wir beim Ofenbauer und dort kam uns der Gedanke von wegen Pelletofen mit Wassertaschen. Wir haben nicht soviel Platz Holz zu lagern...
Und irgendwie kommen wir mit der Planung nicht weiter- jeder sagt was anderes.
Kann mir jemand sagen was sinnvoll ist?
Liebe Grüße
Sanni

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 23.03.2009 15:10 Uhr

Folgende Ratgeber sind hier zu empfehlen:

Ratgeber zur energetischen Gebäudesanierung - Energie sparen Heizkosten senken
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Energie-sparen-Heizkosten-senken-Ratgeber-Hesse n-MfWVL.pdf

BINE - Altbauten effizient sanieren
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbauten-effizient-sanieren.pdf

BINE - Altbau - Fit für die Zukunft
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbau-Fit-fuer-die-Zukunft.pdf

Altbauten effizient sanieren.pdf
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/BINE-Altbauten-effizient-sanieren.pdf

Besser als ein Neubau
Das Pilotprojekt „Niedrigenergiehaus im Bestand“
http://www.zukunft-haus.info/fileadmin/zukunft-haus/publikationen/NEHB-Broschuere.pdf

Fachgerechtes Dichten und Dämmen
Planung und Ausführung einer energieeffizienten, luftdichten Gebäudehülle
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/Fachgerecht-dichten-und-daemmen.pdf


Mein Tipp: Bitte überprüft alle Möglichkeiten der Dämmung. Energieeinsparung geht in erster Linie nur durch Absenkung des Energiebedarfs, heißt Dämmen.

Gruß

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Beitragvon GMil » 24.03.2009 01:07 Uhr

Die Erfahrung zeigt, daß jede Art Heizungsverbesserung i.d.R. effizienter ist als jede Art Dämmung, vllt. mit Ausnahmen einer Kellerdeckendämmung.

"Effizienter" bedeutet hier, möglichst viel Ersparnis pro aufgewendetem Sanierungsbetrag zu erhalten. Das zeigt sich in der Amortisationszeit, die z.B. beim Vollwärmeschutz selten unter 40 - 50 Jahren liegt, bei der Heizung aber unter 20 Jahren betragen kann. Ihr seid also schon auf dem richtigen Weg.
Gruß

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Beitragvon sanni » 24.03.2009 13:38 Uhr

Hallo,
aber was für eine Heizung? Öl-Brennwert kombiniert mit Pelletofen im Wohnzimmer, oder Holzscheitofen mit oder ohne Wassertaschen oder/und solartechnische Anlage (auch wenn ein extra Gestell notwendig ist)???
Kann uns keiner die Entscheidung abnehmen???? Habe mich ja schon über vor- und Nachteile schlau gemacht - aber ich kann nicht sagen "das ist es!!"
Liebe Grüße
Sanni
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Beitragvon GMil » 24.03.2009 23:02 Uhr

Nach Aussage von Fachleuten ist die Öl-Brennwerttechnik sozusagen tot, weil kaum ein Heizungsbauer einen Brennwert-Ofen korrekt zum Laufen bekommt. Die Geräte funktionieren natürlich, aber meist nicht im Brennwert-Bereich, sodern nur als "normale" Ölöfen ohne nennenswerte zusätzliche Ersparnis.

Pellets sind zumindest derzeit deutlich teurer als Öl. Die Hersteller der Pellets haben auch leichtes Spiel, ihre Ware ggf. an die anderen Brennstoffpreise anzupassen.

Ich habe mich daher für eine Wärmepumpe entschieden, denn Strom ist die einzige Heizenergiequelle, die nicht alleine von Heizenergie-Lieferanten preisbestimmt werden kann.

Wenn man eine Luft-Wasser-Wärmepumpe nimmt, erspart man sich aufwendige Umbauten am fertigen Haus und Grundstück. Solche WPn sind fast überall aufstellbar. Die vorhandene Heizungsperipherie (Radiatoren etc.) ist meist weiter nutzbar.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.03.2009 05:36 Uhr

Die Wärmepumpe ist unter günstigen Bedingungen die bessere Alternative. Eine Wärmepumpe als Ersatz für eine Ölheizung in einem Altbau gehört zu den ungünstigsten Bedingungen und fällt somit als Alternative durch.

Folgende Beiträge erklären welche günstigen Bedingungen erfüllt sein müssen:

Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/WP-Bericht-2006-07.pdf

Wärmepumpen - Top oder Flop? Die Voraussetzungen müssen stimmen.
http://energienetz.de/de/Zuhause/Heizen/Waermepumpen__293/

Gruß

Thomas Heufers



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Beitragvon bernhard geyer » 25.03.2009 07:16 Uhr

Falls die Ölheizung nicht zwangsweise komplett raus muss wäre u.U. ein Luft-WP parallel zur Ölheizung zu übelegen. Über einer bestimmten Temperatur x läuft die WP und unterhalb die Ölheizung. Vor allem die WW-Bereitstellung läuft damit sehr viel günstiger da eine ältere Ölheizung nur wegen WW-Bereitung im Sommer u.U. sehr viel Energie bei der Bereitstellung verschwendet.
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Beitragvon lmr » 25.03.2009 08:20 Uhr

@sanni:
Die Entscheidung für oder gegen etwas kann Ihnen keiner abnehmen. Schauen Sie sich die guten Linkempfehlungen von Herrn Heufers an. Dann gehen Sie mit Ihrem gesunden Menschenverstand die Möglichkeiten durch. Berücksichtigen Sie Ihren Geldbeutel und alle Fördertöpfe und dann geben Sie sich letzlich selbst einen Ruck.
Jede Beratung durch Dritte hat natürlich auch einen subjektiven Anstrich und insofern ist es nicht verwunderlich,dass "...jeder was anderes sagt".
Das kann in diesem Forum auch nicht anders sein.
Sie müssen also versuchen, sich selbst ein Urteil zu bilden.
Viel Erfolg dabei.
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Beitragvon hartmut » 25.03.2009 08:55 Uhr

Diesen Hinweis/Tip (LW-Pumpe) habe ich auch schon von Gerhard bekommen(möchte mich dafür noch bedanken) und mich umgehend an (www.golden-energy.de) per Mail info@golden-energy.de gewand. Bisher aber keine Antwort bekommen.
Habt Ihr noch andere Ansprechpartner bzw Geräteempfehlungen für
PLZ 1735. ??
Gruß
Hartmut
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Beitragvon sanni » 25.03.2009 13:18 Uhr

Hallo,

ich denke, dass eine Wärmepumpe nur Sinn macht, wenn die Dämmung stimmt? Und von der Luftwärmepumpe bin ich erstmal nicht so angetan: der Nachbar unseres Elternhauses hat eine hingestellt und ich finde sie recht laut...
Keine Ölbrennwertheizung? Gibt es Links Literaurtips dazu?

Durch die Links von Herrn Leufers habe ich mich gestern durchgelesen. Klingt ja alles ganz schön, wenn man weiss, dass man das Haus behalten will und/oder ein besonders gut gefülltes Portmanee (richtig nach der neuen Rechtschreibregelung???) hat. Oder wenn die Lage des Hauses es hermachen würde: aber bei uns im Dorf stehen jetzt schon 3 Häuser leer...
Na ja, wir lassen uns ein Angebot vom Dachdecker machen und für die Aussendämmung erwarten wir auch noch eins. Ich brauche konkrete Zahlen, um weiter entscheiden zu können.
Gruß
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